DE264147C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE264147C DE264147C DENDAT264147D DE264147DA DE264147C DE 264147 C DE264147 C DE 264147C DE NDAT264147 D DENDAT264147 D DE NDAT264147D DE 264147D A DE264147D A DE 264147DA DE 264147 C DE264147 C DE 264147C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- motor
- switch
- winding
- current
- generator
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 47
- 230000006698 induction Effects 0.000 claims description 9
- 230000005611 electricity Effects 0.000 claims description 2
- 238000012806 monitoring device Methods 0.000 claims 4
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 44
- 239000000872 buffer Substances 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 3
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 3
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 3
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 3
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/06—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
- B61L7/061—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission using electromotive driving means
- B61L7/062—Wiring diagrams
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 264147 KLASSE 20 L GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Stellen und zum Überwachen von Weichen
und Signalen o. dgl., bei der Wechselstrommotoren verwendet werden.
Das wesentliche Kennzeichen des Erfindungsgegenstandes beruht in der Verwendung
eines Elektromotors als Repulsionsmotor zum Umstellen der Weichen o. dgl., wobei der Motor mit z\vei Feldwicklungen
ίο versehen ist, die beide mit einer Einphasenwechselstromquelle
verbunden werden, wenn der Motor als Antriebsmotor läuft. Wenn die Bewegung und Verriegelung der Weichen
o. dgl. beendet ist, wird die eine der beiden Feldwicklungen des Motors von der Stromquelle
abgeschaltet und mit einer Anzeigevorrichtung verbunden, während der anderen Wicklung weiter Strom von der Stromquelle
aus zugeführt wird. Der Motor läuft nun als Einphaseninduktionsmotor weiter, und es wird
in der erstgenannten Wicklung ein Wechselstrom induziert, der der Anzeigevorrichtung
zugeführt wird und hier mit einem von der Stromquelle zugeführten Strom derart zusammenwirkt,
daß er dadurch die Bewegung und die Verriegelung der Weichen überwacht.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
ι stellt ein Paar Weichenzungen dar. Sie können durch einen Elektromotor 2 bewegt
werden, der aus irgendeiner geeigneten Stromquelle, wie z.B. einem Generator 4, mit Einphasenwechselstrom
gespeist wird. Der von dem Generator 4 gelieferte Strom kann unmittelbar durch einen Drehschalter 5 gesteuert
werden. Hierzu dient ein von Hand bewegter Überwachungshebel 6, der gewöhnlich einen
Hebel eines Stellwerkrahmens bildet und mit einer Anzeigevorrichtung 7 versehen ist. Ein
Stromunterbrecher 8 ist so angeordnet, daß er die Speisung des Motors 2 durch entsprechenden
Strom vom Generator 4 ermöglicht, aber ein unerwünschtes Anlaufen des Motors, beispielsweise
im Falle einer Kreuzung von Drähten, verhindert.
Der Motor 2 ist ein Repulsionsmotor und besitzt zwei Feldwicklungen 9 und 10 und
zwei Paare von Bürsten 11 und 12. Die Bürsten 11 sind dauernd durch einen Leiter 13
kurzgeschlossen, während die beiden anderen Bürsten 12 nur unter bestimmten Verhältnissen
kurzgeschlossen werden, wie im folgenden beschrieben wird. Die beiden Feldwicklungen
9 und 10 sind um ungefähr 900 gegeneinander versetzt, und ebenso sind die beiden
Bürstenpaare 11 und 12 um etwa 900 versetzt
gegeneinander angeordnet, wobei die Bürsten 11 mit der Richtung des resultierenden Magnetfeldes,
das durch die Wicklungen 9 und 10 erzeugt wird, einen Winkel von gewöhnlich
etwa 450 bilden.
