DE272291C - - Google Patents

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
e 272291 KLASSE 12 #. GRUPPE
Zusatz zum Patent 269661.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. März 1913 ab. Längste Dauer: 1. August 1927.
In weiterer Ausbildung des Verfahrens des Hauptpatents 269661 wurde gefunden, daß das Kantharidyläthylendiamin nicht nur, für Gold, sondern auch für andere Schwermetalle ein vorzüglicher Träger bei der therapeutischen Anwendung ist. Die neuen Verbindungen werden durch Einwirkung der Schwermetallsalze auf das Kantharidyläthylendiamin in derselben Weise wie nach dem Verfahren des Hauptpatents gewonnen. Sie dienen zur Bekämpfung bakterieller und carcinomatöser Erkrankungen.
Beispiele:
I. Kantharidyläthylendiamin-quecksilbercyanid.
30 g Kantharidyläthylendiamin werden in 50 ecm Wasser gelöst und unter Rühren 32 g Quecksilbercyanid zugesetzt. In dem Maße wie das Quecksilbercyanid in Lösung geht, scheidet sich ein dicker weißer Niederschlag ab. Nach einstündigem Rühren wird der Niederschlag abgesaugt und aus Wasser umkristallisiert.
Das Kantharidyläthylendiamin - quecksilbercyanid
C10H12O3 -N-CH2- CH2 - NH2 - Hg (CN)2
schmilzt bei 160 bis 163 °; es ist ziemlich leicht wasserlöslich: als Quecksilbergehalt wurde Hg = 40,82 Prozent gefunden (berechnet: Hg — 40,76 Prozent).
II. Kantharidyläthylendiamin-silber-
cyanid.
ng Kaliumsilbercyanid werden mit 20 ecm Wasser versetzt, wobei ein Teil des Cyanides in Lösung gehl, und unter beständigem Rühren 15 g Kantharidyläthylendiamin-chlorhydrat eingetragen. Zunächst tritt fast vollkommene Lösung ein; nach kurzer Zeit beginnt sich ein dicker weißer Niederschlag abzuscheiden. Nach achtstündigem Rühren wird der Niederschlag abgesaugt und getrocknet. Der Körper schmilzt bei 187 bis 190 °; er ist sehr leicht wasserlöslich. Der Silbergehalt entspricht der Formel:
C10 Zi12O3 -N-CH2. CH2 - NH2 - HCN -AgCN = H2O.
III. Kantharidyläthylendiamin-stanno-
chlorid.
In einer Lösung von 24 g Zinnchlorür in 100 ecm absolutem Alkohol werden unter
Rühren 30 g Kantharidyläthylendiamin-chlorhydrat aufgelöst. Nach einiger Zeit scheidet sich ein weißer Niederschlag ab. Nach achtstündigem Rühren wird dieser Niederschlag abgesaugt und getrocknet. Der Körper ist sehr leicht wasserlöslich, er schmilzt bei 195 bis 2oo°; sein Zinngehalt entspricht der Formel:
3 (C12H16O3N2 · HCl) · SnCl2.
IV. Kantharidyläthylendiamin-cuprocyanid.
In die konzentrierte wäßrige Lösung von 34 g Kaliumcuprocyanid werden unter Rühren 50 g Kantharidyläthylendiamin-chlorhydrat eingetragen. In dem Maße wie das Chlorhydrat in Lösung geht, scheidet sich ein anderes, weißes Produkt aus. Nach fünfstündigem Rühren wird der Niederschlag abgesaugt und
getrocknet. Das Kantharidyläthylendiamincuprocyanid
(CwHnO3N · CH2 · CH., · NH2 · HCN) CuCN
schmilzt bei 147 bis 150 °; es ist sehr leicht wasserlöslich. Als Kupfergehalt wurde Cu = 7,88 Prozent gefunden (berechnet: Cu = 7,23 Prozent).

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU cn:
    Abänderung des durch Patent 269661 geschützten Verfahrens zur Darstellung von salzartigen Doppelverbindungen aus Kantharidyläthylendiamin, darin bestehend, daß man an Stelle von Goldsalzen hier andere Schwermetallsalze auf das Kondensationsprodukt aus Kantharidin und Äthylendiamin einwirken läßt.
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