DE280586C - - Google Patents

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DE280586C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/04Colour separation; Correction of tonal value by photographic means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 280586 -KLASSE 57d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. April 1912 ab.
Allgemein bekannt ist die objektive Farbauslese von Gelb, Rot, Blau, Schwarz für photomechanische Drucklegung mittels Kollodiumemulsionsprozesses oder Trockenplatten und mit oder ohne Filtervorschaltung. Desgleichen ist es bekannt, daß bei photomechanischer Rastrierung solcher objektiven Farbauszüge der direkte Weg — ohne — als auch der indirekte — mit Zwischenherstellung von HaIbtondiapositiven — eingeschlagen werden kann. Dem Prozeß der objektiven Farbauslese haften zur Zeit in Gestalt von Farbabweichungen gegenüber dem Original noch Fehler an, welche durch Handarbeit behoben werden müssen und z. B.
für Buch- oder Hochdruckzwecke durch erneutes Ätzen, Bearbeiten und Andrucken der Zinkautotypien auch beseitigt werden können, was jedoch in dieser Manier für Steinautotypie zu Flachdruckzwecken unmöglich ist.
Um aber nun für letztere Druckart ebenfalls die Möglichkeit einer weitgehenden Farbenkorrektur zu erlangen, werden Halbtonnegative zuerst objektiv ausgezogen, davon Diapositive kopiert und davon erst photomechanisch rastrierte Negative hergestellt, wobei gemäß der Erfindung wie folgt verfahren wird.
Statt der üblichen Farben, Gelb, Rot, Blau und Schwarz; werden deren wenigstens fünf, normal sechs, eventuell aber auch sieben oder mehr, objektiv ausgezogen, jedoch derart, daß zu den dunklen Farben sich noch gleiche hellere gesellen. Während nun im Negativ die ersteren durch Anwendung größter Blenden, durch Entwicklung und eventuelle Nachbehandlung sehr kräftig und gedeckt zu halten sind, verfährt man bei den hellen Farben gerade umgekehrt. Das gleiche Prinzip wird auch bei der weiter folgenden Kopierung der Diapositive beibehalten, so daß man demnach im Diapositiv die dunkle Farbe kurz und zeichnerisch, die helle dagegen voll, breit und nur in den Lichtern' zeichnend sich repräsentieren sieht. Hierdurch wird photomechanisch eine Duplexwirkung erzielt, wie solche in der Chromolithographie manuell schon immer gepflegt wurde. Während dort aber im Prinzip stets die helleren vor den dunklen Farben lithographiert und angedruckt wurden, wird nach dem neuen Verfahren besser der umgekehrte Weg gewählt. Durch diese Manipulation werden die hellen Farben vorzügliche Korrektoren der dunklen, speziell wenn sie apf gekörnte Steine kopiert werden, wobei durch Hinzufügen oder Fortnehmen von Partien leichter eine Richtigstellung erreicht wird als im umgekehrten Falle. Hat man z. B. einer Reproduktion die Normalskala von Gelb-, Tiefe, Hell- und Dunkelrot, Hell- und Dunkelblau zugrunde gelegt, die sechs negativen Farbauszüge objektiv fertiggestellt, retuschiert, hiervon Diapositive erzeugt und retuschiert, in letzterem Zustande sodann mittels Rasters zerlegt, so werden diesem . Rasternegativsatz zuerst Gelb und Tiefe entnommen, abgedeckt, kopiert, vom Chromolithographen durchgesehen und angedruckt. Erst an Hand der Wirkung dieses Zusammendruckes werden folgend die Rasternegative von Dunkelrot und Dunkelblau vorgenommen, wobei zu offene oder zu Fehlern
hinneigende Töne, welche der erwähnte Vordruck schon kräftig genug oder originalgetreu ' aufweist, zugedeckt werden, somit die Kopierung falsch wirkender Töne vom Stein ferngehalten als auch unnötige Schaberei unterbunden wird. Im gleichen Sinne deckt man auch da ab, wo das Negativ zu offen und nur ein zarter Ton noch zugelassen ist, welcher sich dann am Stein mittels lithographischer Kreide erzielen
ίο läßt.
Nachdem nun auch diese beiden Farben durch Aufdruck zur Wirkung gekommen sind, wird unter gleichem Vorgehen das Ganze mit dem Hellrot und Hellblau abgeschlossen. In diesem Werdegange läßt sich trotz der geringen Farbenanzahl die Originaltreue in einmaligem Andruck sicherer festlegen, als es der Chromolithographie trotz der doppelten Farbenanzahl möglich war. Durch die im vorstehenden Verfahren hervorgehobene Farbenduplexwirkung von hell zu dunkel wird auch gleichzeitig eine Farbflächenwirkung erzielt, welche das bei der Rastrierung von Drei- bzw. Vierfarbendruckformen benötigte Drehen des Rasters überflüssig werden läßt, was den ganzen Prozeß in Ausführung und Anlage sehr vereinfacht, da einesteils viele mit Rasterdrehungen verknüpfte Mißhelligkeiten fortfallen und andererseits ein gewöhnlicher Kreuzraster sowie der Apparat in ihren vollen Größen ausgenutzt werden können. Die Rastrierung der Teildiapositive geht dann in der Weise λόγ sich, daß ζ. B. bei der Normalskala von Gelb, zwei Rot, zwei Blau, Tiefe und Anwendung eines Diagonalkreuzrasters Gelb und Dunkelrot mit entsprechender Rund- oder Quadratblende durchbelichtet werden, dagegen Dunkelblau und Hellblau mittels Schlitzblende, deren Ausschnitt zur Richtung der einen Rasterlinie und Tiefe und Hellrot mittels der gleichen, gewendeten Schlitzblende, deren Ausschnitt nun zur Richtung der die erstere kreuzenden Rasterlinse parallel verläuft, zerlegt werden. Die Benutzung der Schlitzblende in dieser Weise ist für Dreifarbenautotypie schon vorgeschlagen worden. Bei einer Erweiterung der Farbenskala schiebt man die hinzutretende Farbe in der Zerlegung der gleichen ihrer Gattung zu, z. B. Blau zu Blau, Grau zu Tiefe usw.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Mehrfarbensteindruck durch objektive Farbauslese mit Halbtonnegativen, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Erzielung von Duplexwirkung zu den dunklen Farben mit kurzer Tonskala noch hellere mit längerer Skala hinzunimmt, welche in der gleichen Rasterlinienlage der dunklen Farben hergestellt werden.
2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man für Gelb und Tiefe Druckformen herstellt, zusammendruckt und an Hand der Wirkung des Zusammendruckes das nun folgende Dunkelrot und Dunkelblau abstimmt, um zum Schluß Hellrot und Hellblau vorzubereiten.
3. Rastrierungsverfahren für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Gelb und Dunkelrot mit runden oder quadratischen Blenden, Hell- und Dunkelblau einerseits und Tiefe und Hellrot andererseits mit Winkeldifferenz von 90° Schlitzblendenstellung aufnimmt.
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