DE280487C - - Google Patents

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DE280487C
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sealing wax
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M1/00Fixing seals on documents

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 280487 KLASSE 7Od. GRUPPE
Vorrichtung zum Erwärmen und Aufgießen von Siegellack.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. April 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erwärmen und Aufgießen von Siegellack und besteht darin, daß. die Siegellackstange mit ihrem vorderen Ende gegen eine senkrechte erhitzte Fläche gedrückt wird, um den geschmolzenen Siegellack sofort von der geheizten Stelle nach unten zum weniger erwärmten Siegellackbehälter zu führen.
Ein weiterer Vorteil der neuen Vorrichtung
ίο besteht darin, daß das Verbindungsrohr der Brennermündung mit dem Vorratsbehälter oberhalb der Heizstelle angebracht ist und die Brennermündung gegen die Vorderwand des Heizbehälters gerichtet ist. Außerdem ist zwischen der Flamme und der Heizwand eine schwingbare Platte zur Regelung der Wärmezufuhr angeordnet und die Siegellackstange mit ihrem hinteren Ende in einer herausziehbaren Hülse in dem Brennstoffvorratsbehälter zwecks Kühlung gelagert. Der Vorschub der Siegellackstange wird regelbar gebremst.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Grundriß.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ragt die Siegellackstange α in den Heizbehälter b hinein, oberhalb dessen das Auslaufrohr c des als Griff ausgebildeten Brennstoffbehälters d angeordnet ist. Das Auslaufrohr c ist mit dem Abzweigröhrchen e versehen, durch welches die aus dem in dem Auslaufrohr c sitzenden Docht sickernde Brennflüssigkeit beim Anzünden im vergasten Zustande entweicht. Die Vergasung wird dann zur Erzeugung einer die Auflösung des Siegellacks beschleunigenden Stichflamme durch die hochsteigende Wärme weiter bewirkt. Gemäß der Erfindung ist nun des ferneren der Brennstoffbehälter d rohrartig ausgebildet und durch den Isolierring f vom Heizbehälter isoliert. In den Brennstoffbehälter ist die herausziehbare Hülse g eingeschoben, welche zur Aufnahme der Siegellackstange α dient und in der die unter dem Druck der Feder h stehende Vorschubplatte· i angeordnet ist. Die Hülse ist durch ein Verschlußstück k abgeschlossen, durch welches man die Feder samt der Vorschubplatte herausnehmen kann. Hülse samt Verschlußstück k werden durch den als Fuß ausgebildeten Bügel I gehalten. Der Heizbehälter wird nach unten durch das unter Federdruck stehende Kugelventil m abgeschlossen, welches durch den Doppelhebel η geöffnet werden kann und ein Verreiben des ausgeflossenen Siegellacks auf dem Papier ermöglicht.
Vor der Vorderwand 0 des Heizbehälters b ist eine durch den Kurbelhebel j> um das Auslaufrohr c drehbare Platte q angebracht, durch welche die Stichflamme von der Vorderwand 0 des Heizbehälters abgelenkt werden kann. An der Seite der Vorrichtung ist ein unter dem Drucke einer Feder r stehender Hebel s angebracht, dessen hier als Stellschraube ausgebildeter Ansatz t durch eine Öffnung u der Hülse g faßt. Im Ruhezustande drückt der Ansatz t die Siegellackstange gegen die gegenüberliegende Wandung der Hülse, so>daß ein Verschieben des Siegellacks durch die Vorschubplatte i nicht möglich ist. An der Vorderwandung 0 des Heizbehälters ist eine Schutzwand ν angebracht, welche das Aufschlagen
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70

Claims (6)

