DE2825792C2 - Elektronische Vorrichtung zur Kontrolle der Funktion eines elektronischen Garnreinigers - Google Patents

Elektronische Vorrichtung zur Kontrolle der Funktion eines elektronischen Garnreinigers

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DE2825792C2 DE2825792A DE2825792A DE2825792C2 DE 2825792 C2 DE2825792 C2 DE 2825792C2 DE 2825792 A DE2825792 A DE 2825792A DE 2825792 A DE2825792 A DE 2825792A DE 2825792 C2 DE2825792 C2 DE 2825792C2
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Description

— eine vom Abtastsignal angesteuerte Fehlermeßvorrichtung (6,7; 6,7-3,7-4) zur Erzeugung von Fehlermeßsignalen, welche die Größe der Garnfehler repräsentieren;
— einen Selektor (8, 181 dessen Eingangssignale die Fehlermeßsignale sind und der Ausgangssignale nur beim Auftreten solcher Fehlermeßsignale liefert, deren Größe eine wählbare Fehlergrenze überschreitet; und
— eine Torschaltung (10, 20), welche die Ausgangssignale des Selektors (8, 18) mit den negierten Ausgangssignalen der Auswerteschaltung (3) des Garnreinigers verknüpft und ein Ausgangssigna] jeweils nur für solche Garnfehler liefert, die vom Selektor (8,18), nicht aber vom Garnreiniger erfaßt worden sind.
2. Vorrichtung nach Absprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verknüpfung d χ Ausgangssignale der Fehlermeßvorrichtung (6, 7-3, 7-4) mit den Ausgangssignalen der Auswerteschaltung (3) eine zweite Torschaltung (12) vorgesehen ist, welche ein Ausgangssignal jeweils nur für solche Garnfehler liefert, die sowohl vom Selektor (8,18) als auch vom Garnreiniger erfaßt worden sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß an jede Torschaltung (10, 12; 20, 22) eine Zählvorrichtung (11, 13; 21, 23) angeschlossen ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der ersten Torschaltung (10, 20) mit der Schneidvorrichtung (4) des Garnreinigers verbindbar ist, um von diesem nicht erfaßte, unerwünscht große Garnfehler auszuschneiden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlermeßvorrichtung (6, 7) und der Selektor (8) als analog arbeitende Schaltkreise ausgelegt sind.
6. Vorrichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlermeßvorrichtung (6, 7-3,7-4) einen Meßkreis (7-3) zur Erzeugung digitaler Fehlermeßsignale umfaßt.
7. Vorrichtung nach Ansprach 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlermeßvorrichtung (6,7-3, 7-4) eine an den Meßkreis (7*3) angeschlossene Klassiervorrichtung (7*4) zur Erzeugung klassierter Fehlermeßsignale umfaßt.
8. Vorrichtung nach Ansprach 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang der Klassiervorrichtung (7*4) als Selektor ein Fehlerklassenselektor (18) angeschlossen ist, an dem die Klassen der uner
wünscht großen Garnfehler wählbar sind,
9, Vorrichtung nach Ansprach 1., dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlermeßvorrichtung (6,7; 6,7-3, 7-4) eine Schwellwertstufe (6) und einen Meßkreis (7; 7-3, 7-4) mit zwei parallel zueinander an die Schwellwertstufe (6) angeschlossenen Meßkanälen (14,15; 14Λ, 15; 16,17) umfaßt, von denen der eine ein die Länge der Garnfehler messender Kanal (16, 17) ist
Die Erfindung betrifft eine elektronische Verrichtung
zur Kontrolle der Reinigungswirkung eines elektronischen Garnreinigers, der eine Abtastvorrichtung zur Erzeugung eines Abtastsignals, das eine Querdimension des laufenden Garns oder die Schwankungen der Querdimension repräsentiert, und eine an die Abtast vorrichtung angeschlossene Auswerteschaltung zum Erfassen und Bewerten von Gamfehlern und zum Erzeugen von Schneidimpulsen beim Auftreten unerwünscht großer Garnfehler und eine durch Schneidimpulse betätigbare Schneidvorrichtung umfaßt
Elektronische Garn- oder Fadenreiniger werden an Garnproduktionsmaschinen, insbesondere an automatischen Spülmaschinen mit einer großen Anzahl von Spulstellen eingesetzt, um aus dem laufenden Garn unerwünschte Garnfehler, insbesondere Dickstellen, auszuschneiden. Alle modernen elektronischen Garnreiniger sind mit Vorrichtungen zur manuellen Eingabe sogenannter Einstellparameter versehen: diese bestimmen im Diagramm der Fehlerdicke über der Fehlerlänge die jeweilige Reinigungsgrenze, das ist die Trennlinie zwischen den tolerierbaren und den nicht tolerierbaren, d.h. unzulässig großen und vom Garnreiniger auszuschneidenden, Gamfehlern.
