DE28291C - Neuerung an Trockenapparaten - Google Patents
Neuerung an TrockenapparatenInfo
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Classifications
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- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B17/00—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
- F26B17/001—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
- F26B17/003—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors with fixed floors provided with scrapers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
H. BETCHE in BERLIN. Neuerung an Trockenapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1884 ab.
Zur Trocknung mineralischer oder vegetabilischer Substanzen, die einem höheren Hitzegrade
nicht ausgesetzt werden dürfen, ist es nothwendig, die Temperatur so niedrig wie angängig
zu halten, dabei aber dennoch den abziehenden Gasen die zu einer guten Ventilation
nothwendige Geschwindigkeit zu geben. Ein ferneres Erfordernifs einer guten Anlage ist, die
von der Ventilation mit fortgerissenen staubförmigen Theile des zu trocknenden Materiales
abzufangen, so einen materiellen Verlust und eine Verschlechterung der umgebenden Luft
zu vermeiden. , Soll der Apparat obige Bedingungen erfüllen und soll die Trocknung event,
das Rösten des betreffenden Materials schnell und gleichmäfsig vor sich gehen, so mufs die
heifse Luft das zu trocknende Material an allen Theilen in dünnen Schichten berühren. Um
dies zu erreichen, sind Transport- und Wendevorrichtungen nothwendig, die bei den bestehenden
Anlagen meistens nicht genügend einfach und deshalb entweder zu kostspielig sind' oder zu häufigen Reparaturen Veranlassung
geben.
Vorliegende Erfindung liefert nun einen Apparat, in dem bei verhältnifsmäfsig niedriger Temperatur
das Trocknen vor sich geht, in dem die mitgerissenen Staubtheilchen abgefangen werden
und in dem der Bewegungsmechanismus für die Transporteure in möglichst einfacher Form gebildet
ist.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch den Trockenapparat,
Fig. 2 einen Querschnitt desselben und
Fig. 3 einen Längsschnitt des diffusorartig erweiterten Dunstabzuges.
Fig. 4 ist eine Ansicht des Bewegungsmechanismus der Transporteure,
Fig. 5 ein Grundrifs.
Das zu trocknende Material wird durch Oeffnung a, Fig. 1, in den Trockenapparat A eingeführt,
fällt auf das Gestell b und wird durch den Transporteur c auf das nächste Gestell b',
von diesem durch den Transporteur cl auf b"
u. s. w. geleitet, bis es endlich an die Ausgangsöffnung h gelangt. Die heifse Luft wird, während
das Material den beschriebenen Weg verfolgt, über dasselbe hinweg geleitet, nimmt die
Feuchtigkeit auf, reifst aber auch gleichzeitig die staubförmigen Theile mit fort und gelangt
in die Staubkammer B. Da diese Kammer einen gröfseren Querschnitt hat als die Summe
der freien Durchströmungsöffnungen über den mit dem zu trocknenden Material belegten Gestellen,
so wird die Geschwindigkeit der abziehenden Gase verringert und die mitgerissenen
Staubtheilchen sinken zu Boden.
Das letzte Gestell bx mit dem Transporteur ix
reicht in die Staubkammer B hinein, bildet einen Boden der letzteren und fängt die niedersinkenden
Staubtheile auf. Der Transporteur cx
schafft dieselben dann mit dem übrigen Material aus dem Apparate hinaus. Nachdem die abziehenden
Gase so von den mitgerissenen Materialien gereinigt sind, gelangen sie in das Dunstrohr C, welches, gehörig bemessen, den
notwendigen Zug für die Ventilation bewirkt.
Das Dunstrohr C verbreitert sich diffusorartig nach oben, und da bei so angelegten Röhren
die wirkliche Ausflufsgeschwindigkeit und Ausflufsmenge
gröfser ist als bei gleicher Mündung mit parallelen Wänden, weil in den weiteren
Röhrentheilen die Reibungswiderstände geringer sind, so ist auch eine niedrigere Temperatur
der abziehenden Gase zur Erzeugung einer genügenden Ventilation erforderlich und kann
demgemäfs die trocknende Luft auch einen geringeren Wärmegrad erhalten.
