DE270484C - - Google Patents

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DE270484C
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Germany
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peat
chamber
heating
pressure
chambers
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat
    • C10F5/06Drying or de-watering peat combined with a carbonisation step for producing turfcoal

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Es ist bekannt, daß aus Torf, Schlick und sonstigen Pflanzenstoffen mit großem Feuchtigkeitsgehalt das Wasser durch Auspressen ohne weiteres nicht zu entfernen ist, sondern daß erst durch starke Erhitzung bei Überdruck in geschlossenen Gefäßen oder beim Durchpressen durch geheizte Rohre der Zustand des Materials derart verändert werden muß, daß dann eine mechanische Entwässerung erfolgen
ίο kann.
Nach vorliegendem Verfahren geschieht die Vorbereitung des Torfes o. dgl. zur Entwässerung in betriebssicherer Weise, indem nämlich der Torf durch eine Anzahl hinter-, neben- oder übereinander oder konzentrisch angeordnete Kammern hindurchgeführt wird und hierbei Dampf, Heizgase o. dgl. in entgegengesetzter Richtung durch den Torf geleitet werden. Durch das Hindurchleiten des Dampfes
0. dgl. durch den Torf wird dieser in allen seinen Bestandteilen gut erwärmt. In jeder Kammer bildet der dort lagernde Torf ο. dgl. einen syphonartigen Abschluß, und somit wird in jeder Kammer ein Druck herrschen, der an der Wärmezuführungsstelle der Gesamt anlage am höchsten ist und nach der Einführungsstelle für den Torf zu von Kammer zu Kammer abnimmt. Der Druck an der Wärmezuführungsstelle muß so groß sein, daß durch ihn der Widerstand überwunden werden kann, welcher durch die gesamten Torfmassen in allen Kammern gebildet wird und welcher nach der Einführungsstelle des Torfes zu von Kammer zu Kammer um die Lagerungshöhe des Torfes abnimmt.
Durch das Verfahren wird es ermöglicht, den Torf ο. dgl. in die erste Kammer unter einem beliebigen Anfangsdruck oder, wenn diese Kammer offen ist, unter dem Druck der Atmosphäre einzuführen. Der Torf 0. dgl. wird mittels geeigneter mechanischer Vorrichtungen, z. B. durch an einer sich drehenden Welle sitzende Flügel, von Kammer zu Kammer weitergebracht.
Bei Erhitzung des Torfes, sei es durch in ' eine oder mehrere Kammern eingeführten überhitzten Dampf, Heizgase oder durch innere oder äußere Erhitzung einzelner Kammern, entwickeln sich Dämpfe, die, der vorwärtsbewegten Torfmasse entgegen, nach der Kammer 50 · mit niedrigstem Druck bzw. nach der Einführungsstelle des Torfes hindrängen und dabei ein allmähliches Erhitzen des Torfes verursachen.
In den Fig. 1 und 2 sind zwei Ausführungsformen des Apparates beispielsweise dargestellt.
Der in Fig. 1 dargestellte Apparat besteht aus einem liegenden Kessel a mit einer Anzahl Zwischenwänden b, b1, die den Kessel in eine Anzahl Kammern einteilen, welche einmal oben und einmal unten verbunden sind. Die Zwischenwände b schließen oben, die Zwischenwände δ1 unten an die Kesselwand an. Die Torfmasse o. dgl. wird bei c eingefüllt und durch Flügel mit zweckmäßig geformten Schöpfern, welche an einer sich drehenden Welle
sitzen, von Kammer zu Kammer weiterbefördert. Durch äußere Feuerung d ist der Kessel nach Fig. ι bei der letzten Kammer e beheizt. Bei Erwärmung der Kammer e werden sich aus der nach dieser Kammer durch die Schöpfvorrichtung bewegten Masse Dämpfe und Gase entwickeln. Bei zunehmendem Druck in der Kammer e werden die Dämpfe auf die Oberfläche der Masse in der Kammer f drücken
ίο und dadurch wird die Masse bis zum unteren Ende der Zwischenwand b heruntergedrückt. In der nächsten Kammer g tritt dann der Dampf durch die Torfmasse hindurch, wodurch diese erhitzt wird. Derselbe Vorgang tritt bei weiterer Drucksteigerung in der nächsten Kammer ein, bis schließlich das Heizmittel oder die sich bei der Erwärmung des Torfes entwickelnden Dämpfe und Gase bei c oder aus einem besonderen Ventil I austreten. Die Beheizung kann natürlich auch so gehalten werden, daß der Dampf, bis zur letzten Kammer angelangt, gerade wieder kondensiert ist. Um den Wasserspiegel in e immer in der erforderlichen Höhe zu halten, ist der Abfluß durch ein Ventil m zu regeln. Die Wärme des abfließenden und später zur Presse geleiteten Schlammes kann natürlich zur Vorwärmung der Torfmasse dienen, ebenso die Abhitze des Kessels zur weiteren Beheizung anderer Kammern. Der scharfen Beheizung wegen mag es auch zweckmäßig sein, die Kammer e als Kessel für sich auszubilden. Ohne Feuerung d müßte das Heizmittel, wie Heizgase, überhitzter Dampf, in die Kammer β eingeführt werden. Der Torf kann den Apparat gegebenenfalls mit einer größeren Menge Wasser verlassen, als er bei seiner Einführung besaß.
In Fig. ι sind hintereinanderliegende Kammern dargestellt, in Fig. 2 dagegen übereinander angeordnete Kammern. Hier kann die mechanische Fortbewegung des Torfschlammes fortfallen, wenn die heißeste Kammer unten liegt und der Torf oben eingeführt wird.
Bringt man den schlammartigen Torf usw. in ein sich drehendes Gefäß mit spiralförmig angeordnetem Raum, so bilden sich die oben erwähnten Kammern oder Abteilungen von selbst, ohne daß Zwischenwände angeordnet sind.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Verfahren zur Vorbereitung des Torfes für die mechanische Entwässerung durch Erhitzung und Druck, dadurch gekennzeichnet, daß durch den in hintereinander oder in beliebiger anderer Weise angeordneten Kammern hindurchgeführten Torf Dampf, Heizgase 0. dgl. im Gegenstrom derart geleitet werden, daß nach der Torfeinführungsstelle zu Druck und Temperatur abnehmen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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