DE2801568C2 - Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren VerschlußelementeInfo
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Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter
und/oder deren Verschlußelemente durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen zu
schaffen, bei welcher der gesamte Arbeitsablauf — von
der Beschickung bis zur Entladung — ausschließlich durch stationären Betrieb, also ohne mechanisch
bewegte Vorrichtungsteile stattfinden kann.
Es geht also darum, die vollautomatische und maximal partikelfreie Reinigung, Sterilisation und Trocknung
pharmazeutischer Behälter und/oder der Verschlußelemente
hierfür auf der Basis eines möglichst geringen und damit wenig störanfälligen Anlagenaafwands zu
erreichen. Dabei soll nicht nur die Beladung der Vorrichtung aus einem unsterilen Raum und deren
Entladung in einen Sterilraum problemlos möglich sein, sondern es soll auch ein intensives Waschen, Spülen,
Silikonisieren, Fixieren, Sterilisieren und Trocknen der Gegenstände erreicht werden. Ferner soll die Vorrichtung
sich bei Reinraumtrennung im wesentlichen außerhalb des Sterilbereiches befinden und ohne
manuellen und maschinellen Zugriff problemlos in den Sterilbereich entleerbar sein, d. h, es soll eine optimale
Sicherheit gegen Kontamination bei der Entnahme der Gegenstände aus der Behandlungskammer gewährleistet
werden.
Die Lösung dieser komplexen Aufgabe wird dabei in optimaler Weise durch die Kennzeichnungsmerkmale
des Anspruchs 1 erreicht
Durch die DE-OS 26 20 919 ist bei einer Spülmaschine für die maschinelle Reinigung im Krankenhaus, Labor
und Gewerbebereich bereits vorgesehen, daß diese eine reine und eine unreine Beschickungsseite aufweisen
kann. Hieraus ergibt sich aber lediglich, daß bei einer mit getrennten Beschickungs- und Entladeöffnungen versehenen
Spülmaschine als Behälter zur Aufnahme der zu behandelnden Teile und zur Umfassung des Behandlungsraumes
unmittelbar das Gehäuse benutzen kann.
Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß sie im Behandlungsbereich
völlig ohne bewegliche Teile arbeitet und durch die in dem ruhenden Behälter mittels der Waschflüssigkeit
erzeugten, lebhaften Strömung gleichzeitig eine Auflokkerung und ein ständiges Durcheinanderwirbeln der zu
reinigenden Gegenstände hervorgerufen wird, so daß sich genau definierbare Bewegungen der zu behandelnden
Gegenstände einstellen lassen. Hierdurch wird ein Maximum an Reinigung erzielt, zugleich aber ein
Minimum an Abrieb erreicht, weil die zu behandelnden Teile in ihrer Bewegung nicht ständig mit der
Behälterwand in Berührung kommen. Diese Wirkungsweise beruht dabei darauf, daß die längs der
trichterförmig geneigten Grundfläche des Behälters verteilt angeordneten, vielen Düsen einen schräg nach
aufwärts gerichteten Strömungseffekt im Behandlungsmediuni erzeugen und somit dem Behandlungsgut
entsprechend nach aufwärts gerichtete Bewegungsimpulse erteilen, welche die Teile in Richtung von den
Behälterwänden weg ständig durcheinanderwirbeln. Auch die vom Behandlungsgut gelösten Teilchen
werden durch diese intensiven Strömungen in Aufwärtsrichtung mitgerissen und verlassen auf diese Art und
Weise unterhalb des oberen Behälterendes das Behälterinnere fortwährend durch den Überlauf. Es liegt auf der
Hand, daß auf diese Art und Weise eine in jeder Hinsicht intensive Behandlung der Gegenstände unter beträchtlicher
Verminderung des mechanischen Abriebs an denselben erreichbar ist.
Zur Zuführung der Behandlungsmedien sowie zum
Bewirken eines alle Oberflächenbereiche der zu behandelnden Gegenstände erfassenden Umlaufes
desselben haben sich die Erfindungsmerkmale der Ansprüche 2 und 3 bewährt.
Durch die Maßnahmen des Anspruchs 4 lassen sich
schon während der Behandlung der Gegenstände die von diesen gelösten Verunreinigungen, insbesondere
lose an dessen Oberfläche haftende Partikel, Abrieb und
ίο dergleichen aus dem Behandlungsmediym entfernen.
