DE277701C - - Google Patents

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DE277701C
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Germany
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water
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space
ventilation
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/58Treatment of water, waste water, or sewage by removing specified dissolved compounds
    • C02F1/62Heavy metal compounds
    • C02F1/64Heavy metal compounds of iron or manganese
    • C02F1/645Devices for iron precipitation and treatment by air

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Biological Treatment Of Waste Water (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. April 1910 ab.
Die neue Vorrichtung hat die Aufgabe, eisenhaltiges Wasser in geschlossenem Strom bei möglichst geringem Luft- und Kraftbedarf selbsttätig vom Eisengehalt zu befreien.
Ihre Ausführung unterscheidet sich von dem bislang Bestehenden in der Wasser- und Luftführung durch die Belüftungs- und Filterräume hindurch und in der Art und Weise der selbsttätigen Entlüftung.
ίο Ihre Wirkungsweise unterscheidet sich von dem Bekannten dadurch, daß das eisenhaltige Wasser infolge gleicher Strömungsrichtung und infolge wechselseitigen Voreilens von Wasser und Luft in den ab- und aufsteigenden Belüftungs- und Filterräumen mehrfach belüftet und gefiltert wird, und daß die verbrauchte Luft gegen Ende des Enteisenungsprozesses ohne Unterbrechung des Wasserstromes aus dem Kontaktmaterial abgelassen wird.
Außer guter Enteisenung werden durch die neue Anordnung und Arbeitsweise nachstehende Vorteile erreicht:
Die wiederholte Belüftung des eisenhaltigen Wassers im Verein mit dem steten Mitwandem der Luft ermöglicht weitgehendste' Ausnutzung des Luftsauerstoffs, der demselben in der geringen Menge von 0,2 bis 0,4 Prozent auf bekannte Weise mittels Einschnüffelung oder durch eine besondere Pumpe zugesetzt werden kann.
Der durch die neue Anordnung verringerte Bedarf an Oxydationsluft bewirkt zusammen mit der selbsttätigen Entlüftungsvorrichtung, daß der Luft- und Sauerstoffgehalt des Rein-· wassers niedrig bleibt und keinen Anlaß zur Wiederaufnahme von Eisen gibt, und daß der Filterwiderstand durch die mitgeführte Luft nur unwesentlich erhöht wird,
Ein weiterer Vorzug liegt in der Lagerung des verschiedenartigen Kontakt- und Filtermaterials in mehreren Räumen, weil dadurch das Durcheinanderspülen des Füllmaterials beim Reinigen vermieden wird, und die oft sehr schnell verstopften Zwischenböden fortfallen können.
Die Einteilung der neuen Vorrichtung in mehrere hintereinander geschaltete Räume bewirkt, daß zui Auswaschung des Eisenschlammes nur sehr wenig Spülwasser gebraucht wird, zumal die in den einzelnen Abteilungen angesammelte Luft beim Spülen zurückströmt und die Reinigung unterstützt.
Durch die Unterteilung in mehrere Belüftungs- und Filterräume entstehen immer größer werdende Überfälle, die eine gleichmäßige Verteilung des Wassers über den ganzen · Durchflußquerschnitt bewirken und so dazu beitragen, daß der Eisengehalt bei dem fortschreitenden Durchfluß durch das katalytisch wirkende Kontaktmaterial gleichmäßig abnimmt. _.
Da die Luft nach der Oxydation der Eisenverbindungen ausgenutzt und für die Feinfiltration hinderlich ist, wird sie ohne Unterbrechung des Wasserstromes aus dem Kontaktmaterial unter Anwendung von an sich bekannten Entlüftungsventilen periodisch abgelassen. Neu ist die Art der .Luftabführung

Claims (1)

  1. aus dem Kontaktmaterial gegen Ende des Enteisenungsvorganges durch die mit gewissem Höhenunterschied in das Kontaktmaterial eingesetzten und kommunizierend mit dem Ventilgehäuse verbundenen Schlitzröhren.
    Die Wirkungsweise der beispielsweise abgebildeten Enteisenungsvorrichtung ist folgende: Bei α tritt der mit Luft vermischte Wasserstrom in den Apparat ein und bewegt sich
    ίο in dem Porenraum des absteigenden Belüftungsraumes A von oben nach unten. Da die Luft infolge ihres Auftriebes nach oben strebt, so wird das eisenhaltige Wasser der Luft voraufeilen und beim Durchsinken der mit Luft erfüllten Porenräume1 gründlich belüftet. Nachdem das Wasser und die Luft infolge des Nachdrängens weiterer Massen unten angelangt sind, treten sie in den folgenden Raum B über und steigen darin nach oben. Die aus dem Belüftungsraum A unten überquellende Luft perlt in dem mit Wasser ausgefüllten Porenraum des aufsteigenden Raumes B schnell hoch und läßt dem langsamer aufsteigenden Wasser Zeit, die bei der Belüftung im absteigenden Raum A oxydierten Eisenverbindungen als Schlamm im Kontaktmaterial abzulagern. Der Durchgang durch den aufsteigenden Raum B ist somit nicht nur als Belüftungs-, sondern auch als Vorfilterperiode anzusprechen, wobei die Luft dem Wasser voraufeilt. Aus dem aufsteigenden Raum B strömt das so vorbehandelte Wasser
    . und die Luft nach einem weiteren Raum über, in welchem das Wasser in absteigender Richtung auf dem Wege bis zu dem beliebig hoch angeordneten Entlüftungsventil V genau so, wie im Raum A belüftet wird, was jedoch nur bei schwer zu enteisenendem Wasser, oder sehr niedriger Bauhöhe der Apparate erforderlich wird, während es nach dem Passieren der Entlüftungsvorrichtung nochmals filtriert wird und dabei ein Feinfilter mit Rührwerk R passieren kann. Das durch mehrfache Belüftung und Filtration enteisenete Wasser sammelt sich unten im Apparat an und strömt von da durch die bei δ angeschlossene Reinwasserleitung zum Auslauf. Das Herausschaffen des im Filtermaterial abgesetzten Eisenschlammes erfolgt periodisch durch Rückspülung nach dem Öffnen der Spülleitung. Zur Spülung kann der von der Pumpe oder von einem Sammelbehälter kommende Wasserstrom benutzt werden, indem man die Leitung durch Umstellen der Absperr organe entsprechend umschaltet.
    Patεντ-AnsPRUch:
    Geschlossene Enteisenungsvorrichtung, bei welcher das Wasser zusammen mit der Oxydationsluft Schichten von Kontaktmaterial durchströmt, gekennzeichnet durch die Anordnung beliebig hoher Kontaktschichten in nebeneinander liegenden Räumen derart, daß sie von dem Wasser zusammen mit der Oxydationsluft in entsprechend oft auf- und absteigender Richtung (oder umgekehrt) durchströmt werden, wobei erforderlichenfalls die verbrauchte Luft durch eine an sich bekannte selbsttätige Entlüftungseinrichtung, die mittels zweier übereinander liegender Schlitzröhren mit dem letzten Kontaktraume in Verbindung steht, entlassen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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