DE2710340C2 - Antriebsverbindung für ein Registrierorgan in einem Fahrtschreiber - Google Patents

Antriebsverbindung für ein Registrierorgan in einem Fahrtschreiber

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DE2710340C2 DE19772710340 DE2710340A DE2710340C2 DE 2710340 C2 DE2710340 C2 DE 2710340C2 DE 19772710340 DE19772710340 DE 19772710340 DE 2710340 A DE2710340 A DE 2710340A DE 2710340 C2 DE2710340 C2 DE 2710340C2
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Berthold 7230 Schramberg Dold
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Digital Kienzle Computersysteme GmbH and Co KG
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Description

Die Erfindung geht gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs aus von einer Antriebsverbindung, deren Zweck es ist, ein auf einem relativ zum Gehäuse eines Fahrtschreibers verschwenkbaren Träger angeordnetes Registrierorgan mit einer dem Registrierorgan, im Gehäuse des Fahrtschreibers befindlichen Antriebseinrichtung in optimaler Weise zu verbinden.
Wie aus dem Patent 21 60 510 bekannt ist, dient das auf dem vorzugsweise an dem aufklappbaren Deckel eines Fahrtschreibers gelagerten Träger angeordnete Registrierorgan der Aufzeichnung beispielsweise von Arbeitszeiten in solchen Fahrtschreibern, in welchen zwei gleichachsig und in einem gewissen Abstand übereinander angeordnete, gleiche Diagrammscheiben Verwendung finden und die Aufzeichnungen auf einer dem Zwischenraum zwischen den beiden Diagrammscheiben zugekehrten Diagrammscheibenfläche erfolgen. Durch die gemäß dem Patent 21 60 510 gewählte Anordnung des Registrierorgans auf einem schwenkbaren Träger ist eine relativ einfache Handhabung der Diagrammscheiben beim Einlegen in und beim Entnehmen aus dem Fahrtschreiber erzielbar. Darüber hinaus erlaubt der Träger ein senkrechtes Aufsetzen der Schreibspitze des Registrierorgans und dient als Registrierunterlage für die in Bückrichtung auf die Frontseite des Fahrtschreibers hinten liegende Diagrammscheibe. Er kann ferner derart ausgebildet sein, daß er die vorn liegende Diagrammscheibe weitgehend abdeckt und gegen Beschädigungen beim Handhaben der hinten liegenden Diagrammscheibe schützt.
Selbstverständlich bot diese Anordnung eines Registrierorgans Probleme, insbesondere hinsichtlich der Antriebsverbindung zwischen dem Registrierorgan und der im Fahrtschreibergehäuse befindlichen Antriebseinrichtung. Diese Probleme, auf die hier im einzelnen nicht eingegangen werden soll, sind durch eine Antriebsverbindung, wie sie das Patent 23 03 517 zeigt, zufriedenstellend gelöst worden. Wesentlich ist dabei, daß einem Hebel, der das Registrierorgan trägt, ein anderer getrennt gelagerter Hebel, der Kupplungsmittel trägt, zugeordnet ist und daß eine Koppel vorgesehen ist, die beide Hebel miteinander verbindet. Eine besondere Ausführungsvariante dieser Antriebsverbindung sieht vor. daß die beiden Hebel auf einer gemeinsamen, in den Träger einsetzbaren Lagerplatte angeordnet sind.
