DE257679C - - Google Patents
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- DE257679C DE257679C DENDAT257679D DE257679DA DE257679C DE 257679 C DE257679 C DE 257679C DE NDAT257679 D DENDAT257679 D DE NDAT257679D DE 257679D A DE257679D A DE 257679DA DE 257679 C DE257679 C DE 257679C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/28—Arrangements for preventing distortion of, or damage to, presses or parts thereof
- B30B15/281—Arrangements for preventing distortion of, or damage to, presses or parts thereof overload limiting devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Presses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 257679 KLASSE SOa. GRUPPE
WALTER MÜLLER in SENFTENBERG, N.-L
Bei Exzenter- und Kniehebelpressen ist es bekannt, zur Füllung der Preßform einen Füllkasten
zu benutzen, welcher das frische Preßgut von der Aufgabestelle aus zum Preßformkasten
schafft.
Dieser Füllkasten erhält dabei meistens seine Bewegung von einer auf der Antriebsachse
befestigten Daumen- oder Kurvenscheibe aus durch eine starre, nicht nachgiebige Gelenk-Verbindung.
Bei diesen bekannten Pressen muß das Hebelwerk des Füllkastens oder die Kurvenscheibe
brechen, sobald ein von den frischen Kohlen mitgeführtes Eisenstück o. dgl. zwischen
Füllkasten und Preßform oder zwischen Füllkasten und die Wandung der Aufgabestelle
gelangt, wie es bei den in Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellten Stellungen des Füllkastens
zu ersehen ist. Da die Gelenkverbindung des Füllkastens bis zur Daumen- oder Kurvenscheibe nicht nachgeben kann, so ist
in solchen Fällen eine Betriebsstörung der Presse und der zugehörigen Maschinenteile unausbleiblich.
Es sind zwar Pressen bekannt, bei welchen zwischen der Presse selbst und der Antriebsvorrichtung
für die Presse eine Reibungskupplung eingeschaltet ist, also ein Maschinenelement,
welches ebenfalls aus zwei gegeneinander verdrehbaren Ringkörpern besteht. Wenn bei derartigen bekannten Pressen an den Füllkästen
und Preßstempeln eine . Drucküberschreitung durch Uberfüllung oder Eintreten eines fremden Gegenstandes in die Form eintritt,
so muß dieser Widerstand erst durch alle Elemente der Presse hindurchlaufen, ehe
er zu der Friktionsbremse gelangt. Der Widerstand wirkt daher bei jenen bekannten Einrichtungen
nicht unmittelbar auf die Friktionsbremse, sondern in einem sehr großen Übersetzungsverhältnis. Hierdurch ist bei den
bekannten Einrichtungen die Empfindlichkeit der Sicherheitsvorrichtung nur eine sehr geringe,
und es kann sehr leicht vorkommen, daß wegen des großen Übersetzungsverhältnisses
in der Presse ein Bruch der Teile eintritt, weil infolge des großen Übersetzungsverhältnisses
die Kraft nicht genügt, um die Friktionsscheiben zum gegenseitigen Gleiten zu bringen.
Durch den Erfindungsgegenstand sollen diese Nachteile, insbesondere bei Steinkohlen-Brikett-Pressen,
dadurch beseitigt werden, daß der Antrieb des Füllkastens, Preßstempels o. dgl. unter Vermittlung zweier unmittelbar vor dem
Füllkasten, Preßstempel o. dgl. liegender, gegeneinander verdrehbarer Ringkörper erfolgt,
welche durch Reibung so miteinander verbunden sind, daß sie bei regelrechtem Betrieb
sich wie ein Stück bewegen, wenn dagegen der Widerstand gegen die Bewegung des einen
zu groß ist, sich nur der andere bewegt.
. Die Sicherheitsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem beweglichen Kreisabschnitt, welcher zwischen zwei Scheiben so eingeklemmt wird, daß letztere bei der Drehung des Kreisabschnittes durch Reibung mitgenommen werden. Die Scheiben werden dabei zweckmäßig durch unter Federdruck stehende Schrauben an den beweglichen, mit der Antriebsvorrichtung gelenkig verbundenen Kreisabschnitt angedrückt, um den Flächendruck der Scheiben
. Die Sicherheitsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem beweglichen Kreisabschnitt, welcher zwischen zwei Scheiben so eingeklemmt wird, daß letztere bei der Drehung des Kreisabschnittes durch Reibung mitgenommen werden. Die Scheiben werden dabei zweckmäßig durch unter Federdruck stehende Schrauben an den beweglichen, mit der Antriebsvorrichtung gelenkig verbundenen Kreisabschnitt angedrückt, um den Flächendruck der Scheiben
und damit deren Reibung aneinander regeln zu können.