Der Läufer des Motors 2 kann mit einer Schraubenvorrichtung 14 durch eine Kupplungseinrichtung
15 beliebiger Art verbunden werden. Das Schraubenglied 14 arbeitet mit
einer Mutter 16 zusammen, die an einer Stange 17 befestigt ist, so daß diese entsprechend
den beiden Umdrehungsrichtungen des
Motors, hin und her verschoben werden kann. Die Kupplungsvorrichtung 15 wird durch eine
Stange 18 gesteuert, indem zwei Ansätze an dieser mit der Mutter 16 abwechselnd in Eingriff
kommen können, wenn die Stange 17 das eine oder das andere Ende ihrer Bewegung
erreicht hat. Mit der Stange 17 ist eine Nockenscheibe 19 verbunden, die mittels eines
Schlitzes 20 einen Zapfen 21 der Zungenverbindungsstange
22 bewegt. Die Stange 17 besitzt Nocken 23 und 24, die je einen drehbar
angeordneten Schwingarm 25 und 26 umlegen, von denen der eine, 25, eine Reihe von Schaltern
27, 28, 29, 30 steuert, während der andere, 26, auf eine andere Reihe von Schaltern 31, 32,
33 und 34 einwirkt.
Der Drehschalter 5 besitzt ein schwingbares Glied 35, das bei 36 drehbar gelagert ist
und durch einen Anker 37 bewegt wird. Der Anker 37 ist so angeordnet, daß er durch zwei
Elektromagnete 38 und 39 in der einen oder anderen Richtung angezogen werden kann. In
der Ruhelage werden das schwingende Glied 35 und sein Anker 37 durch z\vei Federn 40
und 41, die mit einer Verlängerung 42 des Ankers 37 verbunden sind, in der Mittelstellung
gehalten. Bei der in der Zeichnung dargestellten Anordnung der Stromkreise ist es erforderlich,
daß, wenn das Glied 35 durch den einen oder anderen der Magnete 38 und 39 in eine seiner äußeren Stellungen bewegt worden
ist, es in der betreffenden Stellung gehalten wird, so daß die eben geschlossenen Kontakte
für eine kurze Zeit geschlossen bleiben, auch wenn der antreibende Elektromagnet ausgeschaltet
worden ist. Um dies zu erreichen, sind zwei Luftpuffer 43 und 44 vorgesehen, deren Kolben 45 und 46 mit der Verlängerung
42 zwangläufig verbunden sind. Jeder der beiden Kolben 45 und 46 ist mit einem Kanal
47 versehen, in dem ein Rückschlagventil angeordnet ist, so daß die Bewegung des Kolbens
nach dem unteren Teil oder dem geschlossenen Ende des Zylinders nicht verzögert wird, während der Be\vegung der KoI-■
ben 45 und 46 in der entgegengesetzten Richtung die Saugwirkung entgegensteht, so daß
diese Bewegung nur durch das Hindurchtreten von Luft rund um den Kolben überhaupt
ermöglicht wird. Um zu vermeiden, daß die Bewegung der beiden Kolben aus ihrer Mittelstellung nach außen gebremst
wird, ist in jedem der Luftpufferzylinder eine Nut 48 für den Durchtritt der Luft vorgesehen,
die sich von dem offenen Ende jedes Zylinders aus ungefähr über die Hälfte des Hubes des Kolbens erstreckt. Man erkennt
aus dem Gesagten, daß, wenn der Anker 37 und das Schwingglied 35 durch einen der
Elektromagnete in der einen Richtung bewegt werden, diese Bewegung durch die Luftpuffer
nicht gebremst wird, daß dagegen, wenn der Elektromagnet ausgeschaltet wird, die Rückwärtsbewegung
nach der Mitte zu unter dem Einfluß der Federn 40 und 41 nicht beginnen
kann, bis die Luft Zeit gehabt hat, hinter den Kolben des Luftpuffers, der geschlossen worden
ist, hindurchzutreten, so daß der erste Teil der Rückwärtsbewegung sehr langsam vor sich geht.