Der entscheidende Vorteil, den diese Lösung bietet, ist darin zu sehen, daß das Registrierorgan bzw. dessen Lagerstelle weitgehend freibleibt von Kupplungskräften, die beim Ein- und Auskuppeln der Antriebsverbindung auftreten. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache,
ίο daß diese Antriebsverbindung durch Verändern der Länge der Koppel in relativ weiten Grenzen eine Wahl der Kupplungsstelle ermöglicht und damit auch für die Lage der im Fahrtschreibergehäuse befindlichen Antriebseinrichtung eine gewisse Freiheit gegeben ist
In der Praxis hat sich jedoch auch ein Nachteil gezeigt, der sich, da der Träger vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist, bei relativ großen Temperaturunterschieden und solche sind bei einem Fahrtschreiber nicht unüblich, in unzulässigen Lageänderungen der Schreibspitze des Registrierorgans äußert. Dabei ist als Bezugspunkt, gegenüber dem die Lagerstellen der Elemente der Antriebsverbindung bzw. die gesamte in den Träger eingsetzte Lagerplatte temperaturbedingte Bewegungen ausführen, die Schwenkachse des Trägers am Dek- kel des Fahrtschreibers anzusehen. Andererseits stellt die Kuppiungssteile der Antriebsverbindung im eingekuppelten Zustand hinsichtlich dieser temperaturbedingten Bewegungen, zumindest was deren vorzugsweise Bewegungsrichtung anbelangt, einen Fixpunkt dar, so daß, falls die Antriebsverbindung getrieblich derart ausgelegt ist, daß zwischen der Kupplungsstelle und der Schreibspitze eine Bewegungsübersetzung erfolgt, auch die temperaturbedingte Lageänderung übersetzt wird.
Ein derartiger, durch Temperaturdehnung oder auch ungünstiger Toleranzaddition, durch Entspannungsbewegungen des Trägers sowie durch Abnutzung entstehender Fehler in der Lage der Aufzeichnungen kann, auch wenn er relativ gering ist, bei Fahrtschreiber-Diagrammen, insbesondere wenn diese maschinell lesbar sein sollen, nicht in Kauf genommen werden.
Die Erfindung, die gemäß dem Kennzeichen des Hauptanspruchs vorsieht, daß die beiden Hebel der Antriebsverbindung als Winkelhebel ausgebildet sind, und daß die beiden Winkelhebel mit jeweils einem Schenkel getrieblich miteinander in Wirkverbindung stehen, vermeidet diesen Nachteil, indem die temperaturbedingten Bewegungen durch die sich einstellende, gegensinnige Drehbewegung der beiden Winkelhebel kompensiert werden. Außerdem wird die Antriebsverbindung insofern vereinfacht, als die die beiden Hebel bisher verbindende Koppel wegfällt und dadurch nicht allein Fertigungsvorteile entstehen, sondern vor allem die Addition von Fertigungstoleranzen verringert wird.
Die Übersichtszeichnung Fig. 1 zeigt einen aufgeklappt gezeichneten Deckel 1 eines Fahrtschreibers, der für das Registrieren auf zwei gleichachsig angeordneten Diagrammscheiben eingerichtet ist. Der Deckel 1 ist in bekannter Weise mittels eines Scharniers 2 mit dem Gehäuse 3 gelenkig verbunden und mittels eines Schlosses 4 mit diesem verschließbar. Von einem Uhrwerk 5, das im allgemeinen im Deckel 1 angeordnet ist, wird über eine Welle 6 eine Auflage 7 mit einem an ihr ausgebildeten Zentrier- und Mitnahmedorn 8 uhrzeitrichtig angetrieben. Dem Festhalten der Diagrammscheiben, von denen in Fig. 1 eine — 9 —, und zwar die vorn liegende, dargestellt ist, dienen in bekannter Weise Spannhebel 10 und 11, die in geeigneter Weise kippfähig im Zentrier- und Milnahinedorn 8 gelagert sind. Dabei
dient der Spannhebel 10 der hinten liegenden, nicht dargestellten Diagrammscheibe und ebenso auch dem Spannhebel 11 als Auflage. Ein Träger 12, der in geeigneter Weise schwenkbar am Deckel 1 gelagert ist, beispielsweise wie F i g. 1 zeigt, auf einer Achse 13 eines im , Fahrtschreiber üblicherweise eingebauten Streckenzählwerkes 14 und dessen Aufgabe es ist, ein zwischen den beiden Diagrammscheiben wirksames Registrierorgan 15 \f i g. 2) zu lagern, dient der hinten liegenden Diagrammscheibe als Führungsfläche und den im Gehäuse 3 des Fahrtschreibers gelagerten Registrierorganen 16, 17 und 18 als Registrierunterlage. Dementsprechend ist an dem Träger 12 ein Ansatz 19 ausgebildet, mittels dessen der Träger 12 auf dem Rand 20 des Dekkels 1, wenn dieser geschlossen ist aufliegt, während ein Anschlag 21 den Schwenkwinkel des Trägers 12 begrenzt. In dem Träger 12 ist ferner ein zentraler Durchbruch 22 derart vorgesehen, daß der Zentrier- und Mitnahmedorn 8 hindurchragen kann und ein ungehindertes Umlaufen der Spannhebel 10 und 11 möglich ist.