Weiter ist dann zwischen den beiden Bremsscheiben ein Feststellstück angebracht, dessen
unteres keilförmiges Ende in einen Schlitz des ringförmigen Kreisabschnittes einschnappen
kann. Dieses Feststellstück wird durch eine Schraubenfeder, welche durch eine Stellschraube
nachstellbar angebracht ist, fest in den Schlitz
ίο eingedrückt. Beim Überschreiten des regelrechten
Widerstandes am Füllkasten, wird also das Feststellstück vermöge der keilförmigen
Druckflächen plötzlich nach oben ausweichen, wobei die Spannfeder zusammengedrückt
wird. Ist dieses geschehen, so reicht die Reibung zwischen den beiden Bremsscheiben
nicht aus, um den Gegendruck zu überwinden, so daß dann ein Gleiten des ringförmigen
Kreisabschnittes zwischen den beiden Bremsscheiben eintritt.
Die Presse wird dann außer Betrieb gesetzt, um das Hindernis zu entfernen, und es ist
dann nicht nötig, an der Sicherheitsvorrichtung irgendeinen Handgriff vorzunehmen,
sondern sie rückt sich selbsttätig wieder ein, sobald die Presse wieder in Betrieb gesetzt
wird.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Sicherheitsvorrichtung gemäß der
Erfindung dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen die Sicherheitsvorrichtung in Verbindung mit den Vorrichtungen
zur Bewegung des Füllkastens.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Sicherheitsvorrichtung in größerem Maßstabe.
Fig. 4 ist ein wagerechter Schnitt durch die Sicherheitsvorrichtung in Richtung der Linie
A-A der Fig. 3.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie B-B der Fig. 4, und
Fig. 6, 7 und 8 zeigen die hauptsächlichsten Teile der Sicherheitsvorrichtung.
Hinter dem Füllkasten α ist in bekannter Weise eine wagerecht gelagerte drehbare Welle b
mit den Hebeln c gelagert. Die Hebel c sind durch Zugstangen d mit dem Füllkasten a
verbunden. An dem einen Ende der Welle b wird die Sicherheitsvorrichtung e aufgekeilt.
Ihr Auge f ist mit einer Stange g verbunden, welche unter Vermittlung des zweiarmigen
' Hebels h und der auf der Antriebsachse k aufgekeilten Kurvenscheibe i die Vorrichtung sowie
den Füllkasten vor- und rückwärts bewegt.
Die Sicherheitsvorrichtung e (Fig. 3 bis 8) besteht aus dem auf der Welle b aufgekeilten
Bremsscheibenkörper I und dem auf die Nabe des letzteren aufgeschobenen Bremsscheibenring
m, welcher an seinem äußeren Rande mit Vorsprüngen χ (Fig. 3 und 7) versehen ist,
die in entsprechende Aussparungen y (Fig. 5 und 6) am Umfange des Bremsscheibenkörpers
passen. Zwischen die Scheibe in und den Bremsscheibenkörper I wird das ringteilförmige
Stück p (Fig. 4 und 8) mittels Schrauben η (Fig. 4) lose eingeklemmt.- Um den Flächendruck
zwischen dem Ringteilstück p, dem Bremsscheibenkörper I und der Scheibe m regeln
zu können, stützen sich die Muttern der Schrauben η auf Schraubenfedern 0 (Fig. 4),
die im Bremsscheibenkörper I versenkt gelagert sind. Am äußeren Rand des Bremsscheibenkörpers
/ ist ein Feststellstück q angebracht (Fig. 3, 4 und 5), welches am unteren Ende
mit abgeschrägten Druckstellen in eine entsprechende Vertiefung ζ (Fig. 8) des ringteilförmigen
Stückes p eingreift. Dieses Feststellstück q wird durch eine Schraubenfeder r,
welche in dem auf den Bremsscheibenkörper I aufgeschraubten Gehäuse s untergebracht ist,
durch eine Spannschraube t fest in die konische Vertiefung ζ des ringteilförmigen Stückes oder
Bügels p eingepreßt und kuppelt sich auf diese Weise mit dem Bremsscheibenkörper I
und der Achse b. Das ringteilförmige Stück p trägt das Auge f, welches mit der Zugstange g
verbunden wird.
Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Die Reibung zwischen den Teilen I, m und p
ist so bemessen, daß sie bei regelrechtem Betrieb und leerem Füllkasten der Presse an
sich genügt, um die Bewegung auf den Füllkasten zu übertragen. Bei regelrechtem Betrieb
und gefülltem Füllkasten genügt sie jedoch nicht; trotzdem wird die Bewegung auf
den Füllkasten übertragen, da das Feststellstück q in die Vertiefung ζ eingreift und
dieses mit der Welle b kuppelt. Stößt aber der Füllkasten bei seinem Vorschub (Fig. 1)
oder bei seinem Rückgang (Fig. 2) an ein Hindernis, so wird das keilförmige Ende des
Feststellstückes q aus der Vertiefung ζ an der Außenseite des ringteilförmigen Stückes p
herausgedrängt, und dieses dreht sich allein weiter, wobei die Teile der Vorrichtung in
die in Fig. 1 und 2 dargestellten Stellungen gelangen.
Der Arbeiter merkt dies sofort, setzt die Presse still und entfernt das Hindernis. Darauf
wird die Presse wieder in Betrieb gesetzt, no der Füllkasten α wird, wenn er leer ist, infolge
der zwischen den Teilen I, φ, m, η vorhandenen
Reibung in eine der beiden durch Anschläge o. dgl. bestimmten Endstellungen geschoben, in welcher er stehen bleibt; das
ringteilförmige Stück p dagegen wird von der Welle k aus weiterbewegt, bis es in seine
entsprechende Endstellung gelangt. Die Teile der Vorrichtung stehen alsdann so, daß das
Feststellstück wieder einschnappen kann. Ist der Füllkasten bei Entfernung des Hindernisses
nicht geleert worden, so wird er, da
die Reibung zu gering ist, nicht bewegt, sondern nur das Feststellstück p, bis dieses in ζ
einschnappt.
Die zum Schütze gegen Bruch des Antriebsgestänges für den Füllkasten beschriebene
Sicherheitsvorrichtung kann überall verwendet werden, wo ein Bruch eines Maschinenteiles
infolge unerwarteter Hindernisse zu befürchten ist.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Sicherheitsvorrichtung, insbesondere für Steinkohlen-Brikett-Pressen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Füllkastens, Preßstempels ο. dgl. unter Vermittlung zweier unmittelbar vor dem .Füllkasten, Preßstempel 0. dgl. liegender, gegeneinander verdrehbarer Ringkörper erfolgt, welche durch Reibung so miteinander verbunden sind, daß sie bei regelrechtem Betrieb sich wie ein Stück bewegen, wenn dagegen der Widerstand gegen die Bewegung des einen zu groß wird, sich nur der andere bewegt.
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben außer durch Reibung noch durch ein unter Federdruck stehendes Feststellstück (q) miteinander verbunden sind.
- 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine der Ringkörper zu einem Bügel (p) ausgebildet ist, welcher innerhalb der ihn umgebenden anderen Ringkörper (I, m) gleiten kann.
- 4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das am Umfange des den Bügel (p) umgebenden Ringkörpers (I) angebrachte Feststellstück (q) mit seinem konischen Ende in eine entsprechend ausgebildete Vertiefung am Umfang des Bügels (p) eingreift.
- 5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bügel (p) umfassenden Ringkörper aus einem Bremsscheibenkörper (I) und einem Bremsscheibenring (m) bestehen, die miteinander durch Spannschrauben nachgiebig verbunden sind, so daß die Reibung zwischen dem Bügel (p) und der diesen umfassenden Teile (I, m) geregelt werden kann.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE257679C true DE257679C (de) |
Family
ID=515573
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT257679D Active DE257679C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE257679C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3971598A (en) * | 1973-04-04 | 1976-07-27 | The Glacier Metal Company Limited | Structural bearings |
-
0
- DE DENDAT257679D patent/DE257679C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3971598A (en) * | 1973-04-04 | 1976-07-27 | The Glacier Metal Company Limited | Structural bearings |
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