DE2801568C2 - Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente

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Description

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen zu schaffen, bei welcher der gesamte Arbeitsablauf — von der Beschickung bis zur Entladung — ausschließlich durch stationären Betrieb, also ohne mechanisch bewegte Vorrichtungsteile stattfinden kann.
Es geht also darum, die vollautomatische und maximal partikelfreie Reinigung, Sterilisation und Trocknung pharmazeutischer Behälter und/oder der Verschlußelemente hierfür auf der Basis eines möglichst geringen und damit wenig störanfälligen Anlagenaafwands zu erreichen. Dabei soll nicht nur die Beladung der Vorrichtung aus einem unsterilen Raum und deren Entladung in einen Sterilraum problemlos möglich sein, sondern es soll auch ein intensives Waschen, Spülen, Silikonisieren, Fixieren, Sterilisieren und Trocknen der Gegenstände erreicht werden. Ferner soll die Vorrichtung sich bei Reinraumtrennung im wesentlichen außerhalb des Sterilbereiches befinden und ohne manuellen und maschinellen Zugriff problemlos in den Sterilbereich entleerbar sein, d. h, es soll eine optimale Sicherheit gegen Kontamination bei der Entnahme der Gegenstände aus der Behandlungskammer gewährleistet werden.
Die Lösung dieser komplexen Aufgabe wird dabei in optimaler Weise durch die Kennzeichnungsmerkmale des Anspruchs 1 erreicht
Durch die DE-OS 26 20 919 ist bei einer Spülmaschine für die maschinelle Reinigung im Krankenhaus, Labor und Gewerbebereich bereits vorgesehen, daß diese eine reine und eine unreine Beschickungsseite aufweisen kann. Hieraus ergibt sich aber lediglich, daß bei einer mit getrennten Beschickungs- und Entladeöffnungen versehenen Spülmaschine als Behälter zur Aufnahme der zu behandelnden Teile und zur Umfassung des Behandlungsraumes unmittelbar das Gehäuse benutzen kann.
Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß sie im Behandlungsbereich völlig ohne bewegliche Teile arbeitet und durch die in dem ruhenden Behälter mittels der Waschflüssigkeit erzeugten, lebhaften Strömung gleichzeitig eine Auflokkerung und ein ständiges Durcheinanderwirbeln der zu reinigenden Gegenstände hervorgerufen wird, so daß sich genau definierbare Bewegungen der zu behandelnden Gegenstände einstellen lassen. Hierdurch wird ein Maximum an Reinigung erzielt, zugleich aber ein Minimum an Abrieb erreicht, weil die zu behandelnden Teile in ihrer Bewegung nicht ständig mit der Behälterwand in Berührung kommen. Diese Wirkungsweise beruht dabei darauf, daß die längs der trichterförmig geneigten Grundfläche des Behälters verteilt angeordneten, vielen Düsen einen schräg nach aufwärts gerichteten Strömungseffekt im Behandlungsmediuni erzeugen und somit dem Behandlungsgut entsprechend nach aufwärts gerichtete Bewegungsimpulse erteilen, welche die Teile in Richtung von den Behälterwänden weg ständig durcheinanderwirbeln. Auch die vom Behandlungsgut gelösten Teilchen werden durch diese intensiven Strömungen in Aufwärtsrichtung mitgerissen und verlassen auf diese Art und Weise unterhalb des oberen Behälterendes das Behälterinnere fortwährend durch den Überlauf. Es liegt auf der Hand, daß auf diese Art und Weise eine in jeder Hinsicht intensive Behandlung der Gegenstände unter beträchtlicher Verminderung des mechanischen Abriebs an denselben erreichbar ist.
Zur Zuführung der Behandlungsmedien sowie zum
Bewirken eines alle Oberflächenbereiche der zu behandelnden Gegenstände erfassenden Umlaufes desselben haben sich die Erfindungsmerkmale der Ansprüche 2 und 3 bewährt.
Durch die Maßnahmen des Anspruchs 4 lassen sich
schon während der Behandlung der Gegenstände die von diesen gelösten Verunreinigungen, insbesondere lose an dessen Oberfläche haftende Partikel, Abrieb und
ίο dergleichen aus dem Behandlungsmediym entfernen.
