DE2811646C3 - Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus AbgasInfo
- Publication number
- DE2811646C3 DE2811646C3 DE19782811646 DE2811646A DE2811646C3 DE 2811646 C3 DE2811646 C3 DE 2811646C3 DE 19782811646 DE19782811646 DE 19782811646 DE 2811646 A DE2811646 A DE 2811646A DE 2811646 C3 DE2811646 C3 DE 2811646C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfuric acid
- activated carbon
- exhaust gas
- water
- bed
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/76—Preparation by contact processes
- C01B17/78—Preparation by contact processes characterised by the catalyst used
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
- B01D53/74—General processes for purification of waste gases; Apparatus or devices specially adapted therefor
- B01D53/86—Catalytic processes
- B01D53/8603—Removing sulfur compounds
- B01D53/8609—Sulfur oxides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/48—Sulfur dioxide; Sulfurous acid
- C01B17/50—Preparation of sulfur dioxide
- C01B17/60—Isolation of sulfur dioxide from gases
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Exhaust Gas Treatment By Means Of Catalyst (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas, das zusätzlich Sauerstoff
enthält, eine Temperatur im Bereich von 30 bis 1200C
aufweist und zu etwa 35 bis 90% mit Wasserdampf gesättigt ist. mittels im Festbett angeordneter, mit einer
Jodimprägnierung von 0,2 bis 5 Gew.-% versehener Aktivkohle zur katalytischen Oxidation des SO2 zu
Schwefelsäure, wobei das Abgas im Gleichstrom mit abfließender Schwefelsäure, deren Konzentration mehr
als 30% beträgt, von oben nach unten durch das A.ktivkohlebett geleitet und das Aktivkohlebett mit
Wasser oder verdünnter Schwefelsäure bedüst wird.
Ein solches Verfahren ist aus der DE-AS 11 39 817 bekannt; das jodimprägnierte Aktivkohlebett wird
dabei kontinuierlich bedüst. Beim Verfahren gemäß DE-PS 16 19 880 wird SO2-haltiges Abgas mittels
Aktivkohle gereinigt und durch stoßweises Bedüsen Schwefelsäure aus dem Aktivkohlebett ausgewaschen.
Das Auswaschen eines beladenen Bettes erfolgt jedoch dann, wenn das Bett nicht in den Adsorptionsbetrieb
geschaltet ist. Nach dem Auswaschen wird das Bett separat getrocknet, wofür eine Zeitspanne von 20 bis
40 Minuten gebraucht wird. Erst dann kann das Bett wieder umgeschaltet und erneut zur Adsorplion
verwendet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Aktivkohlebett ununterbrochen im Adsorptionsbetrieb
zu halten, auch während es bedüst wird. Dabei soll bei hoher katalytischer Leistung der Aktivkohle ein
niedriger SOj-Gehalt im Reingas erzielt werden
Erfiiidungsgemäß wird dies beim eingangs genannten
Verfahren dadurch erreicht, daß die Bedüsung während des Adsorptionsbetriebs diskontinuierlich erfolgt und
zwischen zwei Bedüsungsphasen ein Zeitabstand ν·>η
mindestens 5 Betriebsstunden liegt. In der Zeitspanne zwischen zwei Bedüsurgsphasen wirkt das zu reinigende
Gas trocknend auf das Aktivkohlebett. Meistens kann die rroeknungszuit, während der eine Bedüsung
unterbleibt, auf mehr aiii 12 Belfiebssfunden ausgedehnt
werden. Die in der Bedlisungszeit aufgegebene Wassermenge
soll etwa 0,2 bis 1,251, vorzugsweise 0,5 bis 0,9 1 Wasser pro kg in der Gesamtperiode (Bedüsung+Tfokkenzeit)
gebildeter Schwefelsäure betragen. In der Bedüsungsz.eil sinkt di<s I-hSO^Könzentration auf ca.
'10% ab, steigt aber anschließend wieder auf den stationären Wert an.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Bedüsungswasser
pro Stunde in einer Menge von 0,05 bis 0,2 1 Wasser pro kg Aktivkohle aufzugeben. Da der
Diffusionsvorgang der Schwefelsäure aus den Poren der Kohle in den Flüssigkeitsfilm Zeit erfordert, ist eine
höhere Wasserbelastung unzweckmäßig.
