DE607373C - Verfahren zur Reproduktion von Vorlagen in Halbtonmanier - Google Patents

Verfahren zur Reproduktion von Vorlagen in Halbtonmanier

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DE607373C
DE607373C DER82926D DER0082926D DE607373C DE 607373 C DE607373 C DE 607373C DE R82926 D DER82926 D DE R82926D DE R0082926 D DER0082926 D DE R0082926D DE 607373 C DE607373 C DE 607373C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/02Colour separation; Correction of tonal value by retouching

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Preparing Plates And Mask In Photomechanical Process (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reproduktion von Vorlagen in Halhtonmanier Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reproduktion von Vorlagen in Halbtonmanier, bei welchem d%e# Retusche in einem von der Vorlage hergestellten photographischen Negativ vorgenommen wird.
  • Soll irgendeine Vorlage in Halbtonmanier durch Zuhilfenahme der Photographie reproduziert werden, so wird zunächst ein photographisches Negativ hergestellt. Selbst wenn dieses Negativ in jeder Hinsicht, d. h. soweit es technisch möglich ist, der Vorlage entspricht, ist es notwendig, daß die Unvollkommenheiten, welche sich durch das photographische Aufnahmeverfahren ergeben, durch manuelle Arbeit auf dem Negativ korrigiert werden. Wird ein normales Negativ ohne irgendwelche Retuschearbeit für die Hexstellung von Druckformen verwendet, so zeigt der Druckabzug ein. flaues; monotones Bild, es sei denn, daß eben dieser Verlust ran Originalgetreue mit unnatürlichen Mitteln auf der Druckform korrigiert wird, was jedoch nur bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Einer photographischen Reproduktion ohne Retusche fehlt in der Tiefe die Kraft und Zeichnung und in den hellsten Partien die Klarheit und Schärfe. Es ist daher Aufgabe des Retuschierers, diese Mängel zu beheben, indem das Negativ durch zweckmäßige Retuschemittel bearbeitet wird. Die bisherige Technik der Negativretusche beschränkt sich vorwiegend auf ein Verstärken der negativen Töne, was somit ein Aufhellen des betreffenden Farbtones im Druckabzug bewirkt. Es hängt von der Geschicklichkeit des Retuschierers ab, diese Korrekturen derart auszuführen, daß der Charakter des Originals möglichst gewahrt wird. Weit schwieriger ist es, wenn im Negativ partielle Bildpartien oder Details abgeschwächt werden sollen, um im Druckabzug einen kräftigeren Ausdruck zu erwirken. Solche Korrekturen sind nur möglich, indem die betreffenden Bildpartien mit einem Abschwächemitte#] oder aber mit dem Schaber o. dgl. gemildert werden, um eine erhöhte Transparenz der betreffenden Stellen zu erwirken. Eine solche Bearbeitung der Tiefenpartien ist ab.e.r,äußerst umständlich und sehr unberechenbar, so d.aß die Ausführungsmöglichkeiten äußerst beschränkt sind.
  • Aus diesem Grunde wird vielfach bei Negativen, welche eine weitgehende Retusche verlangen, der indirekte Weg eingeschlagen, wonach vom Negativ noch ein Diapositiv hergestellt wird. Während die Retuschearb@eit auf dem Negativ nur ein Aufhellen der Druckpartien erwirkt, ermöglicht das Diapositiv eine Verstärkung der Bildpartien, so daß eine Retusche auf dem Negativ oder auf dem Diapositiv nur in dieser oder jener Richtung erreicht wird.
  • In der Herstellung von Halbton- oder Rasternegativen für Mehrfarbendruck ist es bekannt, ein Teilpositiv auf .eine weiße; reflektierende Unterlage zu bringen und die anderen in den entsprechenden Farbtönen darüber, um so das positive Gesamtbild zu .erhalten. Sind Retuschen erforderlich, so wird :eine Aufhellung im Negativ des betreffenden Teilbildes vorgenommen, eine Verstärkung im Positivteilbild.
  • Ferner ist es bekannt, zu Plakatzwecken Papiernegative zu, verwenden und @erforderlichenfalls diese Negative zu retuschieren. Solche Negative kommen wegen der durch das Papierkorn erfolgenden Störungen im Gesamtbild für Qualitätsarbeit nicht in Betracht, und überdies werden solche Negative direkt zur Herstellung von Lichtdruckformen verwendet.
  • Wird schon die Retuschearbeit infolge der sehr begrenzten Retuschierbarkeit des Negativs bei einfarbigen Vorlagen sehr erschwert, so macht sich diese Unvollkommenheit bei mehrfarbigen Reproduktionen in erhöhtem Maße bemerkbar. Hier müssen, besonders bei unbestimmten Farbtönen, fast sämtliche Bildpartien verstärkt oder gemildert werden, so daß die Retusche auf dem Negativ nicht so vollkommen ausgeführt werden kann, um ein kopierfertiges Diapositiv zu erhalten.
