DE2812680A1 - Isolierelement - Google Patents
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Description
-
- I s o l i e r e l e m e n t
- Isolierelement Die Erfindung betrifft ein Isolierelement zum Aufbau von Isolierungen, insbesondere zur Wärmeisolierung von Flächen mit hohen Temperaturen an Bord von Schiffen, welches einen Kern aus Isoliermaterial und eine Umhüllung aus einem Gewebe aufweist.
- Vorgefertigte Isolierelemente werden besonders zum Aufbau von Wärmeisolierungen in Montageverfahren benutzt. Wirkungsvoll in der Wärmedämmung sind Isolierungen aus Isolierelementen, die einen Kern aus Mineralfaser und eine diesen Kern schützend umgebende Hülle aus einem Gewebe aufweisen. In dem Gewebe sind die Kett- und Schußfäden bei bekannten Isolierelementen aus Glasfasern aufgebaut und in eine Schlichte auf textiler Basis getaucht, die dem Gewebe die nötige mechanische Festigkeit und Elastizität verleiht. Isolierungen aus derartigen Isolierelementen sind für Temperaturen bis etwa 2500 C an der zu isolierenden Fläche geeignet. Höher werdende Leistungen in Antriebsanlagen, andere Antriebssysteme und ähnliche Veränderungen führen jedoch zu höheren Temperaturen und stärkeren Beanspruchungen, so daß die Verwendung bekannter Isolierelemente zunehmend Schwierigkeiten bereitet.
- Der Erfindung liegt das Wissen zugrunde, daß die Schlichte des Glasfasergewebes bei Temperaturen oberhalb von 2500 schnell zerstört wird. Dadurch werden die Gewebefäden aus Glasfasern freigelegt und deren Festigkeit erheblich reduziert. Der punktförmige Kontakt der sich kreuzenden Kett- und Schußfäden des Gewebes der Umhüllung mit der zu isolierenden Fläche begünstigt die Zerstörung der Textil schlichte. Das ungeschützte Glasfasergewebe zerfällt nunmehr durch mechanische Einwirkungen, z. B. durch Motorenschwingungen oder dergleichen, wobei schon 15 - 50 Hertz zur Zerstörung der Glasfaser führen können. Demontagen und eine Wiederverwendung der Isolierung, z. B. bei Reparaturen, ist nicht mehr möglich. Nachteilig ist außerdem, daß die Glasfasern bei etwa 550° C auf der der Wärme zugewandten Seite zu sintern beginnen, so daß das Gewebe bei fehlende Schlichte auch ohne mechanische Einwirkung bei hohen Temperaturwerten nur noch sehr geringe Festigkeitswerte aufweist. Das auf Normaltemperatur abgekühlte Gewebe bricht bei Verbiegung im Bereich der Aussinterungen.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, die Isolierelemente und insbesondere deren Umhüllung in der Weise auszubilden, daß sie unempfindlich gegen Temperaturen bis wenigstens 10000 C und gegen mechanische Einwirkungen sind.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem Gewebe der Umhüllung der Isolierelemente auf der die zu isolierende Fläche berührenden Seite metallische Fäden vorgesehen sind. Diese metallischen Fäden des Gewebes verleihen der Umhüllung auch bei hohen Temperaturen und unter mechanischen Einwirkungen von außen ausreichende Festigkeit und Elastizität. Naturgemäß kann ein solches Gewebe mit metallischen Fäden auf allen Seiten der Hülle vorgesehen sein, jedoch ist eine solche Anordnung nur auf der Seite empfehlenswert, die der hohen Temperatur ausgesetzt ist, um dadurch Kosten zu sparen und die große Elastizität herkömmlicher Gewebe aus einem in Textil schlichte getauchten Glasfasergewebe zu erhalten. Insbesondere bei Isolierelementen für hohe Temperaturen an der zu isolierenden Fläche ist es vorteilhaft, daß das die Metall fäden enthaltende Gewebe um die Kanten des Isolierelementes bis in einen Bereich herumzuführen, in dem die Temperatur schon so weit abgebaut ist, daß eine Gefährdung eines dort angeordneten bekannten Gewebes nicht mehr zu befürchten ist.
- In einer besonderes Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Gewebe, welches für die Umhüllung des Kerns der Isolierelemente vorgesehen ist und aus Glasfaserfäden besteht, metallische Seelen in den Fäden aufweist.
- Es ist aber in einer einfacheren Ausbildung auch vorge- sehen, ein Metalldrahtgewebe für die Umhüllung des Kerns wenigstens auf der Seite des Isolierelementes zu verwenden, welche die zu isolierende Fläche berührt.
- Für besonders hohe Temperaturen ist ein rostfreies Stahlgewebe beziehungsweise sind rostfreie Stahl fäden für das Gewebe geeignet. In niederen Temperaturberei chen erfüllen auch Kupfergewebe beziehungsweise Kupferfäden oder andere Metallgewebe den angestrebten Zweck.
