DE263335C - - Google Patents

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DE263335C
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corset
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corsets
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41CCORSETS; BRASSIERES
    • A41C1/00Corsets or girdles
    • A41C1/08Abdominal supports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 263335 KLASSE 3«.-GRUPPE
CARLA RECKER in HANNOVER. Korsett mit schürzenartiger Leibstützvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. November 1912 ab.
Durch die Erfindung wird bezweckt und erreicht, der Korsettträgerin eine besonders wirksame Unterstützung für den Leib (Unterleib) zu gewähren und dadurch zugleich eine schlanke Figur zu erzielen.
Bei den gewöhnlichen Korsetts wird meist der Leib der Trägerin nach unten gedrängt, weil die starren Vorderteile der modernen, eine gerade Vorderlinie zeigenden Korsetts dem
ίο Leib keinen Halt geben können und daher ein Nachunt en drängen der Weichteile bewirken.
Es sind auch Korsetts bekannt, bei welchen zwecks Behandlung eines starken Leibes eine quer darüber laufende Gummi- oder Stoffgurtbinde angebracht ist. Bei diesen Korsetts wird der Leib jedoch nur unvollkommen gestützt, da die verhältnismäßig schmalen Bänder nicht verhindern können, daß die Weichteile nach unten und oben hervorquellen, so daß ein häßliches, wellenförmiges Profil entsteht und die erwünschte geradlinige Vorderlinie nicht zustande kommen kann.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, unterhalb des Korsetts eine in der Mitte zu schließende, schürzenartige Leibstützvorrichtung anzuordnen, die in der Hüftengegend an das Korsett durch Verschnürung angeschlossen ist. Bei dieser Anordnung wird aber der über der Leibstützvorrichtung liegende Teil des Korsetts nicht mit gespannt und schlägt Falten. Gemäß der Erfindung ist zur erfolgreichen Beseitigung dieser Übelstände ein schürzenartiges Stoffstück an der Korsettvorderseite verstellbar angeordnet, und zwar ist dieses
3^ Stoffstück in wagerechter Richtung nach beiden Seiten hin anziehbar, im Bedarfsfalle auch in senkrechter Richtung verstellbar. Es greift genügend weit herab, um dem Leib eine Stütze zu bieten und dem Nachuntendrängen der Weichteile entgegenzuwirken.
Zur näheren Erläuterung dienen die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht und Fig. 2 die Seitenansicht eines Korsetts mit dem daran angebrachten schürzenartigen Leibträger a, der mit seinem spitz nach oben zulaufenden Ende a1 durch Annähen mit dem Korsetsttoff verbunden ist. Das Schließen dieses Korsetts erfolgt seitlich, wie aus Fig. 2 ersichtlich. Der unterhalb des festgenähten Teiles der Schürze befindliche breitere Teil, der eigentliche Leibträger, bedeckt den Leib der Trägerin vollkommen und ist zu beiden Seiten lösbar an dem Korsett befestigt, indem z. B. an dem Korsett zu beiden Seiten je ein Hakenpaar angebracht ist, in welche die ösenreihen b der Schürze α eingehängt werden können. Die Verlängerung der Schürze α nach unten bilden in bekannter Weise vier Strumpfhalter c1 bis c4.
Es ist klar, daß man durch Anziehen der beiderseitigen Stellenden der Schürze a, wodurch der Stoff schräg ■ nach oben gezogen wird, ein Hochheben und Stützen des Leibes erreichen kann. Bei sehr starkem Leibe wird sich die Schürze α zu einer gewissen Wölbung formen; jedoch wird auch in diesem Falle durch gleichmäßiges Zurückdrängen eine schlanke Figur erzielt, wobei auf alle Fälle die Tragwirkung von der Trägerin angenehm empfunden wird. Da die Strumpfhalter c den unteren Teil der Schürze nach innen ziehen, so wird dadurch die Wirkung der ganzen Einrichtung noch unterstützt.
Man kann, wie es ja bei Korsetts allgemein gebräuchlich ist, bei dieser Ausführungsform noch eine Gummieinlage zwischen dem oberen befestigten Teil a1 und der eigentlichen Schürze α einschalten, wodurch eine gewisse Nachgiebigkeit erzielt wird. Diese Gummieinlage ist in Fig. ia dargestellt und mit d bezeichnet. Hierbei kann man dieses elastische Zwischenstück dadurch anziehen, daß
ίο man die im unteren Schürzenteil senkrecht darunter befindliche Stellvorrichtung g, gl benutzt. Zieht man den Schürzenstoff nach unten hin mittels dieser Stellvorrichtung an, so wird der Leib infolge des nach oben wirkenden Zuges des Gummieinsatzes gehoben, und zwar im Zusammenwirken mit den nach beiden Seiten hin wirkenden Stellvorrichtungen b.
