DE262260C - - Google Patents

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DE262260C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/16Sealings between relatively-moving surfaces
    • F16J15/26Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for rigid sealing rings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVs 262260 KLASSE 47/. GRUPPE
GUSTAV HUHN in BERLIN.
Beim Gebrauch der gebräuchlichen geteilten Metallpackungsringe entsteht eine Schwierigkeit dadurch, daß die Teilringe an den Stoßstellen sich nicht von vornherein dicht berühren dürfen, weil andernfalls durch das Ausschleifen der Ringe an der Innenseite während der Benutzung sehr schnell ein Undichtwerden der Packung eintreten würde. Denn wenn sich die Teilringe an den Stoßstellen von vornherein dicht berühren würden, so könnten sie nach dem Ausschleifen nicht mehr nachgezogen und nachgedichtet werden. Man ist also bisher gezwungen, den lichten Durchmesser der Teilringe etwas geringer zu wählen als den Durchmesser der Kolbenstange oder Welle, gegen welche abgedichtet werden soll, so daß die Teilringe sich an den Stoßstellen nicht eng berühren können. Um zu verhindern, daß durch die so gebildeten Schnittfugen Dampf oder das sonstige Mittel, gegen welches abgedichtet werden soll, hindurchtreten kann, hilft man sich in der Regel in der Weise, daß die Stoßstellen der übereinanderliegenden Ringe versetzt angeordnet werden. Dieses Hilfsmittel ist aber einerseits unvollkommen und führt andererseits nicht in allen Fällen zum Ziel, namentlich nicht da, wo die Ringe abwechselnd nach innen und außen, d. h. gegen die Kolbenstange oder die Welle und gegen die Innen wandung des Stopfbuchsengehäuses abdichten sollen, wie dies namentlich bei den Stopfbuchsen von gewissen Heißdampflokomotiven der Fall ist.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun dieser Ubelstand vollständig und für alle Fälle beseitigt. Zu diesem Zweck wird von den aneinanderstoßenden Enden der aus Weißmetall bestehenden Teilringe das eine hohl und spitzwandig . oder dünn bzw. dünnwandig ausgebildet, und die Teilringe erhalten von vornherein denjenigen lichten Durchmesser, welcher dem Durchmesser der Kolbenstange oder Welle genau entspricht, so daß sich die Teilringe an den Stoßstellen von vornherein ganz dicht berühren und die schädliche Fuge, die Dampf durchtreten läßt, wegfällt. Während bisher, sobald die die Stange berührenden geteilten Ringe infolge des Ausschlei fens ihrer Innenseite beim Nachstellen an den Teilfugen zusammenkamen, die Packung demontiert und durch Wegfeilen an den Stirnflächen der Teilringe neuerdings wieder Spielraum geschaffen werden mußte, fällt diese namentlich im Lokomotivbetrieb sehr störende Notwendigkeit gemäß der Erfindung weg. Denn da die Ringwandungen des einen der zusammenstoßenden Enden der Teilringe dünn sind, so werden diese dünnen Wandungen · teils beim Nachstellen der Ringe entsprechend zusammengedrückt, teils durch die im Betrieb entstehende zitternde Bewegung und durch die durch Berührung der Stirnflächen entstehende Reibung schnell abgewetzt. Der betreffende Teilring verkürzt sich somit an dem verdünnten Ende im Verhältnis zur Abnutzung der inneren Ringfläche. Die dichte Berührung der Ringinnenflächen mit der Stange und die dichte Berührung der Stirnflächen an den Schnittfugen bleibt somit bestehen.
Der Erfindungsgegenstand ist anwendbar auf alle Arten von Metallringen, eignet sich besonders aber auch für hohle, mit Schmier-
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stoff gefüllte und an der Innenseite mit Austrittsöffnungen für diese versehene Weißmetallringe der bekannten Art.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch eine mit solchen Ringen versehene Stopfbuchse, Fig. ζ einen aus zwei Teilringen zusammengesetzten Hohlring in Oberansicht
ίο und teilweisem Schnitt und Fig. 3 die beiden zusammenstoßenden Enden eines derartigen geteilten Ringes in perspektivischer Ansicht und auseinandergerücktem Zustand.
