DE262187C - - Google Patents

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DE262187C
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plug
switch
selector switch
contact
pawl
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/26Devices for calling a subscriber
    • H04M1/52Arrangements wherein a dial or the like is mechanically coupled to a line selector

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 262187 KLASSE 21 a. GRUPPE
wahlweise verbunden werden kann.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1911 ab.
Für Fernsprechumschalter, bei denen es < möglich sein soll, eine Anzahl Sprechstellen mit verschiedenen Sprech- oder Signalleitungen zu verbinden, ist zur bequemeren Bedienung und zur Vereinfachung des Apparates vorgeschlagen worden, mehrere vorgebildete Verbindungsstellen in Form von Kontaktfedersätzen in eine einzige Klinke, die der betreffenden Sprechstelle zugeordnet ist, hintereinander einzubauen; so daß mit geeigneten Ansätzen versehene schnurlose Stöpsel, wenn in die Klinke eingeführt, je eine andere Verbindung herstellen.
Bei dieser Anordnung müssen mit den einzelnen Verbindungsstellen verschiedene Stöpsel zusammenwirken, was trotz sorgfältigster Justierung der Schaltfedern zu Störungen infolge der Abnutzung (Klemmungen, ungenügenden Kontaktdruck usw.) führt. Ferner
ao müssen die eigentlichen Kontakte, wenn sie (wie z. B. für Postnebenstellenbetrieb vorgeschrieben ist) von außen unzugänglich sein sollen, durch Deckfedern geschützt werden, wodurch der ohnehin meist komplizierte Federsatz weiter belastet wird.
Es sind ferner Klinken bekannt, bei denen eine zweifache Bewegung des Stöpsels, z. B. zuerst Einstecken und dann Drehen, erforderlich ist, um eine bestimmte Leitung anzuschließen.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Klinke derart ausgebildet, daß der Stöpsel statt zweier koordinierter Bewegungen nur eine einzige geradlinige Bewegung auszuführen braucht, um eine beliebige Leitung des zur Klinke gehörigen Leitungssatzes anzuschließen, so daß die Handhabung wesentlich vereinfacht ist. Der Anschluß der bestimmten gewünschten Leitung wird dabei durch die verschiedene Einstecktiefe des Stöpsels bestimmt, und es können zweckmäßig für die verschiedenen Leitungen verschieden lange Stöpsel benutzt werden. Der Stöpsel wirkt auf ein in der Klinke beweglich gelagertes Organ, welches die Klinkenöffnung in der Ruhelage gegen unbefugte Eingriffe verschließt und beim Einstecken des Stöpsels von diesem entsprechend bewegt wird, wobei es den gewünschten Kontaktschluß im Innern der Klinke herstellt. Das bewegliche Organ kann beispielsweise durch einen in Richtung der Stöpselachse verschiebbaren Druckstift oder durch einen pendelnd angeordneten Kontaktarm usw. gebildet werden. Der Stöpsel wirkt ferner am Ende seiner Bewegung auf einen Schalter, welcher die Aufgabe hat, den vom beweglichen Organ hergestellten Kontaktschluß erst nach vollkommener Einführung des Stöpsels elektrisch wirksam zu machen, um Doppelverbindungen und sonstige Störungen zu verhindern.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsformen näher veranschaulicht.
In Fig. ι ist in zwei zur Klinkentafel a parallelen Wänden b, c ein nicht auswechselbarer Kolben d geführt, welcher durch eine Feder e für gewöhnlich ganz (nach links in der Zeichnung) aus der Wand b her vorgedrängt wird. Ein durch die Buchse f der Wand a
eingeführter Stöpsel g kann den Kolben d je nach der möglichen Einstecktiefe des Stöpsels mehr oder weniger nach rechts in der Zeichnung gegen den Federdruck verschieben, wobei ein leitender Ring χ des Kolbens d erstens stets eine Feder i von einer zweiten an ein Privatleitungsnetz P angeschlossenen Feder k abhebt und zweitens sich unter einer von verschieden langen Kontaktfedern h einstellt. Ist
ίο der Stöpsel g ganz eingesteckt, so drängt sein verstärkter Teil einen unter der Wirkung einer Feder η stehenden Hebel m zur Seite und dieser drückt alle Federn h gegen den Kolben d, wobei jedoch nur die eingestellte Feder in Berührung mit dem Ring χ kommt (die Federn h liegen in der Zeichnung hintereinander und sind voneinander isoliert). Alsdann ist der an Feder i angeschlossene Sprechapparat der zur Klinke gehörigen Sprechstelle
ao über den Ring χ mit der an der aufliegenden Feder h angeschlossenen Leitung verbunden. Beim Ausziehen des Stöpsels kehren unter Wirkung der Federn e und η alle Teile in die Ruhelage zurück. Durch den Druck des Hebels wt wird der Stöpsel g und der Kolben d gegen den Druck der Feder e in seiner Verbindungsstellung gehalten.