Das schwingende Glied 35 trägt die beweglichen Lamellen oder Finger von sieben Kontakten,
die mit 49, 50, 51, 52, 53, 54 und 55 bezeichnet sind. Die Wirkung der Kontakte
50, 51, 52, 53 und 54 ist aus der Zeichnung ohne weiteres zu erkennen und bedarf keiner
weiteren Erklärung. Die Kontakte 49 und 55 dagegen sind so eingerichtet, daß, wenn das
Schwingglied 35 in der: Mittelstellung ist, beide Kontakte 49 und 55 geschlossen sind;
wenn das Glied 35 in der Richtung des Pfeiles bewegt wird, so öffnet sich der Kontakt 55j
während der Kontakt 49 geschlossen bleibt, und wenn das Glied 35 in der entgegengesetzten
Richtung bewegt wird, öffnet sich umgekehrt der Kontakt 49, während 55 geschlossen
bleibt. Jede der Lamellen oder Finger der Kontakte 49 und 55 ist so ausgebildet, daß sie
die erforderliche Elastizität für diesen Zweck besitzen. Die Bewegung der Lamellen nach
außen gegen den mit ihnen zusammenwirkenden feststehenden Kontakt wird durch je einen Anschlag 56 begrenzt.
Der von Hand bewegte Hebel 6 besteht aus einer in der Längsrichtung verschiebbaren
Stange 57, die zwei Kontakte 58 und 59 trägt; er ist im allgemeinen einer der Hebel eines
Stellwerkrahmens und ist, wenn erforderlich, so angeordnet, daß er gegen andere Hebel desselben
Rahmens in der üblichen Weise gesperrt werden kann.
Die Bewegung des Hebels 6 wird durch die Anzeigevorrichtung 7 überwacht, die aus
einem Induktionsmotor 60 besteht, der zwei Ständerwicklungen 61 und 62 und einen Laufer
63 besitzt. Der Läufer 63 bewegt mittels eines Zahnrades ein Zahnsegment 64, das an
einem Hebel 65 angeordnet ist. Der Hebel 65 wirkt auf eine Klinke 66 derart ein, daß er
diese aus der Bahn der Nocken 67 und 68, die auf der Stange 57 sitzen, heraushebt.
Der Stromkreisunterbrecher 8 enthält einen beweglichen Kontakt 69, der in der Ruhelage
durch eine Feder 70 von den zugehörigen festen Kontakten entfernt gehalten wird und
gegen die Wirkung dieser Feder mit ihnen in Berührung gebracht werden kann durch einen
Motor 71, wenn dieser in einer bestimmten Umlaufsrichtung arbeitet. Der Motor 71 ist
ein Induktionsmotor und besitzt zwei Feld-
wicklungen 72 und 73 und einen Läufer 74, der durch ein Zahnrad eine Zahnstange 75, die
mit dem Kontakt 69 verbunden ist, verschiebt. Die beiden Wicklungen sind in dem Punkt j6
miteinander verbunden, und dieser Punkt ist durch die Leiter yy und 78 an die eine
Klemme des Generators 4 angeschlossen. Die beiden anderen Enden der Wicklungen 72 und
73 sind durch einen Widerstand 79 miteinander verbunden, wobei die eine Klemme des
Widerstandes 79 über eine Impedanz 81 zu einer Kraftsammeischiene 82 führt, die durch
Leiter 83, 84 und den Kontakt 69 des Stromkreisunterbrechers 8 mit der anderen Klemme
85 des Generators 4 in Verbindung steht. Die andere Klemme 86 des Widerstandes 79 ist
mit der Meldesammeischiene 87 verbunden. Man erkennt nun, daß bei dieser Anordnung,
. wenn der Strom von der Generatorklemme 85 durch die Klemme 80 des Widerstandes yg
nach dem Motor 71 gelangt, dieser Widerstand 79 mit der \Vicklung 73 in Reihe liegt,
und das vom Motor erzeugte Drehmoment den Kontakt 69 des Stromkreisunterbrechers in
der geschlossenen Stellung zu halten sucht, während, wenn der Strom durch die Klemme
86 dem Motor zugeführt wird, der Wider-. stand 79 mit der Wicklung 72 in Reihe ist und
dann das Drehmoment des Motors den Kontakt 69 offen zu halten sucht.
