DE265286C - - Google Patents

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DE265286C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F17/00Methods or devices for use in mines or tunnels, not covered elsewhere
    • E21F17/18Special adaptations of signalling or alarm devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 265286'-KLASSE 5d. GRUPPE
HEINRICH GRONO und WALTER KOCH in OBERHAUSEN, Rhld.
Signalvorrichtung für Bremsberge u.dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1913 ab.
Die bisher in Benutzung stehenden Signalvorrichtungen für Bremsberge u. dgl. arbeiten meist als Klopfer, indem ein durch einen Drahtzug bewegter Hammer auf eine Scheibe schlägt und dann vermöge seines Gewichts zurückfällt. Der Hammer spannt dabei durch sein Gewicht ständig den Signaldraht und muß bei langen Leitungen sehr schwer ausgeführt werden, um die Reibung in den Führungsösen und das
ίο Durchhängen des Drahtes zu überwinden, da er anderenfalls, und dies kommt in der Praxis oft vor, nach dem Schlag jeweilig unter der Signalscheibe hängen bleibt und immer von Hand in seine untere Stellung zurückgedrückt werden muß. Auch läßt sich die laut bergpolizeilicher Vorschrift vorgeschriebene Möglichkeit von Signalgebungen rückwärts nur sehr unvollkommen durch mehrmaliges ruckhaftes Anziehen des Drahtes ausführen. Diese Möglichkeit wird aber dann, wenn wegen der Länge des Drahtzuges unterwegs noch besondere, über Umlenkrollen laufende Spanngewichte aufgehängt sind, durch die damit stattfindende Unterteilung des Spannzuges auch noch aufgehoben, wie diese letztere Einrichtung überhaupt zu verwerfen ist mit Rücksicht auf die schlechte Beaufsichtigung der Spannge- _ wichte und die geringe Schmiegsamkeit des Drahtes auf den Umlenkrollen.
Die Erfindung geht zur Behebung dieser Mißstände von dem Grundgedanken eines zwischen Gebe- und Empfangsstelle einzuschaltenden starren Gestänges aus, das ja von beiden Stellen aus unter Aufwendung der entsprechenden Kraftleistung sowohl hin- wie auch wieder zurückbewegt werden kann. Selbst- ■ verständlich wäre eine solche Einrichtung gerade im Bergbau am allerwenigsten praktisch durchführbar. Gemäß der Erfindung wird aber nun ein einfacher Draht dadurch zu einem von beiden Enden aus hin und her bewegbaren, also gewissermaßen zu einem starren Gestänge gemacht, daß beide Enden desselben durch zwei einander entgegengesetzt gerichtete Federn oder Gewichtszüge voneinander abgezogen werden, so daß der Draht unter eine Spannung kommt, die sich auf die beiden Gewichts- oder Federzüge je zur Hälfte selbsttätig gleichmäßig verteilt. Wird nun auf einer Seite der Gewichtsoder Federzug ganz oder teilweise aufgehoben, so erhält der am anderen Ende angreifende Gegenzug das Übergewicht und bewegt den Draht in der von ihm ausgeübten Zugrichtung. Hierdurch könnte an sich schon ein Signal gegeben werden; da aber die Zusammendrückung einer schon gespannten Feder oder das Anheben eines Gewichts wegen der damit verbundenen Arbeitsleistung praktisch nur verhältnismäßig langsam vorgenommen werden kann, so wird gernäß der Erfindung als besonders geeignete Gelegenheit zur Ableitung einer Signalbewegung die durch plötzliche Freigabe des angehobenen Gewichts oder der zusammengedrückten Feder stattfindende Ausgleichung der beiden Spannwirkungen gegeneinander benutzt. Daraus geht auch hervor, daß im allgemeinen Gewichtszüge für die neue Anordnung weniger praktisch sind, da sie gerade für diese
zu einer energischen Signalgebung notwendige plötzliche Ausgleichung der Spannwirkungen gegeneinander zu »tot« arbeiten; mithin kommt für die praktische Ausführung vor allem die Spannwirkung mittels Feder in Betracht. Es ist natürlich ganz gleich, auf welcher Seite die Spannwirkung aufgehoben und plötzlich wieder freigegeben wird, so daß die erstrebte Möglichkeit der Signalgebung von beiden Seiten in
ίο einwandfreier Weise gegeben ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung ergibt sich noch, wenn die Signaleinrichtung zwecks möglichster Einfachheit aus einem in den Drahtzug eingeschalteten Klopfer besteht, der auf den Innenrand des zum Durchtritt des Drahtes vorgesehenen Loches der Signalscheibe schlägt. Dann darf nämlich der Draht nur in einer Richtung bewegt werden, da die öffnung den Durchs tritt des Klopfers bei der umgekehrten Bewegung nicht gestattet. Dies wird dadurch ermöglicht, daß für die zweite Signalstelle nicht gemäß dem oben Gesagten die dort befindliche Spannfeder, sondern auch von hier aus vermittels des Drahtzuges immer nur die an der ersten Stelle eingebaute Feder zusammengedrückt und plötzlich entlastet wird.