Die unteren Enden der Schürze, welche zwecks Bildung von Strumpfhaltern c1 bis c4 in senkrechter Richtung aufgespalten sind, lassen sich, wie Fig. ia zeigt, durch Verschnürung miteinander verbinden, indem man an den Rändern der keilförmigen Schlitze e1, e2, ea Schnürlöcher vorsieht und diese durch Schnürsenkel (oder auch Gummisenkel), ähnlich wie bei einer gewöhnlichen Korsettschnürung, miteinander verbindet. Dabei kann der mittlere Keilschlitz e2 etwas höher hinaufreichen, so daß man in der Lage ist, gleichzeitig einen Druck auf die Schenkel auszuüben und das Korsett auf der Vorderseite möglichst glatt anliegend zu gestalten. Hierdurch wird also auch die stützende Wirkung der Schürze a im Unterteil begünstigt, d, h. gerade dasjenige auf alle Fälle vermieden, was den Übelstand der bisherigen Korsetts bildet, nämlich das Nachuntendrängen des Leibes. Natürlich müssen bei Anwendung dieser vorbeschriebenen Verschnürung die beiderseitigen unteren Ränder h, h1 der Schürze α in der Höhe der eben beschriebenen Schnürung mit dem Korsettstoff zusammenhängen, damit der Schnürzug unmittelbar auf die Schenkelteile des Korsetts einwirken kann.
Unterhalb der Schürze ist das Korsett, wie in punktierten Linien angedeutet, ausgeschnitten. Es können in diesen Ausschnitt f wie üblich Gummizwischenlagen e eingeschaltet werden, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
Bei dem in Fig. 3 und 4 in Vorderansicht und in Seitenansicht veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist ein gewöhnliches, vorn gehaktes und hinten geschnürtes Korsett vorgesehen, das unterhalb der Schürze ebenfalls einen Ausschnitt f aufweist. Die Schürze a ist vollkommen abnehmbar, indem sowohl in senkrechter Richtung als in wagerechter Richtung lösbare Befestigungsmittel vorgesehen sind, z. B. in Form von am Korsett befestigten Haken g, welche in die in der Schürze a angeordneten ösen b und g1 eingehängt werden. So befinden sich z. B. vorn in der Mitte des Korsetts drei senkrecht übereinander angeordnete Haken g (Fig. 3) und im Bereich dieser Haken die ösen g1 an der Schürze a. Man kann also hierdurch zunächst die Schürze in senkrechter Richtung bezüglich der Höhe einstellen. An den Enden der Schürze zu beiden Seiten sind dieselben Ein stell vorrichtungen b vorgesehen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2, so daß man in der Lage ist, die Schürze nach zwei Richtungen hin anzuziehen. Dadurch, daß die Einstellvorrichtung b schräg nach oben wirkt, läßt sich der Leib durch Anziehen der Stellvorrichtung stützen.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel endigt die Schürze nach unten hin in die Strumpfhalter c1 bis c4, die, wie allgemein bekannt, den Zweck haben, die Schürze glatt zu ziehen.
Auf jeden Fall können die Einstellmittel b bzw. g auch anderer Art sein; so kann man statt Haken und Ösen unter Umständen auch Knöpfe, Druckknöpfe oder sonstige leicht lösbare Befestigungsmittel verwenden.
Die Strumpfhalter brauchen nicht unbedingt mit der Schürze α zusammenzuhängen; man kann die Schürze auch ohne Verbindung mit Strumpfhaltern verwenden, wenngleich der Anschluß dieser Halter die Wirkung der Schürze begünstigt.
Natürlich kann im übrigen die Form und Ausbildung des Korsetts verschieden sein.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Korsett mit schürzenartiger Leibstützvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Außenseite des Vorderteils des Korsetts angeordnete Leibstütz-
. vorrichtung (a) in wagerechter und im Bedarfsfalle auch in senkrechter Richtung verstellbar mit dem Korsett verbunden ist.
2. Korsett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schürzenartige Stoffstück (a) an seinem oberen Teil (a1) und
an seinen seitlichen unteren Rändern (h, h1) fest mit dem Korsett verbunden ist, über den Leib als verstellbare Leibbinde geht no und in der unteren Verlängerung keilförmige, in bekannter Weise durch Schnürsenkel verbundene Einschnitte (e1, e2, es) aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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