Der Vollständigkeit halber sei die F i g. 1 betreffend noch erwähnt, daß außer den Registrierorganen 16, 17 und 18, die bekanntlich dem Aufzeichnen von Fahrzeugdaten, beispielsweise von Geschwindigkeiten und zurückgelegten Strecken sowie dem Aufzeichnen der Arbeitszeiten des einen Fahrers dienen, ein Kupplungselement 23 durch eine den Meßwerkteil des Fahrtschreibers von dem Bereich, in dem die Diagrammscheiben gehandhabt werden müssen, trennende AbdeckpJntte 24 hindurchgreift. Diesem Kupplungselement 23, das mit einer im Gehäuse 3 angeordneten, jedoch nicht dargestellten Antriebseinrichtung für das Registrierorgan 15 in Wirkverbindung steht, ist ein Kupplungszapfen 25 zugeordnet, der seinerseits auf einem ersten in der Antriebsverbindung zwischen der Kupplungsstelle und dem Registrierorgan 15 vorgesehenen Winkel-Hebel 26 befestigt ist.
Die erfindungsgemäße Antriebsverbindung ist in der F i g. 2, die eine Teilansicht des Trägers 12 zeigt, näher dargestellt. Dabei läßt ein mit 27 bezeichneter Aufbruch eine an der vorn liegenden Seite des Trägers 12 befestigte Lagerplatte 28 sichtbar werden, während 29 eine am Träger 12 ausgebildete Buchse bezeichnet, mit der der Träger 12 auf der Achse 13 gelagert ist. An der Lagerplatte 28, die mittels am Träger 12 ausgebildeter Zapfen 30,31, 32 und 33 mit dem Träger 12 durch Vernieten oder Verschweißen verbindbar ist, sind Lagerzapfen 34 und 35 befestigt. Auf dem Lagerzapfen 34 ist, wie F i g. 2 weiter zeigt, mittels einer an ihm befestigten Lagerbuchse 36 ein Winkelhebel 37 gelagert, während auf dem Lagerzapfen 35 ebenfalls unter Zwischenschaltung einer Lagerbuchse 38 der Winkelhebe1 26 gelagert ist, der wie bereits beschrieben, den Kupplungszapfen 25 trägt. Andererseits ist mit dem Winkelhebel 37 das als Blattfeder ausgebildete Registrierorgan 15, an dem eine Schreibspitze 39 befestigt ist, verdrehfest verbunden. Außerdem zeigt Fig.2, daß an dem einen Schenke! 40 des Winkelhebels 26 ein Schlitz 41 ausgebildet ist, in den eine in geeigneter Weise ausgebildete Zunge 42 eines Schenkels 43 des Winkelhebels 37 eingreift. Außer einer t>o derartigen Schlitz-Zungen-Verbindung wäre selbstverständlich auch ein normaler Verzahnungseingriff denkbar und in solchen Fällen notwendig, in denen die in Eingriff stehenden Schenkel über einen größeren Winkelweg drehen. Eine Zugfeder 44 hält die beiden Win- b5 kelhebel 26 und 37 in einer definierien Lage an einem an der Lagerplatte 28 ausgebildeten Anschlag 45.
