DE280905C - - Google Patents

Info

Publication number
DE280905C
DE280905C DENDAT280905D DE280905DA DE280905C DE 280905 C DE280905 C DE 280905C DE NDAT280905 D DENDAT280905 D DE NDAT280905D DE 280905D A DE280905D A DE 280905DA DE 280905 C DE280905 C DE 280905C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molding
embedded
spikes
prongs
tips
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT280905D
Other languages
English (en)
Publication of DE280905C publication Critical patent/DE280905C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B11/00Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
    • B28B11/08Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for reshaping the surface, e.g. smoothing, roughening, corrugating, making screw-threads
    • B28B11/0818Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for reshaping the surface, e.g. smoothing, roughening, corrugating, making screw-threads for roughening, profiling, corrugating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80«. GRUPPE
erhaltenen Vertiefungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1912 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein \^erfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung von Baumaterialformlingen, bei welchen zwecks Erzeugung aufgerauhter Verbindungsflächen gewisse Teile zur Erzielung einer fugenlosen, dauerhaften, nicht auseinanderbrechenden Abdichtung durch Stacheln o. dgl. aufgerissen werden, wodurch infolge Herausreißens von Teilen des Materials
ίο des Formlinge vollkommen unregelmäßige Begrenzungsflächen entstehen, die Erhöhungen und Vertiefungen aufweisen, wie sie bisher nur höchstens in etwas ähnlicher Form mittels des Spitzhammers erhalten werden konnten und in welchen das zwischen die fertigen Baumaterialstücke eingebrachte Bindemittel
. vollkommen fest und unlösbar haftet. Sofern die zur Erzielung besserer Abdichtung bisher benutzten Aufrauhungen außer durch Rillenbildung durch Einwirkung von Stacheln hervorgebracht wurden, geschah dies bei Röhrenflanschen unter Anwendung von Stachelwalzen, welche über das plastische Material gerollt wurden und dabei durch Materialverdrängung vollkommen ebene Seiten aufweisende, unter sich gleiche, regelmäßig angeordnete Erhöhungen und Vertiefungen hervorbrachten, welche außerdem nicht sehr tief eindrangen und Herausreißen oder Mitnahme von Material nicht bewirken konnten. Abweichend hiervon wird bei dem vorliegenden Verfahren und der zu dessen Ausführung dienenden Vorrichtung dadurch, daß man Stacheln gleich bei der Bildung des Formlings in dem Material einbettet und diese Stacheln dann, nachdem der Formling genügend abgebunden hat, plötzlich herausreißt, ein Teil des Materials von den herausgerissenen Zacken oder Stacheln mitgenommen und dadurch eine derartige Zerstörung der betreffenden Fläche erzielt, daß vollkommen unregelmäßige, weder parallele Rillen noch glatte, unter sich gleiche oder parallele Erhöhungen bildende Zacken, Vorsprünge und Vertiefungen entstehen, welche tief in das Material des Formlings eindringende Kanäle bilden, in denen das an den Seitenflächen etwa befindliche Bindemittel festhaftet und gewissermaßen verankert wird. Die Bildung solcher Erhöhungen und Vertiefungen geschieht am zweckmäßigsten mittels eines entsprechend gestalteten, zur Bildung dienenden Formrahmens, ist, daß beim Lösen des Formrahmens das gewünschte Herausreißen der Materialteile aus dem Formling erzielt wird, wobei unter sich verschieden geneigte Flächen besitzende Vertiefungen entstehen können.