Das während des Trockenprocesses und für einen continuirlichen Betrieb nothwendige Weiterschieben
des in den Apparat gelangenden Materials geschieht durch die schon erwähnten Transporteure c c c
deren Bewegung
durch folgenden Mechanismus erfolgt. Auf dem Apparate, Fig. 4 und 5, sind zwei horizontale
Wellen D £>' gelagert, welche die Schraubenräder
E E1 tragen und ihre Drehung durch die rechts- bezw. durch die linksgängige Schraube
F E\ Fig. 5, erhalten. Die Enden der Welle D
tragen die Kurbelscheiben GG1, die Enden
der Welle D' die Scheiben G1 G3. Diese
Kurbelscheiben übertragen nun durch Zapfen ζ die Bewegungen der horizontalen Wellen D
und Dx auf vier verticale Wellen IP P P. Da
die Kurbelzapfen mit den betreffenden Kurbelscheiben durch ein Kugelgelenk, mit den entsprechenden
verticalen Wellen aber starr verbunden und letztere in Stopfbüchsen geführt
sind, so wird die Drehung der Wellen D Dx
in eine auf- und niedergehende Bewegung der verticalen Wellen IP P P bei gleichzeitiger
theilweiser Drehung der letzteren verwandelt. An den stehenden Wellen //' P P sind in
den Abständen der einzelnen Gestelle b P . . . Traghebel d d1 d2 dz di . . ., auf welchen die
Transporteure cc1. . . ruhen, starr befestigt.
Auf diese Weise erhalten sämmtliche Transporteure eine auf- und niedergehende Bewegung,
die gleichzeitig in eine hin- und hergehende dadurch verwandelt wird, dafs jeder Transporteur
an einem Ende durch Führungszapfen e e1, Fig. 4 und 5, mit den entsprechenden
Traghebeln verbunden ist, während sein anderes Ende auf den gegenüberliegenden Hebeln frei
gleiten kann. Dadurch, dafs nun bei jedem folgenden Transporteur mit der beschriebenen
Art der Anordnung auf den entsprechenden Hebeln gewechselt ist, wird auch die Bewegungsrichtung
dieses Transporteurs derjenigen des vorhergehenden entgegengesetzt sein.
Alle Transporteure werden demnach gleichzeitig aus dem zu trocknenden Material gehoben
und dabei, den verschiedenen Bewegungsrichtungen des Materials auf den einzelnen Gestellen
entgegengesetzt, vorwärts geschoben. Senken sich die Transporteure dann wieder in
das zu trocknende Material, so führen sie hierbei eine rückgängige Bewegung aus und befördern
so das Material weiter.
Claims (2)
1. Bei Trockenapparaten für mineralische oder vegetabilische Materialien die Verbindung der
Trockenkammer A mit einer Staubkammer B und dem sich an letztere anschliefsenden
diffusorartigen Dunstrohre, sowie die Verlängerung des untersten Gestelles bx sammt
Transporteur cx in der Ausdehnung der Staubkammer B1 so dafs die durch die
Ventilation abgeführten Bestandtheile des zu trocknenden Materials von dem untersten
Gestelle aufgenommen und der Gesammtmenge zugeführt werden.
2. Bei Trockenapparaten den Bewegungsmechanismus der Transporteure, bestehend in der
Umwandlung der kreisförmigen Bewegung in das Auf- und Niedergehen und den gleichzeitigen
Vor- und Rückgang der Transporteure vermittelst der Verbindung der Kurbelscheibe G und der stehenden Welle /
durch einen in G drehbaren Zapfen, sowie in der abwechselnd auf der einen Seite
mittelst des Zapfens e führenden und auf der anderen Seite nur tragenden Verbindung
der Transporteure c c1 mit den stehenden
Wellen IP PP.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28291C true DE28291C (de) |
Family
ID=304543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28291D Active DE28291C (de) | Neuerung an Trockenapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28291C (de) |
-
0
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