DE2729980C2 - Verfahren zur Entfernung des Sicherungsringes eines Verschlusses aus Metall oder Kunststoff von Flaschen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Entfernung des Sicherungsringes eines Verschlusses aus Metall oder Kunststoff von Flaschen und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfernung des Sicherungsringes eines Verschlusses aus Metall oder
Kunststoff, der auf dem Flaschenhals von Flaschen nach dem Aufbrechen des Verschlusses verblieben ist, mittels
rotierender Bürsten, die den geöffneten Sicherungsring wegbürsten; des weiteren betrifft die Erfindung eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Fälschungssichere Sicherungsringe von Schraubverschlüssen sind Ringe, die beim Abschrauben des
Verschlusses von diesem abgetrennt werden und auf dem Flaschenhals verbleiben. Dieser Sicherungsring
muß anschließend bei der Wiederverwendung der leeren Flasche entfernt werden. Zum Entfernen dieses
Sicherungsringes ist aus der amerikanischen Patentschrift 36 89 973 eine Vorrichtung bekanntgeworden,
welche aus zwei Transportschnecken besteht, die die Rasche im Bereich des Raschenbauches führen.
Oberhalb dieser beiden Transportschnecken ist eine weitere Schnecke im Bereich des Raschenhalses direkt
in Höhe des Sicherungsringes angeordnet, wobei diese Schnecke synchron mit den Transportschnecken läuft
Die obere Schnecke besitzt an einem Rand des Schneckenganges kleine Dorne, die bei Drehung der
oberen Schnecke den Sicherungsring ergreifen, nach oben ziehen und dadurch aufsprengen sollen. Beim
Weitertransport der Flasche schließt sich an die obere Schnecke eine Bürstenstation an, bestehend aus zwei
sich gegenüberliegenden Bürsten, deren Achsen senkrecht zur Längsachse der Flasche angeordnet sind und
die den aufgebrochenen Sicherungsring wegbürsten.
Die bekannte Vorrichtung ist nur für Flaschen mit gleichem Durchmesser des Flaschenhalses und somit
des Sicherungsringes geeignet Denn nur dann können die Dorne den Sicherungsring erfassen. Darüber hinaus
ist es mit dieser Vorrichtung möglich, daß trotz richtiger Flaschenhalsweite der Sicherungsring einer Flasche
nicht aufgesprengt wird, denn die Rasche muß immer eine genaue Positionierlage einnehmen, damit die
kleinen Dorne den Sicherungsring ergreifen können. Ist die Flasche auch nur etwas aus der Senkrechten weg
von der oberen Schnecke verkantet, so kann der Sicherungsring von den Dornen nicht ergriffen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, welche es ermöglichen, den Sicherungsring von Flaschen mit Fteschenhälsen beliebigen
Durchmessers sicher zu entfernen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß erfindungsgemäß der den Sicherungsring tragende
Flaschenhals der Flasche zum öffnen und Entfernen des Sicherungsringes mit Wasser oder einem anderen
flüssigen, festen, pulver- oder gasförmigen Medium benetzt wird, danach die Flasche eine stromführende
Einrichtung durchläuft, die den Sicherungsring induktiv aufschmelzt oder derselbe durch eine andere elektrotechnische
Einwirkung zum Aufschmelzen gebracht wird, danach der aufgeschmolzene Sicherungsring in an
sich bekannter Weise durch die Bürsten vom Flaschenhals entfernt wird und anschließend mittels weiterer
Bürsten Abbrandreste des Sicherungsringes von dem Flaschenhals abgebürstet werden.
Das Verfahrem gemäß vorliegender Erfindung besitzt gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, daß mit
diesem die Sicherungsringe von beliebigen Flaschen mit beliebigem Durchmesser des Flaschenhalses und somit
des Sicherungsringes entfernt werden können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Flasche
spätestens beim Abbürsten der Abbrandreste des Sicherungsringes in Rotation versetzt werden.
Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Verfahrensvariante kann die Flasche während des gesamten
Verfahrens im Bereich des Flaschenhalses mit Wasser oder einem anderen flüssigen, festen, pulver- oder
gasförmigen Medium benetzt werden.
Eine VorrieBtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe zwei gegenüberliegende Düsen zum Aufbringen
eines Benetzungsmediums auf den Flaschenhals einer Flasche aufweist, wobei sich an die Düsen eine
stromführende Einrichtung zum Aufschmelzen des Sicherungsringes anschließt Die stromführende Einrichtung
kann eine Induktionseinrichtung sein, bestehend aus einer Schiene mit U-Profil.
In weiterer, erfindungsgemäßer Ausgestaltung kann die Vorrichtung nach den rotierenden Bürsten weitere
Bürsten aufweise!:, die einander gegenüberliegend in
Höhe des Sicherungsringes der Flasche angeordnet sind und deren Rotationsachsen parallel zur Längsachse der
Flasche angeordnet sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 den auf dem Flaschenhals befindlichen gesicherte!) Verschluß aus Metall oder Kunststoff,
Fig.2 denselben Flaschenhals mit dem auf dem Flaschenhals befindlichen geschlossenen Sicherungsring,
Fig.3 den Schnitt nach der Linie A-B der
schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach F i g. 7,
Fig.4 den Schnitt nach der Linie C-D der
schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach F i g. 7,
Fig.5 den Schnitt nach der Linie E-F der schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach F i g. 7,
Fig.6 den Schnitt nach der Linie G-H der schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach F i g. 7 und
F i g. 7 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Draufsicht.