Ein solcher Garnreiniger und eine elektronische Einrichtung zum Prüfen und Einsteigen der Funktionen
»o desselben sind aus der DE-AS 22 23 614 bekannt. Insbesondere ist hier eine Kontrollvorrichtung beschrieben, mit deren Hilfe die Garndicke am laufenden Garn gemessen und abgelesen und manuell in den Garnreiniger eingegeben wird.
In der CH-PS 5 61 655 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einstellen eines Fadenreinigers beschrieben, und zwar soll seine Ansprechschwelle proportional zum Basiswert, d. h. Mittelwert, des Garndurchmessers eingestellt werden. Es wird also auf den Fadenreiniger von außen eingewirkt. Diese automatische Einstellung wird unmittelbar nach Inbetriebnahme einer Spulmaschine, die mit einem solchen elektronischen Fadenreiniger ausgestattet ist, wirksam. In der CH-PS 5 71 453 ist eine Schaltung beschrieben, die der Überwachung der Ausgangsstufe, insbesondere einer durch Schneidimpulse betätigten Schneidvorrichtung eines elektronischen Fadenreinigers, dient. Bei Versagen der Schneidvorrichtung, z. B. durch stumpfes Messer, wird ein Abstell- und/oder Alarmsignal ausgelöst. Es wird hier überwacht, ob nach Auftreten eines Schneidimpulses der Faden tatsächlich geschnitten worden ist.
An Vielfach-Spulmaschinen werden elektronische Garnreinigeranlagen eingesetzt, die eine einzige zentra- Ie Einstellvorrichtung für die Eingabe der Einstellpara meter und bis /.u fünfzig von dieser gesteuerte Reinigereinheiten umfassen. Die Eingabe der Garndicke in die Einstellvorrichtung basiert dabei auf einer
Messung an einer sogenannten Pilotspulstelle,
Die Empfindlichkeit der Reinigereinheiten der übrigen Spulstellen kann dann ebenfalls mit Hilfe der aus der DE-AS 22 23 614 bekannten Vorrichtung eingestellt werden. Im Laufe des Betriebes kann jedoch die Empfindlichkeit der einzelnen Reinigereinheiten in unterschiedlicher Weise abfallen, und ebenso kann sich die Einstellvorrichtung infolge Alterung ihrer Komponenten ändern.
Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ι ο eine elektronische Kontrollvorrichtung zu schaffen, die es erlaubt, die Reinigungswirkung, insbesondere das gleichmäßige Arbeiten mehrerer Reinigereinheiten derselben Anlage oder auch der Einstellvorrichtungen verschiedener Anlagen, während des Betriebes in einfacher Weise zu prüfen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Die Erfindung bringt den Vorteil, daß wesentliche Garnfehler, die nicht in dem Garnreiniger erfaßt wurden und daher nicht zu Schneidimpulsen führten, erfaßt werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit d«r neuen Vorrichtung insbesondere Großanlagen mit sehr vielen Spulanlagen geprüft und hinsichtlich ihrer Reinigungswirkung einheitlich eingestellt werden können.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Kontrollvorrichtung durch Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der Kontrollvorrichtung und eines zu kontrollierenden elektronischen Garnreinigers,
Fi g. 2 ein detailliertes Blockschaltbild einiger Schaltkreise der ersten Ausführungsform,
Fig.3 eine zweite Ausführungsform, ebenfalls im Blockschaltbild, und
F i g. 4 ein detailliertes Blockschaltbild einiger Schaltkreise der zweiten Ausführungsform.
F i g. 1 zeigt die im wesentlichen zu einem elektronischen Garn;einiger gehörenden Komponenten 1 —5, nämlich eine zentrale Einstellvorrichtung 5 und eine von vielen Reinigereinheiten 1—4, die eine Abtastvorrichtung 1, einen Vorverstärker 2, eine Auswerteschaltung 3 und eine Schneidvorrichtung 4 umfaßt.