Der Stromkreisunterbrecher 69 kann zunächst von Hand geschlossen werden und
wird dann durch den Motor 71 geschlossen gehalten, indem dieser durch den Generator 4
in folgendem Stromkreis erregt -wird: Von der Generatorklemme 85 durch Leiter 84,
Kontakt 6g, Leiter 83, Kraftsammeischiene 82, Impedanz 81 nach der Klemme 80 des
Widerstandes yg, dann durch die Motorwickhingen
72 und 73 in Parallelschaltung miteinander, wobei der Widerstand 79 mit der Wicklung 73 in Reihe geschaltet ist, von hier
durch die Leiter yy und 78 zurück zur anderen Klemme des Generators 4. Die Motorwicklungen
72 und 73 werden also mit Strom von der richtigen Phase gespeist, so daß der Motor 71 den Unterbrecherkontakt 69 geschlossen
hält.
Die Kraft- und Meldesammelschienen 82 und 87 erstrecken sich durch einen Teil des
Stellwerkrahmens und können für eine größere Anzahl von Hebeln, wie einer bei 6 dargestellt ist, gleichzeitig dienen. Bei einem
kleinen Rahmen, der nur verhältnismäßig wenige solcher Hebel besitzt, können diese
beiden Sammelschienen für den ganzen Rahmen dienen. Für jedes Paar von Sammelschienen
sind nur ein einziger Generator 4 und Stromkreisunterbrecher 8 erforderlich, und es
kann ein einzelner Generator, wenn erforderlich, für eine beliebige Anzahl von Paaren
Sammelschienen, d. h. also für einen ganzen Stellwerkrahmen, dienen.
Die Wirkungsweise der ganzen Anordnung ist folgende: Wenn die Lage der Weichenzungen
geändert werden soll, so wird der Hebel 6 in der Richtung des Pfeiles bewegt, bis
er dadurch angehalten wird, daß der Nocken 68 mit der Klinke 66 in Eingriff kommt. Die
Kontakte 58 und 59 sind dann mit den Leitern 88 und 89 verbunden. Der Elektromagnet
38 wird vom Generator 4 durch Leiter 84, Kontakt 69, Leiter 83, Sammelschiene 82,
einen Leiter 90, die Motorwicklung 61, Leiter 88, Kontakt 58, Leiter 91, Schalter 27, einen
Leiter 92, Kontakt 49, einen Leiter 93, Magnetwicklung 38, Leiter 94 und 78 zurück zum
Generator 4 erregt. .Dadurch bewegt der Magnet 38 das schwingende Glied in der
durch den Pfeil angegebenen Richtung, so daß ein Stromkreis durch die beiden Feldwicklungen
des Weichenmotors 2 auf folgendem Wege zustande kommt: Vom Leiter 91 durch einen
Leiter 95, Kontakt 51, einen Leiter 96, Feldwicklung 10, einen Leiter 97, Kontakt 53, 8g
einen Leiter 98, Schalter 30, Leiter 99 und 100, durch die Feldwicklung 9, Leiter 101,94
und 78 zurück zum Generator 4. Die mit den Bürsten 12 verbundenen Leiter 102 und 103
sind am Schalter 29 unterbrochen, dagegen sind die Bürsten 11 kurzgeschlossen, und diese
Bürsten stehen in einem solchen AVinkel zu dem resultierenden, von den zwei Motorwicklungen
9, 10 erzeugten Feld, das der Motor 9 als Repulsionsmotor arbeitet und die Weichen
in die gewünschte Stellung -bewegt. Unmittelbar nachdem die Bewegung der Stange
17 begonnen hat, wird der Schwingarm 26 umgelegt und kehrt die Stellung der Schalter
3T> 32> 33 un<l 34 um, doch hat dies auf die
vorhin beschriebenen Stromkreise keinen Einfluß.