Das Ein- und Ausbringen der zu behandelnden Gegenstände in die bzw. aus der Vorrichtung wird
erleichtert und der Zugriff zu den Oberflächenbereichen der zu behandelnden Gegenstände gleichmäßig gestaltet,
wenn erfindungsgemäß die Maßnahmen nach Anspruch 5 getroffen sind.
Hohe Behandilungs- und Sterilisiertemperaturen sowie
eine Beschleunigung der Behandlungsvorgänge werden erreicht, wenn nach der Erfindung die
Vorkehrungen des Anspruchs 6 getroffen sind.
Besonders vorteilhaft ist es auch, nach der Erfindung die Maßnahmen des Anspruchs 7 zu treffen, weil
hierdurch eine wesentliche Beschleunigung der einzelnen Behandlungsvorgänge erreichbar ist
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert.
Diese Zeichnung zeigt einen stationär angeordneten Behälter 1, an dessen zylindrischen Mantel 2 sich ein
jo nach unten verjüngender Konus 3 anschließt. Der aus Mantel 2 und Konus 3 bestehende Behälterbereich ist
beidendig mit Flanschen ausgestattet. Mit dem oberen Flansch ist dabei ein eine verschließbare Beschickungsöffnung
4 aufweisender, nach außen durchgewölbter Deckel 5 verbunden, während der untere Flansch eine
Entladeöffnung begrenzt, an die sich iunterhalb eines Absperrorgan 6 ein Entleerungsrohr 7 anschließt. Das
Entleerungsrohr 7 durchgreift dabei eine Trennwand 8, welche den links dargestellten Unsterilraum vom rechts
liegenden Sterilraum trennt. Die wesentlichen Teile der Vorrichtung sind daher im Unsterilraum vorgesehen,
während die Abgabe der sterilisierten Gegenstände jenseits der Trennwand 8 in den Sterilraum erfolgt.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Trennwand 8 als Rückwand eines Schrankgehäuses 9 ausgebildet, welches
abgedichtet in eine den Unsterilraum vom Sterilraum trennende Wand 10 eingesetzt wird.
Der für die Behandlung besonders wesentliche
Bereich des Behälters 1 ist von einem gegen diesen abgedichteten Außenmantel 1 i umgeben, an dessen
Vorlaufstutzen 12 und Rücklaufstutzen 13 eine Heizung anschließbar ist. Statt eines Heizmediums kann auch —
zumindest kurzfristig — ein Kühlmedium durch den zwischen dem Behälter 1 und dem Außeumantel 11
gebildeten Raum geführt werden, wenn ein schnelles Auskühlen erwünscht ist.
Im Bereich des Vorlaufstutzens 12 ist der Außenmantel 11 mit einer Entleerungsschraube für das Heizmedium
versehen. Die Grundfläche des Behälters 1, also dessen Konus 3, ist mit einer Vielzahl von Düsen 14
ausgestattet, die von einer Ringleitung 15 über Sprührohre 16 gespeist werden. Die Ringleitung 15
kann an eine mit steriler Luft versorgte Druckluftleitung 17 sowie an eine Dampfleitung 18 angeschlossen
werden. Weiterhin kann die Ringleitung 15 von einer eine Förderhöhe von 20 bar aufweisenden Hochdruckpumpe
19 beaufschlagt werden, deren Saugseite mit dem Überlauf 30 des Behälters 1 zu einem Kreislauf
28 Ol 568
verbunden ist. Das Einfüllen von Stadtwasser kann über eine Leitung 20 erfolgen, während entmineralisiertes —
also enthärtetes — Wasser (Demi-Wasser) sich über die Leitung 21 zuführen läßt.
Der Saugseite der Hochdruckpumpe 19 ist ein Feststoffilter 22 vorgeordnet, welches im Ausführungsbeispiel mit einem 5^-Filter ausgestattet ist.
Das vom Überlauf 30 des Behälters 1 über das Feststoffilter 22 die Hochdruckpumpe 19 und die
Ringleitung 15 zu den Düsen 14 führende und damit einen Kreislauf bildende Leitungssystem ist mit einer
Anzahl von Absperrventilen ausgestattet, welche die Entkopplung der einzelnen Arbeitsphasen sowie gegebenenfalls
die Überbrückung und Absperrung des Feststoffilters 22 gestatten. Weitere, ebenfalls mit
Absperrventilen ausgestattete Leitungen 23 und 24 ermöglichen das dosierte Zuführen von Silikonöl bzw.
eines Waschmittels, während über den ebenfalls absperrbaren Ablauf 25 im Behälter 1 verbliebene
Flüssigkeit abgezogen werden kann. Die jeweiligen Betriebsverhältnisse lassen sich durch Schaugläser 26,
Thermometer 27 sowie Kontaktmanometer 28 überwachen.