Der elektronische Garnreiniger 1-5 kann konventioneller Bauart sein und einen optoelektrischen oder kapazitiven Wandler als Abtastvorrichtung 1 enthalten. Dieser erzeugt ein eine Querdimension, das ist zum Beispiel der momentane Querschnitt oder Durchmesser bzw. die Masse pro Längeneinheit, des Garns repräsentierendes elektrisches Abtastsignal. Dieses wird im Vorverstärker 2 gleichspannungsmäßig oder wechselspannungsmäßig verstärkt und der Meßelektronik 3 zugeführt Diese umfaßt normalerweise mindestens zwei parallele Signalkanäle, in denen diejenigen Abtastsignale, deren Amplitude einen bestimmten Schwellwert überschreitet (Dickstellen) bzw. unterschreitet (Dünnstellen), als Fehlersignal weiter verarbeitet werden. Die Auswerteschaltung 3 erfaßt, mißt und bewertet die Garnfehler und erzeugt beim Auftreten unerwünscht großer Fehler jeweils einen Ausgangsimpuls, den sogenannten Schneidimpuls. Durch diesen wird die Schneidvorrichtung 4 betätigt und das Garn durchschnitten.
Um den Garnreiwiger den verschiedenen Garnsorten und den unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich der Rcinigungswirkung anpassen zu können, ist die Ansprechempfindlichkeit der Auswerteschaltung 3 steuerbar, und zwar mittels vom Einstellgerät 5 gelieferter, an diesem manuell einstellbarer Steuersp4nnungen. Im vorliegenden Fall sind beispielsweise drei Steuerspannungen vorgesehen. Diese legen erstens den bereits genannten Schwellwert für die Erfassung der Garnfehler und zweitens die Parameter fest, die den Verlauf der Reinigungsgrenze bestimmen, das ist diejenige Linie im Dicken-Längendiagramm der Garnfehler, weiche die relativ kleinen, tolerierbaren Fehler von den unerwünscht großen, zu entfernenden Fehlern trennt
F i g. 1 zeigt eine Ausführungsform der Kontrollvorrichtung mit den funktioneilen Komponenten 6—13. Diese Vorrichtung ermöglicht einerseits eine passive Überwachung des Garnreinigers 1—5 oder der einzelnen Reinigereinheiten 1 —4 und andererseits — gleichzeitig oder wahlweise — eine aktive Kontrolle unter Eingriff in die Reinigereinheit 1—4 durch Betätigung der Schneidvorrichtung 4. Eine solche aktive Kontrolle ist für die Praxis von besciiderer Bedeutung, da normalerweise während längerer Setviebsdauem die Empfindlichkeit der Reinigereinheiten und damit die Reinigungswirkung absinkt, das heißt mehr unerwünschte Garnfehler die Reinigereinheit passieren, ohne daß ein Schneidimpuls erzeugt wird.
Die Kontrollvorrichtung, die oberhalb der Trennlinie I-I dargestellt ist, umfaßt zunächst eine Fehlermeßvorrichtung 6,7, die aus einer Schwellwertstufe 6 und einem an diese angeschlossenen Meßkreis 7 besteht Die Schwellwertstufe 6, die vom Abtastsignal des Garnreinigers angesteuert wird, ist hier ein als Differenzverstärker ausgebildeter Komparator. An den Meßkreis 7 ist ein Fehlergrenzselektor 8, zum Beispiel ein Monoflop mit steuerbarer Ansprechschwelle, angeschlossen. Die Serienschaltung der Schaltkreise 6, 7, 8 kann ein Duplikat der Auswerteschaltung 3 des Garnreinigers sein, doch kann sie auch anders organisiert sein als diese. Ein Einstellgerät 9 liefert drei Steuerspannungen S, A und G für die Schaltkreise 6, 7 und 8. Aufbau und Funktion der Schaltkreise 6—9 sollen im Zusammenhar-g mit F i g. 2 noch näher beschrieben werden.
Der Fehlergrenzselektor 8 liefert beim Auftreten eines unerwünscht großen Garnfehlers jeweils einen Kontrollimpuls.