Das Ein- und Ausbringen der zu behandelnden Gegenstände in die bzw. aus der Vorrichtung wird erleichtert und der Zugriff zu den Oberflächenbereichen der zu behandelnden Gegenstände gleichmäßig gestaltet, wenn erfindungsgemäß die Maßnahmen nach Anspruch 5 getroffen sind.
Hohe Behandilungs- und Sterilisiertemperaturen sowie eine Beschleunigung der Behandlungsvorgänge werden erreicht, wenn nach der Erfindung die Vorkehrungen des Anspruchs 6 getroffen sind.
Besonders vorteilhaft ist es auch, nach der Erfindung die Maßnahmen des Anspruchs 7 zu treffen, weil hierdurch eine wesentliche Beschleunigung der einzelnen Behandlungsvorgänge erreichbar ist
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert.
Diese Zeichnung zeigt einen stationär angeordneten Behälter 1, an dessen zylindrischen Mantel 2 sich ein jo nach unten verjüngender Konus 3 anschließt. Der aus Mantel 2 und Konus 3 bestehende Behälterbereich ist beidendig mit Flanschen ausgestattet. Mit dem oberen Flansch ist dabei ein eine verschließbare Beschickungsöffnung 4 aufweisender, nach außen durchgewölbter Deckel 5 verbunden, während der untere Flansch eine Entladeöffnung begrenzt, an die sich iunterhalb eines Absperrorgan 6 ein Entleerungsrohr 7 anschließt. Das Entleerungsrohr 7 durchgreift dabei eine Trennwand 8, welche den links dargestellten Unsterilraum vom rechts liegenden Sterilraum trennt. Die wesentlichen Teile der Vorrichtung sind daher im Unsterilraum vorgesehen, während die Abgabe der sterilisierten Gegenstände jenseits der Trennwand 8 in den Sterilraum erfolgt.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Trennwand 8 als Rückwand eines Schrankgehäuses 9 ausgebildet, welches abgedichtet in eine den Unsterilraum vom Sterilraum trennende Wand 10 eingesetzt wird.
Der für die Behandlung besonders wesentliche
Bereich des Behälters 1 ist von einem gegen diesen abgedichteten Außenmantel 1 i umgeben, an dessen Vorlaufstutzen 12 und Rücklaufstutzen 13 eine Heizung anschließbar ist. Statt eines Heizmediums kann auch — zumindest kurzfristig — ein Kühlmedium durch den zwischen dem Behälter 1 und dem Außeumantel 11 gebildeten Raum geführt werden, wenn ein schnelles Auskühlen erwünscht ist.
Im Bereich des Vorlaufstutzens 12 ist der Außenmantel 11 mit einer Entleerungsschraube für das Heizmedium versehen. Die Grundfläche des Behälters 1, also dessen Konus 3, ist mit einer Vielzahl von Düsen 14 ausgestattet, die von einer Ringleitung 15 über Sprührohre 16 gespeist werden. Die Ringleitung 15 kann an eine mit steriler Luft versorgte Druckluftleitung 17 sowie an eine Dampfleitung 18 angeschlossen werden. Weiterhin kann die Ringleitung 15 von einer eine Förderhöhe von 20 bar aufweisenden Hochdruckpumpe 19 beaufschlagt werden, deren Saugseite mit dem Überlauf 30 des Behälters 1 zu einem Kreislauf
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verbunden ist. Das Einfüllen von Stadtwasser kann über eine Leitung 20 erfolgen, während entmineralisiertes — also enthärtetes — Wasser (Demi-Wasser) sich über die Leitung 21 zuführen läßt.
Der Saugseite der Hochdruckpumpe 19 ist ein Feststoffilter 22 vorgeordnet, welches im Ausführungsbeispiel mit einem 5^-Filter ausgestattet ist.