Eine Ausführungsform eines solchen zur Ausübung des Verfahrens beispielsweise dienenden Formrahmens ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 schematisch im teilweise geöffneten Zustande dargestellt. Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine Ecke des Rahmens zur. Verdeutlichung der Verbindung der in der Ecke zusammenstoßenden Seiten. Fig. 3 zeigt die Enden der einen Seite eines solchen Formrahmens in beispielsweiser Ausführungsform.
des Bauformlings
der so ausgebildet
Fig. 4 verdeutlicht schematisch und unter Fortlassung der gelenkigen Verbindung der Formrahmenseiten die Anordnung der das Aufreißen hervorbringenden Zacken oder Vorsprünge an den Innenseiten eines beispielsweise mit seitlichen Aussparungen versehenen 'Rahmens.. Fig. 5 verdeutlicht beispielsweise eine Form von zum Aufreißen benutzten Zacken. Fig. 6 ist eine beispielsweise Ausführungsform der erzeugten Kantenfläche eines fertigen Bauformlings, die als Tafel oder Platte ausgebildet sein kann. Fig. 7 zeigt die Anordnung von Vorsprüngen gemäß Fig. 6 an der zurücktretenden Kantenfläche einer beispielsweise unterschnittenen Baumaterialtafel. Fig. 8 verdeutlicht schematisch den bei einer besonderen Ausführungsform des Formrahmens beispielsweise benutzten Arbeitsvorgang.
Das Herausreißen des Materials mittels der in diesem eingebetteten Zacken kann z. B. dadurch geschehen, daß man die Zacken in schräger Richtung aus dem Material herausbewegt, λνίε dies beispielsweise durch entsprechend winklige Bewegung der Seiten a, b des Formrahmens (Fig. 1) bewirkt werden kann. Sind die Zacken sehr tief eingebettet oder ist das Material des Formlings derart gewählt, daß es sehr fest an den Zacken festhaftet, wie dies beispielsweise bei der Benutzung von Gips der Fall ist, welcher bei dem schon nach ganz kurzer Zeit erfolgenden Abbinden erhärtet und sich dabei teils hierdurch, teils durch die auftretende Volumenänderung und den chemisehen Vorgang fest an die Zacken ansetzt, so wird auch bei dem Herausreißen in zur Kantenfläche o. dgl. senkrechten Richtung bzw. von sich parallel mit sich selbst verschiebenden gezackten Formleisten eine Zerstörung der Wandungen der von den Zacken gebildeten Vertiefungen eintreten und ein Teil des Materials von den Zacken oder Stacheln mitgenommen werden. Eine ähnliche Wirkung tritt auch bei verschiedenen anderen abbindenden oder erhärtenden Stoffen ein.
Man kann auch das Mitnehmen von Material bzw. das Herausreißen dadurch bewirken, daß man die Stacheln in dem Rohstoff des Formlings um eine zur Längsrichtung der Zacken geneigte Achse dreht, indem man beispielsweise einen mit solchen Zacken besetzten Stab um seine Längsachse dreht. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß man entgegen den beiden vorher beschriebenen Bewegungen.
welche durch Herausreißen in der Ebene der betreffenden gezackten Leisten wirkten, nicht noch zusätzhchen Raum für die Bewegung der Zacken benötigt, wie dies der Fall ist, wenn man die Zacken in der vorher beschriebenen Weise seitlich bewegt. Man ist also durch eine solche Drehung imstande, mehrere Formlinge nebeneinander unter Ersparnis von Platz zu behandeln und kann außerdem die erwähnte Drehbewegung sehr leicht auch maschinell vornehmen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Formrahmens werden die drei hier erwähnten Bewegungen zusammen angewandt. Es sind hier zwei gegenüberliegende Seiten, wie beispielsweise die Seiten α und b, mit den Enden der einen oder beiden anderen, dazwischenliegenden Seiten derart verbunden, daß durch Auseinanderziehen der Seiten a, b die beiden anderen Seiten parallel mit sich selbst verschoben werden. Diese Parallelverschiebung kann beispielsweise durch die aus den Fig. 2 und 3 ersichtliche Schlitzverbindung erzielt werden, bei welcher ein Stift r, r' der einen Seite sich in einen schrägen Schlitz p der damit zusammenstoßenden Seite d führt. Sind die mit der parallel verschiebbaren Seite verbundenen Enden der auseinanderziehbaren Seiten a, b aufeinander zu etwas gebogen, so können die Seiten α und b durch Handgriffe j in schräger Richtung voneinander fortbewegt werden und dabei gleichzeitig die Parallelverschiebung der Seite b hewirken. Die zusammenstoßenden Enden können natürlich auch in anderer Weise, z. B. durch U-förmige Einschnitte o. dgl., verbunden bzw. geführt werden. Auch die Seite c kann durch Parallelverschiebung aus dem Formling entfernt werden.
