DE28363C - Differential-Flaschenzug mit Seilbetrieb - Google Patents

Differential-Flaschenzug mit Seilbetrieb

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DE28363C
DE28363C DENDAT28363D DE28363DA DE28363C DE 28363 C DE28363 C DE 28363C DE NDAT28363 D DENDAT28363 D DE NDAT28363D DE 28363D A DE28363D A DE 28363DA DE 28363 C DE28363 C DE 28363C
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Germany
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halves
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rollers
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DENDAT28363D
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G. SMITH JR. in New-York, 354, 2. Avenue, V. St. A
Publication of DE28363C publication Critical patent/DE28363C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D3/00Portable or mobile lifting or hauling appliances
    • B66D3/12Chain or like hand-operated tackles with or without power transmission gearing between operating member and lifting rope, chain or cable

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pulleys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1884 ab.
Der vorliegende Seil-Flaschenzug ist so eingerichtet, dafs bei ihm ebenso wie bei den gebräuchlichen Kettenflaschenzügen stets Selbsthemmung vorhanden ist. Das endlose Seil ist so geführt, dafs die einzelnen Theile desselben sich nicht an einander reiben und ein schadhaftes Seil leicht ausgewechselt werden kann.
Die Differential-Flaschenzüge mit Kette haben den Nachtheil, dafs sich die Glieder der Kette bei längerem Gebrauch recken und gleich den Rollen stark abnutzen. In den Fällen aber, wo Seile benutzt werden, entsteht bei der jetzigen Einrichtung der. Flaschen gewöhnlich der Uebelstand, dafs sich das Seil, sobald es den Rand der Rolle erreicht hat, über das benachbarte Seil wickelt, dieses festklemmt und somit das weitere Aufwinden der Last verhindert, abgesehen davon, dafs das Seil hierdurch auch sehr stark abgenutzt wird.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, ist vorgeschlagen worden, mehrere getrennte, von einander unabhängige Seile zu verwenden und dieselben so über die Rollen hinwegzuleiten, dafs einzelne Theile der Seile zwischen den Achsen der Rollen hindurchgehen, wodurch aber wiederum eine unnöthige Abnutzung entsteht, die Einrichtung leicht in Unordnung kommt und eine Auswechselung des Seiles seiner verschlungenen Windungen wegen äufserst schwierig ist. Zudem stellt sich eine derartige Einrichtung auch sehr theuer.
Alle diese Uebelstände sollen durch den dargestellten Flaschenzug beseitigt werden.
Fig. ι zeigt den Differential - Flaschenzug in Seitenansicht; bei der oberen Flasche ist die vordere Gestellplatte weggelassen. Fig. 2 ist eine Vorderansicht, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt durch die Mitte des Flaschenzuges. Fig. 4 stellt die beiden Rollen der oberen Flasche im Schnitt dar. Fig. 5 zeigt im Aufrifs die beiden Rollen der festen Flasche und die Art und Weise der Seilwickelung. 'Fig. 6 veranschaulicht im Grundrifs die gegen einander etwas verschränkte Lage der Achsen der beiden Rollen.
Die obere Flasche besteht aus dem Ral> men A A' mit Haken B und enthält die beiden Rollen CC und DD', von denen jede aus zwei Theilen von verschiedenem Durchmesser besteht und auf jedem ihrer Theile mit einer Anzahl Rillen für das Seil versehen ist. Die beiden ungleich grofsen Theile jeder Rolle sind entweder direct aus einem Stück hergestellt oder fest mit einander verbunden, so dafs ■ sie sich nur gemeinschaftlich drehen können. Die beiden Rollen drehen sich bei Benutzung des Flaschenzuges in entgegengesetzten Richtungen. Das Gröfsenverhältnifs der beiden Rollen, jede als ein Ganzes betrachtet, kann beliebig verändert werden; dagegen mufs das Verhältnifs der Durchmesser der beiden Theile jeder einzelnen Rolle bei beiden Rollen genau dasselbe sein, damit die Drehung beider Theile jeder Rolle genau in gleichem Mafse stattfindet und somit jedes Rutschen des Seiles vermieden wird.
Das Seil läuft von der Aufsenseite der einen Rolle immer zur benachbarten Aufsenseite der anderen Rolle hinüber, ohne je über Kreuz zwischen den beiden Rollen hindurchzugehen.
Die Rillen beider Rollen sind so tief und in solchem Abstande von einander angeordnet, dafs die einzelnen Theile des Seiles sich ohne jede gegenseitige Reibung und in ganz be-
stimmter Lage auf- und abwickeln. Jeder Theil der oberen Rolle C C' hat eine Rille mehr als der entsprechende Theil der unteren Rolle D £>', weil die beiden Seilenden, an welchen die lose Rolle F mit der Last hängt, nur über die obere Rolle C C, und zwar über zwei verschiedene Rillen derselben laufen. Die Rillenzahl kann beliebig vermehrt werden. Die beiden Enden des Taues werden, nachdem das Tau in geeigneter Weise über die festen und losen Rollen gewickelt WOrden ist, in üblicher Weise mit einander verbunden. Das Seil ist so lang zu wählen, dafs die lose Rolle F nach Bedürfnifs herabgelassen werden kann, ohne dafs dabei die Handhabung der freien Schlinge E beschwerlich wird. Es ist gleichgültig, an welchem der herabhängenden Theile des Seiles die lose Rolle hängt, da beide Theile sich in gleichem Mafse heben und senken.
Die Wickelung des Seiles, Fig. 2 und 3, ist folgende: Von dem Zugende E ausgehend, läuft dasselbe über die äufserste Rille der Rolle C hinweg nach unten, um die äufserste Rille der unteren Rolle D, dann aufwärts über die zweite Rille von C, wieder nach unten urn die zweite Rille von D, weiter um die dritte Rille von C, die dritte Rille von D, die vierte Rille von C, nimmt nun, frei herabhängend, die lose Rolle F auf und läuft dann, nach der festen Flasche hinaufgehend, zunächst um die innere Rille des Rollentheiles C nach unten um die innere Rille des Theiles £>' der unteren Rolle, dann um die zweite Rille von C, die zweite Rille von D', die drittnächste Rille von C, die äufsere Rille von D', die äufsere Rille von C', und das übrige freie Ende ist nun unten mit dem Zugende vereinigt. Das beschriebene Wickelungsverfahren bleibt dasselbe, wenn die Anzahl der Rillen eine gröfsere oder kleinere ist.
Beim Anziehen des einen Theiles des Seiles E wird die lose Rolle F emporgewunden, und zwar mit einer von der absoluten Geschwindigkeit des Seiles verschiedenen relativen Geschwindigkeit, deren Gröfse nach dem bekannten Gesetz von dem Uebersetzungsverhältnifs der Durchmesser der beiden Hälften der oberen Rolle abhängt. Wird jedoch die andere Seite des Seiles E nach unten gezogen, so sinkt die lose Rolle F mit derselben relativen Geschwindigkeit nach unten.
Je gröfser die Anzahl der Rillen und somit auch der Seilwickelungen ist, desto gröfser ist die Sicherheit gegen das Zurückgleiten des Seiles bei gehobener Last.
Die untere Rolle D D' dient lediglich zur Führung des Seiles, und ihre Rillen sind zu denen der oberen Rolle derart angeordnet, dafs der Uebergang des Seiles von der unteren Rolle zur oberen mit möglichst geringer Neigung stattfindet, Fig. 5. Um jedes Klemmen des Seiles, welches durch diese schräge Lage der Wickelungen etwa noch entstehen könnte, zu vermeiden, haben die Achsen der beiden Rollen eine etwas gegen einander verschränkte Lage, Fig. 6.
Um zu bewirken, dafs der beim Gebrauch des Flaschenzuges frei nach oben rollende Theil des Seiles auf die richtige Rille zu liegen kommt und sich nicht verschlingt, sind an dem Rahmen der Flasche zwei Federn b angebracht, welche mit je einem Führungsrädchen α an den Stellen, wo das Seil in die beiden freien Zugenden übergeht, auf das Seil einen Druck ausüben und dasselbe in richtiger Lage erhalten. Der Druck der Führungsrollen kann durch Schrauben c geregelt werden.
Die Seilrollen werden am besten aus Gufseisen hergestellt.

