DE281995C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B3/00—Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
- E02B3/02—Stream regulation, e.g. breaking up subaqueous rock, cleaning the beds of waterways, directing the water flow
- E02B3/023—Removing sediments
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
^ ΛΙ 281995..-KLASSE
84«. GRUPPE
Die meist rechtwinklig vom Fluß abzweigenden Werkkanäle bei Wehranlagen in geschiebeführenden
Flüssen leiden vielfach unter dem Übelstand, daß Geschiebe in den Einlauf mitgerissen wird, was eine Verengung
des Querschnittes und daher umfangreiche und kostspielige Baggerungen zur Freihaltung
des Profils zur Folge hat.
Diesem Übelstand entgegenzuarbeiten, wurden bis jetzt in der Hauptsache unterhalb
des Kanaleinlaufes Kiesschleusen, auch »Grundablässe« genannt, in der Regel senkrecht zur
Flußrichtung eingebaut, durch welche höhere Wasser abgelassen werden können, wobei sich
im Flußbett zur Abführung des mitschwimmenden Geschiebes eine entsprechend tiefe
Rinne bilden soll.
Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Wirkung solcher Schleusen nur sehr unvollkommen
ist und daß sich die Flußsohle kurz vor diesen Grundablässen je nach den vorhandenen
Stauverhältnissen gegen den Kanaleinlauf zu rasch auflandet, so daß die meist möglichst
hoch über der Flußsohle angelegte Schwelle des Einlaufbauwerkes eingekiest wird. Die
Ursache dieser geringen Wirkung der Kiesschleusen ist jedenfalls in dem Umstände zu
suchen, daß der Durchflußquerschnitt, welcher durch die Abmessungen der Kiesschleuse gegeben
ist, sich vor der Schleuse sofort auf ein Vielfaches dieses Ausmaßes vergrößert,
so daß auch sofort die große Geschwindigkeit, welche das Wasser in der Schleuse angenommen
hat, und damit die Schleppkraft rasch abnimmt. Es bildet sich daher längs der Schleusen und des Uberfallwehres eine
tiefe abgeböschte Rinne, aber keinesfalls eine bis über das Einlaufbauwerk hinauf sich erstreckende
genügende Vertiefung.
Ferner kennt man noch Überfallmauern an der Einlaufschleuse eines aus einem Fluß abzweigenden
Werkkanals, deren nach der Flußseite hin fallend abgeschrägte Krone zum Ablenken des Geschiebes mit spitzwinkelig
zur Flußrichtung laufenden Schaufeln versehen ist. Diese Einrichtung besitzt den Nachteil,
daß an den Schaufeln schwimmende Bäume, Wurzeln u. dgl. hängen bleiben, wodurch
die Versandung des Flusses vor der Überfallmauer eingeleitet und begünstigt wird.
Nach der Versandung aber wird über diese hinweg Geschiebe nach wie vor in den Werkkanal
gerissen.
Außer solchen Grundablässen sind auch unter der Schwelle des Kanaleinlaufes Spülkammern
oder im Kanaleinlauf selbst Spülschleusen vorgeschlagen worden, über deren günstige Wirkung heute noch kein zutreffendes
Urteil abgegeben werden kann.
Die im nachstehenden beschriebene Erfindung bezweckt, dem Hauptübelstand, nämlich
dem Verkiesen der Sohle vor dem Kanaleinlauf und des Kanaleinlaufes selbst, in der
Weise abzuhelfen, daß dem Kanaleinlauf ein Spülgerinne vorgelagert wird. Dieses wird
einerseits durch dem Kanaleinlauf gegenüberliegend angeordnete Schützen oder Mauern,
andererseits durch die -Kanalanschlußmauern und die Einlauf sch welle gebildet, so daß alles
nicht' für den Betrieb erforderliche Wasser oder dasjenige der höheren Wasserstände ganz
oder teilweise durch dieses sich zweckmäßig
flußabwärts verjüngende Gerinne abgeleitet werden kann und eine gründliche Abfuhr des
Geschiebes und damit ein ständiges Freihalten der Sohlen von Auflagerungen eintreten wird.
Um zu verhindern, daß in diesen Spülkanal unnötig viel Geschiebe eintritt, wird dieser
bei seinem oberen Anfang zweckmäßig so bemessen, daß hier bei gewöhnlichen Wasserständen
keine die Geschiebeführung begünstigende Wassergeschwindigkeit entsteht.
Eine solche Einrichtung ist in der Zeichnung in Fig. ι im Grundriß, in Fig. 2 im
Schnitt nach Linie A-B, und in Fig. 3 im Schnitt nach Linie E-F dargestellt.
Hierbei ist I der Fluß, w der Werkkanal,
u das Überlaufwehr und s das Schleusenwehr. Um nun das Verkiesen des Kanaleinlaufes f, g
zu verhindern, ist diesem ein durch Mauern ag, fe, dh und cm sowie durch eine oder
mehrere Schleusen I, II, III gebildetes und durch diese Schleusen verschließbares Spülgerinne
a, c, d, e vorgelagert, welches sich gegen den unteren Auslauf d, β trichterförmig
verengt. Durch dieses kann das überschüssige Wasser zusammengefaßt und in kräftigem
Strom mit großer Schleppkraft in den Fluß abgeführt werden. In der Regel wird die
unterste kleinste Schleuse I gezogen, während bei höheren Wasserständen auch II und III
gezogen werden, welche gleichfalls auf den Einlauf eine saugende Wirkung und kräftige
Geschiebeabführung ausüben. Durch Einbau einer Schwelle i, b, welche etwas niedriger ist
als die Einlaufschwelle des Werkkanales, soll bezweckt werden, daß auch bei Vorhandensein
von nur wenig Spülwasser dieses möglichst in der hierdurch vor der Einlaufschwelle
gebildeten Rinne fließt.
Außer diesen für die Geschiebeabfuhr zu erwartenden günstigen Wirkungen eines solchen
Spülgerinnes wird dieses auch im Winter zur Freihaltung des Kanaleinlaufes von Treibeis
gute Dienste leisten.
Claims (3)
1. Bauwerk in Flußgerinnen zur Verhütung des Verkiesens eines abzweigenden
Kanals, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kanal ein durch Mauern (ag, fe, dh, cm)
und eine oder mehrere Schleusen (I, II, III) begrenztes Spülgerinne (a, c, d, e) vorgelagert
ist, durch welches überschüssiges Wasser mit großer Schleppkraft in den Fluß abgeführt werden kann.
2. Spülgerinne nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich flußabwärts
trichterförmig verengt.
3. Spülgerinne nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
das Spülgerinne in der Richtung des Flußlaufes eine Schwelle (b, i) eingebaut
ist, welche, etwas niedriger als die Einlaufschwelle des Kanals angeordnet, auch
bei Vorhandensein von wenig Spülwasser dieses möglichst in die hierdurch vor der
Einlaufschwelle gebildete Rinne ablenkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE281995C true DE281995C (de) |
Family
ID=537684
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT281995D Active DE281995C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE281995C (de) |
-
0
- DE DENDAT281995D patent/DE281995C/de active Active
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