DE280044C - - Google Patents

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DE280044C
DE280044C DENDAT280044D DE280044DA DE280044C DE 280044 C DE280044 C DE 280044C DE NDAT280044 D DENDAT280044 D DE NDAT280044D DE 280044D A DE280044D A DE 280044DA DE 280044 C DE280044 C DE 280044C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/04Manufacture of hearth-furnace steel, e.g. Siemens-Martin steel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

x Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphatschlacke nach dem Roheisenerzprozeß im Herdofen, bei welchem in zwei Vorschlacken ; der gesamte Phosphorgehalt in zitratlöslicher flüssiger Schlacke abgeführt wird. Dieses Ver-. fahren ist nur für sJliziuinfrcies oder siliziumarmes Roheisen ausführbar. Bei der Verwcn-
ίο dung von hochsiliziumlialtigem Itisen verdünnt die reichlich gebildete Kieselsäure die Schlacke derart, daß der Gehalt an Phosphorsäure unter das wirtschaftlich zulässige Maß sinkt. Das vorliegende Verfahren .soll ermöglichen, auch eine hochprozentige Phosphatschlacke aus hochsiliziumhaltigem Roheisen zu gewinnen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird so verfahren, daß als erste Schlacke im basischen Ofen eine saure Schlacke gebildet wird, die den größten Teil des Siliziums aufnimmt und nur Spuren von Phosphorsäure enthält, so daß im, Bade an phosphatbildenden Bestandteilen verbleibt, was zur Bildung einer hochprozentigen zitratlöslichcn Phosphatschlacke als zweite Schlacke erforderlich ist.
Durch dieses Verfahren wird es ermöglicht, den Prozeß so zu führen, daß die Kieselsäure und die Phosphorsäure getrennt verschlackt werden. Zu dem im Herdofen eingebrachten siliziumhalligcn Eisen wird so. viel Erz zugesetzt, wie zur Oxydation des Siliziums erforderlich ist, dagegen -bleibt der Kalkzusatz fort oder wird wenigstens auf ein Mindestmaß beschränkt. Nach dem Erzzusatz bildet sich fast augenblicklich eine saure Schlacke, die wegen ihres sauren Charakters nur Spuren von Phosphorsäure enthält. Die Schlacke wird abgeblasen oder abgekippt, sobald das Metallbad schlackenrein ist, und dann wird zur Gewinnung der Phosphatschlacke geschritten.
Beispiel.
Zu einem Roheiseneinsatz von etwa 3,5 Prozent Kohlenstoff, 1,5 Prozent oder mehr Silizium, 0,6 Prozent Phosphor oder mehr wjrd Erz zur Oxydation des Siliziums eingebracht. Die,sofort auftretende kräftige Reaktion gibt eine Schlacke von etwa 32 Prozent Si O2. Die Schlacke wird entfernt und von neuem Erz und Kalk zugesetzt, und die Charge wird zur Gewinnung von Thomasphosphatschlacke weiter behandelt. Diese Phosphatschlacke hat selbst bei dem oben erwähnten niedrigen Phosphorgehalt des Einsatzes noch einen Gehalt an zitratlöslicher Phosphorsäure von über 14 Prozent, ist also noch wirtschaftlich auszunutzen.
Es ist bekannt, ein stark siliziuinhaltiges Roheisen zuerst zu entsilizieren und dann fertig zu machen (vgl. Wedding, Grundriß der Eisenhüttenkunde, 5. Auflage, S. 267). Aber wo die Verhältnisse hierzu zwangen, hat man für den Entsilizicrungsprozcß den sauer
(2. Airflagc, ausgegeben am 2. Mai igrj.)
zugestellten Herd oder die .Bessemer Birne ' gewählt und hat .dann zum Fertigmachen das Bad in einen hasischen Ofen gebracht. Nach dem vorliegenden Verfahren wird nur -mit einem Ofen, und zwar einem basischen, gearbeitet, wo der Einsatz zuerst entsiliziert (Bildung der sauren Schlacke) und dann entphosphort (Bildung der basischen Schlacke) wird. · ■ · ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phospliatschlacke nach dem Rohcisener/pm/eü im llcrdofui fur Roheisen mil hohem Sili/iumgchalt, wobei das Eisen im Ofen verbleibt und zwei Yoi schlacken r.achcmaudci gebildet und abgezogen weiden, daduich gekennzeichnet, daß aK erMc Schlacke im basischen Ofen eine same Schlacke gebildet wird, die den giofUen Teil des Sili/.iums aufnimmt und nur Spuren λ on Phosphorsäure enthält, so daß im.Bade an phosphatbildendcn Bestandteilen verbleibt, was zur Bildung einer hochpro/cntigen zitratlöslichen Phosphatschlackc als zweite Schlacke erforderlich ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10843123B2 (en) * 2017-05-05 2020-11-24 University Of Maryland, College Park Dual system process for ammonia vapor recovery

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10843123B2 (en) * 2017-05-05 2020-11-24 University Of Maryland, College Park Dual system process for ammonia vapor recovery

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