DE263243C - - Google Patents

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DE263243C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/037Stabilisation by additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 263243 KLASSE ill GRUPPE
in FRANKFURTa. M.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1911 ab.
Wasserstoffsuperoxyd erfährt von Jahr zu Jahr eine steigende industrielle Verwertung, obwohl es, trotz der vielen in Vorschlag gebrachten Mittel, immer noch nicht gelungen ist, die den aktiven Sauerstoff enthaltenden Lösungen derart zu stabilisieren, daß verlustlose Aufbewahrung und sparsamer Verbrauch bei der Verwendung ermöglicht wird. Das zuverlässigste Mittel, eine allzu weitgehende Zersetzung beim Aufbewahren hintanzuhalten, ist immer noch der Zusatz einer Säure, wie z. B. Schwefelsäure, Phosphorsäure usw., aber bei der Verwendung des Wasserstoffsuperoxyds ist meist, namentlich für Bleichzwecke, alkalische Reaktion unerläßlich, und in diesem Falle entweicht viel aktiver Sauerstoff unausgenutzt in die Luft.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, alkalische oder neutrale Lösungen, welche entweder Wasserstoffsuperoxyd in freier oder in latenter Form, z. B. als Perborat, enthalten, in einen derartigen Zustand zu versetzen, daß sie beim Aufbewahren nahezu unbegrenzt haltbar sind, und daß bei der Verwendung der aktive Sauerstoff außerordentlich wirksam ausgenutzt wird. Dieses Verfahren beruht auf der überraschenden Beobachtung, daß aktiven Sauerstoff enthaltende Lösungen eine außerordentliche Beständigkeit erlangen, wenn man sie mit Tonerde oder einem basischen Tonerdesalz, z. B. Tonerdesilikat, in fein zerteilten unlöslichen Zustand versetzt.
Zur Ausübung des Verfahrens kann man z. B. in folgender Weise vorgehen:
Wasserstoffsuperoxyd wird mit etwas Tonerdekalialaunlösung und darin mit so viel Natronlauge versetzt, daß Tonerde ungelöst in der Flüssigkeit suspendiert bleibt. Daß die außerordentliche Beständigkeit des so behandelten Wasserstoffsuperoxyds in der Tat an das Vorhandensein der ungelösten Aluminiumverbindung geknüpft ist, beweist folgender Versuch. Von der wie beschrieben versetzten Wasserstoffsuperoxydlösung nimmt man einen Teil; verteilt die Aluminiumverbindung darin durch Schütteln möglichst gleichmäßig und teilt alsdann in zwei Hälften. Aus der einen filtriert man die ungelöste Tonerdeverbindung ab, die andere Hälfte behält ihren Tonerdegehalt. Beide Flüssigkeiten werden jetzt unter sonst gleichen Bedingungen ruhig stehen gelassen. Die nitrierte Lösung erscheint ohnehin klar, die andere wird, infolge Absetzens des Niederschlags, nach kurzer Zeit ebenfalls klar erscheinen. Untersucht man nun beide Hälften, so findet man, daß diejenige, welche ihren Tonerdegehalt behalten hat, beständig bleibt, diejenige aber, welche bis zur Klarheit filtriert wurde, hat ihren Gehalt an aktiven Sauerstoff in wenigen
Tagen vollständig verloren. Diese beständig machende Wirkung tritt nicht nur bei reinen, d. h. insbesondere katalysatorenfreien Lösungen und bei gewöhnlicher Temperatur in die Erscheinung, sondern auch bei höheren Temperaturen und bei Flüssigkeiten, die Katalysatoren (z. B. Manganverbindungen) enthalten. Will man sich die aktiven Sauerstoff enthaltende Lösung aus festen Substanzen, z. B.
ίο aus Natriumperborat, herstellen, so kann der Zuschlag einer Tonerdeverbindung gemäß der beschriebenen Weise bereist zum festen Salz erfolgen, dergestalt, daß nach dem Auflösen des Persalzes die ungelöste Tonerdeverbindung in ihr enthalten ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Haltbarmachen von Lösungen des Wasserstoffsuperoxyds oder anderer aktiven Sauerstoff enthaltender Verbindungen, dadurch gekennzeichnet,' daß man die Lösungen mit Tonerde oder einem unlöslichen Tonerdesalz, z. B. Tonerdesilikat, versetzt.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der haltbar zu machenden Lösung das Aluminiumhydroxyd oder eine andere unlösliche Tonerdeverbindung erzeugt. ,30
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