Um die vierte Seite c aus dem Formling zu entfernen, kann in der vorher beschriebenen Weise diese Seite um ihre Achse drehen. Um dies zu erreichen, ist diese Formleiste c in der hier vorliegenden Ausführungsform an dem Scharnier k des aus zwei Hälften e und f bestehenden Formtisches befestigt und kann beim Schwenken der Formhälften e, f gedreht werden. Man kann hierbei das A^erfahren beispielsweise folgendermaßen ausüben. Auf der einen Hälfte / des Formtisches, dessen beide Hälften durch das Scharnier k miteinander verbunden sind, liegt der Formrahmen g (Fig. 8, Stellung I), welcher vermittels seiner Seite c mit dem Scharnier k scharnierbandartig verbunden ist. Ist das Material für den Formling in der üblichen Weise in den Formrahmen g eingefüllt, so wird nach einigem Abbinden die andere Hälfte e darauf gedeckt, das Ganze zunächst hochgestellt (Stellung II) und alsdann umgeschwenkt, so daß es in die Stellung III der Fig. 8 kommt, indem man das Ganze in der Richtung des Pfeiles umkehrt. Hierauf klappt man den Formtisch auseinander, wodurch erreicht wird, daß jetzt der Formrahmen mit dem Formling auf der anderen Hälfte e zu liegen kommt (Fig. 8, Stellung IV), und zwar derart, daß jetzt die ursprüngliche Unterseite sich oben befindet. Es
ist auf diese Weise der Formling gedreht worden und kann jetzt auf der Rückseite freigelegt werden, so daß das Trocknen und Abbinden ungehindert von beiden Seiten her vor sich gehen kann, ohne daß man den Formling beim Umdrehen anzufassen braucht und ohne daß irgendwelche Erschütterungen eintreten können.
Bei der Drehung dieses Formrahmens haben
ίο die Zacken der am Scharnier k befestigten Seitenleiste c die dieser Leiste anliegende Kantenfläche aufgerissen, nachdem vorher durch das Auseinanderziehen der übrigen Seiten des Formrahmens dessen andere Kantenflächen behandelt worden sind.
Um auch bei paralleler Verschiebung der gezackten Leisten möglichst unregelmäßige Gestaltung der Zacken und Vertiefungen zu erzielen, kann man diese sehr tief einbetten.
oder man kann beispielsweise die Spitzen dieser Zacken χ bzw. y etwas nach hinten zurückbiegen, wie dies Fig. 5· erkennen läßt; doch ist dies nicht durchaus notwendig. Beim schrägen Aufreißen und bei geeigneter Auswahl des Materials wird auch ohne diese besondere Gestaltung der Zacken die gewünschte Wirkung eintreten. Es können gemäß Fig. 5 solche Zacken oder Spitzen x, y auch versetzt zueinander angeordnet sein, und es entstehen durch ihre Wirkung durch tiefe Kanäle getrennte, buckeiförmige, unregelmäßige Erhöhungen und Vertiefungen h, i an den bearbeiteten Flächen. Zur Erleichterung der Entfernung der Zacken können deren Außenflächen bei w abgeschrägt sein, was einfach durch Herausschneiden des Materials der Formleiste bei der Bildung der Spitzen bewirkt werden kann. Die zu χ versetzten ■ Spitzen y können beispielsweise der Mitte der Zacken χ gegenüber angebracht sein.
