AT73350B - Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphatschlacke aus Roheisen mit hohem Siliziumgehalt. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphatschlacke aus Roheisen mit hohem Siliziumgehalt.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphat8chlacke aus Roheisen mit hohem Siliziumgehalt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphatseblacke nach dem bekannten Roheisenprozess im Herdofen, wobei das Eisen im Ofen verbleibt und zwei Schlacken nacheinander gebildet und abgezogen werden und ist für Roheisen mit hohem Siliziumgehalt bestimmt. Das bekannte Verfahren ist nur für siliziumfreies oder siliziumarmes Roheisen ausführbar. Bei der Verwendung von hochsiliziumbaltigem Eisen verdünnt die reichlich gebildete Kieselsäure die Schlacke derart, dass der Gehalt an Phosphorsäure unter das wirtschaftlich zulässige Mass sinkt.
Das vorliegende Verfahren soll ermöglichen, eine hochprozentige Phosphatschlacke auch aus hochsiliziumhaltigem Roheisen zu gewinnen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird so verfahren, dass als erste Schlacke im basischen Ofen eine saure Schlacke gebildet wird, die den grössten Teil des Siliziums aufnimmt und nur Spuren von Phosphorsäure enthält, so dass im Bade an phosphatbildenden Bestandteilen verbleibt, was zur Bildung einer hochprozentigen zitratlöslichen Phosphatschlacke als zweite Schlacke erforderlich ist.
Durch dieses Verfahren wird es ermöglicht, den Prozess so zu führen, dass die Kieselsäure und die Phorphorsäure getrennt verschlackt werden. Zu dem im Herdofen eingebrachten siliziumhaltigen Eisen wird so viel Erz zugesetzt, wie zur Oxydation des Siliziums erforderlich ist, dagegen bleibt der Kalkzusatz fort oder wird wenigstens auf ein Mindestmass beschränkt. Nach dem Erzzusatz bildet sich fast augenblicklich eine saure Schlacke, die wegen ihres sauren Charakters nur Spuren von Phosphorsäure enthält. Die Schlacke wird abgeblasen oder abgekippt, sobald das Metallbad schlackenrein ist und dann wird zur Gewinnung der Phosphatschlacke geschritten.
Beispiel :
Zu einem Roheiseneinsatz von etwa 3050/0 Kohlenstoff, 1'50/0 oder mehr Silizium 0'60/0 Phosphor oder mehr wird Erz zur Oxydation des Siliziums eingebracht. Die sofort auftretende kräftige Reaktion gibt eine Schlacke von etwa 320/0 Si O2- Die Schlacke wird entfernt und von neuem Erz und Kalk zugesetzt und die Charge wird zur Gewinnung von Thomasphosphatschlacke weiter behandelt. Diese Phosphatschlacke hat selbst bei dem oben erwähnten niedrigen Phosphorgehalt des Einsatzes noch einen Gehalt an zitrat- löslicher Phosphorsäure von über 140/0'ist also noch wirtschaftlich auszunutzen.
Es ist bekannt, ein stark si1iziumha1tiges Roheisen zuerst zu entsilizieren und dann fertig zu machen. Aber wo die Verhältnisse hiezu zangen, hat man für den Entsilizierungaprozess den sauer zugestellten Herd oder die Bessemer-Birne gewählt, und hat dann zum Fertigmachen das Bad in einen basischen Ofen gebracht. Nach dem vorliegenden Verfahren wird nur mit einem Ofen, und zwar einem basischen, gearbeitet, wo der Einsatz zuerst entsiliziert (Bildung der sauren Schlacke) und dann entphosphort (Bildung der basischen Schlacke) wird.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl und hochprozentiger Phosphat- schlacke aus Roheisen mit hohem Siliziumgehalt nach dem Roheiaenerzprozess, wobei das Eisen im Ofen verbleibt und zwei Schlacken nacheinander gebildet und abgezogen werden dadurch gekennzeichnet, dass im basischen Ofen gearbeitet wird und als erste Schlacke eine saure Schlacke gebildet wird, die den grössten Teil des Siliziums aufnimmt und nur Spuren von Phosphorsäure enthält, worauf die Charge in bekannter Weise zur Bildung von Phosphat- schlacke behandelt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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