Des weiteren ist eine erste Torschaltung 10 vorgesehen, die aus einem UND-Glied mit zwei Eingängen, darunter einem negierten Eingang, besteht Dieser negierte zweite Eingang ist mit dem Ausgang der Auswerteschaltung 3 des Garnreinigers verbunden, während der erste Eingang an den Ausgang des Fehlergrenzselektors 8 angeschlossen ist Der Ausgang der ersten Torschaltung 10 ist einerseits mit einer ersten Zählvorrichtung 11 und andererseits mit der Schneidvorrichtung 4 des Garnreinigers verbunden.
Bei richtiger Einstellung und Funktion des elektronischen Garnreinigers 1 —5 und Übereinstimmung mit der Kontrollvorrichtung, insbesondere den Schaltkreisen 6—9, sollte gleichzeitig mit jedem Schneidimpuls aus der Auswertesctjltung 3 ein Kontrollimpuls am Ausgang des Fehlergrenzselektors 8 auftreten. In diesem Fall liefert die erste Torschaltung IQ keinen Ausgangsimpuls. Hat jedoch die Reinigunyswirkung des elektronischen Garnreinigers 1 -5 durch Alterung etc. nachgelassen, dann kann es vorkommen, daß ein Kontrollimpuls ohne gleichzeitigen Schneidimpuls auftritt In diesem Fall liefert die erste Torschaltung 10 auf der Ausgangsleitung K einen Korrekturimpuls, der die Schneidvorrichtung 4 betätigt wodurch das Garn
geschnitten wird. Gleichzeitig wird der Korrekturimpuls von der ersten Zählvorrichtung 11 registriert.
Die erste Zählvorrichtung 11 wird zweckmäßig während einer bestimmten Zeitdauer, zum Beispiel einer Stunde, oder für die Dauer des Wickeins einer Kreuzspule in Betrieb gesetzt Die Anzahl der von ihr registrierten Korrekturimpulse IaBt dann den Unterschied in der Funktion der Schaltkreise 3 und 5 des Garnreinigers 1-5 einerseits und der Schaltkreise 6-9 der Kontrollvorrichtung andererseits erkennen.
Eine «weite Torschaltung 12 ist als UND-Schaltung mit zwei Eingängen ausgebildet, deren erster mit dem Ausgang des Fehlergrenzselektors 8 und deren zweiter mit dem Ausgang des Auswertekreises 3 des Garnreinigers verbunden ist. An die zweite Torschaltung 12 ist eine zweite Zählvorrichtung 13 angeschlossen. Diese registriert alle Garnfehler, für die sowohl ein Kontrollimpuls als auch ein Schneidimpuls erzeugt worden ist.
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richtungen 11 und 13 kann man das Verhältnis der Zahl der vom Garnreiniger 1—5 nicht erfaßten, unerwünscht großen Garnfehler zu der Zahl der tatsächlich vom Garnreiniger ausgeschnittenen Garnfehler erkennen.
Fig.2 zeigt die Schaltkreise 6, 7 und 8 mit detaillierter Darstellung des Meßkreises 7 und die Einwirkung der Steuerspannungen S. A und G. Der Schwellwertstufe 6 wird vom Einstellgerät 9 die Schwellwert-Steuerspannung 5 zugeführt. Diese bestimmt diejenige Amplitude des vom Vorverstärker 2 gelieferten Abtastsignals, welche die untere Grenze für die Erfassung der Garnfehler darstellt. Das heißt, die Schwellwertstufe 6 läßt nur solche Signale passieren, deren Amplituden oberhalb dieser Grenze liegen. Diese Signale werden im folgenden als Fehlersignale bezeichnet.
Der an die Schwellwertstufe 6 angeschlossene Meßkreis 7 umfaßt einen Signaltrennkreis 7-1 und eine an diesen angeschlossene, analog arbeitende Verknüpfungsstufe 7-2. Der Signaltrennkreis 7-1 enthält einen Dickenmeßkanal 14, 15 und einen dazu parallel geschalteten Längenmeßkanal 16, 17. Der Längenmeßkanal 16, 17 besteht aus einem Signalformer 16 und einem an diesen angeschlossenen Integrator 17. Der Signalformer 16, zum Beispiel ein Schmitt-Trigger mit Nullschwelle, setzt das von der Schwellwertstufe 6 gelieferte Fehlersignal in einen Rechteckimpuls gleicher Dauer um, dessen Amplitude jedoch unabhängig von der Amplitude des Fehlersignals ist. Im Integrator 17 wird der Rechteckimpuls in einen Dreieckimpuls umgeformt, dessen Amplitude der Dauer des Fehlersignals im wesenti-c.hen proportional ist und der als Längenmeßsignal bezeichnet werden soll.