Wenn nun die Bewegung der Weichen beendigt ist und die Zungen durch die Wirkung
des länglichen Teiles des Schlitzes 20 verriegelt sind, so wird der Schwingarm 25 umgelegt,
so daß die Stellung der Schalter 27, 28, 29, 30 geändert wird. Am Schalter 30 wird
dann die Wicklung 9 von dem Motorstromkreis abgeschaltet und der den Motor durchlaufende
Strom vom Leiter 98 durch den Schalter 30, eine Impedanz 104 und die Leiter
105, 94 und 78 zum Generator 4 zurückgeleitet. Durch die Umlegung des Schalters 29
werden die Bürsten 12 kurzgeschlossen, indem ein Stromkreis von der rechten Bürste 12
durch den Leiter 103, Kontakt 52, einen Leiter 106, Schalter 29, Leiter 107 und 102 zu
der linken Bürste 12 gebildet wird. Der Motor 2 wird durch die Kupplung 15 von den
Weichen ι abgeschaltet und, da er bereits umläuft,
so läuft er auch weiter, indem er nun durch den der Wicklung io zugeführten
Strom als Einphaseninduktionsmotor betrieben wird. Diese Arbeitsweise bewirkt, daß
in der Wicklung 9 ein Strom erzeugt wird, dessen elektromotorische Kraft zu der der
Wicklung 10 ungefähr senkrecht steht. Der Strom fließt dann aus der Wicklung 9 durch
den Leiter 100, den Schalter 28, einen Leiter 108, den Kontakt 54, einen Leiter 109, Schalter
31, Leiter 110, Kontakt 59, Leiter 89, die
Wicklung 62 des Motors 60, die Meldesammeischiene 87, einen Leiter in, Klemme 86,
die Wicklungen 72 und 73 in Parallelschaltung miteinander, wobei der Widerstand 79
mit der Wicklung 72 in Reihe liegt, die Leiter 77,94 und 101 zur Wicklung 9 zurück. Der
Strom vom Generator 4, der die Wicklung 61 durchfließt, und der Strom aus der Wicklung
9, der durch die Wicklung 62 des Motors 60 fließt, wirken zusammen und lassen diesen
Motor in solcher Richtung umlaufen, daß er die Klinke 66 anhebt, und es kann nun die Bewegung
des Hebels 6 zu Ende geführt werden, so daß dieser in die punktiert angegebene Stellung kommt. Der der Klemme 86 ' zugeführte
Meldestrom und der der Klemme 80 zugeführte Kraftstrom wirken zusammen derart
auf den Stromkreisunterbrechermotor 71 ein, daß. der Kontakt 69 in der geschlossenen
Stellung gehalten wird, da die in der Wicklung 9 erzeugte elektromotorische Kraft ungefähr
senkrecht steht zu der elektromotorischen Kraft des Generators 4 und die Richtung der
durch diese elektromotorischen Kräfte erzeugten Ströme zueinander eine solche ist, daß die
resultierenden Ströme in den Wicklungen 72 und 73 in der Phase in derselben Richtung
gegeneinander versetzt sind, wie die diesen Wicklungen ■'vom Generator 4 durch die
Klemme 80 zugeführten Ströme.
Als der Schalter 27 bei Beendigung der Weichenbewegung geöffnet wurde, wurde auch
der Erregerstromkreis für den Magneten 38 unterbrochen; das schwingende Glied 35 ist
jedoch durch den Luftpuffer 43 lange genug in seiner Stellung gehalten worden, um zu ermöglichen,
daß der Meldemotor 60 die Klinke 66 bewegt. Wenn gegebenenfalls das schwingende Glied 35 freigegeben wird und in die
Mittelstellung zurückkehrt, so wird die Motorwicklung 10 von der Stromquelle abgeschaltet,
und der Motor 2 kommt zur Ruhe.
