DE280586C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F3/00—Colour separation; Correction of tonal value
- G03F3/04—Colour separation; Correction of tonal value by photographic means
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 280586 -KLASSE
57d. GRUPPE
Allgemein bekannt ist die objektive Farbauslese von Gelb, Rot, Blau, Schwarz für photomechanische
Drucklegung mittels Kollodiumemulsionsprozesses oder Trockenplatten und
mit oder ohne Filtervorschaltung. Desgleichen ist es bekannt, daß bei photomechanischer
Rastrierung solcher objektiven Farbauszüge der direkte Weg — ohne — als auch der indirekte
— mit Zwischenherstellung von HaIbtondiapositiven — eingeschlagen werden kann.
Dem Prozeß der objektiven Farbauslese haften zur Zeit in Gestalt von Farbabweichungen gegenüber
dem Original noch Fehler an, welche durch Handarbeit behoben werden müssen und z. B.
für Buch- oder Hochdruckzwecke durch erneutes Ätzen, Bearbeiten und Andrucken der
Zinkautotypien auch beseitigt werden können, was jedoch in dieser Manier für Steinautotypie
zu Flachdruckzwecken unmöglich ist.
Um aber nun für letztere Druckart ebenfalls die Möglichkeit einer weitgehenden Farbenkorrektur
zu erlangen, werden Halbtonnegative zuerst objektiv ausgezogen, davon Diapositive
kopiert und davon erst photomechanisch rastrierte Negative hergestellt, wobei gemäß
der Erfindung wie folgt verfahren wird.
Statt der üblichen Farben, Gelb, Rot, Blau und Schwarz; werden deren wenigstens fünf,
normal sechs, eventuell aber auch sieben oder mehr, objektiv ausgezogen, jedoch derart, daß
zu den dunklen Farben sich noch gleiche hellere gesellen. Während nun im Negativ die ersteren
durch Anwendung größter Blenden, durch Entwicklung und eventuelle Nachbehandlung sehr
kräftig und gedeckt zu halten sind, verfährt man bei den hellen Farben gerade umgekehrt.
Das gleiche Prinzip wird auch bei der weiter folgenden Kopierung der Diapositive beibehalten,
so daß man demnach im Diapositiv die dunkle Farbe kurz und zeichnerisch, die helle
dagegen voll, breit und nur in den Lichtern' zeichnend sich repräsentieren sieht. Hierdurch
wird photomechanisch eine Duplexwirkung erzielt, wie solche in der Chromolithographie
manuell schon immer gepflegt wurde. Während dort aber im Prinzip stets die helleren vor den
dunklen Farben lithographiert und angedruckt wurden, wird nach dem neuen Verfahren besser
der umgekehrte Weg gewählt. Durch diese Manipulation werden die hellen Farben vorzügliche
Korrektoren der dunklen, speziell wenn sie apf gekörnte Steine kopiert werden,
wobei durch Hinzufügen oder Fortnehmen von Partien leichter eine Richtigstellung erreicht
wird als im umgekehrten Falle. Hat man z. B. einer Reproduktion die Normalskala von Gelb-,
Tiefe, Hell- und Dunkelrot, Hell- und Dunkelblau zugrunde gelegt, die sechs negativen Farbauszüge
objektiv fertiggestellt, retuschiert, hiervon Diapositive erzeugt und retuschiert, in letzterem
Zustande sodann mittels Rasters zerlegt, so werden diesem . Rasternegativsatz zuerst
Gelb und Tiefe entnommen, abgedeckt, kopiert, vom Chromolithographen durchgesehen und angedruckt.
Erst an Hand der Wirkung dieses Zusammendruckes werden folgend die Rasternegative von Dunkelrot und Dunkelblau vorgenommen,
wobei zu offene oder zu Fehlern
hinneigende Töne, welche der erwähnte Vordruck schon kräftig genug oder originalgetreu '
aufweist, zugedeckt werden, somit die Kopierung falsch wirkender Töne vom Stein ferngehalten
als auch unnötige Schaberei unterbunden wird. Im gleichen Sinne deckt man auch da ab, wo das Negativ zu offen und nur ein zarter
Ton noch zugelassen ist, welcher sich dann am Stein mittels lithographischer Kreide erzielen
ίο läßt.
Nachdem nun auch diese beiden Farben durch Aufdruck zur Wirkung gekommen sind, wird
unter gleichem Vorgehen das Ganze mit dem Hellrot und Hellblau abgeschlossen. In diesem
Werdegange läßt sich trotz der geringen Farbenanzahl die Originaltreue in einmaligem Andruck
sicherer festlegen, als es der Chromolithographie trotz der doppelten Farbenanzahl möglich war.
Durch die im vorstehenden Verfahren hervorgehobene Farbenduplexwirkung von hell zu
dunkel wird auch gleichzeitig eine Farbflächenwirkung erzielt, welche das bei der Rastrierung
von Drei- bzw. Vierfarbendruckformen benötigte Drehen des Rasters überflüssig werden läßt, was
den ganzen Prozeß in Ausführung und Anlage sehr vereinfacht, da einesteils viele mit Rasterdrehungen
verknüpfte Mißhelligkeiten fortfallen und andererseits ein gewöhnlicher Kreuzraster
sowie der Apparat in ihren vollen Größen ausgenutzt werden können. Die Rastrierung der
Teildiapositive geht dann in der Weise λόγ sich,
daß ζ. B. bei der Normalskala von Gelb, zwei Rot, zwei Blau, Tiefe und Anwendung eines
Diagonalkreuzrasters Gelb und Dunkelrot mit entsprechender Rund- oder Quadratblende
durchbelichtet werden, dagegen Dunkelblau und Hellblau mittels Schlitzblende, deren Ausschnitt
zur Richtung der einen Rasterlinie und Tiefe und Hellrot mittels der gleichen, gewendeten
Schlitzblende, deren Ausschnitt nun zur Richtung der die erstere kreuzenden Rasterlinse
parallel verläuft, zerlegt werden. Die Benutzung der Schlitzblende in dieser Weise ist
für Dreifarbenautotypie schon vorgeschlagen worden. Bei einer Erweiterung der Farbenskala
schiebt man die hinzutretende Farbe in der Zerlegung der gleichen ihrer Gattung zu, z. B. Blau
zu Blau, Grau zu Tiefe usw.
Claims (3)
1. Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Mehrfarbensteindruck durch
objektive Farbauslese mit Halbtonnegativen, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Erzielung von Duplexwirkung zu den dunklen
Farben mit kurzer Tonskala noch hellere mit längerer Skala hinzunimmt, welche in
der gleichen Rasterlinienlage der dunklen Farben hergestellt werden.
2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
man für Gelb und Tiefe Druckformen herstellt, zusammendruckt und an Hand der Wirkung des Zusammendruckes das nun
folgende Dunkelrot und Dunkelblau abstimmt, um zum Schluß Hellrot und Hellblau vorzubereiten.
3. Rastrierungsverfahren für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man Gelb und Dunkelrot mit runden oder quadratischen Blenden, Hell- und Dunkelblau einerseits und Tiefe und Hellrot
andererseits mit Winkeldifferenz von 90° Schlitzblendenstellung aufnimmt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280586C true DE280586C (de) |
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|---|---|
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