In dieser letzten Art ist eine Signalvorrichtung gemäß der Erfindung in der Zeichnung zur Darstellung gekommen, und zwar zeigt .30 Fig. ι die an beiden Signalstellen anzubringenden Federgehäuse mit einem Teil des Drahtzuges. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A -B und Fig. 3 ein solcher nach Linie C-D in Fig. 1. Fig. 4 zeigt die Gesamtanordnung einer Signalanlage.
Die Gesamtanlage setzt sich aus den beiden Federgehäusen a, die einander gegengleich ausgebildet sind, dem Spannschloß b und dem Draht c zusammen. In dem eckigen Kasten des Federgehäuses α ist in die nach oben offenen Schlitze der Seitenwände die Federstange d eingelegt und durch seitliche Deckel e mit nach unten offenen Schlitzen gesichert und gleichzeitig geführt. Auf der Stange d sitzt die Spiralfeder f, die sich einerseits gegen einen Bund g der Federstange und anderseits an die dem Drahtzug zugekehrte Seitenwand des Federgehäuses anlegt. Auf dieser Seite ist die Stange d zu einem Klöppel h ausgebildet und trägt gleichzeitig eine öse i zum Anschluß des Zugdrahtes c. An der entgegengesetzten Seite trägt die Stange d einen Nocken k, der mit einem Hebel l,_ welcher auf der Grundplatte m des Federgehäuses drehbar gelagert ist, zusammenarbeitet. Die Deckel e werden durch Schraubenbolzen η an das Federgehäuse angezogen. Gleichzeitig tragen diese Schraubenbolzen auf besonderen Verlängerungen mittels Stellschrauben befestigt die Signalscheiben 0, die so eingestellt werden, daß bei ausgeglichenen Federzügen die Klöppel h gerade an ihnen anliegen.
Die Wirkungsweise der ausgeglichenen Anlage, wie in Fig. 1 dargestellt, ist folgende: Soll von Punkt I nach Punkt II ein Signal gegeben werden, so wird der Hebel I auf I in der Pfeilrichtung so weit bewegt, bis der sich an seinen Kopf anlegende Nocken k von diesem Kopf abschnappt und somit die durch die Hebelbewegung zusammengedrückte Feder f sich wieder ausdehnt. Gleichzeitig und in demselben Maße mit dieser Zusammendrückung der Feder auf I hat sich die Feder auf II ausgedehnt und wird nun bei der durch das plötzliche Abschnappen bewirkten Freigabe der Feder auf I wieder zusammengezogen. Damit hat sich aber auch der Klöppel h auf II zunächst nach rechts von der Signalscheibe äbbewegt und trifft nun bei dieser plötzlichen Auslösung mit scharfem Schlag auf die Scheibe. Da die Anordnung keine Massenwirkungen auslöst, so findet auch kein oder nur ganz geringes Spiel um die Gleichgewichtslage herum statt. Der Signalschlag ist somit kurz und scharf ohne Nachklänge, da der Klöppel an der Scheibe liegen bleibt. Der Hebel kehrt nach seiner Ausschwingung vermöge seines schwereren unteren Armes selbsttätig in seine Ruhelage zurück. Die im Wege stehenden Nocken weichen dabei unter Drehung um ihren Anlenkungspunkt nach oben hin aus und kehren dann in ihre Sperrstellung unter Anlage an besondere Stützflächen selbsttätig zurück. Um dieses Zurückkehren möglichst zu sichern, werden die Nocken zweckmäßig noch durch besondere kleine Gegengewichte zur Unterstützung des Rückfallens beschwert, etwa so wie dies in der Zeichnung punktiert dargestellt ist. Dabei können dann die zwei Nockenteile zu beiden Seiten der Federstange bequem durch einen Verbindungsstift gekuppelt werden.
Soll von Ort II nach I signalisiert werden, so sind die Vorgänge in den Federkästen die gleichen. Nur wird die Federstange auf I jetzt nicht direkt durch den mit ihr zusammenarbeitenden Hebel und Nocken, sondern unter Vermittlung des Zugdrahtes c durch die Stange und den Hebel auf Punkt II bewegt. Es schlagen immer beide Klöppel an ihre Scheiben, so daß der Signalisierende gleich eine Kontrolle der von ihm gegebenen Signale hat.
Beim Einbau der Vorrichtung wird folgendermaßen vorgegangen. Die Federkästen werden zunächst mit ihrer Grundplatte auf Verzugbretter in geeigneter Lage zur Signalgebung befestigt. In den nicht gespannten Federgehausen liegen vorerst die Bunde g durch die vollständig ausgedehnten Federn f an der einen Seitenwand an, so daß die Feder den Kasten ganz ausfüllt. Der zwischen die beiden Gehäuse zu spannende Draht wird nun auf Paßlänge unter Zwischenlage des Spannschlosses b, und zwar natürlich schon so straff wie möglich ohne
Durchhängen eingeschaltet und danach durch Anziehen des letzteren unter Sicherung des Drahtes gegen Verdrehen die Federn so weit gespannt, daß die Bunde g ungefähr in der Mitte der Kästen stehen. Danach werden die Signalscheiben in die oben besprochene Lage eingestellt, und die Anlage ist betriebsfertig. Ist aus irgendeinem örtlichen Grund die Hebelbewegung in umgekehrter Weise nötig,
ίο z. B. bei Verlegung der gezeichneten Anordnung an einen rechten Stoß, um hier dem Abnehmer die gewohnte Bewegung des Hebels auf sich zu unter gleichzeitigem Imaugebehalten des Bremsberggleises zu ermöglichen, dann können die Nocken k umgestellt werden, wobei auch die Signalscheiben auf die andere Seite der Klöppel zu bringen sind. Um dies ohne vollständiges Herunterschrauben der Stellmuttern von den Schraubenbolzen zu ermöglichen, ist die Anordnung in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise getroffen. Danach kann die Scheibe unter Verschiebung in ihrem Befestigungsschlitz p an dem Klöppel h vorbeibewegt und dahinter wieder in der normalen Lage befestigt werden.
Es wird zweckmäßig sein, die Handhebel so schwer auszubilden, daß sie nach ihrer Signalbewegung selbsttätig in die gezeichnete Lage zurückkehren. Dementsprechend müßten dann bei stärkerem Einfallen oder Anlagen in saigeren Schächten diese Hebel als Winkelhebel ausgebildet sein, deren längere Arme senkrecht nach unten stehen.

Claims (7)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Signalvorrichtung für Bremsberge
    u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen zwei Signalorten verlegter Draht an beiden Enden durch voneinander abgerichtete Gewichts- oder Federzüge gespannt " und zum Zwecke der Signalgebung durch Aufheben und Freigeben eines Spannzuges von der einen oder anderen Seite aus hin- und herbewegt werden kann.
  2. 2. Signalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Spannzügen immer jeweilig nur der eine, und zwar auch bei Signalgebung von der Gegenstation unter Vermittlung des gespannten Zugdrahtes aufgehoben und wieder freigegeben wird, um eine Bewegung des Spanndrahtes aus der Ruhestellung nur nach einer Seite hin herbeizuführen.
  3. 3. Signalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzüge durch auf besonderen geführten Stangen sitzende Federn gebildet werden, so daß die jeweilige Aufhebung und Wiederfreigabe des Federzuges in bequemer Weise unter Vermittlung dieser Stangen mit Hilfe von an denselben angeordneten Schnappnocken bewirkt werden kann.
  4. 4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die völlig entspannten Federn, die auf den Führungsstangen sitzen, beim Aufbau der Anlage durch ein in den Signaldraht eingeschaltetes Spannschloß je nach Länge der Leitung mehr oder weniger gespannt werden.
  5. 5. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klöppel- oder Signaleinrichtung in der Achse des Spanndrahtes eingebaut und an der um letzteren greifenden Signalscheibe anliegt, so daß im Verein mit der einseitigen Bewegungsrichtung des Spanndrahtes die Klöppel beider Signalstellen unter vollständig gleichen Verhältnissen schlagen.
  6. 6. Signalvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsnocken der Federstangen und die Signalscheiben umstellbar sind, um einmal die ständige Benutzung der einen Feder zur Zusammendrückung mit der zweiten wechseln zu können, wie anderseits, um sowohl bei linkem als auch bei rechtem Stoß immer die gleiche Hebelbewegung für den Abnehmer zu ermöglichen.
  7. 7. Signalvorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß. die Schnappnocken um außerhalb des Schwerpunktes liegende Gelenke drehbar gelagert sind und sich nach der einen Richtung zwecks Signalgebung sperrend abstützen, während sie nach der anderen Richtung dem zurückkehrenden Hebel unter Hebung ihres Schwerpunktes frei ausweichen, um dann selbsttätig in die Sperrstellung zurückzufallen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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