DE259884C - - Google Patents

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DE259884C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/04Heat

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JIg 259884 -KLASSE 30«. GRUPPE
Dr. LEON FILDERMAN in PARIS.
Sterilisierungsvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom -
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 27. Oktober 1910 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung bezieht sich auf eine tragbare elektrische Vorrichtung zum schnellen Sterilisieren von Verbandzeug u. dgl., die unter anderen folgende Eigenarten aufweist:
ι. Die Sterilisation wird zunächst in der Trockenheit bei hoher Temperatur, hierauf feucht vermittels Dampf unter Druck Vorgenommen.
2. Die Apparatur kann an die Stromabnehmer jeder elektrischen Leitung (z. B. Stechkontakte bei Hausleitungen) angeschlossen werden.
3. Es ist mittels der Apparatur möglich, am Ende des Sterilisationsvorganges aus den zu sterilisierenden Gegenständen den Dampf, der in sie eingedrungen ist, zu entfernen. Die Extraktion wird einmal in der Weise beendet, daß ein luftleerer Raum dadurch geschaffen wird, daß man dem im Gefäß befindlicher Dampfe Gelegenheit gibt, sich am Ende der Operation zu kondensieren. Außerdem wird der Dampf an die Wände des Gefäßes dadurch getrieben, daß man eine plötzliche Abkühlung derselben, beispielsweise durch Eintauchen des Gefäßes in ein kaltes Medium (kaltes Wasser o. dgl.) herbeiführt.
In der Zeichnung stellt
Fig. ι einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach x-x der Fig. ι durch dieselbe dar.
Die Sterilisiervorrichtung setzt sich zusammen aus einem Rezipienten 1 aus Stein, Metall (Stahl, Kupfer u.dgl.) oder anderem geeigneten, sehr widerstandsfähigen Material, der zweckmäßig konische oder zylindrische Form besitzt.
Auf das Gefäß 1 paßt ein Deckel 2, der mit einer Krempe 3 versehen ist, die mittels eines Asbestbandes 4 das Gefäß luftdicht verschließt. Der Deckel wird durch drei oder vier Bügel mit Flügelschrauben 5 festgehalten.
Auf dem Deckel 2 sind befestigt:
1. ein Thermometer 6, dessen Kugel in den Rezipienten 1 reicht, während die Skala sich außerhalb desselben befindet und von einer metallischen Hülse mit Fenster umgeben ist,
2. ein Manometer 7, an welchem man den Druck, der durch Entwicklung der Dämpfe entsteht, ablesen kann,
3. ein Sicherheitsventil, das auf den höchst zulässigen Druck eingestellt ist,
4. ein Hahnaufsatz mit Pfeife 8, die den Auslaß des Dampfes anzeigt.
Unten am Gefäß 1 ist ein Hahn 9 angebracht, mittels dessen dasselbe entleert werden kann. Innerhalb des Gefäßes ist ein konzentrischer Einsatz 10 so angebracht, daß er durch einen engen ringförmigen Raum 11 von den Außenwänden des Gefäßes getrennt ist. Der Einsatz kann vom Boden des Gefäßes i, wie die Zeichnung erkennen läßt, abstehend angeordnet
sein; er kann ihn jedoch auch berühren, in welch letzterem Falle es auch genügt, einen bodenlosen Ringeinsatz zu verwenden und hierdurch den Boden des Gefäßes gleichzeitig zum Boden des Einsatzes machen.
Die Scheidewand erstreckt sich nur bis zu einer gewissen Höhe im Gefäße nach oben. Sie ist innen mit einer Asbestschicht verkleidet und umschließt den Rheostat 12. Dieser besteht aus einem metallischen Gestell mit Porzellanisolationen, auf welchen ein Widerstandsdraht von bestimmter Länge angerodnet ist. Der Draht wird durch den Raum 11 hindurch vermittels eines engen Rohres 13 zu- und abgeführt. Er endet in einem Kontakt 14, von dem er in der üblichen Weise vermittels einer Leitung mit Stromabnahmestellen, Stechkontakten u. dgl. in Verbindung gesetzt werden kann.
Um zu verhindern, daß der Rheostat bei einem Transport verschoben wird oder sich bewegt, ist ein Stab 15 quer über demselben angeordnet, der durch zwei öffnungen in der Scheidewand 10 hindurchgeht und vermittels zweier Schrauben 16 festgehalten wird. Entfernt man diesen Stab und löst man den Stromabnehmer 14, so kann man den Rheostat aus der Apparatur herausnehmen und ihn auf einfachste Weise reinigen und reparieren.