Der Dickenmeßkanal 14, 15 besteht aus einem Spitzenspannungsdetektor 14 und einem an diesen angeschlossenen steuerbaren Verstärker 15. dem vom Einstellgerät 9 eine Amplituden-Steuerspannung A zugeführt wird. Der Spitzenspannungsdetektor 14 liefert für jedes Fehlersignal einen Impuls mit ansteigender Vorderflanke und flachem Dach, dessen Höhe der Amplitude, das ist der Spitzenwert des Fehlersignals, entspricht Dieser Impuls wird fan steuerbaren Verstärker 15 nach Maßgabe der zugeführten Amplituden-Steuerspannung A mehr oder weniger stark verstärkt, wodurch ein Dickenmeßsignal entsteht
Das Längenmeßsignal und das Dickenmeßsignal werden in der folgenden Verknüpfungsstufe 7-2, die hier beispielsweise als Addierverstärker ausgebildet ist, analog kombiniert, in diesem Fall addiert Man erhält so ein analoges Fehlermeßsignal, dessen Amplitude ein Maß für die Größe oder das »Gewicht« des Garnfehlers ist. Das analoge Fehlermeßsignal wird üem Fehlergrenzselektor 8 zugeführt, der für die Fehlermeßsignale eine untere Grenze setzt. Diese Grenze hängt ab von der aus dem Einstellgerät 9 kommenden Grenz-Steuerspannung G. Falls die Amplitude des Fehlermeßsignals die genannte untere Grenze Obersteigt, entsteht ein Kontrollimpuls, der in der bereits beschriebenen Weise weiter verarbeitet wird.
Das Zusammenwirken der Fehlermeßvorrichtung 6,7 mit dem Fehlergrenzselektor 8 ergibt eine Fehlergrenze, die im Block 8 durch die fallende gerade Linie schematisch dargestellt ist.
Zum Aufbau der Kontrollvorrichtung 6-13 sei bemerkt, daß anstelle eines Addierverstärkers auch eine andere Verknüpfungsstufe 7-2 vorgesehen sein kann, zum Beispiel ein Multiplikationskreis, in welchem das
...L·.. tr_ui____n.:__-i -ι. n__j..L·. .... j ι a
afiaiugv f !.iiibiiiikusfgiiai ata ι luwiiii nua uf.ni Ljdfigctf" meßsignal und dem Dickenmeßsignal gebildet wird. Auch kann der Meßkreis 7 als Filterkreis aufgebaut sein, wobei die Empfindlichkeit dieses Kreises durch Ändern der Zeitkonstanten des Filterkreises variiert werden kann.
Die in Fig.3 dargestellte Ausführungsform der Kontrollvorrichtung unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen dadurch, daß die zunächst analog gebildet η Fehlermeßsignale digital weiterverarbeitet werden. Der elektronische Garnreiniger 1 -5 kann hier entsprechend aufgebaut sein wie beim vorangehenden Beispiel.
Die Kontrollvorrichtung umfaßt die funktionellen Komponenten 6, 7-3, 7-4 und 18-24. Die Fehlermeßvorrichtung 6, 7-3, 7-4 umfaßt als Eingangsstufe eine Schwellwertstufe 6, einen daran angeschlossenen Signaltrennkreis 7-3, der in F i g. 4 detailliert dargestellt ist und auf seinen zwei Ausgangsleitungen digitale Fehlermeßsignale liefert und eine an diese Ausgangsleitungen angeschlossene Klassiervorrichtung 7-4 für diese digitalen Fehlermeßsignale. Die Klassiervorrichtung 7-4 hat π Ausgangsleitungen, an die der η Klassen aufweisende Fehlerklassenselektor 18 angeschlossen ist. Das Einstellgerät 19 liefert eine Schwellen-Steuerspannung 5 für die Schwellwertstufe 6 und eine Amplituden-Steuerspannung A für den Signaltrennkreis 7-3. Dieser erzeugt beim Auftreten eines Garnfehlers je ein digitales Längenmeßsignal und Flächenmeßsignal. Diese paarweise auftretenden digitalen Fehlermeßsignale werden in der Klassiervorrichtung 7-4 entspre- chend der Länge und Längsschnittflächc der Garnfehler klassiert das heißt jeweils einer der η Kissen zugewiesen. Beim Auftreten eines Garnfehlers bzw. des zugehörigen Fehlermeßsignals entsteht auf der die betreffende Klasse repräsentierenden Ausgangsleitung der Klassiervorrichtung 7-4 ein klassiertes Fehlermeß signal, dessen Form und Größe unabhängig ist von den
Werten der vom Signaltrennkreis 7-3 gelieferten
digitalen FehlermeBsignale.
