DE2808909C2 - Verfahren zum einbadigen Färben von strangförmigen Textilmaterialien aus Cellulosefasern auf Haspelkufen oder Jet-Färbeanlagen mit auf der Faser erzeugten wasserunlöslichen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum einbadigen Färben von strangförmigen Textilmaterialien aus Cellulosefasern auf Haspelkufen oder Jet-Färbeanlagen mit auf der Faser erzeugten wasserunlöslichen Azofarbstoffen

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DE2808909C2
DE2808909C2 DE19782808909 DE2808909A DE2808909C2 DE 2808909 C2 DE2808909 C2 DE 2808909C2 DE 19782808909 DE19782808909 DE 19782808909 DE 2808909 A DE2808909 A DE 2808909A DE 2808909 C2 DE2808909 C2 DE 2808909C2
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Peter 6233 Kelkheim Heinisch
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

Grundierung
Die Kupplungskomponenten (solche mit hoher Substantivität) werden mit Natronlauge, Wasser und Äthanol nach der üblichen Kaltlösevorschrift gelöst
i· und diese Lösung wird in das Grundierungsbad, das noch ein säurebeständiges, schaumarmes Schutzkolloid, z. B. auf Basis von Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Naphthalinsulfonat, in einer Menge von 3 g/l und eine Standardmenge von 6 cm Vl Na-
■»·> tronlauge 32,5%ig (einschließlich der zum Lösen der Kupplungskomponente verwendeten Menge) sowie 20 g/l Kochsalz enthält, bei laufender Haspel eingerührt. Das Grundieren erfolgt mit ausreichend vorbehandeltem (mindestens vorgenetztem) Textilmaterial
•n bei 15" bis 25° C innerhalb von 30 Minuten.
Zwischenbehandlung
Anders als beim konventionellen Zwischenspülen, bei dem nach einem Flottenwechsel die grundierte
'·" Ware in einem frischen, kalten Bad mit einer Kochsalz- und Alkalilösung behandelt wird, erfolgt nach dem neuen Verfahren kein Flottenwechsel. Die erfindungsgemäße Zwischenbehandlung wird im selben Bad sowie im sauren Medium, zum vollständigen
ν· pH-Ausgleich und zur Einstellung eines für die Kupplung günstigen pH-Bereichs, mittels Essigsäure gegebenenfalls auch unter Zusatz von Natriumacetat vorgenommen. Die Essigsäuremenge wird dabei so bemessen, daß die über die zur Neutralisation der
wi 6 cm Vl Natronlauge 32,5%ig (Standardmenge) Gesamtalkali des Grundicrungsbadcs erforderliche Menge (6,2 cmVl Essigsäure 60%ig) noch ein Überschuß von 10 bis 200% (7 bis 18cnWl Essigsäure 60%ig) gegeben wird, um die ArisäUcrung von Ware
ί-> und Bad möglichst schnell ablaufen zu lassen. Dabei wird ein vollständiger pH-Ausgleich und eine pH-Einstellung auf Werte zwischen 4,5 und 6,8, d. h. im optimalen KuppKmgsbcrcich erzielt.
An SetIIe von Essigsäure, ggf. Natriumacetat kann bei Diazobasen für die pH-Einstellung auch Mononatriumphosphat verwendet werden. Dabei werden die 6 cmVl Natronlauge 32,5 %ig durch Zufügen von 10,3 g/l Mononatriumphosphat zunächst zum Dinatriumphosphat umgesetzt, worauf man mittels 4 cm Vl Essigsäure 60%ig zwei Drittel des Dinatriumphosphates wieder in Mononatriumphosphat überführt und auf diese Weise ein angestrebter pH-Wert von 6,8 erreicht wird. Die Verwendung von Mononatriumphosphat allein zum Sauerstellen würde zu hohe Mengen davon erfordern. Diazosalze, die viel Alkalibindemittel enthalten, sollten jedoch nicht mit Phosphaten gepuffert werden.