F i g. 1 zeigt den mittels des Sicherungsringes 2 gesicherten Verschluß 3, der sich auf der Flasche 1
befindet. Da der Sicherungsring 2 mit dem Verschluß 3 verbunden ist, ist der Verschluß 3 nur unter Aufbrechen
der Verbindungsstege 23 von der Flasche 1 zu entfernen.
Fig.2 zeigt den auf der Flasche 1 befindlichen Sicherungsring 2 nach dem Abschrauben des Verschlusses
3 gemäß Fig. 1. Es wird deutlich, daß dieser Sicherungsring 2 nicht von dem Flaschenhals 4
abgezogen werden kann. Demgegenüber gleitet der Sicherungsring 2 nach Abschrauben des Verschlusses 3
gemäß F i g. 1 nach unten in die mit dem Bezugszeichen 2' bezeichnete gestrichelt gezeichnete Lage des
Sicherungsringes. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren vorzuschlagen,
das es ermöglicht, den Sicherungsring 2 vom Flaschenhals 4 vollständig zu entfernen.
F i g. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die einzelnen Verfahrensstufen sind in F i g. 3 bis F i g. 6 im Schnitt längs den jeweils angegebenen Linien
dargestellt und werden im folgenden einzeln beschrieben.
Fig.3 zeigt den Schnitt der schematischen Darstellung
gemäß Fig. 7 nach der Linie A-B. Die Flasche 1 befindet sich auf einer Traget platte 7. Diese Trägerplatte
7 kann zum Beispiel auch als Förderband ausgestaltet sein, womit es möglich ist, die Flasche 1 an den
jeweiligen angeordneten Verfahrensstufen vorbeizuführen. Selbstverständlich ist auch jegliche andere Möglichkeit
zur Förderung der Flasche 1 möglich.
Gemäß dieser in F i g. 3 dargestellten Verfahrensstufe
a wird die Flasche 1 im Bereich des Flaschenhalses 4 mit Hilfe zweier gegenüberliegender Düsen 5 und 5' mit
Wasser 6 benetzt Anstelle des Wassers kann auch
ι» irgendein anderes flüssiges, festes, pulver- oder gasförmiges
Medium zur Benetzung verwendet werden. Diese Benetzung dient dazu, die beim folgenden Abbrennen
der Sicherungsringe entstehenden Niederschläge am Flaschenhals 4 leicht entfernbar zu machen. In F i g. 3 ist
π der Sicherungsring 2 schematisch dargestellt, um
anzudeuten, daß er sich im oberen Bereich des Flaschenhalses 4 befindet Dieser Benetzungsvorgang,
der in F i g. 3 dargestellt ist, und der der Verfahrensstufe
a des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht, kann
:o sich bis ans Ende der Verfahrensstufe (/hinziehen.
Fig.4 zeigt den Schnitt nach der Linie C-D der
schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach F i g. 7. Bezüglich den jeweiligen
Bezugszeichen gilt das gleiche wie in Fig.3, jedoch
r. befindet sich der Sicherungsring 2 und der obere Bereich des Flaschenhalses 4 in dem Stromteil 9, der
z. B. eine Schiene mit U-Profil ist Diese Schiene ist über
die Leitung 8 mit einer elektrischen Anlage verbunden. Innerhalb des U-Profils des Stromteils 9 befindet sich
in der Sicherungsring 2 und wird durch Induktion oder
eine andere elektrotechnische Einwirkung zum Aufschmelzen gebracht
F i g. 5 zeigt den Schnitt nach der Linie E-F der schematischen Darstellung des erfindungsgemäßen
j > Verfahrens nach F i g. 7. Die Flasche 1 befindet sich auf
der Trägerplatte 7, die die gleichen Eigenschaften besitzt wie sie bei der Beschreibung in F i g. 3 angegeben
sind, d. h. die Trägerplatte 7 dient zur Förderung der Flasche 1 zu den verschiedenen vier Verfahrensstufen.
in In Fig.5 sind rechts und links vom Flaschenhals 4
Bürsten 10 und 11 angeordnet, deren Rotationsachse 21 und 22 (siehe Fig.7) senkrecht zu der Längsachse 12
der Flasche 1 angeordnet sind. Durch die Rotation der Bürsten 10 und 11 wird der gemäß der vorhergehenden
π Verfahrensstufe b aufgeschmolzene Sicherungsring 2 nach oben oder unten von dem Flaschenhals 4 entfernt.