Die Anzahl π der Klassen kann beliebig gewählt
werden; so können zum Beispiel entsprechend einem bekannten und häufig verwendeten Klassierverfahren je vier Klassen für die Längeneinteilung und für die Flächeneinteilung vorgesehen sein, insgesamt also 4-4 = 16 Klassen.
Auf den Fehlerklassenselektor 18 folgt eine Serienschaitung ein«* ersten Torschaltung 28 and einer 77-fachen ersten Zählvorrichtung 21. Die Torshang 20 umfaßt η parallel geschaltete UND-Glieder, deren
erste Eingänge an je einen der η Ausgänge des Fehlerklassenselektors 18 angeschlossen sind. Andererseits sind die zweiten Eingänge der Torschaltung 20 über ein Negaticnsglied mit dem Ausgang der Auswerteschaltung 3 des Garnreinigers verbunden. Die Zählvorrichtung 21 enthält η einzelne Zähler, die jeweils einer der η Ausgangsleitungen der Torschaltung 20 und damit je siner der Klassen der Klassiervorrichtung 7-4 zugeordnet sind. Außerdem führen die π Ausgangsleitungen zu einem verdrahteten ODER-Glied 24, dessen Ausgangsleitung K mit der Schneidvorrichtung 4 verbunden ist.
Eine zweite Torschaltung 22, die η parallel geschaltete UND-Glieder aufweist, ist mit den η Ausgangsleitungen der Klassiervorrichtung 7-4 verbunden. Die η Ausgangsleitungen der zweiten Torschaltung 22 führen zu einer zweiten Zählvorrichtung 23, die ebenfalls η einzelne Zähler enthält, die je einer der η Ausgangsleitungen zugeordnet sind. Ein zweiter Eingang der zweiten Torschaltung 22 ist an den Ausgang der Auswerteschaltung 3 angeschlossen.
Die erste Torschaltung 20 spricht nur dann an, wenn beim Auftreten eines klassierten Fehlersignals aus dem Fehlerklassenselektor 18 nicht gleichzeitig ein Schneidimpuls aus der Auswerteschaltung 3 auftritt. Diese erste Torschaltung 20 erzeugt also klassierte Zählimpulse für alle wesentlichen Garnfehler, die vom elektronischen Garnreiniger 1—5 nicht erfaßt und ausgeschnitten worden sind. Diese klassierten Fehlersignale werden nach Klassen geordnet in der ersten Zählvorrichtung 21 registriert. Da diese Zählvorrichtung 21 nur die nicht vom Garnreiniger 1—5 erfaßten wesentlichen Garnfehler anzeigt, ermöglicht diese Anzeige eine Beurteilung der Funktion des Garnreinigers. Gleichzeitig wird beim Ansprechen der Zählvorrichtung 21 jedesmal auch die Schneidvorrichtung 4 betätigt und der vom Garnreiniger 1 —5 nicht erfaßte Garnfehler ausgeschnitten.
Der Fehlerklassenselektor 18 kann sehr einfach aufgebaut sein, indem er jeder der η von der Klassiervorrichtung 7-4 kommenden Leitungen einen mechanischen oder elektronischen Schließschalter zuordnet, welche Schalter mittels einer Tastatur von Hand geschlossen werden können. Diese Schalter sind auf der Ausgangsseite mit je einer der η zu der ersten Torschaltung 20 führenden Ausgangsleitungen verbunden. Man kann nun durch Drücken der entsprechenden Tasten diejenigen Klassen von Gamfehlern wählen, die von der Schneidvorrichtung 4 ausgeschnitten werden sollen.