An der Färbung des grundierten Materials, das im alkalischen Medium kräftig gelb aussieht und im sauren Medium fast weiß ist, kann man das Fortschreiten des pH-Ausgleichs verfolgen. Wenn das Textilgut an allen Stellen (auch im Inneren des Stranges) die gelbe Farbe verloren hat, dann ist dieser Vorgang abgeschlossen. Die eiiindungsgemäße Zwischenbehandlung erfolgt bei der ursprünglichen Behandlungstcmperatur der Grundierungsphase von etwa 25° C innerhalb von 10 Minuten. Eine Verlängerung dieser Einwirkungszeit auf 30 Minuten ist nicht von Nachteil.
Entwicklung
Der Entwicklungsprozeß wird nach der vorliegenden Erfindung ebenfalls ohne Rottenwechsel im selben lad von etwa 25° C vorgenommen. Als Dispergiersystem für die Diazokomponente und die sich auch außerhalb der Faf *r bildenden Farbstoffanteile wird ein schaumarmes Dispergiermittel, z. B. ein methyliertes Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und oxäthylierten Phenolen angewendet. Für den Einsatz beim beanspruchten Verfahren kotn.en sowohl Diazosalze als auch diazotierte Basen verwendet werden. Ihre Konzentration ergibt sich aus der auf der Faser fixierten Menge der Kupplungskomponente sowie dem Flottenverhältnis und kann aus den Tabellen von Musterkarten für Azoentwicklungsfarbstoffe entnommen oder errechnet werden. Die vorgesehene Menge Diazoverbindungbzw. Base wird mit dem Dispergiermittel angeteigt und mit kaltem Wasser gelöst bzw. diazotiert. Dann puffert man diese Lösung mittels Natriumacetat, Dinatriumphosphat und gegebenenfalls noch etwas Essigsaure auf einen pH-Wert im Bereich zwischen 4,5 und 6,8 und setzt die Lösung über ein feines Sieb dem Bad zu. Nach einer Laufzeit der Ware bei etwa 25" C von etwa 10 Minuten wird nun das Bad innerhalb weiterer 10 Minuten auf 40" C (oder auch bis (SO0 C) aufgeheizt und der Farbstoff durch die Einwirkung dieser Flotte während weiterer 15 Minuten (bei 60° C nur 10 Minuten) entwickelt. Die pH-Werte der eingetragenen Diazolösung und der sauer eingestellten Flotte sollen möglichst genau übereinstimmen.
Die weitere Nachbehandlung der so erzeugten Färbung erfolgt in konventioneller Weise durch warmes Spülen und kochendes alkalisches Seifen.
Beim Vergleich von erfindungsgemäß gefärbtem Textilmaterial mit solchem, das nach herkömmlichen Verfahren hergestellt wurde, wird der Unterschied im Ergebnis deutlich: Das erfindütigsgemäß gefärbte Material zeigt keinerlei Unegalitätert,
Ein solches vorteilhaftes Ergebnis könnte aber unter keinen Umständen erwartet werden. Schön bei den Versuchsserien, die zu dieser Erfindung geführt haben, mußte eine ganze P.eihe von Vorurteilen überwunden werden, die bei den Fachleuten vorhanden waren.
So hat man damit gerechnet, daß das (aus dem auf die Cellulosefaser aufgezogenen Alkalisalz der Kupplungskomponente) freigesetzte Naphthol im sauren Medium in sehr kurzer Zeit seine Kupplungs- und damit Farbstoffbildungsfähigkeit verlieren würde.
Es hat sich jedoch zur Überraschung der Fachleute
ίο herausgestellt, daß die Kupplungsfähigkeit der freien Kupplungskomponente im sauren Medium auf die Dauer der erfindungsgemäßen Einwirkungszeit von Zwischenbehandlung und Entwicklung erhalten bleibt, wobei der sich erfindungsgemäß ergebende Verteilungszustand (Teilchengröße, innere Oberfläche ) der freigesetzten unlöslichen Kupplungskomponente unter der Einwirkung der verwendeten Schutzkolloide offenbar eine wichtige Rolle spielt und andererseits die Erhöhung der Temperatur beim Entwickeln dem raschen Ablauf der Kupplung entgegenkommt. Ein solches Resultat konnte indessen nicht vorher gesehen werden. Viel eher müßte befürchtet werden, daß die Temperaturerhöhung bei der Farbstoffentwicklung die Beständigkeit der Diazokomponente beeinträchtigen könnte, was jedoch überraschenderweise innerhalb der Entwicklungszeit nicht der Fall ist.