Claims (4)

Patent-An sprüche:
1. Ein Differential-Flaschenzug mit Seil, dessen feste Flasche zwei Rollen C C und D D' enthält, welche mit Rillen für die einzelnen Seilwickelungen versehen sind, und von denen jede aus zwei nur gemeinschaftlich drehbaren Hälften von verschiedenem Durchmesser besteht, wobei das'Verhältnifs der Durchmesser dieser beiden Theile bei beiden Rollen genau dasselbe ist.
2. Bei einem Differential-Flaschenzug der unten, angegebenen Art die Wickelung des Seiles in der Weise, dafs das Zugseil einerseits, von der Aufsenrille der gröfseren, oberen Rollenhälfte beginnend, über die gröfseren Rollenhälften beider Rollen läuft, vor dem Uebergang auf die kleineren Rollenhälften die lose Rolle mit der Last aufnimmt und nun über die kleineren Rollenhälften gewickelt ist, so dafs das zweite mit dem anderen Seilende vereinigte Ende des Zugseiles von der Aufsenrille der kleinen oberen Rollenhälfte abläuft.
3. Bei dem vorstehend gekennzeichneten Differential-Flaschenzug die Anordnung der federnden Rollen α am Rahmen der festen Flasche zur Führung der beiden Zughälften des Seiles.
4. Bei dem vorstehend gekennzeichneten Differential-Flaschenzug die verschränkte Achsenlage der beiden Rollen in der festen Flasche, zu dem Zweck, die durch die schräge Lage der Seilwickelungen zwischen jenen beiden Rollen bedingten ungleichen Spannungen in diesen Seilwickelungen auszugleichen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT28363D Differential-Flaschenzug mit Seilbetrieb Active DE28363C (de)

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