DE98035C - - Google Patents

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DE98035C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/002Evaporating or boiling sugar juice

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ganz allgemein findet man das Bestreben, die Circulation im Vakuum zu vergröfsern, welche auf die verschiedenste Art und Weise erzielt werden soll. Eine gute Circulation ist für die Wärmeübertragung von Bedeutung; dieselbe ist hingegen für die Krystallbildung, wie Erfinder beobachtet hat, von grofsem Nachtheil. Da es in der Zuckerfabrikation beim Verkochen besonders auf eine gute Krystallbildung ankommt, ist es erforderlich, die Bewegung der Massen im Vakuum zu vermindern. Dieses zu erreichen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Bei einer starken Bewegung der Masseh findet infolge der erheblichen Reibung der einzelnen gebildeten Krystalle unter sich eine ausgedehnte Bildung von Feinkrystall statt. Da infolge der starken Bewegung die Temperatur der Masse in . allen Theilen des Vakuums annähernd gleich ist, kann das gebildete Feinkrystall sich nicht wieder auflösen. W7ird nun aber im Vakuum eine Anordnung getroffen, welche die Circulation hemmt, so werden einerseits weniger Feinkrystalle gebildet werden, andererseits wird zwischen den oberen und unteren Schichten der Masse im Vakuum eine erhebliche Temperaturdifferenz entstehen (100C. und darüber). Infolge dessen befinden sich die unteren heifseren Schichten in einer weniger gesättigten Lösung als die oberen, so dafs etwa gebildetes Feinkorn sich wieder auflösen wird, wenn es in die weniger gesättigte Lösung gelangt.
Um die Circulation zu hemmen, werden in die Vakuen Klappen, Schieber oder dergl. eingebaut, von denen als Beispiel in den beiliegenden Zeichnungen 1 bis 8 einige Ausführungen dargestellt sind.
Fig. ι zeigt den Querschnitt durch ein Vakuum mit Klappe und Hemmungscylinder,
Fig. 2 den Querschnitt durch ein Vakuum allein mit Klappe, ■ . ;
Fig. 3 den Längsschnitt des Vakuums mit der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung,
- Fig. 4 den Längsschnitt des Vakuums mit der in Fig. 2 dargestellten Einrichtung,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Klappe mit Hemmcylinder,
Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Klappe mit Haltering, : '
Fig. 7 den Querschnitt eines Apparates Lexa-Herold mit der neuen Circulations-Hemmvorrichtung,
Fig. 8 den Längsschnitt durch ein Vakuum mit einer ringförmigen, konischen, kragenartigen Hemmvorrichtung.
Im Apparat A ist dicht über dem von Heizröhren freigelassenen Raum ein Ring B angebracht, welcher durch Stangen C nach den Wandungen des Apparates verspreizt wird. In diesem Ring B ist die Klappe D beweglich und kann durch Stange e mit Griff f von aufsen gehandhabt werden. Der Durchgang der Stange durch die Wandungen des Apparates ist durch Stopfbüchse g, abgedichtet, h sind Flacheisen, mittelst deren die Klappe an der Stange e befestigt wird.
Da bei den Vakuen die Zahl der in einer Linie liegenden Heizrohre nicht gleichmä'fsig ist, sondern nach der Mitte hin zunimmt (Fig. 3), so würde selbst bei der Anbringung der Klappen
allein immer noch eine' starke Circulation stattfinden, und zwar in der durch die Pfeile angegebenen Richtung (Fig. 3). Diese Ciculation wird dadurch hervorgerufen, dafs an den mittleren Heizrohrreihen mehr Dampf entwickelt wird als an den äufseren, wodurch eine Bewegung der gebildeten Dampfblasen stattfindet.
Um auch diese Circulation zu verhindern, wird der Cylinder i eingebaut, welcher durch den Konus K mit dem Haltering B verbunden ist.
Durch diese Anordnung wird den an dieser Stelle stärker aufsteigenden Massen ein gröfseres Hindernifs in den Weg gelegt und die angeführte seitliche Circulation beseitigt.
Bei den liegenden Kornkochapparaten System Lexa-Herold wird infolge der ungleichmäßig vertheilten Heizflächen dasselbe stattfinden, d. h. eine Circulation in den inneren Theilen aufwärts und in den äufseren Theilen abwärts eintreten. Hier hilft man sich durch das Einbauen von senkrechten, den Boden nicht erreichenden Längswänden mn, welche oberhalb der Rohre die von aufsen zu handhabenden, die ganze Länge des Vakuums entlang laufenden Drehklappen χ und y tragen und in der Mitte durch das dachförmige Schild % zusammenhängen. Diese Klappen können auch zwischen den Wänden m η und den Apparatwänden angeordnet werden, um so die absteigende Bewegung zu regeln.
Die Klappen oder Schieber kann man auch durch entsprechende, fest angeordnete Platten ersetzen, wodurch eine Regulirbarkeit der Circulation verloren geht, dieselbe aber doch auf ein bestimmtes Mais ein für allemal vermindert sein kann.
Die Handhabung der Vorrichtung ist eine sehr einfache. Beim Beginn des Kochens steht die Klappe D ganz offen; sobald Krystall gebildet und Feinkorn vorhanden ist, schliefst man die Klappe erst etwas und dann immer mehr, je weiter die Krystallisation fortschreitet, d. h. die Feinkrystalle zunehmen. Je mehr die Klappe geschlossen wird, desto gröfser wird die Temperaturdifferenz zwischen den oberen und unteren Flüssigkeitsschichten und desto mehr Krystallmehl wird aufgelöst bezw. gar nicht erst gebildet werden. ' ·
Bei einigen Vakuum-Kochapparaten, bei denen die Heizrohre etwas weiter von den Wandungen des Apparates abliegen, tritt eine lebhafte Circulation in diesem freien Raum ein. Um diese zu verhindern, wird das betreffende Vakuum mit, einem ringförmigen konischen Kragen Tp q (Fig. 8) an seinen Wandungen in der Höhe des obersten Heizrohres ausgestattet, wodurch die Circulation in jenem Raum aufgehoben wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Verhinderung der Bildung bezw. Wiederauflösung von Feinkrystallen im Vakuum, gekennzeichnet durch eine Verminderung der Circulation der Masse in demselben.
2. Zur Ausführung des unter Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens die Anordnung einer oder mehrerer von aufsen zu handhabenden Absperrvorrichtungen in oder über dem von Heizrohren freibleibenden inneren Raum der Vakuum-Kochapparate, zum Zweck, die Bewegung der Mafse nach Wunsch regeln zu können. . .:
3. Zur Ausführung des unter Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens die Anordnung von festen Theilen (Cylinder i, Fig. 3, Wände m n, Fig. 7, Cylinder m n, konischer ringförmiger Kragen ρ q, Fig. 8) im Innern des Vakuums.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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