Das vom Überlauf 30 des Behälters 1 über das Feststoffilter 22 die Hochdruckpumpe 19 und die Ringleitung 15 zu den Düsen 14 führende und damit einen Kreislauf bildende Leitungssystem ist mit einer Anzahl von Absperrventilen ausgestattet, welche die Entkopplung der einzelnen Arbeitsphasen sowie gegebenenfalls die Überbrückung und Absperrung des Feststoffilters 22 gestatten. Weitere, ebenfalls mit Absperrventilen ausgestattete Leitungen 23 und 24 ermöglichen das dosierte Zuführen von Silikonöl bzw. eines Waschmittels, während über den ebenfalls absperrbaren Ablauf 25 im Behälter 1 verbliebene Flüssigkeit abgezogen werden kann. Die jeweiligen Betriebsverhältnisse lassen sich durch Schaugläser 26, Thermometer 27 sowie Kontaktmanometer 28 überwachen.
Zum Betrieb der Vorrichtung werden nach Freigeben der Beschickungsöffnung 4 die zu behandelnden Gegenstände eingegeben und anschließend wird die Beschickungsöffnung 4 drucksicher verschlossen. Durch die Leitungen 20 bzw. 21 wird dann Wasser zugeführt, dem über die Leitung 24 Wasch- und Waschhilfsmittel zudosiert werden können. Diese Waschflüssigkeit wird mittels der Hochdruckpumpe 19 über die Ringleitung 15 und die Sprührohre 16 den Düsen 14 zugeführt und von diesen auf die zu behandelnden Gegenstände gesprüht.
Im Falle der Behandlung von Gegenständen großer Tiefe kann zur Vermeidung von Lufteinschlüssen der Behälter 1 zuvor mittels einer (nicht dargestellten) an den Vakuumstutzen 29 angeschlossenen Pumpe evakuiert werden, so daß die Waschflüssigkeit alle Oberflächenbereiche der zu behandelnden Gegenstände benetzen kann. Auch andere, Flüssigkeiten anwendende, Behandlungsphasen können durch eine derartige Evakuierung eingeleitet werden.
Beim Füllen des Behälters 1 erreicht der Oberflächenspiegel der Waschflüssigkeit die obere innere Kante des Überlaufes 30 und wird über dessen Ablauf unter das Feststoffilter 22 der Saugseite der Hochdruckpumpe 19 zugeführt Die Waschflüssigkeit wird nunmehr mittels der Hochdruckpumpe 19 im Kreislauf geführt: Sie wird fortwährend durch die Düsen 14 in den Innenraum des Behälters 1 und auf die zu behandelnden Gegenstände gespritzt, erreicht durch ihre Strömung praktisch alle Obemächenbereiche der Gegenstände und tritt oben über die Kante des Überlaufes 30 hinweg aus dem Behälter 1 aus, um erneut der Hochdruckpumpe 19 zuzufließen.
Der von der Hochdruckpumpe 19 bewirkte Druck von bspw. 20 bar ergibt eine die restlose Reinigung der Gegenstände in relativ kurzer Zeit bewirkende, intensive Strömung. Von der Waschflüssigkeit bereits mitgenommene Feststoffpartikel, bspw. an der Oberflä- , ehe von aus Kunststoff bestehenden Verschlußstopfen angelagerte Kunststoffpartikel, werden von der Waschflüssigkeit mitgenommen, aus dem Behälter 1 herausgeführt und vom Feststoffilter 22 zurückgehalten. Eine erneute Einführung solcher Partikel durch die im t Kreislauf geführte Waschflüssigkeit in der. Behälter 1 wird damit sicher unterbunden und der Reinigungsprozeß beschleunigt
l'iiiiillcl /um Wuschgang wird zweckmäßig der Inhalt des Behälters 1 bzw. die Waschflüssigkeit aufgeheizt, indem dem Vorlaufstutzen 12 des Außenmantels 11 ein erhitztes Medium zugeführt wird, das zweckmäßig am . Rücklaufstutzen 13 abgenommen und im Kreislauf wieder der nicht dargestellten Heizvorrichtung zugeführt werden kann. Die Beheizung kann gegebenenfalls zusätzlich auch durch Dampf erfolgen, welcher der Waschflüssigkeit über die Dampfleitung 18 zugeführt κι wird. Die Überwachung der Aufheizung erfolgt dabei durch das Thermometer 27, welches direkt in die Waschflüssigkeit eintaucht und damit die jeweilige Temperatur praktisch unverzögert angibt.
