DE274C - Herstellung von Schieferplatten mit Nasen - Google Patents

Herstellung von Schieferplatten mit Nasen

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DE274C
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    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D1/00Roof covering by making use of tiles, slates, shingles, or other small roofing elements
    • E04D1/12Roofing elements shaped as plain tiles or shingles, i.e. with flat outer surface
    • E04D1/22Roofing elements shaped as plain tiles or shingles, i.e. with flat outer surface of specified materials not covered by any one of groups E04D1/14 - E04D1/205, or of combinations of materials, where at least one is not covered by any one of groups E04D1/14 - E04D1/205

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  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

1877.
Klasse 37.
ALFRED LEHRKIND in HASPE (Westfalen). Herstellung von Schieferplatten mit Nasen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1877 ab.
Die Herstellung von Aufhängezapfen an Schieferplatten bezweckt die Verwendung des Schiefers in seitheriger Weise zu Dach- und Wand-Bekleidungen auf einer Unterlage von aufgenagelten Latten, wodurch der Schiefer in der Weise, wie die Ziegel-Dachpfanne zum Aufhängen geeignet wird.
Die Zapfen entsprechen in Gröfse den Zapfen an Ziegel-Dachpfannen, sind diesen in der Form theils gleich, theils mit einer Nuth für einen Sicherheitsnagel, wie in der Zeichnung angegeben, versehen und sind aus Thonerde hergestellt und gebrannt.
Zapfen und Schieber sind von etwaigen Unreinigkeiten an denjenigen Stellen zu befreien, an welchen die Zusammenfügung erfolgen soll.
Dieses innige Zusammenfügen, wie aus einem Stück bestehend, geschieht durch eine Masse, welche zusammengesetzt ist, aus: sechzig Theilen fein gemahlenem, pulverisirtem Schiefer, sechzig Theilen feinem Sand (weifser ■— geglühter und in Wasser abgekühlter ist noch besser), acht Theilen gebranntem Gyps, vier Theilen pulverisirtem Harz (Fichten). Alles wird innig gemengt unter nachheriger Zusetzung von Wasserglas (Natron) dreifsig Theilen und von Theer drei Theilen zur Erzielung der Geschmeidigkeit.
Die geschmeidige Masse wird zwischen die Kittflächen des Zapfens und Schiefers aufgetragen und durch einen Druck eine gleichmäfsige Vertheilung desselben bewirkt. Hiernach wird der Kitt einem Säure-Bad ausgesetzt, welches besteht, aus: zwei Theilen Salzsäure und -sieben Theilen Wasser unter Zusatz von zerkleinertem Marmor bis zur Sättigung und in diesem Bade zwei Stunden belassen, worauf ein Aussetzen zum. Trocknen an der Luft erfolgt. Nach Ablauf von drei Tagen, entsprechend der Witterung, ist der Kitt soweit erhärtet, dafs derselbe ohne Nachtheil ein Zusammenlegen der Schieferplatten erträgt und wird so in einem Ofen einem so grofsen Hitzegrade ausgesetzt, als der Schiefer, ohne eine Einbufse an seiner Festigkeit zu erleiden, es zuläfst. Die Ingebrauchnahme geschieht nach langsam eingetretener Erkaltung.
Es bezieht sich Vorstehendes auf Zapfen, hergestellt aus Thonerde, wogegen Zapfen aus Holz vermittelst Schiefernägel zu befestigen sind. Die dazu nöthige Herstellung der Nagellöcher durch den Schiefer geschieht durch Bohrung.
N a ch t r a g: In vorstehender Beschreibung ist zu der Herrichtung der Befestigungsmasse Wasserglas, 30 Theile, benannt und dieselbe als geschmeidig bezeichnet; die nöthige Geschmeidigkeit bestimmt dann den Zusatz von Wasserglas. Es bleibt sodann unbenommen, die Befestigungsmasse stärker,. in beliebige Zapfenhöhe, aufzutragen, die Zapfen aus Kunst- oder Natursteinen herzurichten, wie es unbenommen bleibt, Schieferplatten zur Dachkappen-Deckung gemeinschaftliche Zapfen zu geben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE274DA 1877-07-01 1877-07-01 Herstellung von Schieferplatten mit Nasen Expired - Lifetime DE274C (de)

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