Darüber hinaus wu/de bei der einbadigen Färbeweise eine Reibechtheitsverminderungder Färbungen erwartet, da sich die beim Grundieren im Bad verbleibende Restmenge an Kupplungskomponente beim folgenden Entwickeln der Färbung ebenfalls zum Azopigment umsetzt. Durch die Wahl und Menge der speziellen Dispergiersysteme wird jedoch das Pigment
j5 soweit in Dispersion gehalten, daß es bei den anschließenden Spülprozessen ausspülbar bleibt.
Ein wichtiger Vorteil der erfindungsgemäßen Färbetechnik gegenüber herkömmlichen Verfahren besteht in der besseren Egalität der Färbungen bei gleieher Farbtiefe. Auf Grund der einbndigen Arbeitsweise werden-da bis zum Spülen kein Flottenwechsel stattfindet - fernerhin Zeit, Energie und Chemikalien eingespart; das Abwasser wird nur mit einer einzigen farbstoffhaltigen Flotte belastet. Schließlich lassen sich durch das erfindungsgemäße Verfahren auch Kupplungskomponenten von gegebenenfalls mittlerer Substantivität für das Färben auf der Haspelkufe verwenden, die bisher nicht als gut geeignet angesehen wurden. Das gilt besonders für das mittelsubstantive
-,„ Produkt Azoic Coupling Component 12, C.I.-Nr. 37550, dessen Kombinationen den Färbungen hervorragende Echtheitseigenschaften verleihen.
Beispiel 1
v, Abgekochtes Baumwoll-Interlock-Schlauchgewirke in Strangform wird auf einer Haspelkufe im Flottenverhältnis von 1 : 20 mit einer wäßrigen Flotte grundiert, die man wie folgt hergestellt hat:
1,3 g/l
3.5 CmVl
0,65 cmVl
2.6 cmVl
3 g/I
von Azoic Coupling Component 28,
CL-Nr. 37 541 (entsprechend 18 g/kg
fixierter Kupplungskomponente)
Äthanol,
Natronlauge, 32,5% sowie
Wasser von 40° C gelöst und diese
Lösung wird in das vorbereitete Grun-
dierungsbadj welches
eines Dispergiermittels auf Basis von
Kondensationsprodukten aus Formal-
dehyd und Naphthalinsulfonat,
5,35 cm Vl Natronlauge 32,5%ig (Gesamtkali
6 cmVl) sowie
g/I Kochsalz enthält, eingerührt. Das
Textilgut wird mit dieser Flotte 30
Minuten iang bei 25° C behandelt.
Anschließend folgt eine saure Zwischenbehandlung der Ware zum pH-Ausgleich ohne vorherigen Fiottenwechsel im selben Bad. Dazu werden
cm3/l Essigsäure 60%ig sowie
g/I Natriumacetat als Lösungen dem
Grundierungsbad bei laufender Haspel zugegeben und bei 25° C für 10 Minuten auf das Textilgut zur Einwirkung
gebracht. Dabei resultiert ein pH-Wert von 5,4.
Die Entwicklung des Farbstoffes wird gleichfalls im selben Bad anschließend vorgenommen. Dazu werden
g/l des Diazosaizes Azoic Diazo Compo
nent 11, C. I.-Nr. 37 085 m kaltem Wasser gelöst und in diese Lösung
g/I eines Dispergiermittels auf Basis methy-
Iierter Kondensationsprodukte aus
Formaldehyd und oxäthylierten Phenolen sowie
g/I Natriumacetat eingetragen. Die so erhaltene Diazolösung wird dem obigen Bad ohne Flottenwechsel zugesetzt.
Das in der obigen Weise grundierte Textilgut wird nun mit dem zuvor beschriebenen Bad 10 Minuten lang bei 25° C behandelt, dann heizt man die Flotte innerhalb von 10 Minuten auf 40° C auf und bringt innerhalb weiterer 15 Minuten bei 40° C die Farbstoffentwicklung zum Abschluß.
