DE2731990C3 - Medizinisches Diagnosegerät zur Durchführung von Elektrofokaltests - Google Patents

Medizinisches Diagnosegerät zur Durchführung von Elektrofokaltests

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DE2731990C3 DE19772731990 DE2731990A DE2731990C3 DE 2731990 C3 DE2731990 C3 DE 2731990C3 DE 19772731990 DE19772731990 DE 19772731990 DE 2731990 A DE2731990 A DE 2731990A DE 2731990 C3 DE2731990 C3 DE 2731990C3
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/05Detecting, measuring or recording for diagnosis by means of electric currents or magnetic fields; Measuring using microwaves or radio waves

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Description

35
Die Erfindung betrifft ein medizinisches Diagnosegerät zur Durchführung von Elektrofokaltests mit Anschlüssen für eine passive und für eine aktive Elektrode, mit einer auf sinen gewünschten maximalen Teststrom einstellbaren Strombegrenzungseinrichtung, mit einer Anzeigeeinrichtung zur Darstellung der Stromstarke des Teststroms sowie mit einer Spannungsanzeige für die zwischen den Elektroden anliegende Testspannung,
Bei der genannten passiven Elektrode handelt es sich um eine Handelektrode, während die genannte aktive Elektrode ein Haarpinsel ist Während des Tests wird dieser Pinsel mehrmals mit einer blutisotonischen so Lösung getränkt und in kreisförmigen Bewegungen über die Haut des Patienten geführt, der die passive Elektrode in der Hand hält Nur während dieser kreisförmigen Bewegungen steht der Patient unter Strombelastung, die bei jeder erneuten Trankung des Pinsels unterbrochen wird Nachfolgend wird nur diejenige Zeit, in der der Patient unter Strombelastung steht, als effektive Testzeit bezeichnet
Bei einem bekannten Meßgerät wird der Pinsel zuerst auf die Stirnmitte des Patienten aufgesetzt. Dann wird μ ein Strömregler so weit aufgedreht, bis der Stromreiz gerade noch als angenehm empfunden wird. Es wird dann versucht, für die weitere Behandlung den so eingestellten Strom konstant zu halten. Bei etwaigen Blockadestellungen kann die Spannung entweder von Hand oder automatisch auf einen höheren Wert eingestellt werden. Dabei ermöglichen zwei Drehspulinstrumente die Ablesung des Körperstromes sowie der
anliegenden Spannung,
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die bloße Messung und Ablesung der jeweils anliegenden Spannung sowie die Ablesung des Körperstromes keine ausreichenden Aussagen für die Herddiagnostik beinhalten. Deshalb werden von verschiedenen Ärzten auch unterschiedliche Grenzbelastungen festgelegt, so daß keine allgemein gültige Aussagekraft besteht. Mit Hilfe der bekannten Meßgeräte berettet die eindeutige Definition vorhandener Blockaden große Schwierigkeiten. Die mit den bekannten Geräten erhaltenen Aussagen müssen auch deshalb begrenzt bleiben, wefl die verschiedenen Hautregionen des Patienten sehr unterschiedliche Hautsensibilitäten aufweisen, und weil ein bestimmter Maximalwert des Stromes nicht überschritten werden darf. Die Stromstärke variiert unter dem Einfluß wechselnden Hautwiderstandes und steigt an den Stellen an, an denen dieser Widerstand erniedrigt ist Bei Unachtsamkeit des Arztes kann sich an Stellen hohen Hautwiderstandes mit beträchtlicher Blockadewirkung bei höher eingestellten Spannungen der Hautwiderstand sehr schnell erniedrigen. Der Patient wird dann mit unzulässig hohen Stromstärken belastet, was aus Sicherheitsgründen vermieden werden muß.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, das eingangs erläuterte Gießgerät so zu verbessern, daß es eindeutige Aussagen für die Herddiagnostik vermittelt unter größtmöglicher Schonung des Patienten.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch folgende Merkmale gelöst:
a) eine Anzeigeeinrichtung (5) für das Zeitintervall des Stromflusses zwischen den Elektroden (effektive Testzeit),
b) eine Schaltungsanordnung zur Bestimmung und Anzeige der dem Patienten während der effektiven Testzeit über die Elektroden zugeführten elektrischen Energie,
c) eine die Funktion der Stromb^renzungseinrichtung nur bei Überschreitung eines einstellbaren Grenzwertes des Stromanstieges des Elektrodenstromes auslösende Schaltungsanordnung.