Nach Beendigung des Waschvorganges wird die ι ■-, Waschflüssigkeit, bspw. über den Ablauf 25, abgelassen und das zum Spülen benutzte — enthärtete — Wasser wird über die Leitung 21 in den über die Hochdruckpumpe 19 geführten Kreislauf gebracht. Auch hiermit wird der Behälter 1 bis zum Überlauf 30 gefüllt, wobei die diesen Überlauf 30 passierende Flüssigkeit von der Hochdruckpumpe 19 im Kreislauf gefördert und mittels der Düsen 14 derart in die zu behandelnden Gegenstände umgebende Spülflüssigkeit eingespritzt, daß eine lebhafte Strömung entsteht, welche verbliebe-2) ne Waschmittelreste, den Abrieb der Gegenstände und sonstige Verschmutzungen abführt.
Die von der Spülflüssigkeit fortgeschwemmten
Feststoffpartikel werden ebenfalls vom Feststoffilter 22 zurückgehalten, während die diese durchsetzende
jo Flüssigkeit über die Hochdruckpumpe 19 wieder in den Kreislauf gelangt und erneut eingespritzt wird.
Auch der Spülgang kann durch Beheizung über ein Heizmedium, durch eingeblasenen Dampf und/oder durch Vorheizung der Spülflüssigkeit intensiviert und/oder verkürzt werden. Im Bedarfsfalle kann die Spülflüssigkeit abgelassen und der Spülgang in reiner Spülflüssigkeit wiederholt werden.
Nach ausreichender Spülung kann der Spülflüssigkeit
bzw. einer gesondert einzufüllenden Behandlungsflüssigkeit Silikonöl bzw. eine Silikonemulsion beigegeben werden, wobei zweckmäßig die sich so ergebende Flotte wiederum aufgeheizt wird.
Nach dem Spülen oder nach dem Silikonisieren kann nun die Sterilisation einsetzen. Zweckmäßig wird hierzu die Wandung des Behälters 1 durch ein über den Vorlaufstutzen 12 zugeführtes Heizmedium aufgeheizt, während gleichzeitig der Behälter 1 über den Vakuumstutzen 29 evakuiert wird. Anschließend kann das Sterilisieren durch Einbringen von Dampf erfolgen.
on Während üblicherweise mit einer gesättigten Dampfatmosphäre von etwa 120 bis 13O0C gearbeitet wird, läßt sich der für einen Betriebsdruck von 7 bar ausgelegte Behälter 1 der Vorrichtung mit Dampf beschicken, der auf etwa 16O0C aufgeheizt ist, so daß der Sterilisiergang schnell und/oder intensiv bewirkt werden kann.
Das Sterilisieren kann auch durch ein Extrahieren ersetzt werden, bei dem über die Düsen 14 Dampf eingeblasen wird, während gleichzeitig die zu behandelnden Gegenstände von Wasser bedeckt sind.
Auch beim Trocknen wird eine relativ hohe Leistung erhalten, wenn der vom Sterilisiergang her noch erhitzte Behälter 1 nach dem Ablaufen noch verbliebener Flüssigkeitsreste evakuiert wird. Durch den Aufbau eines Vakuums im Behälter 1 fallen die behandelten Gegenstände in völlig trockenem Zustand an, wie dies bspw. der Gefriertrocknung unterworfenes, zu verpakkendes Gut erfordert Selbst bei verschachtelten
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Formen der einzelnen Gegenstände bleiben an diesen keine Restfeuchtigkeitsnester zurück.
Die während des Waschens, insbesondere aber während des Sterilisierens bzw. Extrahierens, anzuwendende Temperatur ist im wesentlichen durch die thermische Empfindlichkeit der zu behandelnden Gegenstände selbst beschränkt; bei vorgegebenem Waschgut läßt sich gegebenenfalls eine weitere Steigerung der Behandlungstemperaturen ermöglichen, wenn der Behälter 1 in seinem die zu behandelnden Gegenstände aufnehmenden Bereich zusätzlich mit einer — in der Zeichnung nicht dargestellten — perforierten Innenwandung ausgestattet ist, die zweckmäßig Löcher mindestens jeweils über den Mündungen der Düsen 14 aufweist.
