DE284574C - - Google Patents

Info

Publication number
DE284574C
DE284574C DENDAT284574D DE284574DA DE284574C DE 284574 C DE284574 C DE 284574C DE NDAT284574 D DENDAT284574 D DE NDAT284574D DE 284574D A DE284574D A DE 284574DA DE 284574 C DE284574 C DE 284574C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clockwork
firing
firing pin
case
backward movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT284574D
Other languages
English (en)
Publication of DE284574C publication Critical patent/DE284574C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/02Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means
    • F42C9/04Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor
    • F42C9/048Unlocking of clockwork mechanisms, e.g. by inertia or centrifugal forces; Means for disconnecting the clockwork mechanism from the setting mechanism

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72«. GRUPPE
ERNST FABER in BERLIN.
Mechanischer Zünder für Geschosse.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1912 ab.
Die Erfindung betrifft einen mechanischen Zünder für Geschosse, bei dem das mit dem Geschoßkörper nicht fest verbundene Uhrwerksgehäuse derart gelagert ist, daß es beim Abfeuern des Geschosses in diesem eine rückläufige Bewegung gegen einen Puffer ausführen kann. Während bei den bisher bekannten mechanischen Zündern dieser Art die rückläufige Bewegung des Uhrwerksgehäuses lediglieh den Zweck hatte, das Uhrwerk elastisch zu lagern, um es gegen Zerstörung durch Stöße oder Erschütterungen zu schützen, ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Anordnung so getroffen, daß das Uhrwerksgehäuse durch eine Fangvorrichtung in der zurückgelaufenen Stellung festgehalten wird. Infolgedessen läßt sich diese rückläufige Bewegung des Uhrwerksgehäuses zttr Einleitung der die Zündung bestimmenden Vorgänge ausnutzen, indem es die Stellscheibe vom Zünderdeckel entkuppelt, die' Schlagfeder spannt und die Zündpille in wirksame Nähe des Schlagbolzens bringt, sowie den Schlagbolzen entsichert, die Unruhfeder freigibt und das Uhrwerk auslöst. Es bedarf hierzu also keiner besonderen Mittel.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen einen Längsschnitt und einen Querschnitt durch den Zünder vor dem Abfeuern,
Fig. 3 und 4 dieselben Schnitte durch den Zünder nach dem Abfeuern.
Das Uhrwerksgehäuse 1 ist in der Röhre 2 achsial beweglich und wird durch die beiden Nasen 3, die in zwei senkrechten Nuten 4 geführt werden, gegen Verdrehen geschützt. In der Ruhelage wird das Gehäuse ι durch die Schraubenfeder 5 nach vorn gegen den Zünderdeckel 6 gedrückt, so daß die Stellscheibe 7 mittels der beiden Stifte 8, die in entsprechende Aussparungen in der Stellscheibe 7 eingreifen, mit dem Zünderdeckel 6 gekuppelt ist. Beim Abfeuern des Geschosses wird das Uhrwerksgehäuse durch sein Beharrungsvermögen im Gehäuse 2 zurückgetrieben. Darauf bewegen sich die beiden Riegel 9 unter dem Druck der Feder 10 und der Wirkung der Fliehkraft nach außen und schnappen in die Rille 11 des Zündergehäuses 2 ein.
Durch die Rückwärtsbewegung des Uhrwerksgehäuses ι wird nicht nur der Stoß beim Abfeuern des Geschützes abgefangen und geschwächt, sondern es werden dadurch noch folgende Wirkungen erzielt:
Die Kupplung zwischen Stellscheibe 7 und Zünderdecke] 6 wird gelöst, so daß ein nachträgliches Verstellen der Stellscheibe 7 infolge Verdrehung des Zünderdeckels ausgeschlossen ist. Ferner wird durch die Rückwärtsbewegung , des . Uhrwerksgehäuses 1 der Schlagbolzen 12 in erreichbare Nähe der Zündpille 13 gebracht. Die Schlagfeder 14 wird dadurch gespannt, daß der Stift 15 auf den Boden der Röhre' 2 aufstößt und dadurch das hintere Ende der um die Achse 16 drehbaren Schlagfeder anhebt.
In der Ruhelage ist der Kanal 17 für den Schlagbolzen 12 durch den Riegel 9 verschlossen. Sobald aber der Riegel 9 in die Rille 11 einschnappt, bringt er die Öffnung 18 in die Achse des Kanals 17 und gibt so dem Schlagbolzen 12 den Weg frei.
Da die Unruhe 19, welche der empfindlichste Teil des Uhrwerkes ist, leicht beim Transport sowie besonders beim Abfeuern des Geschützes zerstört werden kann, wird sie in der Ruhelage von beiden Seiten von je zwei Klauen 20 festgehalten. Diese vier Klauen 20 sind auf den beiden Riegeln 9 befestigt und geben, da sie sich zusammen mit den Riegeln 9 nach außen bewegen, erst nach dem Abfeuern des Geschosses die Unruhe 19 frei. Auf gleiche Weise geschieht die Auslösung des Uhrwerkes, indem die Klaue 21, die in ein Zahnrad 22 des Uhrwerkes eingreift, durch den Riegel 9 nach außen bewegt wird und so das Uhrig werk freigibt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Mechanischer Zünder für Geschosse, bei dem das mit dem Geschoßkörper nicht fest verbundene Uhrwerksgehäuse derart gelagert ist, daß es" beim Abfeuern des Geschosses in diesem eine rückläufige Bewegung gegen einen Puffer ausführen kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerksgehäuse durch eine Fangvorrichtung, z. B. durch unter Federwirkung stehende Riegel (9), in der zurückgelaufenen Stellung festgehalten wird.
  2. 2. Mechanischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwärtsbewegung des Uhrwerksgehäuses (1) dazu benutzt wird, die Kupplung zwischen Stellscheibe (7) und Zünderdeckel (6) auszulösen, den Schlagbolzen (12) in erreichbare Nähe der Zündpille (13) zu bringen, die Schlagfeder (14) zu spannen, den Schlagbolzen (12) zu entsichern, die Unruhe (19) freizugeben und das Uhrwerk (22) auszulösen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT284574D Active DE284574C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE284574C true DE284574C (de)