Das Meßgerät gemäß der Erfindung vermeidet die den bekannten Meßgeräten anhaftenden Nachteile. Bei dem neuen Meßgerät kann im Blockadezustand die Spannung unter Umständen relativ hoch eingestellt sein; die Strombegrenzung wird zwar festgelegt, ist aber noch nicht wirksam, sondern wird erst in dem Augenblick eingeschaltet, wenn der Strom-Gradient einen auf den Patienten bezogenen eingestellten Wert überschreitet Wird also die Blockade des Patienten durch eine verhältnismäßig hohe Spannung gebrochen und erreicht der eingestellte Strom-Gradient seinen Wert, dann schaltet sich automatisch die Strombegrenzung ein. Dadurch ist einerseits der Patient geschützt, andererseits liegt aber für das Blockadebrechen ein Kriterium eindeutig fest
Ein weiterer Vorteil des neuen Meßgerätes ergibt sich daraus, daß die effektive Testzeit angezeigt wird, die dem Arzt ein weiteres Kriterium dafür gibt, in welcher Zeit die getesteten Hautregionen reagieren. Diese Angaben lassen weitere Rückschlüsse auf pathologische Zustände zu.
Vorteilhaft ist ferner, daß in der Testperiode für die verschiedenen Hautareale die zugeführte elektrische Energiemenge gemessen und angezeigt wird. Der Arzt erhält hier ein weiteres Kriterium für das Maß des Blockadezustandes eines Patienten.
In einer zweckmäßigen Ausfiihrungsform kann eine Einrichtung zum Anzeigen der beim Testvorgang maximal auftretenden Testspannung und zum Speichern dieses Wertes vorgesehen sein. Bei dem so verbesserten Meßgerät wird also die bei dem entsprechenden Hautareal benötigte höchste Spannung festgehalten, die zur Brechung der Blockade und zur Rötung der Haut erforderlich ist Auch diese Spannungshöhe hat eine gewisse Aussagekraft hinsichtlich des »blockierten« Patienten.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt
Die Zeichnung zeigt die Frontplatte eines Meßgerätes zur Durchführung von Elektrofokaltests. Ein Ausgang 1 bildet die Anschlüsse für eine passive und für eine aktive Elektrode. Eine Strombegrenzungseinrichtung 2 dient zur Vorwahl eines gewünschten maximalen Behandlungsstromes. Eine Stromanzeige 3 erlaubt die Darstellung der Veränderung der Stromstärke des Teststromes, Für die jeweils anliegende Testspannung ist eine Spannungsanzeige 4 vorgesehen. Auf einer Anzeige 5 wird die effektive Testzeit in Sekunden digital angezeigt Außerdem ist eine Digitalanzeige 6 zur Anzeige der gemessenen Energie in Milliwattsekunden vorgesehen. Ein Intensitätsregler 7 dient zur Einstellung der Spannung.
Mit einer Einrichtung 8 kann der Stromanstieg pro Zeiteinheit also der Strom-Gradient eingestellt werden, und zwar stufenweise oder kontinuierlich. Zur Anzeige der beim Testvorgang maximal auftretenden Spannung und zum Festhalten dieses Wertes ist eine Einrichtung 9 vorgesehen. Eine Löschtaste 10 dient zur Löschung der digital angezeigten Werte. Schematisch dargestellt ist schließlich ein Netzteil 11.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche;
1. Medizinisches Diagnosegerät zur Durchführung von Elektrofokaltests mit Anschlüssen für eine passive und für eine aktive Elektrode, mit einer auf einen gewünschten maximalen Teststrom einstellbaren Strombegrenzungseinrichtung, mit einer Anzeigeeinrichtung zur Darstellung der Stromstärke des Teststroms sowie mit einer Spannungsanzeige für die zwischen den Elektroden anliegende Testspannung, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) eine Anzeigeeinrichtung (5) für das Zeitintervall des Stromflusses zwischen den Elektroden (effektive Testzeit),
b) eine Schaltungsanordnung zur Bestimmung und Anzeige der dem Patienten während der effektiven Testzeit über die Elektroden zugeführteiKÜektrischen Energie,
c) eine die Funktion der Strombegrenzungseinrichtung nur bei Überschreitung eines einstellbaren Grenzwertes des Stromanstieges des Elektrodenstromes auslösende Schaltungsanordnung.
2. Medizinisches Diagnosegerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (9) zur Anzeige der beim Testvorgang auftretenden maximalen Testspannung und zum Speichern dieses Wertes.
3. Medizinisches Diagnosegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige (6) für die Energiemenge eine Digitalanzeige ist
DE19772731990 1977-07-15 1977-07-15 Medizinisches Diagnosegerät zur Durchführung von Elektrofokaltests Expired DE2731990C3 (de)

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DE2731990A1 DE2731990A1 (de) 1979-01-18
DE2731990B2 DE2731990B2 (de) 1980-11-20
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