Die Bewegung der Weichen nach ihrer entgegengesetzten Lage wird in einer ähnlichen
Weise, wie vorhin beschrieben, ausgeführt, indem der Hebel 6 nach der ausgezogen dargestellten
Lage zurückgeführt wird, bis er durch den Nocken 67 angehalten wird; dadurch wird
der Elektromagnet 39 erregt und bewegt das Glied 35 entgegen der Richtung des Pfeiles.
Der Motor 2 läuft infolgedessen in einer solchen Richtung um, daß er die Weichen in ihre
ursprüngliche Stellung zurückführt, und nach Beendigung dieser Bewegung erzeugt die
Wicklung 9 wieder einen- Strom für den Meldemotor 60.
Gegen eine unrichtige Arbeitsweise, die beispielsweise bei falscher Schaltung der Leiter
eintreten könnte, ist die Vorrichtung in der folgenden Weise gesichert:
Wenn bei der in der Zeichnung dargestellten Lage der Teile der Leiter 91 durch Zufall
mit der Klemme 85 des Generators 4 verbunden werden sollte, so würde der Strom durch
den Leiter 91, Kontakt 58, Leiter 89, Wicklung 62, Meldesammelschiene: 87 und Leiter
in nach . der Klemme 86 fließen, von hier durch die miteinander parallel geschalteten
Motorwicklungen 72 und 73, wobei der Widerstand 79 mit der Wicklung 72 in Reihe liegt,
und zurück nach der anderen Klemme des Generators 4. Das Drehmoment, das der Motor
71 durch die Wirkung dieses Stromes erzeugt, ist dem Drehmoment entgegengesetzt, ,das
durch den vom Generator 4 der Klemme 80 zugeführten Strom erzeugt wird. Da aber
dieser Strom durch die Impedanz 81 hindurchfließen muß, so wird seine Wirkung auf den
Motor verringert und die Wirkung des querverlaufenden Stromes überwiegt, so daß der
Motor durch diesen ■ letzten Strom so angetrieben wird, daß er den Stromkreisunterbrecherkontakt
69 öffnet. Dadurch werden die Stromkreise der Elektromagnete 38 und 39 unterbrochen, und der Weichenmotor wird infolgedessen
nicht angetrieben. Wenn die unrichtige Schaltung oder Querverbindung beseitigt ist, kann der Unterbrecherkontakt 69
wieder von Hand geschlossen werden, und das ganze System ist dann wieder bereit für die
richtige Arbeitsweise. Es ist selbstverständlich wesentlich, daß der Wert der Impedanz
81 größer ist als der der Impedanz der Motorwicklung.
Wenn ein Leiter losgetrennt werden sollte und die Weichen von Hand in die der dargestellten
Lage entgegengesetzte Lage gebracht sind, und es wird nun der Leiter wieder angeschaltet,
so würde Strom vom Generator 4 durch den Kontakt 59, Leiter 110, Schalter
31, Leiter 109, Kontakt 55, Elektromagnet 39, Leiter 112 und 78 zurück zum Generator 4
fließen. . Durch die Erregung des Elektromagneten 39 wird das Glied 35 entgegen der
Pfeilrichtung bewegt, und die Weichen werden infolgedessen in die dargestellte Lage zurückgeführt.