Es versteht sich, daß man die Befestigung in jeder anderen Weise, durch Schrauben, Bajonettverschluß u. dgl. vornehmen kann.
Auf der Scheidewand 10 ruht ein Metallkorb
17, der die zu sterilisierenden Gegenstände, Verbandstoffe u. dgl. aufnehmen soll.
Mit. der hier beschriebenen Vorrichtung arbeitet man wie folgt:
Nachdem man das zu sterilisierende Gut in Korb 17 hineingelegt und die Apparatur an den elektrischen Strom angeschlossen hat, gießt man zunächst etwas Wasser in den ringförmigen Raum 11, setzt den Korb 17 an seine Stelle, befestigt den Deckel und zieht die Schrauben 5 an. Der durch den Rheostat hindurchgehende Strom bewirkt eine schnelle Erhitzung der ihn umgebenden Luft, die bald eine Temperatur von 150 bis 160° im gesamten Rheostat erreicht. Das Wasser dagegen, dessen spezifische Wärme weit größer ist als die der Luft, erhitzt sich nur sehr langsam, so daß zunächst eine Sterilisation mit trockener Luft bei hoher Temperatui erfolgt. Allmählich erhitzt sich jetzt auch das Wasser, so daß durch den geöffneten Pfeifenhahn Dampf entweicht. Nunmehr schließt man alle Hähne und erhitzt, bis der gewünschte Druck' erreicht ist, ein Druck, der so gewählt wird, daß er der Temperatur entspricht, die erforderlich ist, um die Sterilisation der zu behandelnden Gegenstände zu bewirken. Hierauf öffnet man den Hahn 9, läßt den Überschuß an Wasser entweichen, wenn ein solcher noch vorhanden ist, schließt Herauf wieder Hahn 9, öffnet dann den Pfeifenhahn H bis zur vollkommenen Entfernung alles Druckes, schließt ihn wieder und stellt erst jetzt den Strom ab.
Die Abkühlung des Gefäßes, die nunmehr eintritt, und die noch durch Eintauchen des Gefäßes in kaltes Wasser erhöht werden kann, bewirkt einmal, daß sich auf den Wänden des Gefäßes der Dampf, der in dem Sterilisiergut enthalten ist, kondensiert, wodurch eine Luftleere im Rezipienten auftritt; außerdem wird der in die Verbandstoffe eingedrungene. Wasserdampf aus diesen heraus gleichfalls nach den Wänden des Gefäßes hingezogen.
Die Trocknung des behandelten Gutes kann zu einer vollkommenen dadurch gemacht werden, daß man noch ein oder mehrere Male Strom gibt. Hierdurch wird nämlich der Inhalt des Korbes weit schneller erhitzt wie · die Wände des Gefäßes. Die in dem Korbinhalt etwa noch enthaltenen Dämpfe werden von Neuem an diese getrieben.
Man kann natürlich auch mittels der Apparatur, falls dies wünschenswert erscheint, Gegenstände nur der ersten Phase des Verfahrens, der Trockensterilisation, unterwerfen.
Die beschriebene Vorrichtung wird in jeder Hinsicht den Anforderungen, die man an einen go Sterilisator stellen kann, gerecht. Sie kann infolge" ihrer Handlichkeit in der verschiedensten Weise gebraucht werden. Die Apparatur kann ebensowohl den Arzt bei seinen Krankenbesuchen begleiten, als ihm auch im Operationssaal treffliche Dienste leisten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Sterilisiervorrichtung, bei welcher das ioo Sterilisiergut im Innern einer Kammer in einem Korb o. dgl. aus weitmaschigem Metallgeflecht derart angeordnet ist, daß es mit den Wänden des Sterilisierraumes nicht in Berührung kommt, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizquelle, beispielsweise ein elektrischer Heizwiderstand, im Innern des Sterilisierraumes so angeordnet ist, daß sie nicht in direkte Berührung kommt mit den Wänden desselben, nicht mit dem Sterilisiergut und nicht mit in dem Sterilisierraum vorhandenen Wasser, das zur Entwicklung des sterilisierenden Wasserdampfes dienen soll, so daß die Beheizung der Apparatur nur durch Strahlung erfolgt. ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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