DE260307C - - Google Patents

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DE260307C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/04Arrangements thereof

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Den bekannten Langsiebpapiermaschinen mit Selbstabnahme (Dünndruck- und Tissuemaschinen) haftet der Mangel an, daß die dickeren Papierstärken von 30 bis 50 g pro Quadratmeter oder mehr nicht zufriedenstellend fabriziert werden können. Bei diesen dickeren Papieren bilden sich verschiedene Schäden im Papier, während nur die dünneren Sorten als verkäufliche Handelsware gemacht werden können.
Um dies klarzumachen, wird auf die Zeichnung verwiesen, welche schematisch denjenigen Teil von der Papiermaschine zeigt, der hier Interesse hat.
Die Papierbahn bildet sich auf gewöhnliche Weise auf dem Sieb 1 und wird bei dessen Ende von dem endlosen Filze 2, welcher über die Walzen 3, 4, 5, 6 läuft, abgenommen. Das Papier wird auf der Unterseite des Filzes aufgenommen und begegnet über der Walze 8 einem anderen Filze 7, der über die Walzen 8, 9, 10, 11, 12 läuft. Die Walzen 11 und 4 bilden zusammen ein Preßwerk, in welchem ein Teil des Wassers in der Papierbahn ausgepreßt wird. Die Bahn folgt fortwährend dem Filze 2 über die Walze 5, um während des Ganges zwischen die Walze 4 und dem Warmabnahmezylinder 13 von letzterem aufgenommen zu werden, passiert darnach über die Walze 14 frei in die Trockenpartie der Maschine.
Solange die Papierstärke sich unter einer gewissen Grenze hält, wird das Produkt tadellos. Die Schwierigkeiten entstehen gewöhn-Hch bei dem Punkte x, wo der Filz 2 der Walze 13 begegnet. Es ist nämlich nicht zu vermeiden, daß hier ganz kleine Luftblasen entstehen, und falls diese nicht beseitigt werden können, bilden sich Blasen oder Marken im Papier. Während die dünneren Papiere im nassen Zustande genügend durchlässig sind, um diese Luft durchzulassen, ist es klar, daß die Durchlässigkeit mit steigenden Papierstärken abnimmt und bei einer gewissen Stärke, verschieden für verschiedene Papierqualitäten, aufhört. Für dickere Papiere hat deshalb die Selbstabnahmeanordnung bis heute nicht mit Vorteil Verwendung gefunden, weshalb solche Stärken auf gewöhnlichen Langsiebmaschinen hergestellt worden sind. 50-
Die Erfindung gibt eine Anordnung, welche es ermöglichen soll, auch mit Selbstabnahmemaschinen Papiere bis zu 50 g oder mehr pro Quadratmeter herzustellen.
Dies soll dadurch erreicht werden, daß man nach der unter dem Abnahmezylinder 13 befindlichen Presse 4, 11 ein zweites Filzpreßwerk anbringt, welches nach Bedarf in Anspruch genommen werden kann, und durch welches die Papierbahn geführt wird, anstatt über den Zylinder 13 zu gehen.
Dieses Preßwerk besteht aus den Walzen 15, 16, von denen die obere mit Vorteil aus Stein gemacht werden kann, zwischen welchen ein Filz 17 von verhältnismäßig feiner Qualitat läuft. Der Filz läuft weiter über die Walzen 18, 19, 20, 21, von denen die Streckwalze 18 zweckmäßig hoch angebracht wird, der Filz 17 erhält dann die notwendige Länge. Die Walze 18 kann lotrecht umgestellt oder ganz
heruntergenommen werden, so daß der Filz niedergelegt wird, wenn das neue Preßwerk nicht beansprucht wird.
Wenn die verschiedenen Teile die auf der Zeichnung angegebene Stellung haben, läßt man die Papierbahn, nachdem sie durch die Walzen 4, 11 gelaufen ist, dem unteren Filze 7 folgen. Vom Filz 7 wird die Papierbahn dem Preßwerk 15, 16 zugeführt, wobei die Papierbahn erst frei über die Walzen 22, 23 und dann, auf dem Filz 17 liegend, durch das Preßwerk 15, 16 geführt wird.
Es hat sich gezeigt, daß man hierdurch einer jeden Blasenbildung selbst bei dickeren
J5 50 grammigen Papiersorten entgeht. Außerdem wird erreicht, daß die Marken, welche das Papier in der Presse 4, 11 vom Filze 7 empfängt, in dem zweiten Preßwerk 15, 16 wieder ausgeglättet werden, so daß die beiden Seiten des Papiers unmarkiert bleiben.
Schließlich wird zwischen den Walzen 15,16 eine nicht unbedeutende Wassermenge ausgepreßt, so daß man auf der Trockenpartie der Maschine große Ersparnisse an Wärme machen kann.
Der Filz 17 kann auch, anstatt als Steigfilz über die Walze 18 angebracht zu werden,
im Räume zwischen den Walzen 15, 14 und 5 angebracht werden.
Die neue Maschine ermöglicht es, daß man z. B. für Papier unter 30 g die Papierbahn über den Abnahmezylinder auf gewöhnliche Weise führt; der Filz 17 und das Preßwerk 15, 16 sind dann unwirksam. Bei der Erzeugung dicker Papiere wird die Papierbahn durch das neue Preßwerk 15, 16 geführt; der Zylinder 13 ist dann unwirksam.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Langsiebpapiermaschine mit Obertuch und Selbst abnahme, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem unter dem Abnahmezylinder (13) befindlichen Preßwerk (4, 11) ein zweites Filzpreßwerk (15, 16) angeordnet ist, welches so in oder außer Tätigkeit gesetzt werden kann, daß bei der Erzeugung dünner Papiere die Papierbahn in üblicher Weise über den Abnahmezylinder (13) geleitet werden kann, während bei der Erzeugung von dicken Papieren die Papierbahn durch das zweite Preßwerk (15, 16) und von hier unmittelbar auf die Trockenpartie der Maschine geführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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