In den F i g. 3 und 4 ist die Wirkung einer teniperaturbedingten Dehnung des Tragers 12 und damit eines Versatzes der auf dem Träger befindlichen Lagerstellen bzw. der gesamten Lagerplatte 28 gegenüber der ortsfesten Kupplungsstelle schematisch dargestellt. Dabei zeigt F i g. 3 eine Antriebsverbindung gemäß dem Patent 23 03 517 mit einem ersten Hebel 46, einem zweiten Hebel 47, der eine Schreibspitze 48 trägt, und einer mit beiden Hebeln gelenkig verbundenen Koppel 49. Stellt sich nun bei einer derartigen Anordnung ein Versatz der Lagerstellen 50 und 51 um ein gewisses Maß a in bezug auf die Kupplungsstelle 52 ein, so entsteht aufgrund der gleichsinnigen Bewegung der beiden Hebel 46 und 47 ein Fehler in der Registrierlage um ein Maß b. Dieser Fehler wird umso größer, je ungünstiger das Verhältnis der wirksamen Hebelarme der Hebel 46 und 47 gewählt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung, wie sie in Fig.4 schematisch dargestellt ist, entsteht demgegenüber, wenn ein Versatz der Lagerstellen 34 und 35 eintritt, infolge einer gegensinnigen Drehbewegung der Winkelhebel 26 und 37 eine nach Maßgabe der Bewegung der Lagerstellen 34 und 35 bzw. der Lagerplatte 28 stetige Kompensation der Registrierlage der Schreibspitze 39. Der sich dabei gleichzeitig ergebende Versatz der Schreibspitze 39 in Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers ist vernachlässigbar.
Andere Anordnungen, die ebenfalls eine Kompensation des beschriebenen Fehlers bewirken würden, sind zwar denkbar, bringen aber gegenüber der erfindungsgemäßen Antriebsverbindung keine zusätzlichen Vorteile. So könnte beispielsweise in einer Antriebsverbindung gemäß Fig. 3 der Hebel 47 nicht als einarmiger, sondern ebenso wie der Hebel 46 als zweiarmiger Hebel ausgebildet bzw. gelagert sein, wobei der eine Arm dieses Hebels die Schreibspitze 48 tragen würde und das freie Ende des anderen Armes mit der Koppel 49 verbunden wäre. In ähnlicher Weise könnte auch der Hebel 46 einarmig angeordnet sein, und die Koppel 49 zwischen der Lagerstelle des Hebels 46 und dessen Kuppluugsstelle angelenkt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Antriebsverbindung für ein Registrierorgan in einem Fahrtschreiber, in welchem das Registrierorgan auf einem im Zwischenraum zwischen zwei gleichachsig befestigbaren Diagrammscheiben befindlichen, flachen und relativ zum Gehäuse des Fahrtschreibers verschwenkbaren Träger angeordnet ist, mit einem ersten auf dem Träger gelagerten Hebel, der Kupplungsmittel trägt, und einem zweiten, gleichfalls auf dem Träger gelagerten Hebel, der das Registrierorgan trägt und in geeigneter Weise mit dem ersten Hebel verbunden ist nach Patent 23 03 517, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der erste als auch der zweite Hebel als Winkelhebel ausgebildet sind und daß die beiden Winkelhebel (36,37) mit jeweils einem Schenkel (40,43) getrieblich miteinander in Wirkverbindung stehen.
2. Antriebsverbindung für ein Registrierorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als getriebliche Verbindung eine Schlitz-Zungen-Verbindung (41,42) dient
DE19772710340 1971-12-07 1977-03-10 Antriebsverbindung für ein Registrierorgan in einem Fahrtschreiber Expired DE2710340C2 (de)

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