Family

ID=540035

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT284574D Active DE284574C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE284574C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3883821T2 (de) Sicherung für eine Submunition.
DE1578368A1 (de) Feuerwaffe
DE498570C (de) Aufschlagzuender fuer Artilleriegeschosse
DE1120940B (de) Aufschlagzuender
DE2838381C2 (de) Sicherheitsvorrichtung für Zündvorrichtungen
DE284574C (de)
EP0162335B1 (de) Zündsicherungseinrichtung
DE1155695B (de) Aufschlagzuender fuer Raketen
DE1146409B (de) Beharrungszuender fuer Geschosse
DE3743536A1 (de) Zuender bei einem traegergeschoss
DE3015424C2 (de)
DE2247209A1 (de) Mechanischer selbstzerlegbarer momentanzuender mit sprengkapsel- und flugbahnsicherung
DE3543939A1 (de) Anordnung zum verhindern einer vorzeitigen zuendung eines geschosses
DE1259740B (de) Aufschlagzuender fuer Drallgeschosse
DE8715980U1 (de) Sicherungseinrichtung für einen pyrotechnischen Selbstzerlegerzünder für Bomblets
DE8109086U1 (de) Bodensprengzuender, insbesondere fuer gewehrgranaten
DE732604C (de) Aufschlagzuender
AT362280B (de) Sicherungsvorrichtung fuer landminen
DE2336349A1 (de) Jagdgewehr
DE2852077A1 (de) Bodensprengzuender
AT160666B (de) Selbsttätige Feuerwaffe mit zweiteiligem Verschluß.
DE268525C (de)
DE206825C (de)
AT209765B (de) Zünder für Raketengeschosse
DE8614108U1 (de) Aufschlagzünder einer Infanteriegranate