- Der relativ hohe Preis solcher Gewebe rechtfertigt deren Verwendung lediglich auf der Hochtemperaturseite, während die Kaltseite durch ein Glasfasergewebe abgedeckt sein kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung verhindert in jedem Fall das Herausrieseln von Mineralfasern aus dem Kern des Isolierelements. Isolierelemente mit einem metallischen Gewebe können in flacher Matratzenform, aber auch in beliebiger Profilierung, z. B. für die Rohrisolierung hergestellt werden. Die größere mechanische Festigkeit des Metallgewebes hat außerdem den Vorteil, daß Isolierelemente mit größeren Dicken vor allem in Schalenform hergestellt werden können.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind auf der Zeichnung schematisch im Schnitt dargestellt, und zwar zeigen: Figur l einen Ausschnitt einer Isolierung aus Isolierelementen, Figur 2 die beispielsweise Ausführung eines Isolierelementes für sehr hohe Temperaturen auf der Hochtemperaturseite, Figur 3 eine gleichartige Ausführung des Isolierelementes für mittlere Temperaturen und Figur 4 ein Schalenelement für die Rohrisolierung.
- In der Zeichnung bezeichnet l die zu isolierende Fläche, auf der die Isolierung aus einzelnen Isolierelementen 2 aufgebaut ist. Jedes Isolierelement hat einen Kern 3 aus Mineralfasern, wie es bekannt ist. Dieser Kern 3 steckt in einer Umhüllung 4, die dem Kern 3 ausreichende Festigkeit und Elastizität verleiht. Soweit diese Umhüllung den Temperaturen in der zu isolierenden Fläche l ausgesetzt ist, besteht sie aus einem Metalldrahtgewebe 5 oder besitzt sie in dem Gewebe wenigstens metallische Fäden, die z. B. metallische Seelen in Fäden aus Glasfasern o. d. bilden. Auf der Kaltseite ist herkömmliches Gewebe vorgesehen, z. B. Glasfasergewebe mit einer Textil schlichte. In Anpassung an die Höhe der Temperatur in der Fläche l kann das Metallgewebe um die Kanten des Isolierelements 2 auf der die Fläche l berührenden Seite mehr oder weniger weit herumgeführt werden. Dies ist in den Figuren 2 und 3 schematisch dargestellt. Die Verbindungs-stelle zwischen Glasgewebe und Metallgewebe kann an beliebiger Stelle angeordnet sein. Die Figur 4 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Schalenelement für Rohrisolierung. Für ein solches Schalenelement sind die zu den Figuren 1 bis 3 beschriebenen Ausbildungen ebenfalls möglich.
- Leerseite
Claims (4)
- P a t e n t a n s p r ü c h e Pat entansp rüch e 1:. Isolierelement zum Aufbau von Isolierungen, insbesondere zur Wärmeisolierung von Flächen mit hohen Temperaturen an Bord von Schiffen, welches einen Kern aus Isoliermaterial und eine Umhüllung aus einem Gewebe aufweist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß in dem Gewebe (5) auf der die zu isolierende Fläche (1) berührenden Seite metallische Fäden vorgesehen sind.
- 2. Isolierelement nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Umhüllung (5) des Kerns (3) wenigstens auf der die zu isolierende Fläche (1) berührenden Seite aus einem Metalldrahtgewebe besteht.
- 3. Isolierelement nach Anspruch l, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein für die Umhüllung (5) der die zu isolierende Fläche (l) berührenden Seite vorgesehenes Gewebe aus Fäden von Glasfasern metallische Seelen in den Fäden aufweist.
- 4. Isolierelement nach den Ansprüchen l und 2 oder 31 dadurch gek e n n zeichne t , daß das Gewebe (5) der Umhüllung mit den metallischen Fäden die Kanten der die zu isolierende Fläche (l) berührenden Seite umgreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782812680 DE2812680A1 (de) | 1978-03-23 | 1978-03-23 | Isolierelement |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19782812680 DE2812680A1 (de) | 1978-03-23 | 1978-03-23 | Isolierelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2812680A1 true DE2812680A1 (de) | 1979-09-27 |
Family
ID=6035242
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782812680 Withdrawn DE2812680A1 (de) | 1978-03-23 | 1978-03-23 | Isolierelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2812680A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0044468A3 (en) * | 1980-07-17 | 1982-04-07 | Bacs Megyei Allami Epitoipari Vallalat | Tubing and connecting elements for heat-insulated tubing systems, and a method for the manufacture of the tubing and connecting elements, and their assembly in a tubing system |
| EP0093923A1 (de) * | 1982-05-07 | 1983-11-16 | Rheinhold & Mahla GmbH | Schallmindernde Wärmedämmung |
| DE3821468A1 (de) * | 1988-06-25 | 1989-12-28 | Helmut W Diedrichs | Isolierformteil |
| WO1993021061A1 (en) * | 1992-04-18 | 1993-10-28 | Isover Saint-Gobain | Mineral wool fabric |
| DE10145877C1 (de) * | 2001-08-28 | 2003-05-08 | Alcan Tech & Man Ag | Verfahren zum Strangpressen eines Hohlprofils od. dgl. Körpers aus einem Barren sowie Vorrichtung dafür |
| WO2005083315A1 (de) * | 2004-02-27 | 2005-09-09 | Etis Ag | Isolierung und verfahren zum herstellen eines isolierelementes |
| EP2241435A1 (de) | 2009-04-15 | 2010-10-20 | BDD Beteiligungs GmbH | Isoliervorrichtung |
-
1978
- 1978-03-23 DE DE19782812680 patent/DE2812680A1/de not_active Withdrawn
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