Diese Art der kontrollierten Garnreinigung hat besondere Bedeutung für den Fall, daß mit einem konventionellen, analog arbeitenden elektronischen Garnreiniger eine solche exakt »klassierte« Reinigung durchgeführt werden soIL Weitgehend hat sich nämlich eine Klassierung der Garnfehler und Auswahl der Klassen der nicht erwünschten, auszuschneidenden Garnfehler zum Zwecke einer entsprechenden Einstellung der Steuerspannungen der elektronischen Garnreiniger eingeführt: diese können infolge ihrer Konzeption als analog arbeitende Geräte nur mit einer stetigen Fehlergrenze arbeiten, nicht jedoch mit einer durch eine Klassierung gesetzten Fehlergrenze, die wie im Block 18 dargestellt als Treppenkurve unstetig ist.
ίο Die bereits erwähnte zweite Torschaltung 22 mit folgender zweiter Zählvorrichtung 23 erfaßt nach Klassen geordnet alle Garnfehler, für welche der Garnreiniger 1-5 einen Schneidimpuls erzeugt, das heißt die Hauptmenge der nicht tolerierbaren, uner-
ii wünscht großen Garnfehler. Durch die klassierte Zählung der vom Garnreiniger ausgeschnittenen unerwünscht großen Garnfehler wird eine eingehende Beurteilung der Garnqualität hinsichtlich dieser seltenen Garnfehler ermöglicht.
Ein Ausführunf sbeispiel des Signaltrennkreises 7-3 ist in Fig.4 dargestellt. Dieser umfaßt — ähnlich wie der Signaltrennkreis 7-1, Fig. 2, zwei parallele Meßkanäle 16, 17, 25-1 und 14A 15, 25-2. Wichtig dabei ist, daß jeder dieser Meßkanäle durch einen Analog-Digitalwandler 25-1 bzw. 25-2 abgeschlossen ist, welcher die analogen, von den vorangehenden Stufen gelieferten Meßsignale in Digitalsignale umsetzt.
Der erste Meßkanal mit den Stufen 16 und 17 ist ebenso aufgebaut wie der Längenmeßkanal 16, 17 gemäß Fig.2.
Als zweiter Meßkanal kann hier ein Dickenmeßkanal mit den analogen Stufen 14, 15 gemäß Fig.2 und digitalem Ausgang vorgesehen sein. Als Variante hierzu ist in F i g. 4 jedoch ein Flächenmeßkanal mit den Stufen 14Λ 15, 25-2 dargestellt, mit einem Integrator 14/4 als erster Stufe. Dieser Integrator 14/1 bildet das zeitliche Integral des von der Schwellwertstufe 6 gelieferten Fehlersignals, welches Integral dessen Fläche repräsentiert.
Zusammenfassung
Eine elektronische Vorrichtung zur Prüfung der Reinigungswirkung eines elektronischen Fadenreinigers ermittelt in einer eigenen Fehlermeßvorrichtung,
die an den Tastkopf des Fadenreinigers angeschlossen ist, die Garnfehler, wie Dick- und Dünnstellen, und sondert die wesentlichen Garnfehler aus. Durch logische Verknüpfung der von der Vorrichtung gelieferten Fehlersignale mit den vom Fadenreiniger
so erzeugten Schneidimpulsen werden die von diesem nicht erfaßten wesentlichen Garnfehler ermittelt und gezrhit; durch Einwirkung auf die Schneidvorrichtung des Fadenreinigers können auch diese nicht erfaßten Ganifehler ausgeschnitten werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche;
1. Elektronische Vorrichtung zur Kontrolle der Reinigungswirkung eines elektronischen Garnreinigers, der eine Abtastvorrichtung zur Erzeugung eines Abtastsignals, das eine Querdimension des laufenden Garns oder die Schwankungen der Querdimension repräsentiert, und eine an die Abtastvorrichtung angeschlossene Auswerteschaltung zum Erfassen und Bewerten von Garnfehlern und zum Erzeugen von Schneidimpulsen beim Auftreten unerwünscht großer Garnfehler und eine durch Schneidimpulse betätigbare Schneidvorrichtungumfaßtgekennzeichnet durch
DE2825792A 1977-06-17 1978-06-13 Elektronische Vorrichtung zur Kontrolle der Funktion eines elektronischen Garnreinigers Expired DE2825792C2 (de)

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IT (1) IT1096560B (de)

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