Die bearbeiteten Flächen können entweder an der äußeren Begrenzung des Formlinge oder, wie Fig. 7 erkennen läßt, an zurücktretenden Kanten angeordnet sein, was bei solchen Formungen geschieht, bei welchen das Bindemittel mit einem eingelegten Streifen von Leinwand o. dgl. über hervortretende Falze des Formlings gelegt wird. Durch die hier vorliegende Gestaltung der zu verbindenden Flächen wird verhindert, daß das Bindemittel bzw. in demselben enthaltene Gewebe-• streifen, Faserstoffe o. dgl. sich aus den Vertiefungen herausziehen können, und durch die verschiedene Neigung der Vertiefungen zueinander werden auch Druckbeanspruchungen besser verteilt und unschädlich gemacht und die schlimmsten Ursachen der Rissebildung vermieden. Das Verfahren eignet sich beispielsweise besonders gut zur Herstellung von Platten aus Gips oder anderem, schnell binelendem Material.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Baumaterialformlingen mit durch Stacheln erhaltenen Vertiefungen, insbesondere bei Gipsplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Stacheln an den zu bearbeitenden Flä-
' chen des Formlings so eingebettet werden, daß sie beim Herausreißen Teile des Materials mitnehmen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Material eingebetteten Zacken oder Spitzen um eine zu ihrer Längsachse winklig stehende Achse gedreht werden, was beispielsweise durch Drehung eines mit Zacken besetzten Stabes um seine Längsachse geschieht.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer Seite (c) drehbar angeordnete Formrahmen zur Freilegung des Formlings schräg voneinander entfernbare, gegenüberliegende Seiten (a,b) aufweist, während das Freilegen der beiden anderen Seiten teils durch Parallelverschiebung, teils durch Drehung des in den Formling eingebettete Stacheln besitzenden Formrahmens geschieht.
4. Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das Aufreißen bewirkenden Stacheln sehr tief eingebettet und gegebenenfalls schwach aufgebogen sind.
5. Ausführungsform einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Aufreißen der Kantenflächen dienenden Zacken oder Krallen mit zurückgebogenen Spitzen versehen und versetzt zueinander angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT280905D Active DE280905C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE280905C true DE280905C (de)

Family

ID=536688

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT280905D Active DE280905C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE280905C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2416764C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Bauelementes und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2438442A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von geschlitzten und gestreckten blechen
DE3152612A1 (en) Device for corrugating sheet material
DE2522521A1 (de) Verfahren beim spalten von bausteinen, insbesondere ziegelsteinen, und maschine oder werkzeug zur ausuebung des verfahrens
CH406817A (de) Maschine zum Sieken und/oder Schlitzen von Karton und dgl.
DE2953278A1 (en) Method and device for bending corrugated sheet-metal sections
DE2612934A1 (de) Siebartige auskleidung fuer formen zum pressen von kaesebloecken
DE1452590C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Trockenrasietapparat-Scherfolien
EP0436681B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer kompressiblen zone in mindestens einem randbereich einer wärme-, schall- und/oder feuerisolierenden mineralfaserplatte oder -bahn sowie mineralfaserplatten hergestellt nach dem verfahren
DE3137616C2 (de)
DE280905C (de)
EP1309430B1 (de) Schneidmesser für eine stanzmaschine, verfahren zu dessen herstellung und stanzmaschine
DE60127006T2 (de) Holzschneid und -Spaltvorrichtung
DE214934C (de)
EP1537923A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Streckgitterelementen
DE1145980B (de) Vorrichtung zum Zerschneiden eines auf Formplatten fortlaufend bewegten Holzwolle-Bindemittel-Stranges in Abschnitte gleicher Laenge
DE69317192T2 (de) Verfahren und Werkzeug zur Beschichtung einer Mauer
DE2727287A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum biegen profilierter bleche, platten, baender u.dgl.
DE2619748C2 (de) Mit Hilfe des Walzenpreßverfahrens hergestellte Verbindung von Holzstäben und eine Walzenpreßmaschine zum Herstellen der Verbindung
EP2747968B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum künstlichen altern von steinen
DE65966C (de) Werkzeug zum Einschneiden der Fugen beim Facadenputz
DE3100375A1 (de) Vorrichtung zur herstellung dehnbarer netze aus duennen flaechengebilden, insbesondere der fuer hauttransplantationen benoetigten halbdicken haut
DE2447925C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Dachfirststeins aus Beton
DE102006027009A1 (de) Papierlocher
DE1434390C (de) Schalung zum Herstellen von Stahlbetonnppendecken