Zum Betrieb der Vorrichtung werden nach Freigeben der Beschickungsöffnung 4 die zu behandelnden
Gegenstände eingegeben und anschließend wird die Beschickungsöffnung 4 drucksicher verschlossen. Durch
die Leitungen 20 bzw. 21 wird dann Wasser zugeführt, dem über die Leitung 24 Wasch- und Waschhilfsmittel
zudosiert werden können. Diese Waschflüssigkeit wird mittels der Hochdruckpumpe 19 über die Ringleitung 15
und die Sprührohre 16 den Düsen 14 zugeführt und von diesen auf die zu behandelnden Gegenstände gesprüht.
Im Falle der Behandlung von Gegenständen großer Tiefe kann zur Vermeidung von Lufteinschlüssen der
Behälter 1 zuvor mittels einer (nicht dargestellten) an den Vakuumstutzen 29 angeschlossenen Pumpe evakuiert
werden, so daß die Waschflüssigkeit alle Oberflächenbereiche der zu behandelnden Gegenstände benetzen
kann. Auch andere, Flüssigkeiten anwendende, Behandlungsphasen können durch eine derartige
Evakuierung eingeleitet werden.
Beim Füllen des Behälters 1 erreicht der Oberflächenspiegel der Waschflüssigkeit die obere innere Kante des
Überlaufes 30 und wird über dessen Ablauf unter das Feststoffilter 22 der Saugseite der Hochdruckpumpe 19
zugeführt Die Waschflüssigkeit wird nunmehr mittels der Hochdruckpumpe 19 im Kreislauf geführt: Sie wird
fortwährend durch die Düsen 14 in den Innenraum des Behälters 1 und auf die zu behandelnden Gegenstände
gespritzt, erreicht durch ihre Strömung praktisch alle Obemächenbereiche der Gegenstände und tritt oben
über die Kante des Überlaufes 30 hinweg aus dem Behälter 1 aus, um erneut der Hochdruckpumpe 19
zuzufließen.
Der von der Hochdruckpumpe 19 bewirkte Druck von bspw. 20 bar ergibt eine die restlose Reinigung der
Gegenstände in relativ kurzer Zeit bewirkende, intensive Strömung. Von der Waschflüssigkeit bereits
mitgenommene Feststoffpartikel, bspw. an der Oberflä- , ehe von aus Kunststoff bestehenden Verschlußstopfen
angelagerte Kunststoffpartikel, werden von der Waschflüssigkeit mitgenommen, aus dem Behälter 1 herausgeführt
und vom Feststoffilter 22 zurückgehalten. Eine erneute Einführung solcher Partikel durch die im t
Kreislauf geführte Waschflüssigkeit in der. Behälter 1 wird damit sicher unterbunden und der Reinigungsprozeß
beschleunigt
l'iiiiillcl /um Wuschgang wird zweckmäßig der Inhalt
des Behälters 1 bzw. die Waschflüssigkeit aufgeheizt, indem dem Vorlaufstutzen 12 des Außenmantels 11 ein
erhitztes Medium zugeführt wird, das zweckmäßig am . Rücklaufstutzen 13 abgenommen und im Kreislauf
wieder der nicht dargestellten Heizvorrichtung zugeführt werden kann. Die Beheizung kann gegebenenfalls
zusätzlich auch durch Dampf erfolgen, welcher der Waschflüssigkeit über die Dampfleitung 18 zugeführt
κι wird. Die Überwachung der Aufheizung erfolgt dabei durch das Thermometer 27, welches direkt in die
Waschflüssigkeit eintaucht und damit die jeweilige Temperatur praktisch unverzögert angibt.
Nach Beendigung des Waschvorganges wird die ι ■-, Waschflüssigkeit, bspw. über den Ablauf 25, abgelassen
und das zum Spülen benutzte — enthärtete — Wasser wird über die Leitung 21 in den über die Hochdruckpumpe
19 geführten Kreislauf gebracht. Auch hiermit wird der Behälter 1 bis zum Überlauf 30 gefüllt, wobei
die diesen Überlauf 30 passierende Flüssigkeit von der Hochdruckpumpe 19 im Kreislauf gefördert und mittels
der Düsen 14 derart in die zu behandelnden Gegenstände umgebende Spülflüssigkeit eingespritzt,
daß eine lebhafte Strömung entsteht, welche verbliebe-2)
ne Waschmittelreste, den Abrieb der Gegenstände und sonstige Verschmutzungen abführt.