Der Erfindungsgegenstand kann auch in
anderer Weise, als vorhin beschrieben, praktisch ausgeführt werden, und es können zahlreiche-Abänderungen
in der Anordnung, der Schaltung sowie in der Bauart der verschiedenen Vorrichtungen vorgenommen werden,
um das System den jeweiligen besonderen Verhältnissen anzupassen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ίο i. Elektrische Stell- und Überwachungsvorrichtung für Weichen, Signale u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechselstrommotor als Repulsionsmotor arbeitet, um die Weichen (Signale o. dgl.) umzustellen und hierauf als Induktionsmotor und Generator arbeitet, um Strom für eine Überwachungseinrichtung zu liefern.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselstrommotor (2) mit zwei Feldwicklungen (9 und 10) versehen ist, die zunächst so geschaltet werden, daß der Motor als Repulsionsmotor arbeitet, um die Weichen(1) zu bewegen, worauf nur die eine Wicklung (9) ■ weiter mit Strom gespeist wird, um den Motor als Einphaseninduk-' tionsmotor anzutreiben, während die andere Wicklung als Wicklung eines Induktionsgenerators wirkt und dazu dient, den Strom für die Überwachungseinrichtung (7) zu liefern.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung des Wechselstrommotors aus einem Repulsionsmotor in einen Induktionsmotor selbsttätig durch die Bewegung der Weiche (ι) bewirkt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der Weichenstellstange (17) Schalter (27,31) umgelegt werden, die zunächst mittelbar durch Steuermagnete (38,39) wechselweise ein Drehschalter (35) zum Anschließen der beiden Feldwicklungen (9, 10) des Motors (2) an die Kraftquelle (4) bewegen, während sie nach Beendigung der Verschiebung der Stellstange außer dem dauernd kurzgeschlossenen Bürstenpaar (11) noch ein zweites Paar von Bürsten (12) kurzschließen und die. eine Wicklung (10) des Motors (2) von der Stromquelle abschalten und mit einer elektrischen Einrichtung (7) zum Anzeigen der Zungenlage verbinden..5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) zum Anzeigen der Zungenlage durch einen Zweiphaseninduktionsmotor ■ (60) bewegt wird, dessen Strom durch einen Motorunterbrecher (8) mit Wicklungen (72, 73) überwacht wird, die derart mit einem Widerstand (79) zusammengeschaltet sind, daß- der Unterbrecher (8) bewegt wird oder in der geschlossenen oder offenen Stellung gehalten wird, je nachdem, ob die Schaltungen der Überwachungsvorrichtung richtig sind oder nicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE264147C true DE264147C (de) |
Family
ID=521488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264147D Active DE264147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE264147C (de) |
-
0
- DE DENDAT264147D patent/DE264147C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE264147C (de) | ||
| EP0645790A2 (de) | Anordnung zur Betätigung der Endlagenschalter bei einem elektromotorisch betriebenen Linear-Verstellantrieb | |
| DE3233015C1 (de) | Elektromotor zum wahlweisen Anschluß an Gleich- oder Wechselstrom | |
| DE123670C (de) | ||
| DE189166C (de) | ||
| DE716259C (de) | Einrichtung zur elektrischen Fernuebertragung von Stellungsanzeigen, insbesondere von Bordgeraeten u. dgl. in Flugzeugen | |
| DE256402C (de) | ||
| DE429227C (de) | Vorrichtung zur elektrischen Betaetigung von Schienenweichen und Signalen | |
| DE394662C (de) | Vorrichtung zur Ausrichtung von Lasten | |
| DE250900C (de) | ||
| DE624571C (de) | Aufschneidbarer elektrischer Weichenantrieb | |
| DE176443C (de) | ||
| DE242121C (de) | ||
| DE285313C (de) | ||
| DE83997C (de) | ||
| DE288277C (de) | ||
| DE93883C (de) | ||
| DE231935C (de) | ||
| DE262730C (de) | ||
| DE43717C (de) | Verfahren und Apparat, um von einem elektrischen Hauptstrom einen Strom von veränderlicher Stärke abzuleiten, ohne den übrig bleibenden Theil des Hauptstromes zu vernichten | |
| DE262926C (de) | ||
| DE272431C (de) | ||
| DE227698C (de) | ||
| DE277287C (de) | ||
| DE153761C (de) |