  • Bei Rasteraufnahmen (Diapositiven) irgendwelcher Art, wie diese z. B. für den Offsetdruck verwendet werden, wird die ohnehin schon unberechenbare Retuschearbeit noch weiter erschwert, weil die Schärfe der in Punkte zerlegten Töne darunter leidet. Sollen Rasterpunkte verstärkt, also breiter gestaltet, werden, so ist dies nur halbwegs möglich, da die. Retuschemittel ledig Uch eine so@genannte 'Hofbildung hervorrufen. Durch diese Erscheinung ist es nicht möglich, den Tonwert genau zu bestimmen, so, daß die fertige Kopie zumeist eine vom Rasternegativ oder Rasterdiapositiv abweichende Tonwirkung zeigt. Müssen hingegen Rasterpunkte durch die Retusche spitzer gehalten werden, so besteht die Gefahr, daß die abgeschwächten Rasterpunkte an Kraft verlieren, wodurch eine scharfe Kopie ebenfalls unmöglich ist.
  • Durch das Verfahren nach vorliegender Erfindung sollen nun diese Nachteile behoben werden, und zwar dadurch, daß als Träger der lichtempfindlichen Schicht ,eine vorzugsweise weiße oder höchstens in einem hellen Farbton gehaltene Unterlage verwendet wird, welche sowohl eine Retusche der Tiefen als auch der Lichter der Negativschicht ermöglicht, und dieses retuschierte Negativ mittels photographischer Aufnahme reproduziert wird. Als Träger der lichtempfindlichen Schicht wird an Stelle des klaren Film- oder Glasmaterials zweckmäßig eine vollkommen Weiße Unterlage verwendet, so daß die hellsten Negativtöne als weiße Flächen erscheinen. Dadurch ist es möglich, das Negativ gleichzeitig auf Licht und S.cthatten ' zu retuschieren. Das Bearbeiten der negativen Töne, welche im Druckabzug @einLe helle Wirkung hervorrufen, erfolgt " wie bisher durch irgendein Retuschemittel, z. B. Farbe, Graphit o. dgl., während das Verstärken der dunklen Tonwerte mit heller Farbe o. dgl. erfolgt, was sich im Druckabiug je nach dem Grad der Retusche als dunkle Partie auswirkt. Der Retuschierer kann somit die Gesamtretusche, welche für die Bearbeitung der photographischen Aufnahme erforderlich ist, auf dem Negativ vereinigen, so daß nach diesem durch Photographieren des retuschierten Negativs direkt ein kopierfertiges Diapositiv hergestellt werden kann. Auch bei Qualitätsarbeiten kann der indirekte Weg umgangen werden, indem :nicht mehr wie bisher vom Negativ ein Diapositiv hergestellt werden muß, um dunkle Tonwerte bearbeiten zu können. Durch diese Art Retusche wird nicht nur die Bearbeitung einfarbiger Arbeiten, sondern vor allem die Farbenretusche ganz bedeutend vereinfacht und verbilligt. Es ist daher möglich, daß selbst bei schwierigen Farbenauszügen die Gesamtretusche auf dem Negativ ausgeführt werden kann, so daß auch bei Dzuckverfahreu, welche Rasterdiapositive erfordern, durch Photographieren der so retuschierten Negative mit vorgeschaltetem Rasur direkt kopierfertige Diapositive erhalten werden. Infolge der Ausschaltung der Retusche bei gerasterten Diapositiven wird die Punktschärfe nicht beeinflußt, wodurch absolut scharfe Kopien möglich sind-Da die einzelnen Teilnegative eines Farbenauszuges in der Größe haargenau zuein.-ander passen müssen, wird die lichtempfindliche Schicht mit weißer Unterlage am zweck- , mäßigsten auf eine nicht dehnbare .Masse, z. B. auf Metall o. dgl., gebracht. Um die Bruchgefahr zu umgehen, kann als Träger der weißen Schicht ebenfalls eine Unterlage aus einem unzerbrechlichen Stoff verwendet werden. a Gegebenenfalls kann die weiße Unterlage als Zwischenschicht auf einer formbeständigen oder unzerbrechlichen Masse aufgetragen werden, wobei die äußerste Schicht durch; die auf die weiße Schicht aufgebrachte lichtempfindliche Schicht gebildet wird. Durch die weiße Unterlage ist es auch möglich, daß das fertigretuschierte Negativ direkt auf die Druckform reproduziert werden kann.
  • Anstatt in vollkommen weißem Ton könnte die Unterlage auch in einem hellen Farbton, z. B. in Hellblau, gehalten seift. Das vorliegende Verfahren läßt sich in Verbindung mit irgendeinem Druckverfahren, wie Tiefdruck, t Offset, Ein- und Mehrfarbendruck usw., anwenden.

Claims (1)

  1. hA'r1?NTANSL'kÜC11I:: t. Verfahren zur Reproduktion von Vorlagen in Halbtanmanier, bei welchem die Retusche in einem von der Vorlage hergestellten photographischen Negativ vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger der lichtempfindlichen Schicht eine vorzugsweise weiße oder höchstens in einem hellen Farbton gehaltene Unterlage verwendet wird, welche sowohl eine Retusche der Tiefen als 'auch der Lichter der Negativschicht ermöglicht, und dieses retuschierte Negativ mittels photographischer Aufnahme-reproduziertwi:rd. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht auf die weiße Unterlage und diese auf eine formbeständige oder unzerbrechliche Unterlage aufgebracht wird. 3. Verfahren nach Anspruch t und a, dadurch gekennzeichnet, daß als weiße Unterlage eine formbeständige oder unzerbrechliche Masse verwendet wird.
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