In Fig. 2 bewegt der durch die Buchse f der Klinkenwand α eingeführte Stöpsel g einen um 0 drehbaren Arm ft, dessen Zahnbogen q durch einen Trieb r einen Schaltarm s in Richtung des Pfeiles über eine Kontaktbahn t führt. An diese Kontakte sind die verschiedenen Verkehrsleitungen h angeschlossen, mit denen durch entsprechende Einstellung des Armes s der Sprechapparat der Sprechstelle T verbunden werden soll. Sofort beim Bewegen des Armes ft wird durch einen Nocken u die Feder i von der Feder k abgehoben und dadurch die Sprechstelle T von Leitungen P abgetrennt, so daß nach Einstellung des Wahlschalters die Sprechstelle T über i, u, p, r, s, t nur mit der gewünschten Leitung h verbunden ist. Diese Verbindung findet jedoch am Arm s erst statt, wenn der Stöpsel g ganz eingesteckt wird. Sein dickerer Teil verdrängt dabei einen um 0' drehbaren Hebel m, dessen Rolle y auf den Arm ft' (s. die Nebenfigur) eines auf der Achse 0" des Zahntriebes r sitzenden Ringes nn aufläuft. Der Ring wird gedreht und verdrängt durch seinen konischen Teil die konische Nabe des Zahntriebes gegen die Kraft einer Spiralfeder ns (nach rechts in der Nebenfigur), so daß der Arm s sich an den ihm gegenüberstehenden Kontakt t anlegt. Eine Drehung der Nabe von r auf der Achse 0" wird durch einen Gleitstift nt verhindert.
Beim Ausziehen des Stöpsels g nimmt derselbe, weil er durch Federn t' umklammert wird, den Arm ft mit in die Ruhelage zurück, wobei zuletzt die Federn t' durch Anschlag gegen die Wand α abgestreift werden. Alle Teile des ortsfesten Schalters sind auf einer an der Wand α befestigten Montageplatte angeordnet.
Die Fig. 2 läßt erkennen, daß man bezüglich der Einzelanordnung der Schaltteile in weiten Grenzen von dem notwendigerweise geraden Wege des Stöpsels unabhängig ist. Natürlich könnte aber auch statt des Stöpsels ein drehbarer Schlüssel benutzt werden. Ein besonderer Vorteil der dargestellten Ausführungsform ist es, daß zur Beeinflussung des gemeinsamen Schalters i, k kein Drehen des Stöpsels, wie es naheliegt, nötig ist, sondern dies sofort bei der Einführung des Stöpsels g, und zwar im ersten Teil seiner Bewegung, erfolgt. Hierdurch wird nicht nur eine doppelte Beweglichkeit des Stöpsels und die komplizierten Einrichtungen hierfür erspart, sondern auch — da anderseits die Anschließung an die gewünschte Leitung erst nach der Einstellung des Wahlschalters stattfindet — die Sprechstelle während der Einstellung ganz stromlos gemacht, so daß irgendwelche störenden Stromlaufe nicht auftreten können. Durch die Mitbenutzung des Ringes χ in Fig. 1 ist die erforderliche Schaltvorrichtung sehr vereinfacht. Eine ähnliche Vereinfachung ist durch die Mitbenutzug des, Hebels m zur Sperrung des Stöpsels in der Arbeitslage erzielt, die an sich durch irgendeine andere besondere Sperrvorrichtung ebenfalls erreichbar ist. Die Federn h in Fig. ι können vermittels kinematischer Umkehrung auch auf dem Kolben d sitzen und z. B. einzeln unter dem Hebel m eingestellt werden, der die betreffende Feder an einen Kontakt wie i drückt. · In Fig. 2 kann an die Stelle des Schaltarmes s, der feste Kontakte t überstreicht, ebenfalls durch kinematische Umkehrung eine Schaltwalze treten, auf deren Umfang Kontaktfedern schleifen.
