DE26764C - Zündhütchenheber für gebrauchte Patronenhülsen - Google Patents
Zündhütchenheber für gebrauchte PatronenhülsenInfo
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- DE26764C DE26764C DENDAT26764D DE26764DA DE26764C DE 26764 C DE26764 C DE 26764C DE NDAT26764 D DENDAT26764 D DE NDAT26764D DE 26764D A DE26764D A DE 26764DA DE 26764 C DE26764 C DE 26764C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B33/00—Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
- F42B33/04—Fitting or extracting primers in or from fuzes or charges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vending Machines For Individual Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. August 1883 ab.
Die bisherigen Apparate zum Entfernen bezw. Ausdrücken der Zündhütchen aus gebrauchten
Metallpatronenhülsen mittelst Wasserdruckes sind von mancherlei Uebelständen begleitet, so dafs
keiner von ihnen im Stande war, den an sie gestellten Anforderungen zu genügen.
Bei dem vorliegenden Apparat sind diese Uebelstände zu beseitigen gesucht, so dafs mit
demselben bei einer Bedienung durch zwei Mann in der Stunde ca. 2000 bis 3000 Zündhütchen
aus den Hülsen entfernt werden können. Es geschieht dies durch einen vermittelst eines
Hammerschlages auf einen mit einem Kolben versehenen Stempel hervorgebrachten gleichzeitigen
Luft- und Wasserdruck, durch welchen ein Zündhütchen aus einer Hülse und eine vom
Zündhütchen befreite Hülse aus dem Apparat entfernt wird, während der Vorschub derart regulirt
ist, dafs immer nur die nächste mit Wasser gefüllte Hülse unter den Stempel gebracht
werden kann, in welcher Stellung die Arretirimg der die Hülsen enthaltenden Trommel
erfolgt.
Dieser Apparat besteht im wesentlichen aus der Trommel A, dem Gehäuse B, dem Stempel C
und der Bewegungsvorrichtung für die Trommel.
Die Trommel A, Fig. 1, ist mit acht Bohrungen
α für die Hülsen und in der Mitte mit einer solchen für den Drehbolzen versehen, um
welchen die Trommel rotirt. Letztere hat an ihrem oberen Theil die Aussparungen für die
Sperrklinke und die Zuhaltung für die Bewegungsvorrichtung.
In Fig. 2 ist das Gehäuse von unten gesehen dargestellt und werden die mit Wasser gefüllten
Hülsen durch das Loch D von "unten in die Trommel geschoben und durch eine in der
Bewegungsrichtung der Trommel aufsteigende Gleitbahn vollends in die Bohrungen · hineingeschoben,
falls dies nicht schon vorher durch den bedienenden Mann hat geschehen können.
Der Stempel C1 Fig. 3 und 6, befindet sich
mit seinem unteren Theil in einem Cylinder, welcher durch einen auf den Stempel geschraubten
Kolben g abgedichtet wird. Der obere Theil des Stempels C geht durch den
aufgeschraubten Cylinderdeckel, auf welchem sich noch ein Gummiring zur Aufnahme der
Stofswirkung des Stempelkopfes befindet. Im Innern des Cylinders befindet sich eine Schraubenfeder,
welche das Bestreben hat, den Kolben stets nach oben zu drücken. Der Cylinder hat
ferner am Boden einen schräg nach unten gehenden Kanal h, welcher gerade über derjenigen
Bohrung mündet, die vorher unter dem Stempel war und noch die Hülse enthält, aus
welcher das Zündhütchen entfernt worden ist.
Durch das Herunterdrücken des Stempels C wird nun die Luft durch den Kolben in dem
Cylinder zusammengeprefst und durch den Kanal h in die Bohrung gedrückt, welche vorher
unter dem Stempel war und die Hülse noch enthält. Letztere wird infolge dessen durch
den entstehenden Luftdruck aus der Bohrung heraus- und neben den Eimer in ein dazu aufgestelltes
Gefäfs oder zur Erde geschleudert. Während dies geschieht, dringt zugleich der
untere Theil des Stempels in die darunter befindliche, mit Wasser gefüllte Hülse und sucht,
dieses daraus zu verdrängen; da dasselbe aber weiter keinen Ausweg hat, als höchstens den
minimalen Zwischenraum zwischen Trommel
und Gehäuse, so ist es gezwungen, das Zündhütchen herauszupressen, welches dann durch
die Oeffnung i ebenfalls zur Erde fällt.
Der Stempel wird dann durch die Schraubenfeder wieder in seine höchste Stellung zurückgeschnellt
, und es kann dann die nächste Bohrung vorgeschoben werden, um die Operation zu wiederholen.
Der Mechanismus zur Drehung der Trommel (s. Fig. 3, 4 und 5) besteht aus dem Drehhebel b
mit aufgeschraubtem Griff, der Sperrklinke c, der Feder d und der Zuhaltung e und functionirt
folgendermafsen: Um eine andere Bohrung unter den Stempel zu bringen, wird der Hebel
aus seiner Stellung, Fig. 3 und 4, so weit zurückgeschoben, dafs die Sperrklinke hinter
den nächsten Zahn fällt. Während dieser Bewegung hat dann der Bund / des Drehhebels
die Gleitbahn / der Zuhaltung heruntergedrückt, so dafs die Nase derselben aus der Aussparung
der Trommel herausgehoben und letztere frei geworden ist. Bei dem nun erfolgenden Vorschieben
des Hebels und somit auch der Trommel durch die Sperrklinke verläfst der Bund die Gleitbahn wieder und die Zuhaltung wird
durch eine Feder auf die Trommel niedergedrückt, auf welcher sie so lange gleitet, bis
sie in die nächste Zahnlücke eingesprungen ist. In diesem Moment ist eine neue Bohrung unter
dem Stempel angekommen, und es kann wieder ein Schlag auf denselben erfolgen.
Claims (2)
1. Der in Fig. 6 der Zeichnung dargestellte Stempel C mit Kolben g zur Erzeugung
eines gleichzeitigen Luft- und Wasserdruckes zum Auspressen einer Hülse aus der Trommel
und eines Zündhütchens aus einer Hülse.
2. Die Bewegungsvorrichtung für die Trommel, bestehend aus dem Drehhebel b mit daraufsitzender
Sperrklinke c, der Feder d und der Zuhaltung e.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE26764C true DE26764C (de) |
Family
ID=303121
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT26764D Active DE26764C (de) | Zündhütchenheber für gebrauchte Patronenhülsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE26764C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001057467A1 (fr) * | 2000-02-04 | 2001-08-09 | Georges Andre Ernest | Dispositif de desamorçage des douilles metalliques berdan, boxer, a bourrelet, ou a gorge pour tous calibres |
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- DE DENDAT26764D patent/DE26764C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001057467A1 (fr) * | 2000-02-04 | 2001-08-09 | Georges Andre Ernest | Dispositif de desamorçage des douilles metalliques berdan, boxer, a bourrelet, ou a gorge pour tous calibres |
| FR2804753A1 (fr) * | 2000-02-04 | 2001-08-10 | Andre Ernest Georges | Dispositif de desamorcage des douilles metalliques berdan, boxer, a bourrelet ou a gorge, pour tous calibres |
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