DE25875C - Krystallisationsgefäfs für Kandiszucker mit herausnehmbaren Gestellen für die Krystallisationsfäden - Google Patents

Krystallisationsgefäfs für Kandiszucker mit herausnehmbaren Gestellen für die Krystallisationsfäden

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DE25875C
DE25875C DENDAT25875D DE25875DA DE25875C DE 25875 C DE25875 C DE 25875C DE NDAT25875 D DENDAT25875 D DE NDAT25875D DE 25875D A DE25875D A DE 25875DA DE 25875 C DE25875 C DE 25875C
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Germany
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crystallization
threads
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candy
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Application number
DENDAT25875D
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English (en)
Original Assignee
F. KRÖGER in Cöln, Mackabäerstr. 1 B
Publication of DE25875C publication Critical patent/DE25875C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/02Crystallisation; Crystallising apparatus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

PATENTAMT.
Krystallisationsfäden.
Zur Aufnahme eines Sudquantums sind bei dem bisher üblichen Verfahren zur Kandiszucker-Krystallisation 100 und mehr Pötten von verhältnifsmäfsig geringem Fassungsraum erforderlich, welche in die Stube eingesetzt und später, nach beendigter Krystallisation des Kandiszuckers, mit ihrem ganzen Inhalt wieder aus jener herausgenommen werden. Diese Pötten sind zur Aufnahme der horizontalen Krystallisationsfäden mit einer Menge von Löchern versehen, deren Verdichtung mit Umständen verbunden ist.
Bei den vorliegenden Neuerurigen wird der Krystallisationsprocefs in einem einzigen grofsen, stets in der Stube verbleibenden Behälter (Selbstredend lassen sich auch mehrere solcher Behälter in eine Stube stellen) mit ungelochten Wänden vorgenommen, in welchen vier bissechs oder mehr Fadensysteme (Garngestelle), die sowohl horizontale als auch verticale Spannung der Krystallisationsfäden zulassen, eingesetzt werden. Durch Anwendung dieser eigenthümlichen Vorrichtungen und das hierdurch bedingte Verfahren werden folgende Vortheile erzielt:
ι. Man kann einen ganzen Sud, bis zu 40 hl und mehr, je nach der Gröfse des Kochapparates, in einem einzigen Behälter auskrystallisiren lassen, wodurch bei gleichen räumlichen Stubenverhältnissen die Leistungsfähigkeit bis zu 100 pCt. gesteigert, der Arbeitslohn um die Hälfte reducirt und bei Neuanlagen, gegenüber den bisherigen Einrichtungen, die Kosten ganz bedeutend verringert werden.
2. Die anstrengende Arbeit des Giefsens in einer Temperatur von bis zu 500C, das Herausschaffen der Pötten mit ihrem vollständigen Inhalt aus den Stuben^ die beim Giefsen, Stürzen und Löschen des Kandis unvermeidlichen bedeutenden directen Verluste, sowie die fortdauernd nöthigen kostspieligen Reparaturen der Pötten kommen in Wegfall.
In der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht:
Fig. ι Seitenansicht, Fig. 2 Vorderansicht, Fig. 3 Schnitt nach a-ß und Fig. 4 Oberansicht des Krystallisationskastens A\ Fig. 5 perspectivische Ansicht eines Garngestelles für horizontale Fäden; Fig. 6 perspectivische Ansicht eines Garngestelles in etwas abgeänderter Construction; Fig. 7 perspectivische Ansicht eines Garngestelles für senkrechte Krystallisationsfäden; Fig. 8 Ansicht eines Rahmens E, welcher speciell zum Lösen der Kandiskrusten, die sich an den Kastenwänden abgesetzt haben, dient.
A ist ein Kasten aus Kupfer oder dergleichen mit geneigtem Doppelboden und Ablafshahn oder Ventil h. Letzteres kann entweder mit einer Kurbel k von oben (s. Fig. 2) oder in passender Weise von unten (s. Fig. 3) aus geschlossen bezw. geöffnet werden. 5 j'und^5 sind aus winkel- oder T-förmigen und flachen Kupferschienen und Messingstangen construirte Gestelle (in der Folge als »Garngestelle« bezeichnet), welche, je nach der Richtung, in der die Krystallisationsfäden laufen sollen, eine von einander abweichende Einrichtung haben.
I. Garngestell für horizontale Krystallisationsfäden, Fig. 5 und 6.
a) Die Vorderseite abcd und die Hinter Seite (I1Iz1C1O1 bestehen aus passend gelochten Kupferplatten (Kupferblechen), welche durch die Messingstäbe e e zu einem kastenartigen
Gestell vereinigt sind. Durch die correspondirenden Löcher der Kupferplatten werden die Krystallisationsfäden ο ο in horizontaler Richtung gespannt.