Die Nachbehandlung erfolgt in herkömmlicher Weise durch warmes Spülen mit Wasser und kochendes alkalisches Seifen. Es resultiert eine egale, volle und brillante Rotfärbung.
Beispiel 2
Eine gebleichte Baumwoll-Rundstrickware (Rippentrikot) in Strangform wird auf einer Kurzflotten-Jet-Färbeanlage im Flottenverhältnis von 1:8 mit einer wäßrigen Flotte grundieri, die folgende Bestandteile aufweist:
2,3 g/l von Azoic Coupling Component 28,
CI-Nr. 37541 (entsprechend 16 g/kg fixieiier Kupplungskomponente)
werden in
4,6 cmVl Äthanol,
1,15 cmVl Natronlauge 32,5%igsowie
4,6 cmVl Wasser von 40° C gelöst und diese
Lösung in das vorbereitete Grundierungsbad, welches
g/l eines Dispergiermittels auf Basis von
Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Naphthalinsulfonat,
4,85 cm'/l Natronlauge 32,5%ig (Gesamtkali
öcmVl),
g/l Kochsalz sowie
0,05 g/l eines alkali- und säurebeständigen Antischäummittels auf Silicon-Basis enthält, eingerührt.
Mit dieser Flotte wird das Textilgut 30 Minuten lang bei 25 Cgründet. Anschließend wird ohne vorherigen F'attenwechscl im selben Bad eine saure Zwischenbehandlung vorgenommen. Dazu behandelt man das textile Material K) Minuten bei 25' C mit 16 cmVl Essigsäure 60%ig, die dem Grundierungsbad zugesetzt werden und wobei ein pH-Wert von 4,5 erreicht wird.
Danach wird die Diazolösung in der nachstehend beschriebenen Weise zubereitet:
2 g/l der Diazobase Azoic Component 12,
C.I.-Nr. 37 105, werden mit 1 g/l eines Dispergiermittels auf Basis
methylierter Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit oxätnylierten Phenolen,
4 cmVl Salzsäure 32,1 %ig und
ι5 20 cmVl kochendem Wasser gelöst, diese Lösung
wird auf 10° C abgekühlt, mit 30 cmVl kaltem Wasser sowie
1 g/l Natriumnitrit versetzt und die Base im
Verlauf von 15 Minuten bei 10° C diazotiert.
Die so erhaltene Diazolösung wi'd nunmehr mittels
3 g/l Natriumacetat abgestumpft und sodann
bei pH = 4,5 in die Flotte eingetragen, der man zuvor außerdem noch Π .05 g/l eines alkali-und säurebeständigen Antischäummittels auf Silicon-Basis zugefügt hat.
Zur Farbstoffentwicklung behandelt mau die grundierte Ware mit diesem Bad zunächst 10 Minuten JO lang bei 25° C, dann wird die Flotte innerhalb von 10 Minuten auf 60° C aufgeheizt und die Entwicklungsoperation im Verlauf weiterer 10 Minuten bei 60° C abgeschlossen.
Die Nachbehandlung erfolgt in herkömmlicher » Weise durch warmes Spülen mit Wasser und kochendes alkalisches Seifen. Es resultiert eine egale und lebhafte Scharlachfärbung.
Beispiel 3
■tu Abgekochter Baumwoll-Frottierstoff in Strangform wird auf einer Haspelkufe mit einer wäßrigen Flotte im Flottenverhältnis von 1:30 grundiert, die man folgendermaßen angesetzt hat.
0,8 g/l von Azoic Coupling Component 32, ·»> C.I.-Nr. 37 580 (entsprechend 22 g/kg
fixierter Kupplungskomponente), werden mit
2 cmVl Äthanol angeteigt und durch Zusatz von 1 cmVl Wasser von 70°C sowie
v> 0,4 cmVl Natronlauge 32,5 %ig gelöst und diese Lösung wird in das vorbereitete Grundierungsbad, welches 5,6 cmVl Natronlauge 32,5%ig (Gesamtalkali
6 cmVl),
ü 3 g/l eines Dispergiermittel auf Basis von
Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Naphthalinsulfonat sowie 20 g/l Kochsalz enthält, eingerührt.