Der mittels der Vorrichtung durchgeführte, vollständige Behandlungsgang wird zweckmäßig in an sich bekannter Weise durch eine Programmsteuerung beeinflußt, die aus der Zeichnung ebenfalls nicht ersichtlich ist. Durch eingespeicherte Programme oder austauschbare Datenträger, wie Lochkarten, Lochstreifen oder dergleichen, werden die einzelnen zur Durchführung des Programmes erforderlichen Schaltvorgänge, zweckmäßig in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Temperaturen, bestimmter Drucke, vom Durchlaufen vorgegebener Zeiten oder dergleichen bewirkt, so daß bei hoher Anpassungsfähigkeit an die jeweils vorliegenden optimalen Bedingungen sich eine denkbar einfache Bedienung der Vorrichtung ergibt. Nur noch das Beschicken, Starten und Entleeren der Vorrichtung und gegebenenfalls das Nachfüllen von Hilfsstoffen braucht manuell durchgeführt zu werden.
Das Behandlungsprogramm selbst ist den jeweiligen Bedürfnissen weitgehend anpaßbar. So kann bspw. statt des Sterilisierens ein Extrahieren erfolgen. Das Silikonisieren kann gegebenenfalls entfallen. Neben der Wahl der Zeiten und Temperaturen steht es frei, bspw. während des Waschvorgangs mittels der dem Feststofffilter 22 vorgeordneten Ventile das Feststoffilter 22 abzusperren und das im Nebenschluß zu ihm liegende Ventil zu öffnen, so daß der Spülvorgang nicht durch im Feststoffüter 22 und dessen Gehäuse verbliebene Anteile von Waschflüssigkeit belastet wird.
In allen Fällen ergibt sich eine praktisch vollkommene Trennung der Unsterilseite von der Sterilseite, wobei die wesentlichen Teile der Vorrichtung im Unsterilraum beschickt, gesteuert, gespeist und gegebenenfalls gewartet werden können, während die Abgabe der behandelten Gegenstände nach Betätigung des Absperrorgans 6 jenseits der Trennwand 8 in den Sterilraum erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente, bspw. durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen, bei der die Behälter und/oder deren Verschlußelemente wie schüttfähiges Gut — ungeordnet — in den Waschbehälter einbringbar und aus diesem ausbringbar sind, bestehend aus einem in ι ο einem dampf- bzw. druckdichten stationären Gehäuse eingeschlossenen Behälter zur Aufnahme der zu behandelnden Gegenstände, welcher einerseits durch eine im Unsterilraum angeordnete Beschikkungsöffnung und andererseits durch eine Entlade- !5 öffnung, die sich im durch eine Trennwand abgeteilten Sterilraum befindet, zugänglich ist, und aus Organen zum Eingebet, und Entnehmen von Behandlungsflüssigkeiten in den bzw. aus dem Behälter und zum Evakuieren und zum Beheizen des Behälters, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) in an sich bekannter Weise unmittelbar von einem mit der Beschickungsöffnung (4) und der Entladeöffnung (6, 7) versehenen Gehäuse gebildet ist, daß die Beschickungsöffnung (4) am oberen Gehäuseende und die Entladeöffnung (6,7) an der Gehäusegrundfläche (3) vorgesehen ist, und daß das Gehäuse mit seiner ein Absperrorgan (6) enthaltenden Entladeöffnung (6, 7) auf einem Entleerungsrohr (7) sitzt, welches die den Steril- vom Unsterilraum trennende Trennwand (8) durchgreift, wobei die Grundfläche (3) des Behälters (1) zum Entleerungsrohr (7) hin geneigt angeordnet ist und das Entleerungsrohr (7) aus dem Unsterilraum in den Sterilraum wenigstens teilweise ebenfalls geneigt verläuft, und wobei über den geneigten Wandungsbereich (Grundfläche 3) des Behälters (1) verteilt eine Vielzahl von durch eine Ringleitung (15) gespeisten Düsen (14) vorgesehen ist, während sich im oberen Bereich des Behälters (1) unterhalb dessen Beschickungsöffnung (4) ein Überlauf (30) befindet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf (30) über eine Pumpe mit der Ringleitung (15) zu einem Kreislauf verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe als Hochdruckpumpe (19) ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpe ein Feststoffilter (22) zugeordnet ist.
5. Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) einen zylinderförmigen Mantel (2) aufweist, an den sich ein unter diesem angeordneter Konus (3) anschließt, und nach oben durch einen angeflanschten nach außen durchgewölbten Deckel (5) abgeschlossen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter für einen Betriebsdruck von über 5 bar ausgebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) einen Außenmantel (11) aufweist und der zwischen dem Behältermantel (2, 3) und dem Außenmantel gebildete Raum nach außen abgedichtet ausgeführt s>5 und mit einem Heizmedium beaufschlagbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente, bspw. durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen, bei der die Behälter und/oder deren Verschlußelemente wie schüttfähiges Gut — ungeordnet — in den Waschbehälter einbringbar und aus diesem ausbringbar sind, bestehend aus einem in einem dampf- bzw. druckdichten, stationären Gehäuse eingeschlossenen Behälter zur Aufnahme der zu behandelnden Gegenstände, welcher einerseits durch eine im Unsterilraum angeordnete Beschickungsöffnung und andererseits durch eine Entladeöffnung, die sich im durch eine Trennwand abgeteilten Sterilraum befindet, zugänglich ist, und aus Organen zum Eingeben und Entnehmen von Behandlungsflüssigkeiten in den bzw. aus dem Behälter und zum Evakuieren und zum Beheizen des Behälters.
Zum Vorbehandeln pharmazeutischer Behälter und/ oder deren Verschlußelemente sind bisher rotierende Waschmaschinen derjenigen Bauart zum Einsatz gelangt, wie sie bspw. in der Druckschrift WST 2467 der Klein Apparatebau, 5905 Freudenberg-Niederndorf, offenbart werden. Hierbei werden die zu behandelnden Teile in eine Trommel eingefüllt, welche durch Rotation eine Bewegung sowohl in die Waschflotte als auch in die dadurch zu behandelnden Teile bringt.
Eine solche Vorrichtung zum Vorbehandeln pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente bedi.igt durch das Vorhandensein der rotierenden Trommel einen hohen technischen Aufwand, weil nicht nur Antriebsaggregate für den Rotationsbetrieb der Trommel erforderlich sind, sondern auch eine in die Trommel hineinführende Hohlwelle zur Beschickung derselben mit den Behandlungsmedien unabdingbar ist.
Selbst wenn die rotierende Trommel in einem geschlossenen Behälter umläuft, ist es nicht immer möglich, diesen Behälter in solchem Maße druckfest auszubilden, daß die verschiedenen Arbeitsgänge nacheinander bzw. teilweise auch gleichzeitig in der gleichen Anlage durchgeführt werden können, weil sich hier im Eingangsbereich der Hohlwelle in den geschlossenen Behälter beträchtliche Schwierigkeiten ergeben können.
Im übrigen ergibt sich aber aus der Benutzung der rotierenden Trommel auch noch der wesentliche Nachteil, daß durch die ständige Berührung der zu behandelnden Teile mit deren Wandungen ein erhöhter mechanischer Abrieb entsteht, welcher das Behandlungsergebnis beeinträchtigt, weil er während des gesamten Behandlungszyklus innerhalb der Trommel oder — bei teildurchbrochenen Trommeln — auch innerhalb des umgebenden Behälters verbleibt sowie nach Beendigung des Behandlungszyklus auch noch an den behandelten Artikeln haftet.
Schließlich erweist es sich bei der bekannten Vorrichtung aber auch noch als nachteilig, daß die Trommel mit dem sie umgebenden Behälter zwar zum größten Teil innerhalb des Sterilraumes liegt, daß sie aber mit einem bestimmten Teilabschnitt auch in den Unsterilraum hineinragt, in welchem sich die übrigen Vorrichtungselemente befinden. Diese Tatsache wirkt sich in vielen Fällen deshalb besonders ungünstig aus, weil die bewegten Teile, und zwar insbesondere die Hohlwelle, aus dem Unsterilraum in den Behälter und die Trommel hineinführen. Demzufolge müssen höchste Ansprüche an die Dichtigkeit in den Durchführungsbereichen der bewegten Teile gestellt werden, da diese auch in den Unsterilraum hineinragen.
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