b) Statt aus gelochten Kupferplatten können Vorder- und Hinterseite des Garngestelles auch in Gestalt von Rahmen aus Winkel- bezw. T- und Flachschienen hergestellt werden. Die Flachschienen in m und die Winkel - bezw. T- Schienen η η sind mit Löchern in passendem Abstande versehen, durch welche, wie aus Fig. 6 ersichtlich, horizontale und verticale Fäden ti gespannt sind. Die Kreuzungspunkte dieser Fäden an der Vorderseite des Gestelles werden mit den correspondirenden Fadenkreuzungspunkten des hinteren Gestellrahmens durch die horizontalen Fäden ο ο, welche zur Aufnahme der Kandiskrystalle dienen, verbunden.
II. Garngestell für senkrechte Krystallisationsfäden, Fig. 7.
Dieses unterscheidet sich von dem unter I b) beschriebenen Gestell dadurch, dafs bei ihm die aus gelochten Schienen construirten und durch die etwas geneigt stehenden Messingstangen e1 e1 vereinigten Rahmen α2 b2 c"' d2 und az P c3 dz eine horizontale Lage haben und dafs die von oben nach unten laufenden Krystallisationsfäden ο1 οΛ mit ihren Enden an die correspondirenden Kreuzungspunkte der horizontalen Rahmenfäden i i geknüpft sind.
Verfahrungsweise.
In die Krystallisationsgefäfse A, von denen drei bis vier Stück von je 3 bis 4 cbm Inhalt in einer sonst zur Aufnahme von ca. 200 bis 400 Kandispotten bestimmten Stube stehen, werden die früher beschriebenen Garngestelle in entsprechender Anzahl der Länge nach vorsichtig neben einander eingesetzt und je zwei und zwei derselben durch Einschieben eines im Viereck gebogenen verzinkten Eisens E (s. Fig. 8), welches sich mittelst der Muttern s s enger oder weiter stellen läfst, wider die Kastenwände angeprefst und auf diese Weise befestigt. Der eingekochte Kandis kommt in den Kühler; von dessen Boden aus wird das Klärsei durch eine Rohrleitung bis zu den Stuben und dann aus der Rohrleitung mittelst eines mit Schnabelhahn ausgerüsteten Schlauches in die Krystallisationsbehälter A geführt. Nach erfolgter Füllung derselben wird die Stube geschlossen, in üblicher Weise geheizt und nach 10 bis 12 Tagen wieder geöffnet. Die Kandiskrystalle haben sich inzwischen auf den Fäden, dem Boden und den Seiten der Kasten abgesetzt. Jetzt werden die Abschlüsse an der Stirzelleitung in entsprechender Weise vermittelst der Kurbel k oder dergleichen geöffnet und das Stirzel fliefst durch einen mit Siebboden versehenen Trichter in die nach dem Stirzelbehälter oder dem Montejus führenden Leitung. Nach vollständigem Ablauf der Mutterlauge wird der gesammte auskrystallisirte Kandis (Stangen-, Wand- und Bodenkrusten) durch ein Flankirrohr mittelst warmen Wassers sorgfältig von dem noch auf den Krystallen zurückgebliebenen Stirzel befreit und dann bei mäfsiger Temperatur getrocknet. Nach dem Trocknen werden zunächst sämmtliche Kandisstangen aus den Krystallisationsbehältern genommen und dann die viereckigen Einsatzbezw. Befestigungsrahmen E mittelst der Muttern zusammengezogen. Hierdurch werden die an den Kastenwänden sitzenden Kandiskrusten abgelöst und können' dann aus dem Behälter A genommen werden. Um die auf dem Boden sitzende Kandiskruste zu lösen, wird nach Entfernung der Stangen auf kurze Zeit in den Doppelboden . Dampf eingeleitet. Dieses hat zur Folge, dafs sich der obere Boden etwas ausdehnt, wodurch dann die auf ihm sitzende Kandiskruste gelockert wird und leicht zu entfernen ist. Nachdem der Behälter A vollständig entleert ist, wird er gereinigt, was sich sehr bequem ausführen läfst. Ist dies geschehen, so werden die aufs Neue mit Fäden bespannten Garngestelle wieder eingesetzt u. s. w.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Der mit ungelochten Wänden, Doppelboden und Stirzelablafsvorrichtung versehene Behälter A in Gemeinschaft mit den Garngestellen B B1 und B2, welche in diesen Behälter eingesetzt werden, als Vorrichtung zur Kandiszuck er-Krystallisation.
2. Die Krystallisation eines ganzen Sudquantums in dem Behälter A, welcher, ohne seine Stellung zu wechseln, stets in der Kandisstube verbleibt, in welchen Behälter mehrere Garngestelle B Βλ oder B2 oder auch verschiedene derselben eingesetzt, nach Beendigung des Processes leer herausgenommen, aufs Neue mit Fäden bespannt und wiederum in den Kasten A gestellt werden, wenn das folgende Sudquantum krystallisirt werden soll.
3. Das Lösen der Kandiskrusten von den Wänden und dem Boden des Krystallisationskastens mittelst der Einsatzrahmen EE bezw. durch Einleiten von Dampf in den Doppelboden.
4. Das Ablassen des Stirzels aus dem feststehenden Behälter A in der beschriebenen Weise.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT25875D Krystallisationsgefäfs für Kandiszucker mit herausnehmbaren Gestellen für die Krystallisationsfäden Active DE25875C (de)

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