Fig. 3 zeigt die Anordnung nach Fig. 1 in der Ruhelage mit dem Unterschied, daß die in Fig. ι .durch den Ring χ bewirkte Trennung der Kontakte i, k durch einen besonderen Schalter bewirkt wird, der durch einen Stift d' des Kolbens d umgelegt wird. Dieser Schalter trennt den Sprechapparat T von dem Privatleitungsnetz P ab. Der Sprechapparat ist dann nur noch in Verbindung mit einer Kontaktfeder w", die durch den Hebel m nach Einstellung des Kolbens d an den Ring # gedrückt wird, so daß die Sprechstelle erst jetzt wieder eine Leitungsverbindung hat.

Claims (7)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Mehrfachschalter, durch welchen eine Sprechstelle mit mehreren Verkehrsleitungen wahlweise verbunden werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Sprechstelle (T) mit einer Verkehrsleitung
    (h) durch einen in einer Klinke (a, f) eingebauten Wahlschalter (m, h, χ bzw. ft, q, r, s, t) in solcher Weise bewirkt wird, daß ein in die Klinke eingesteckter Stöpsel (g) lediglich durch die geradlinige Einsteckbewegung erstens den Wahlschalter (z. B. durch Verschieben eines Druckstiftes d) einstellt und zweitens hierauf die Sprechstelle mit der gewählten Leitung durch to Beeinflussung eines weiteren Schalters (m) verbindet.
  2. 2. Mehrfachschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Klinke (a, f) eingebaute Wahlschalter (ft, q, r, s, t) derart ausgebildet und angeordnet ist, daß der in die Klinke eingesteckte Stöpsel (g) durch seinen geradlinigen Arbeitsweg eine Kurbel 0. dgl. drehbaren Teil (ft) des Wahlschalters unmittelbar entsprechend dreht, zum Zwecke, eine große Anzahl von Kontaktstellen (t) bei - kleinem Arbeitsweg des Stöpsels zu beherrschen.
  3. 3. Mehrfachschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wahlschalter (ft, q, r, s, t) durch den geradlinig ausgezogenen Stöpsel (g) selbst in seine Ruhelage (z. B. mittels Kuppelung t') zurückgeführt wird.
  4. 4. Mehrfachschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der stromleitende Kontakt (x bzw. t) des Wahlschalters (m, h, χ bzw. ft, q, r, s, t) erst nach dessen Einstellung durch einen vom Stöpsel (g) am Ende seines geradlinigen Arbeitsweges bewegten, auf die Kontaktorgane (h bzw. t) des Wahlschalters wirkenden Hebel (m bzw. nn) o. dgl. hergestellt wird.
  5. 5. Mehrfachschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Kontaktteile (h) zur Wirkung bringende, vom Stöpsel (g) bewegte Organ (m) zugleich zur Sperrung des Stöpsels (g) in seiner Ruhelage gegen eine Rückzugfeder (e) des Wahlschalters (d) dient.
  6. 6. Mehrfachschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einführen des Stöpsels (g) der Sprechapparat (T) zunächst von seiner Ruheverbindung (bei i, k) mit anderen Leitungen (P) abgetrennt und erst in der Arbeitslage des Wahlschalters (m, h, χ bzw. ft, q, r, s, t) mit der an diesem eingestellten Leitung (zwischen h, χ bzw. w", χ bzw. s, t) verbunden wird, zum Zwecke, die Station während der Bewegung des Schalters stromlos zu machen und störende Stromübergänge auszuschließen.
  7. 7. Mehrfachschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Stöpsei (g) bewegter Kolben (d) mit einem auf eine beliebige Leitungsfeder (h) einstellbaren Kontaktring (x) zugleich den Umschaltekontakt (k) eines für alle Leitungsverbindungen gemeinsamen Schalters (i, k) bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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