Die durch die Schwefelsäure ausgewaschene Jodmen-
jo ge liegt unter 10 mg pro Liter abfließender Schwefelsäure,
meist sogar unter 1 mg/1 und stört für die meisten Verwendungszwecke nicht. Das Jod, das als HJ vorliegt,
kann gegebenenfalls mit Gas aus der Schwefelsäure ausgeblasen werden. Bei herkömmlichen Verfahren mit
η kontinuierlicher Wasserbedüsung fällt eine Schwefelsäure
einer Konzentration von unter 20%, im allgemeinen von ca. 10% an. Falls man hierzu
jodimprägnierte Aktivkohle verwendet, lösen sich in dieser verdünnten Schwefelsäure ca. 150 mg Jod pro
Liter Säure, weil Jod darin leichter löslich ist als in konzentrierterer H2SO4.
Die Form ucs Jodzusatzes zum Imprägnieren der Aktivkohle ist von untergeordneter Bedeutung. Sie
kann z. B. als Elementarjod. Jodwjisserstoff. Jodid oder
■Ti Salz einer Sauerstoffsäure des Jods erfolgen. Durch die
Anwesenheit von H?SO«. SO2 und O2 werden auf der
jodimprägnierten Aktivkohle in jedem Fall |odw,isser
stoff und auch elementares |od gebildet, welche neben
der Aktivkohle den entscheidenden Beitrag zur
V) katalytischen Wirkung leisten.
Das nachfolgende Beispiel erläutert die Anwendung des Verfahrens zusätzlich.
In einer Versuchsanlage wird Abgas eines Kalzium
ofens von SO; gereinigt. Das Gas nit einer Temperatur
v> von 80"C hat einen wechselnden SOj-Gehalt von 0.1 bis
0.2 Vol.-%. ist entstaubt und zu 100% mit Wasserdampf
gesättigt. Der senkrecht stehende Versuchsreaktor enthalt Aktivkohle, die mit I Gew-% Jod in Form von
Kaliumjodid imprägniert ist. Die Aktivkohle besteht aus
zylindrischen, 4 mm großen Formlingen, die Schütthöhe
des Aktivkohlebettes beträgt 150 cm. Das Gas hai eine
Strömungsgeschwindigkeit von 20 cm/sec, bezogen auf den freien Querschnitt des Reaktors. Das Gas wird in
einer1 Menge von 160 mVh von oben nach unten durch
die Kätälysalorschüttung geleitet. Am Reaktor-Eintritt war dem zu reinigenden Gas noch 20 m3/h auf 8O0C
erwärmte Außenluft durch ein Gebläse zugeführt worden. In Zeitabständen von 36 Stunden werden
jeweils durch eine oberhalb der Katalysatorschüttung
angebrachte Düse innerhalb von 2 Stunden 301 Wasser auf die Oberfläche des Katalysatorbettes gesprüht.
Der SOj-Gehalt im Reingas liegt zwischen 15 und
60 VoI. ppm entsprechend einem SOi-Umsatz von ca. 96 bis 99%. Die ablaufende Schwefelsäure hat eine
Konzentration zwischen 36 und 48 Gew.-°/o. Im einzelnen werden folgende Werte gemessen:
Betriebszeit nach
Bedüsung
Bedüsung
(Std.)
SCb-Umsatz
HiSO4-Konzentration
(Gew.-%)
97
99
36
40
40
Betriebszeil nach
BedüsunB
BedüsunB
(Std.)
SOi-Umsiiu
98
96
96
HjSO^-Konzentration
47
48
Der Jodgehalt der ablaufenden Schwefelsäure liegt unter 1 mg/1. Diese Versuchsergebnisse werden erhalten,
nachdem der Aktivkohle-Katalysator bereits ca. 1700 Stunden unter verschiedenen Bedingungen im
Versuchsbetrieb gelaufen war.