Man grundiert das Textilgut mit dieser Flotte 30 wi Minuten lang bei 250C und setzt dann zum Zwecke einer sauren Zwischenbehandlung dem Bad ohne vorherigen Flottenwechsel bei laufender Haspel 8 cmVl Essigsäure 60%ig und
5 g/l Natriumacetat
in Form verdünnter, wäßriger Lösungen zu, wobei ein pH-Wert von 5,4 erreicht wird und behandelt die Ware 10 Minuten bei 25° C unter diesen Bedingun-
Anschließend folgt im selben Bad die Entwicklung des Azofarbstoffes durch Zusatz einer Lösung von 4 g/l der Diazobase Azoic Diazo Component
33, C.I.-Nr. 37075 in Form einer 4()%igen dispergieften FIüssig-Eiiistellung, die man mit 18 cm Vl Wasser und
3,6 cmVl Salzsäure 32,1 %ig gelöst und durch
Behandlung mit
0,56 g/1 Natriumnitrit, gelost in 4 cmVl kaltem Wasser, im Verlauf Von 5 Minuten diazotiert und dann mit
3,6 g/l
Natriumacetat abgestumpft hat, Dabei wird ebenfalls ein pH-Wert von 5,4
erreicht. Ein Zusatz von Dispergiermittel wird hier nicht vorgenommen.
Dazu behandelt man die grundierte Ware mit diesem Bad zuerst 10 Minuten bei 25° C, dann wird die Flotte innerhalb von IO Minuten auf 40° C aufgeheizt und schließlich der Entwicklungsprozeß während weiterer 15 Minuten bei 40° C zu Finde gebracht.
Die Nachbehandlung der so erhaltenen Färbung wird in herkömmlicher Weise durch warmes Spülen mit Wasser und kochendes alkalisches Seifen durchgeführt Es resultiert eine egale und volle' Rotfärbung.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum gleichmäßigen und einbadigen Färben von bahnförmigen Textilmaterialien aus Cellulosefasern in Strangform nach der Ausziehmethode mit den Komponenten zur Bildung wasserunlöslicher Azofarbstoffe auf der Faser unter Einsatz von Haspelkufen oder Jet-Färbeanlagen, wobei man die Grundierung des Warenstrangs bei 15° bis 25° C mit einer hochsubstantiven Kupplungskomponente (Azoic Coupling Component) in Gegenwart eines säurebeständigen, schaumarmen Schutzkolloids vornimmt, dadurch gekennzeichnet, daß ohne vorherigen Flottenwechsel im selben Bad eine Zwischenbehandlung des so grundierten Textilguts angeschlossen wird, wozu man mittels Essigsäure und gegebenenfalls Natriumacetat oder mittels Mononatriumphosphat das Gesamtalkali der Grundierung neutralisiert und darüber hinaus in der Flotte sowie auf dem textlien Material einen einheitlichen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 6,8 einstellt, sodann diesem Bad nach Ablauf von etwa 10 Minuten Einwirkungszeit auf den Warenstrang eine ebenfalls auf pH-Werte zwischen 4,5 und 6,8 mittels Natriumacetat oder Dinatriumphosphat und/oder Essigsäure gepufferte Lösung einer Diazokomponente (Azoic Diazo Component) und ein schaumarmes, nichtionogenes Dispergiermittel zusetzt, nach 10 Minuten Laufzeit des strangförmigen Textilguts unter diesen Bedingungen nunmehr das Bad innerhalb von etwa 10 Minuten auf 40° bis 60° C aufheizt und schließlich den Farbstoff während einer weiteren 10 bis 15 Minuten dauernden Behandlung bei diesen Temperaturen auf der Faser zu Ende entwickelt.