Die von der Spülflüssigkeit fortgeschwemmten
Feststoffpartikel werden ebenfalls vom Feststoffilter 22 zurückgehalten, während die diese durchsetzende
jo Flüssigkeit über die Hochdruckpumpe 19 wieder in den
Kreislauf gelangt und erneut eingespritzt wird.
Auch der Spülgang kann durch Beheizung über ein Heizmedium, durch eingeblasenen Dampf und/oder
durch Vorheizung der Spülflüssigkeit intensiviert und/oder verkürzt werden. Im Bedarfsfalle kann die
Spülflüssigkeit abgelassen und der Spülgang in reiner Spülflüssigkeit wiederholt werden.
Nach ausreichender Spülung kann der Spülflüssigkeit
bzw. einer gesondert einzufüllenden Behandlungsflüssigkeit
Silikonöl bzw. eine Silikonemulsion beigegeben werden, wobei zweckmäßig die sich so ergebende Flotte
wiederum aufgeheizt wird.
Nach dem Spülen oder nach dem Silikonisieren kann nun die Sterilisation einsetzen. Zweckmäßig wird hierzu
die Wandung des Behälters 1 durch ein über den Vorlaufstutzen 12 zugeführtes Heizmedium aufgeheizt,
während gleichzeitig der Behälter 1 über den Vakuumstutzen 29 evakuiert wird. Anschließend kann das
Sterilisieren durch Einbringen von Dampf erfolgen.
on Während üblicherweise mit einer gesättigten Dampfatmosphäre von etwa 120 bis 13O0C gearbeitet wird, läßt sich der für einen Betriebsdruck von 7 bar ausgelegte Behälter 1 der Vorrichtung mit Dampf beschicken, der auf etwa 16O0C aufgeheizt ist, so daß der Sterilisiergang schnell und/oder intensiv bewirkt werden kann.
on Während üblicherweise mit einer gesättigten Dampfatmosphäre von etwa 120 bis 13O0C gearbeitet wird, läßt sich der für einen Betriebsdruck von 7 bar ausgelegte Behälter 1 der Vorrichtung mit Dampf beschicken, der auf etwa 16O0C aufgeheizt ist, so daß der Sterilisiergang schnell und/oder intensiv bewirkt werden kann.
Das Sterilisieren kann auch durch ein Extrahieren ersetzt werden, bei dem über die Düsen 14 Dampf
eingeblasen wird, während gleichzeitig die zu behandelnden Gegenstände von Wasser bedeckt sind.
Auch beim Trocknen wird eine relativ hohe Leistung erhalten, wenn der vom Sterilisiergang her noch
erhitzte Behälter 1 nach dem Ablaufen noch verbliebener Flüssigkeitsreste evakuiert wird. Durch den Aufbau
eines Vakuums im Behälter 1 fallen die behandelten Gegenstände in völlig trockenem Zustand an, wie dies
bspw. der Gefriertrocknung unterworfenes, zu verpakkendes Gut erfordert Selbst bei verschachtelten
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Formen der einzelnen Gegenstände bleiben an diesen keine Restfeuchtigkeitsnester zurück.
Die während des Waschens, insbesondere aber während des Sterilisierens bzw. Extrahierens, anzuwendende
Temperatur ist im wesentlichen durch die thermische Empfindlichkeit der zu behandelnden
Gegenstände selbst beschränkt; bei vorgegebenem Waschgut läßt sich gegebenenfalls eine weitere
Steigerung der Behandlungstemperaturen ermöglichen, wenn der Behälter 1 in seinem die zu behandelnden
Gegenstände aufnehmenden Bereich zusätzlich mit einer — in der Zeichnung nicht dargestellten —
perforierten Innenwandung ausgestattet ist, die zweckmäßig Löcher mindestens jeweils über den Mündungen
der Düsen 14 aufweist.
Der mittels der Vorrichtung durchgeführte, vollständige Behandlungsgang wird zweckmäßig in an sich
bekannter Weise durch eine Programmsteuerung beeinflußt, die aus der Zeichnung ebenfalls nicht
ersichtlich ist. Durch eingespeicherte Programme oder austauschbare Datenträger, wie Lochkarten, Lochstreifen
oder dergleichen, werden die einzelnen zur Durchführung des Programmes erforderlichen Schaltvorgänge,
zweckmäßig in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Temperaturen, bestimmter Drucke, vom
Durchlaufen vorgegebener Zeiten oder dergleichen bewirkt, so daß bei hoher Anpassungsfähigkeit an die
jeweils vorliegenden optimalen Bedingungen sich eine denkbar einfache Bedienung der Vorrichtung ergibt.
