DE260993C - - Google Patents

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DE260993C
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soda
borax
alkalis
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alkali borates
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/22Purification
    • C01D7/24Crystallisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei einigen chemischen Verfahren werden Laugen erhalten, die neben Soda Borax oder andere Alkaliborate enthalten. So werden z. B. bei der Herstellung von Natriumperborat gemaß dem Verfahren der Patente 193722 und 218569 Mutterlaugen erhalten, die neben viel Soda Alkaliborate enthalten. Geht man bei der Herstellung des Perborats von Borax aus, so erhält man entsprechend der Gleichung
Na2B4O7 + 4Na2O2 + 3 CO2
= 4NaBO3^3Na2C O3
auf 4 Mol. Perborat 3 Mol. Soda.
Die Mutterlaugen enthalten natürlich nicht nur die theoretische Menge Soda, sondern auch, wie oben erwähnt, Borate in Form von Perborat oder Borax, der entweder im Überschuß angewandt wurde oder nicht zur Reaktion gelangte.
Die in den Mutterlaugen gelösten Körper sind ziemlich wertvoll. Da aber bisher keine Methode bekannt war, Borax und Soda in wirtschaftlicher Weise zu trennen, so war der Wert der Laugen stark vermindert.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß es gelingt, eine nahezu vollständige Trennung von Borax und Soda zu erzielen, wenn man die Lauge so weit eindampft, daß in der Siedehitze sich Kristalle abscheiden. Diese sich abscheidenden Kristalle bestehen nun, was nicht vorauszusehen war, aus boraxfreier Soda von der wahrscheinlichen Zusammensetzung NazCO8 -J- 1H2O. Man dampft nun so weit ein, bis sich genügend Kristalle abgeschieden haben und trennt sie heiß, ζ. B. durch Abschleudern von der Mutterlauge, die dann gegebenenfalls einem oder mehreren weiteren Eindampfprozessen unterworfen wird, bis schließlich sich in der Mutterlauge nur noch wenig Soda neben viel Borax befindet. Aus dieser Mutterlauge läßt sich dann, falls erforderlich, in üblicher Weise, z. B. durch Umkristallisieren, ganz reiner Borax gewinnen. Der Prozeß gründet sich also auf die bisher noch nicht gemachte Beobachtung, daß durch Borax in der Hitze Soda aus seinen Lösungen ausgesalzen wird.
Wendet man nun dieses Prinzip ζ. Β auf den schon oben erwähnten besonderen Fall der Aufarbeitung der Ablaugen von der Perboratherstellung an, so kann man das ■ Verfahren dahin abändern, daß man nicht auf möglichst sodafreien Borax hinarbeitet, sondern daß man bei dem Borax so viel Soda beläßt, als zum Aufschließen der für das Verfahren nötigen Bormineralien, z. B. des CoI-emanit C« ZJ4O7 gebraucht wird. Wie aus der oben gegebenen Reaktionsgleichung erhellt, kommen auf ι Mol. Borax 3 Mol. Soda in der Mutterlauge; da man aber zum Aufschließen des Colemanits nur 1 Mol. Soda braucht, so muß man zwei Drittel der in der Ablauge befindlichen Sodamenge abscheiden. Die Mutterlauge enthält dann nahezu den gesamten Borax neben der notwendigen Sodamenge. Man gelangt so zu einer Art Kreislaufprozeß, bei
dem etwa ein Drittel des als Soda gebundenen Alkalis und der in der Lauge befindliche Borax stets wieder in den Prozeß zurückkehren, während zwei Drittel der Soda ausgeschieden und anderen Zwecken nutzbar gemacht werden.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    ίο i. Verfahren zur Aufarbeitung von Soda
    und Alkaliborate enthaltenden Laugen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Laugen einkocht und heiß die sich ausscheidende Soda kontinuierlich oder in mehreren Etappen von der boraxhaltigen Mutterlauge trennt.
  2. 2. Verfahren zur Aufarbeitung von Soda und Alkaliborate enthaltenden Laugen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man z. B. bei dem besonderen Fall der Laugen von den Verfahren der Patente 193722 und 218569 die Trennung von Soda und Borax nur so weit treibt, daß eine für die Aufschließ ung einer gewünschten Menge Bormineralien genügende Sodamenge bei der Mutterlauge verbleibt.
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