    Das Färben von bahnförmigen Celluliisetcxtilien in Strangform nach dem Ausziehverfahren auf Haspelkufen mit auf der Faser erzeugten wasserunlöslichen Azofarbstoffen ist seit langem beschrieben. Es ist aber auch bekannt, daß sich dabei trotz Anwendung spezieller Maßnahmen immer wieder Schwierigkeiten bezüglich der Egalität solcher Färbungen ergeben. Dies gilt besonders für Baumwoll-Interloek-Waren, die hochelastische, feinmaschige und dichte Rundstrick-Gewirke darstellen. Als Ursache dieser Unegalitäten, die in Gestalt von unregelmäßigen Längsstreifen cder als wolkiges Warenbild in Erscheinung treten, werden pH-Differenzen angesehen, welche durch den zeitlich und lokal unterschiedlichen Kontakt zwischen der alkalisch grundierten Strangware und der sauren Diazo-Hntwieklungsflutte in der ersten Phase des Entwicklungsprozesses in der Haspelkufe zustande kommen.
    Es wurde nun gefunden, daß man auch hulchc schwierig egal zu färbende bahnförmige Tcxtilmatc* Hauen aus Cellulosefasern in Strangförm dann gleichmäßig und cinbadig mit den Komponenten zur BiU durig wasserunlöslicher Azofarbstoffe auf der Faser nach der Auszichmethode unter Einsatz von Haspclkufcn oder Jct-Fäfbeanlngen färben kann, wenn nach der Grtindierung des Warenstrangs, die man bei 15° bis 25° C mit einer hochsubstantiven Kupplungskomponente (Azoic Coupling Component) in Gegenwart eines säurebeständigen, schaumarmen Schutzkolloids vornimmt, ohne vorherigen Flottenwechsel im selben Bad eine Zwischenbehandlung des so grundierten Textilguts angeschlossen wird, wozu man das Gesamtalkali der Grundierung mittels Essigsäure und gegebenenfalls Natriumacetat oder mittels Mononatriumphosphat neutralisiert und darüber hinaus in der
    Ό Flotte sowie auf dem textlien Material einen einheitlichen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 6,8 einstellt, bevor das so grundierte Material mit der Diazokomponente in Kontakt kommt, sodann diesem Bad nach Ablauf von etwa 10 Minuten Einwirkungszeit auf den Warenstrang eine ebenfalls auf pH-Werte zwischen 4,5 und 6,8 mittels Natriumacetat oder DinaKriumphosphat und/oder Essigsäure gepufferte Lösung einer Diazokomponente (Azoic Diazo Component) und ein schaumarmes, nichtionogenes Dispergiermittel
    -o zusetzt, nach 10 Minuten Laufzeit des strangförmigen Textilguts unter diesen Bedingungen nunmehr das Bad innerhalb von etwa ΊΟ Minuten auf 40° bis 60° C aufheizt und schließlich den Farbstoff während einer weiteren 10 bis 15 Minuten dauernden Behandlung
    2i bei diesen Temperaturen auf der Faser zu Ende entwickelt.
    Nach der vorliegenden Erfindung werden die einzelnen Verfahrensschritte beispelsweise wie folgt durchgeführt:
DE19782808909 1978-03-02 1978-03-02 Verfahren zum einbadigen Färben von strangförmigen Textilmaterialien aus Cellulosefasern auf Haspelkufen oder Jet-Färbeanlagen mit auf der Faser erzeugten wasserunlöslichen Azofarbstoffen Expired DE2808909C2 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4414000A (en) 1980-07-30 1983-11-08 Hoechst Ag Process for the continuous or semicontinuous dyeing of voluminous cellulose fabrics with azo developing dyestuffs using acrylamide polymers
US4420309A (en) 1980-07-30 1983-12-13 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the continuous or semicontinuous dyeing of tubular knitted fabrics of cellulose fibers with azo developing dyestuffs and acrylamide polymer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4414000A (en) 1980-07-30 1983-11-08 Hoechst Ag Process for the continuous or semicontinuous dyeing of voluminous cellulose fabrics with azo developing dyestuffs using acrylamide polymers
US4420309A (en) 1980-07-30 1983-12-13 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the continuous or semicontinuous dyeing of tubular knitted fabrics of cellulose fibers with azo developing dyestuffs and acrylamide polymer

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