Anschließend durchläuft die Flasche 1 auf der Trägerplatte 7 die in F i g. 6 dargestellte Verfahrensstufe
d Gemäß Fig.6 sind rechts und links vom
in Flaschenhals 4 Bürsten 15 und 16 angeordnet deren
Rotationsachsen 13 und 14 parallel zur Längsachse 12 der Flasche 1 angeordnet sind. Durch die Rotation der
Bürsten 15 und 16 wird bewirkt, daß die Abbrandreste des Sicherungsringes 2 von dem Flaschenhals 4
>> abgebürstet werden. Spätestens in dieser Verfahrensstufe wird die Flasche 1 in Rotation versetzt, um die
Bürstung zu optimieren. Vorteilhafterweise ist die Rotation der Flasche entgegengesetzt zur Rotation der
Bürsten 15 und 16.
Die Rotation der Flasche 1 wird mittels der in F i g. 6 und F i g. 7 dargestellten Anordnung bewirkt Diese
Anordnung besteht aus der Platte 17, an der die Flasche 1 vorbeigeführt wird. Gegenüber der Platte 17 befinden
sich mehrere Walzen, wobei in Fig.6 die Walze 18 gestrichelt gezeichnet ist und die Walze 20 sich
gegenüber der Flasche 1 befindet. In F i g. 7 sind neun solcher Walzen entsprechend der Walze 18 und 20
gezeichnet, die sich auf dem Band 24 befinden. Wird nun
das Band 24 mittels der Anlage 19 in Drehung versetzt, so gleiten die Walzen an den Flaschen 1 vorbei und
bewirken die Rotation dieser Flaschen.
In F i g. 7 ist der Verfahrensablauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens schematisch dargestellt, wobei mehrere aufeinanderfolgende Flaschen 1 nacheinander
angeordnet sind und nacheinander die Verfahrensstufen durchlaufen. In F i g. 7 ist links mit dem Pfeil die
Bewegungsrichtung der Flaschen angegeben. Di« verschiedenen Verfahrensstufen a bis d wurden obei
bezüglich der jeweiligen entsprechenden F i g. 3 bis I erläutert, die den Schnitt nach den jeweiligen in F i g. Ί
angegebenen Linien darstellen.
Zur Erläuterung der verschiedenen Verfahrensstufei a bis d wird auf die obigen Ausführungen bezüglich dei
F i g. 3 bis 6 hingewiesen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Entfernung des Sicherungsringes eines Verschlusses aus Metall oder Kunststoff, der
auf den Flaschenhals von Flaschen nach dem Aufbrechen des Verschlusses verblieben ist mittels
rotierender Bürsten, die den geöffneten Sicherungsring wegbürsten, dadurch gekennzeichnet,
daß der den Sicherungsring (2) tragende Flaschenhals (4) der Flasche (1) zum Offnen und Entfernen
des Sicherungsringes mit Wasser (6) oder einem anderen flüssigen, festen, pulver- oder gasförmigen
Medium benetzt wird,
danach die Flasche eine stromführende Einrichtung (9) durchläuft, die den Sicherungsring induktiv
aufschmelzt oder derselbe durch eine andere elektrotechnische Einwirkung zum Aufschmelzen
gebracht wird,
danach der aufgeschmolzene Sicherungsring in an sich bekannter Weise durch die Bürsten (10,11) vom _>o
Flaschenhais entfernt wird und
anschließend mittels weiterer Bürsten (IS, 16) Abbrandreste des Sicherungsringes von dem Flaschenhals abgebürstet werden.
anschließend mittels weiterer Bürsten (IS, 16) Abbrandreste des Sicherungsringes von dem Flaschenhals abgebürstet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 2ί
zeichnet, daß die Flasche (1) spätestens beim Abbürsten der Abbrandreste des Sicherungsringes
(2) in Rotation versetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flasche (1) während des so
gesamten Verfahrens im Bereich des Flaschenhalses (4) mit Wasser (6) oder einem anderen flüssigen,
festen, pulver- oder gasförmigen Medium benetzt wird.
4. Vorrichtung zur Entfernung des Sicherungsrin- j >
ges eines Verschlusses aus Metall oder Kunststoff, der auf dem Raschenhals von Flaschen nach dem
Aufbrechen des Verschlusses verblieben ist, mit einer Transporteinrichtung für die Flasche, einer
Einrichtung zum öffnen des Sicherungsringes und mit rotierenden Bürsten zum Wegbürsten des
geöffneten Sicherungsringes zur Durchführung von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung zwei gegenüberliegende Düsen (5, 5') zum Aufbringen eines Benetzungsmediums auf den r>
Flaschenhals (4) einer Flasche (1) aufweist, wobei sich an die Düse eine stromführende Einrichtung (9)
zum Aufschmelzen des Sicherungsringes (2) anschließt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- -.»
zeichnet, daß die stromführende Einrichtung (9) eine Induktionseinrichtung ist, bestehend aus einer
Schiene mit U-Profil.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung nach den y,
rotierenden Bürsten (10,11) weitere Bürsten (15,16)
aufweist, die einander gegenüberliegend in Höhe des Sicherungsringes der Flasche angeordnet sind und
deren Rotationsachsen (13, 14) parallel zur Längsachse (12) der Flasche (1) angeordnet sind. 1-1
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ID=6013018
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1977
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