Claims (3)
1. Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas, das zusätzlich Sauerstoff enthalt, eine
Temperatur im Bereich von 30 bis 1200C aufweist und zu etwa 35 bis 90% mit Wasserdampf gesättigt
ist, mittels im Festbett angeordneter, mit einer Jodimprägnierung von 0,2 bis 5 Gew.-% versehener
Aktivkohle zur katalytischen Oxidation des SO2 zu
Schwefelsäure, wobei das Abgas im Gleichstrom mit abfließender Schwefelsäure, deren Konzentration
mehr als 30% beträgt, von oben nach unten durch das Aktivkohlebett geleitet und das Aktivkohlebett
mit Wasser oder verdünnter Schwefelsäure bedüst wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bedüsung während des Adsorptionsbetriebs diskontinuierlich erfolgt und zwischen zwei Bedüsungsphasen
ein Zeitabstand von mindestens 5 Betriebsstunden liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedüsungswassermenge 0,2 bis
1,25 kg H2O/kg gebildeter Schwefelsäure beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Bedüsungsphase das
Bedüsungswasser pro Stunde in einer Menge von 0,05 bis 0,2 l/kg Aktivkohle aufgegeben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782811646 DE2811646C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782811646 DE2811646C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2811646A1 DE2811646A1 (de) | 1979-09-20 |
| DE2811646B2 DE2811646B2 (de) | 1981-02-05 |
| DE2811646C3 true DE2811646C3 (de) | 1982-02-25 |
Family
ID=6034708
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782811646 Expired DE2811646C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2811646C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CA2237744A1 (en) * | 1998-05-14 | 1999-11-14 | Robert Ross Hudgins | Catalyst and process for oxidation of sulphur dioxide |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139817B (de) * | 1961-05-25 | 1962-11-22 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure aus schwefeldioxydhaltigen Gasen |
-
1978
- 1978-03-17 DE DE19782811646 patent/DE2811646C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2811646B2 (de) | 1981-02-05 |
| DE2811646A1 (de) | 1979-09-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69424123T2 (de) | Verfahren zur Reinigung von Schwefeldioxid enthaltendem Gas | |
| DE2034453A1 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Schwefel dioxyd aus Gasen | |
| DD265386A5 (de) | Verfahren zur herstellung von chlor | |
| DE2811646C3 (de) | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abgas | |
| DE2420374A1 (de) | Katalysatorregenerierung | |
| DE1198349B (de) | Verfahren zur Herstellung von lagerfaehigem, kristallisiertem Kaliumsorbat aus Sorbinsaeure | |
| DE1767224A1 (de) | Verfahren zur vollstaendigen Umsetzung von Schwefeldioxyd zu Schwefelsaeure | |
| DE2510241A1 (de) | Verfahren zur absorption von gasfoermigen bestandteilen aus gasen | |
| DE1667642C3 (de) | Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure | |
| DE618517C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von schwefeldioxydhaltigen Gasen, insbesondere schwefeldioxydhaltigen Feuerungsabgasen | |
| DE1546653C (de) | Vorrichtung zum Trennen von Gasen | |
| AT205010B (de) | Verfahren zum gleichzeitigen Kühlen und Reinigen heißer Gase | |
| DE1139817B (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure aus schwefeldioxydhaltigen Gasen | |
| DE838603C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Salpetersaeure | |
| DE466220C (de) | Verfahren zum Bleichen von Textilfasern mittels ozonisierter Luft | |
| DE2320537C3 (de) | Verfahren zur Entfernung von SO tief 2 aus SO tief 2 -haltigen Gasen | |
| DE1006837B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kontaktschwefelsaeure aus Elementarschwefel | |
| DE1076092B (de) | Verfahren zum Kuehlen und Reinigen heisser Gase | |
| CH632936A5 (de) | Kontinuierliches verfahren zur reinigung von industrieabgasen mit einem formaldehydgehalt. | |
| DE539571C (de) | Verfahren zur UEberfuehrung von SO in Schwefeltrioxyd | |
| DE2137725C3 (de) | Verfahren zur Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen | |
| AT210396B (de) | Verfahren zur Entfernung von Ruß aus Gasen | |
| DE1046243B (de) | Verfahren zur Auswaschung von Schwefelwasserstoff aus Gasen mit hohem Kohlendioxydgehalt | |
| DE1669319A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Schwefeloxydationsprodukte enthaltenden Gasen und Daempfen | |
| DE553147C (de) | Verfahren zum Trocknen und Entwaessern von hochprozentigem, feuchtem, neutralem Calciumhypochlorit |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |