DE264365C - - Google Patents

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DE264365C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 264365 KLASSE 86 c·. GRUPPE
durch das Fach geführt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1912 ab.
Schützenantriebe für Bandwebstühle, bei welchen die Schützen nicht mittels Zahngetriebe, sondern mittels Mitnehmerfinger durch das Fach geführt werden, sind bereits in verschiedenen Ausführungen bekannt. Hingegen weisen die bekanntesten davon durch die große Anzahl der beweglichen Teile bedeutende Ubelstände auf, welche deren Einführung, speziell für Seidenbandwebstühle, hinderlich sind, ιό Beim Gegenstand vorliegender Erfindung sind die beweglichen Teile und deren Dimensionen sehr reduziert, so daß sich die Schützenantriebsvorrichtung auch für Seidenbandwebstühle ohne weiteres anwenden läßt, wobei die Kettengänge gegenseitig näher gerückt werden können, so daß bei gleicher Ladenlänge mehr Bänder; hergestellt werden können. Beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zeigen:
Fig. i, 2 und 3 senkrechte Längsschnitte durch die Lade nach Linie A-B in Fig. 5,
Fig. 4 eine Vorderansicht einer Doppelläuferlade,
Fig. 5 einen Querschnitt durch dieselbe nach Linie C-D in Fig. 4.
Des besseren Verständnisses halber zeigen die Fig. ι bis 3 nur den Längsschnitt durch eine Einläuferlade, und zwar zeigt Fig. 1 eine Links-, Fig. 2 eine Mittel- und Fig. 3 eine Rechtsstellung der Schützen.
α sind die Schützen, b die Schützenführungen und c die Rietblätter. Für jede Schützenreihe ist an der Lade eine längsverschiebbare Schiene d vorgesehen, an welcher für jeden Schützen zwei Mitnehmerfinger f und f1 drehbar gelagert sind. Diesen Mitnehmerfingern entsprechen am Schützen zwei Ösen g, die so angeordnet sind, daß sie dem freien Ende des Mitnehmerfingers gestatten, kuppelnd in sie einzugreifen. Die Mitnehmerfinger f, f1 besitzen auf der Vorderseite je eine Steuerrolle i, welche sich in abgekröpften Nuten k der Lade bewegen. Die Abkröpfung dieser Nuten bildet zwei Äste, welche sich auf zwei verschiedenen Höhen zur Horizontalen befinden, und zwar so, daß, wenn bei der Bewegung der Schiene in der einen Richtung der eine der Mitnehmerfinger des zu einem Schützen gehörenden Paares, z. B. durch einen Nutenast, vermöge dessen kropfstelle in der. Höhenrichtung verschwenkt wird, der andere Finger durch die Kropfstelle seiner Nut im entgegengesetzten Sinne verschwenkt wird.
Dabei ergibt diese Anordnung, daß in der Mittelstellung beide Finger in den ösen des Schützen eingreifen (s. Fig. 2), während bei der Seitwärtsbewegung im einen oder andern Sinne der eine der Finger tiefer in die öse eingreift, während der andere vollständig auskuppelt, wie dies in den Fig. 1 und 3 genau verfolgt werden kann.
Dabei bildet der Mitnehmerfinger einen einarmigen Hebel, dessen eines Ende an der Mitnehmerschiene d befestigt ist, während das andere freie Ende nach aufwärts abgebogen ist, um in die ösen der Schützen eingreifen zu können, wobei die auf dem Finger be-
festigte Rolle in die abgekröpfte Führungsnut der Lade eingreift.
Durch die Anordnung von nur zwei beweglichen Mitnehmerfingern mit darauf befestigten Rollen, wobei jede weitere Führung überflüssig wird und keine weiteren beweglichen Teile zum Schützenantrieb benötigt werden, gestaltet sich die ganze Anordnung äußerst einfach und zuverlässig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schützenantrieb für Bandwebstühle, bei welchem die Schützen mittels Mitnehmerfinger durch das Fach geführt werden, wobei an einer längsverschiebbaren Schiene für jeden Schützen einer Reihe zwei Mitnehmerfinger drehbar befestigt sind und durch in der Lade vorgesehene Führungsnuten so bewegt werden, daß der eine Finger außer Eingriff kommt, wenn der andere mit dem Schützen gekuppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Mitnehmerfinger (f) einen einarmigen Hebel bildet, dessen eines Ende an der längsverschiebbaren Schiene (d) befestigt ist, während das andere freie Ende nach aufwärts abgebogen ist, um in die ösen des Schützens eingreifen zu können, wobei die auf dem Finger befestigte Führungsrolle (i) in eine der Führungsnuten der Lade eingreift, vermittels deren Abkröpfung der Mitnehmerfinger verschwenkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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