Nur noch das Beschicken, Starten und Entleeren der Vorrichtung und gegebenenfalls das Nachfüllen von
Hilfsstoffen braucht manuell durchgeführt zu werden.
Das Behandlungsprogramm selbst ist den jeweiligen Bedürfnissen weitgehend anpaßbar. So kann bspw. statt
des Sterilisierens ein Extrahieren erfolgen. Das Silikonisieren kann gegebenenfalls entfallen. Neben der Wahl
der Zeiten und Temperaturen steht es frei, bspw. während des Waschvorgangs mittels der dem Feststofffilter
22 vorgeordneten Ventile das Feststoffilter 22 abzusperren und das im Nebenschluß zu ihm liegende
Ventil zu öffnen, so daß der Spülvorgang nicht durch im Feststoffüter 22 und dessen Gehäuse verbliebene
Anteile von Waschflüssigkeit belastet wird.
In allen Fällen ergibt sich eine praktisch vollkommene Trennung der Unsterilseite von der Sterilseite, wobei
die wesentlichen Teile der Vorrichtung im Unsterilraum beschickt, gesteuert, gespeist und gegebenenfalls gewartet
werden können, während die Abgabe der behandelten Gegenstände nach Betätigung des Absperrorgans
6 jenseits der Trennwand 8 in den Sterilraum erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente, bspw.
durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen, bei der die Behälter und/oder deren
Verschlußelemente wie schüttfähiges Gut — ungeordnet — in den Waschbehälter einbringbar und
aus diesem ausbringbar sind, bestehend aus einem in ι ο
einem dampf- bzw. druckdichten stationären Gehäuse eingeschlossenen Behälter zur Aufnahme der zu
behandelnden Gegenstände, welcher einerseits durch eine im Unsterilraum angeordnete Beschikkungsöffnung
und andererseits durch eine Entlade- !5 öffnung, die sich im durch eine Trennwand
abgeteilten Sterilraum befindet, zugänglich ist, und aus Organen zum Eingebet, und Entnehmen von
Behandlungsflüssigkeiten in den bzw. aus dem Behälter und zum Evakuieren und zum Beheizen des
Behälters, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) in an sich bekannter Weise
unmittelbar von einem mit der Beschickungsöffnung (4) und der Entladeöffnung (6, 7) versehenen
Gehäuse gebildet ist, daß die Beschickungsöffnung (4) am oberen Gehäuseende und die Entladeöffnung
(6,7) an der Gehäusegrundfläche (3) vorgesehen ist,
und daß das Gehäuse mit seiner ein Absperrorgan (6) enthaltenden Entladeöffnung (6, 7) auf einem
Entleerungsrohr (7) sitzt, welches die den Steril- vom Unsterilraum trennende Trennwand (8) durchgreift,
wobei die Grundfläche (3) des Behälters (1) zum Entleerungsrohr (7) hin geneigt angeordnet ist und
das Entleerungsrohr (7) aus dem Unsterilraum in den Sterilraum wenigstens teilweise ebenfalls geneigt
verläuft, und wobei über den geneigten Wandungsbereich (Grundfläche 3) des Behälters (1) verteilt
eine Vielzahl von durch eine Ringleitung (15) gespeisten Düsen (14) vorgesehen ist, während sich
im oberen Bereich des Behälters (1) unterhalb dessen Beschickungsöffnung (4) ein Überlauf (30) befindet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf (30) über eine Pumpe mit
der Ringleitung (15) zu einem Kreislauf verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe als Hochdruckpumpe (19)
ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpe ein Feststoffilter
(22) zugeordnet ist.
5. Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) einen zylinderförmigen
Mantel (2) aufweist, an den sich ein unter diesem angeordneter Konus (3) anschließt, und nach
oben durch einen angeflanschten nach außen durchgewölbten Deckel (5) abgeschlossen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter für einen
Betriebsdruck von über 5 bar ausgebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) einen
Außenmantel (11) aufweist und der zwischen dem Behältermantel (2, 3) und dem Außenmantel
gebildete Raum nach außen abgedichtet ausgeführt s>5
und mit einem Heizmedium beaufschlagbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente,
bspw. durch Waschen, Spülen, Silikonisieren, Sterilisieren und Trocknen, bei der die Behälter
und/oder deren Verschlußelemente wie schüttfähiges Gut — ungeordnet — in den Waschbehälter einbringbar
und aus diesem ausbringbar sind, bestehend aus einem in einem dampf- bzw. druckdichten, stationären Gehäuse
eingeschlossenen Behälter zur Aufnahme der zu behandelnden Gegenstände, welcher einerseits durch
eine im Unsterilraum angeordnete Beschickungsöffnung und andererseits durch eine Entladeöffnung, die
sich im durch eine Trennwand abgeteilten Sterilraum befindet, zugänglich ist, und aus Organen zum Eingeben
und Entnehmen von Behandlungsflüssigkeiten in den bzw. aus dem Behälter und zum Evakuieren und zum
Beheizen des Behälters.
Zum Vorbehandeln pharmazeutischer Behälter und/ oder deren Verschlußelemente sind bisher rotierende
Waschmaschinen derjenigen Bauart zum Einsatz gelangt, wie sie bspw. in der Druckschrift WST 2467 der
Klein Apparatebau, 5905 Freudenberg-Niederndorf, offenbart werden. Hierbei werden die zu behandelnden
Teile in eine Trommel eingefüllt, welche durch Rotation eine Bewegung sowohl in die Waschflotte als auch in die
dadurch zu behandelnden Teile bringt.
Eine solche Vorrichtung zum Vorbehandeln pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente
bedi.igt durch das Vorhandensein der rotierenden Trommel einen hohen technischen Aufwand, weil nicht
nur Antriebsaggregate für den Rotationsbetrieb der Trommel erforderlich sind, sondern auch eine in die
Trommel hineinführende Hohlwelle zur Beschickung derselben mit den Behandlungsmedien unabdingbar ist.
Selbst wenn die rotierende Trommel in einem geschlossenen Behälter umläuft, ist es nicht immer
möglich, diesen Behälter in solchem Maße druckfest auszubilden, daß die verschiedenen Arbeitsgänge
nacheinander bzw. teilweise auch gleichzeitig in der gleichen Anlage durchgeführt werden können, weil sich
hier im Eingangsbereich der Hohlwelle in den geschlossenen Behälter beträchtliche Schwierigkeiten
ergeben können.
Im übrigen ergibt sich aber aus der Benutzung der rotierenden Trommel auch noch der wesentliche
Nachteil, daß durch die ständige Berührung der zu behandelnden Teile mit deren Wandungen ein erhöhter
mechanischer Abrieb entsteht, welcher das Behandlungsergebnis beeinträchtigt, weil er während des
gesamten Behandlungszyklus innerhalb der Trommel oder — bei teildurchbrochenen Trommeln — auch
innerhalb des umgebenden Behälters verbleibt sowie nach Beendigung des Behandlungszyklus auch noch an
den behandelten Artikeln haftet.
Schließlich erweist es sich bei der bekannten Vorrichtung aber auch noch als nachteilig, daß die
Trommel mit dem sie umgebenden Behälter zwar zum größten Teil innerhalb des Sterilraumes liegt, daß sie
aber mit einem bestimmten Teilabschnitt auch in den Unsterilraum hineinragt, in welchem sich die übrigen
Vorrichtungselemente befinden. Diese Tatsache wirkt sich in vielen Fällen deshalb besonders ungünstig aus,
weil die bewegten Teile, und zwar insbesondere die Hohlwelle, aus dem Unsterilraum in den Behälter und
die Trommel hineinführen. Demzufolge müssen höchste Ansprüche an die Dichtigkeit in den Durchführungsbereichen
der bewegten Teile gestellt werden, da diese auch in den Unsterilraum hineinragen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782801568 DE2801568C2 (de) | 1978-01-14 | 1978-01-14 | Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782801568 DE2801568C2 (de) | 1978-01-14 | 1978-01-14 | Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2801568A1 DE2801568A1 (de) | 1979-07-19 |
| DE2801568C2 true DE2801568C2 (de) | 1983-04-28 |
Family
ID=6029524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782801568 Expired DE2801568C2 (de) | 1978-01-14 | 1978-01-14 | Vorrichtung zur Behandlung pharmazeutischer Behälter und/oder deren Verschlußelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2801568C2 (de) |
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-
1978
- 1978-01-14 DE DE19782801568 patent/DE2801568C2/de not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| DE2801568A1 (de) | 1979-07-19 |
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