DE2846C - Vorrichtung zum Bohren viereckiger Löcher - Google Patents

Vorrichtung zum Bohren viereckiger Löcher

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DE2846C
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J. HALL, Ingenieur, in London
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Description

1878.
JULIUS HALL in LONDON. Vorrichtung zum Bohren viereckiger Löcher.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1878 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf das Bohren eckiger Löcher in Metalle oder' andere Substanzen durch Rotations-Bewegung und in einer einzigen Operation, wodurch die gegenwärtige Methode der Herstellung solcher Löcher ersetzt wird, welche gewöhnlich zuerst rund ausgebohrt und dann ausgefeilt oder gestofsen werden, bis sie die eckige Form annehmen.
Zu diesem Zwecke benutzt der Erfinder einen dreieckigen Bohrer (derselbe kann flach oder mit gekrümmten Flächen sein), welcher im Querschnitt die Form eines gleichseitigen Dreieckes hat. Die unteren oder schneidenden Kanten des Bohrers werden vollkommen flach hergestellt (drei an der Zahl), jede schneidende Kante von einer äufseren Ecke des Dreieckes nach seiner Mitte gehend.
Die Methode der Benutzung dieses Bohrers in einer gewöhnlichen Vertical-Bohrmaschme geschieht wie folgt.
Der Erfinder befestigt eine besonders construirte Bohrdocke an dem unteren Ende der Bohrspindel. Diese Docke ist so construirt, dafs sie dem Bohrer in horizontaler Ebene eine geringe Bewegung gestattet. Der obere Theil der Höhlung eines Hohlcylinders ist derartig rund ausgebohrt, dafs er auf die Bohrspindel pafst, an welche er durch eine oder mehrere Schrauben oder sonstige Befestigungsmittel befestigt ist. Unter der runden' Bohrung ist eine viereckige Höhlung angebracht, unter letzterer und innerhalb der Grenzen der viereckigen Höhlung ist wieder ein rundes Loch angebracht, welches bis an das andere Ende des Cylinders reicht.
Die Fassung des Bohrers wird aus einem besonderen Stück hergestellt und ihr Bodentheil mit einer viereckigen oder runden Höhlung zur Aufnahme des Schaftes oder oberen Endes des Bohrers versehen, welcher vermittelst einer Stellschraube oder anderen geeigneten Vorrichtung fest an Ort und Stelle gehalten wird. Ihr oberer Theil besteht 1. aus einer Schraube am oberen Ende, 2. einem viereckigen Theil, 3. einem runden Theil, und 4. einem ferneren jedoch weit gröfseren runden Theil. Durch das runde Loch am Boden des Hohlcylinders wird der obere Theil des Bohrhalters in denselben hineingesteckt, bis der gröfsere runde Theil den Boden des Cylinders erreicht. Dann bringt man eine lose viereckige Hülse mit rechteckiger Höhlung auf den viereckigen oben erwähnten Theil des Bohrhalters, innerhalb desHohlcylmders, und darüber schraubt man eine Mutter von der Innenseite des Cylinders. Die lose viereckige Hülse ist gerade nur so hoch, dafs sie sich noch frei bewegen kann, wenn die Mutter fest bis an den viereckigen Theil des Bohrhalters aufgeschraubt und angezogen wird.
Nachdem dies geschehen, wird der Bohrhalter sich leicht in horizontaler Ebene soweit bewegen, als Raum zwischen zwei Seiten der losen Hülse und zwei Seiten der viereckigen Höhlung nach der einen Richtung vorhanden ist, und nach der anderen Richtung soweit, als Raum zwischen zwei Seiten des kleinen viereckigen Theiles am Bohrhalter und der rechteckigen Höhlung in der losen Hülse vorhanden ist. Das horizontale Spiel entspricht der Gestalt des zu bohrenden Loches. Zunächst dem unteren Ende oder den schneidenden Kanten des Bohrers wird dann eine metallene Führungsstange oder Platte fest angebracht. Dieselbe ist mit einem viereckigen Loch gleich dem zu bohrenden versehen, und die Dimensionen der drei Seiten des Bohrers sind derartig gewählt, dafs der Abstand von der Basis zur Spitze des Dreiecks gleich den Seiten des zu bohrenden viereckigen Loches ist. Vorzugsweise wird diese Führungsstange aus Stahl hergestellt, der an derjenigen Stelle, wo das Führungsloch sich befindet, gehärtet ist.
Das Verfahren ist dann folgendes:
Nachdem man den dreiseitigen Bohrer in der Docke befestigt, wird die Führungsstange mit dem darin befindlichen viereckigen Führungsloch fest oberhalb der Stelle angebracht, wo das Loch gebohrt werden soll, und die Bohrspindel, welche die Bohrdocke und den Bohrer trägt, in Rotation versetzt und durch das viereckige Führungsloch hindurch auf das Werkstück gedrückt. Unter stetem entsprechenden Druck wird dann weiter gebohrt, wodurch Löcher entstehen, die dem in der Führungsstange in Gestalt und Gröfse genau gleichen.
Eine andere Verfahrungsart besteht darin, die Führungsstange nicht an der Maschine, sondern auf dem zu bearbeitenden Werkstück zu befestigen, in welchem Falle die Bohrer ebenso
gut arbeiten. Indessen ■ eimeischt diese Art zu Arbeiten eine schnelle, Entfernung und Wiederbefestigung der Führungsstange.
■ Der dreieckige -Bohrer zum Bohren viereckiger Löcher kann auch ohne die selbsttätige Docke benutzt werden mit jeder gewöhnlichen Docke, wenn die zu bearbeitende Substanz nicht sehr schwer ist, weil dann an Stelle der seitlichen Bewegung des Bohrers das zu bearbeitende Stück selbst diese seitliche Bewegung durch den Bohrer erhalten wird.
Obgleich hier nur der Fall einer Vertical-Bohrmaschine angeführt ist, so ist doch zu bemerken, dafs die oben angeführten Einrichtungen ebenso gut auch auf Drehbänke, Bohrknarren sowie jedwede andere Art von Bohrapparaten anwendbar sind.
Modificationen viereckiger Löcher können hergestellt werden durch Abrunden der Ecken des dreieckigen Bohrers, wodurch die Ecken des viereckigen Loches ebenfalls abgerundet werden.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. ι einen verticalen Querschnitt der Docke nach diesem System, und zwar ist: α der Hohlcylinder, welcher an jeder beliebigen Bohrmaschine anzubringen ist, b der Bohrhalter, b' eine Schraube, b2 der viereckige Theil desselben, b3 der eine runde Theil desselben, bi der andere runde, vorspringende Theil von gröfserem Durchmesser. c ist eine Mutterschraube, welche fest bis auf den viereckigen Theil b2 aufgeschraubt wird, und d ist die lose viereckige Hülse.
■ Fig. 2 ist ein Grundrifs von Fig. ι.
Fig. 3 ist eine Ansicht der vollständigen Docke mit dem dreieckigen Bohrer e und der Führungsstange /.
Fig. 4 ist ein Grundrifs der Führungsstange/, den dreieckigen Bohrer im Querschnitt zeigend.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Docke, 2. der dreifache Bohrer und 3. die Führungsstange, alles im wesentlichen wie oben beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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