Die in Fig. 1 gezeigte Stopfbuchsenpackung besteht abwechselnd aus hohlen, mit Schmierstoff gefüllten und mit Austrittsöffnungen an der Innenseite versehenen Weißmetallringen 1 und vollen Ringen 2 und 3. Beide Arten von Ringen, die hohlen wie die vollen, sind keilförmig ausgebildet, derart, daß die Hohlringe ι gegen die Kolbenstange oder Welle 4, die vollen Ringe 2 und 3 gegen die Wandung der Stopfbuchse 5 gepreßt werden. Zur Ausübung des Preßdruckes dient eine am Boden der Stopfbuchse angeordnete bekannte Feder 6. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sollen die vollen Ringe 2 und 3 aus Gußeisen oder Rotguß bestehen, während die Hohlringe 1 aus Weißmetall sind. Es kommt nun darauf an, daß die Teilringe 7 und 8 (s. Fig. 2 und 3) an den Stoßstellen 9 sich dicht berühren, während dies bei den Vollringen 2 und 3, wie bei 10 ersichtlich, nicht der Fall ist, weil diese Teilringe ja von der Welle weggedrückt werden.
Um nun trotz der engen Berührung der Teilringe 7 und 8 ein Nachstellen bei der Abnutzung zu ermöglichen, sind an dem einen Ende jedes der Teilringe die Wandungen, wie bei 11 ersichtlich, verdünnt. Dies ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel in der Weise geschehen, daß sich die Wandungen der hohlen Ringe nach dem betreffenden Ende hin kegelförmig bzw. pyramidenförmig verjüngen. Der Verschlußpfropfen 12 ist an diesem Ringende entsprechend weit ins Innere des Teilringes hinein verlegt, so daß die dünnwandigen Ringenden außerhalb des Pfropfens 12 sich befinden. Das anstoßende Ende 13 des anderen Teilringes hat die gewöhnliche Ausbildung,
d. h. der Teilring besitzt an diesem Ende normale Wandstärke, und dementsprechend hegt auch der Verschlußpfropfen hier an der üblichen Stelle.
Es ist ohne weiteres verständlich, daß die dünnen Wandungen 11 beim Nachstellen der ausgeschliffenen Ringe durch die anstoßenden normalstarken Wandungen der Enden 13 zusammengedrückt werden, so daß dieses Nachstellen trotz der dichten Berührung der Ringe möglich bleibt.
Statt die Verdünnung der Wandungen durch kegelförmige Verjüngung derselben zu bewirken, kann man natürlich auch die Enden gegen den übrigen Teil der Wandungen absetzen, so daß die Verdünnung an allen Stellen des betreffenden Ringendes gleichmäßig ist. Statt je ein Ende eines Teilringes in dieser Weise in seinen Wandungen zu verdünnen, kann man natürlich auch beide Enden eines Teilringes mit verdünnten Wandungen versehen und diesen Teilring dann mit einem normalen Teilring zusammenbringen; indessen wird sich die im Ausführungsbeispiel gezeigte Art deswegen in der Regel mehr empfehlen, weil dann nur eine Sorte von Teilringen hergestellt zu werden braucht, bei der das eine Ende mit verdünnter Wandung versehen ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Geteilter Packungsring aus Weißmetall mit rohrartig hohlen Enden, dadurch gekennzeichnet, daß von den aneinanderstoßenden Enden der Teilringe das eine dünnwandig ausgebildet ist, so daß diese dünnen Wandungen durch den Druck oder die vibrierende Aneinanderreihung des anstoßenden Ringendes sich im Verhältnis zu der Abnutzung in der inneren Ringfläche zusammendrücken oder abwetzen.
2. Geteilter Packungsring nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dünnwandigkeit der Stoßenden des Ringes durch Wegnahme des Fleisches im Innern des Ringes herbeigeführt ist, so daß die Außenwandungen des Ringes auch an den dünnwandigen Stoßenden vollkommen unverändert stehenbleiben.
3. Geteilter Packungsring nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder iOo Teilring am einen Ende verdünnte und am anderen normale Wandungen besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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