  1. der Flamme auf die Papierfläche verhindert. Durch die mittels Verschlußschraube w verschlossene öffnung kann der Brennstoffbehälter aufgefüllt werden.
    Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende :
    Man entzündet die Flamme nach Erwärmen des Auslaufrohres c vor dem Abzweigröhrchen e. Nach kurzer Erwärmung schlägt die Stichflamme heraus, welche die Vorderwand c des Heizbehälters erhitzt. Nach Anheben des Bremshebels s wird die Siegellackstange vorgeschoben und ihr vorderes Ende an der Wand ο geschmolzen. Gibt man den Hebel s frei, so wird die Siegellackstange nicht mehr vorgeschoben und es findet nur eine weitere Verflüssigung des bereits geschmolzenen Siegellacks statt. Durch Umlegen des Kurbeihebels p wird das Schild q vor die Wandung c des Heizbehälters vorgeklappt, so daß der Heizbehälter nicht mehr erwärmt wird. Durch einen Druck auf den Hebel η wird jetzt der Heizbehälter geöffnet, der Siegellack fließt aus und man kann zugleich durch das Kugelventil ein Verreiben vornehmen. Mit der Vorrichtung lassen sich somit ganz bequem kurz hinter-. einander nur mit einer Hand eine größere Anzahl Siegel herstellen, soweit die Siegellack-Stange reicht, wählend, man zugleich mit der anderen Hand auf die fertiggestellten Siegel das Petschaft aufdrücken kann.
    P Λ T E N T - A N S P R Ü CHE:
    I. Vorrichtung zum Erwärmen und Aufgießen von Siegellack, bei der die Siegellackstange durch ihre Anlage an der Wandung eines Siegellackbehälters geschmolzen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Siegellackstange («) wagerecht gelagert ist und mit ihrem vorderen Ende gegen eine von der anderen Seite erhitzte senkrechte Wandung (0) eines oben offenen Siegellackbehälters (δ) gedrückt wird, dessen unterer Teil zum Sammeln des geschmolzenen Siegellacks dient.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das den flüssigen Brennstoff zur Heizstelle führende Rohr (c) der Brennermündung mit dem Vorratsbehälter oberhalb der Schmelzstelle angebracht ist und ein nach unten abgezweigtes, gegen die Schmelzstelle der senkrechten Vorderwand des Siegellackbehälters gerichtetes Röhrchen (e) aufweist, aus welchem nach Erwärmung des Brennstoffzuführungsrohres (c) der vergaste Brennstoff entweicht, um im entzündeten Zustande zunächst die Schmelzstelle zu erhitzen, dann nach oben aufsteigend das Brennstoffzuführungsrohr zu erwärmen und darin die Vergasung des Brennstoffes zu bewirken.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Brennermündung (β) und der Vorderwand (0) des Heizbehälters eine bewegliche Schutzwand (q) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende der Siegellackstange zur Kühlung innerhalb des Brennstoffvorratsbehälters angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Siegellackstange (a) in einer herausziehbaren Hülse (k) untergebracht ist, die in dem rohrartigen, als Handgriff ausgebildeten Brennstoffbehälter (d) eingeschoben ist und zugleich zur Aufnahme der Vorschubvorrichtung für die Siegellackstange dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, gekennzeichnet durch die Anordnung eines federnden Hebels (s), der an seinem vorderen Ende eine Stellschraube (t) trägt, die in die Siegellackstangenführung einfaßt und die Siegellackstange durch Andrücken gegen die gegenüberliegende Wandung bei ihrem Vordringen regelbar bremst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT280487D 1913-05-28 Active DE280487C (de)

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GB191312460T 1913-05-28

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DE (1) DE280487C (de)
FR (1) FR458468A (de)
GB (1) GB191312460A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11724419B2 (en) 2014-01-22 2023-08-15 Broetje-Automation Gmbh Fibre-laying machine and method for producing laid fibre scrims

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US11724419B2 (en) 2014-01-22 2023-08-15 Broetje-Automation Gmbh Fibre-laying machine and method for producing laid fibre scrims

Also Published As

Publication number Publication date
GB191312460A (en) 1914-01-29
FR458468A (fr) 1913-10-11

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