DE256809C - - Google Patents

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DE256809C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 256809 KLASSE 21c. GRUPPE
Zusatz zum Patent 234633.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. März 1912 ab. Längste Dauer: 8.Oktober 1925.
Die Erfindung betrifft eine Abänderung der durch Patent 234633 geschützten Anlaßvorrichtung für den Fall, daß ein Drehstrommotor als Antriebskraft Verwendung rinden soll, oder z. B. auch bei Gleichstrommotoren noch ein besonderer Hauptnetzschalter Verwendung findet. Würden derartige Anlagen nach der in oben genannter Patentschrift beschriebenen Art ausgeführt, so würde nur der Motoianlaßwiderstand oder Rotor unter der Kontrolle des Druckreglers stehen, nicht aber der Stator. Der letztere müßte demnach in einem solchen Falle von Hand angestellt werden, damit die Motorleitung Strom aus dem Netzschalter erhalten kann. Nun wird aber erfahrungsgemäß das Einschalten des Stators seitens der Bedienungsmannschaft häufig erst nach dem Einschalten des Rotors vorgenommen, wodurch Betriebsstörungen entstehen.
Um ein derartig falsches Einrücken des Netzschalters vollständig zu vermeiden, wird bei der vorliegenden Weiterbildung des Gegenstandes jenes Patentes auch die Einrückung des Netzschalters vom Druckregler bewirkt, und zwar in der Aufeinanderfolge, daß beim Anlassen zunächst der Stator eingeschaltet wird und dann der Rotor, indem die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge von der Arbeitsweise des pneumatischen Netzschalterantriebsorganes abhängig gemacht ist. In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Verbesserung in zwei Ausführungsformen zur Anschauung gebracht, und zeigt: _
Fig. ι die gesamte Anlaßvorrichtung in der Stellung bei eingeschaltetem Drehstrommotor,
Fig. 2 dieselbe Anordnung bei erreichtem Höchstdruck in der Verbrauchsleitung und stillgesetztem Motor;
Fig. 3 endlich zeigt eine Abänderung des pneumatischen Anlaßorganes für den Netzschalter.
Die vorliegende Anlage ist wie diejenige nach Patent 234633 für pneumatische Übertragung des Druckreglers auf die elektrischen Einschaltorgane eingerichtet. Abweichend ist sie nur insofern, als zur Betätigung des Motoranlassers kein Differentialzylinder verwendet wird, sondern beide Seiten eines einfachen Zylinders b abwechselnd mit der Außenluft verbunden werden. Neu hinzu tritt ferner das pneumatische Steuerorgan für den Netzschalter, entweder aus zwei getrennten Zylindern verschiedenen Durchmessers α und χ (Fig. ι und 2) oder einem Differentialzylinder d (Fig. 3) bestehend.
Die Wirkungsweise der verbesserten Anlage ist nun unter Zugrundelegung der in der Zeichnung wiedergegebenen Stellungen die folgende :
Steigt der Druck in der mit der Verbrauchsleitung verbundenen Leitung -p, so steigt auch der Kolben 0 des Druckreglers k, welcher durch die Abzweigung F mit dem Rohr A verbunden ist, bis der Kolben 0 seine Höchstlage (Fig. 2) erreicht hat. Dadurch wird die Leitung h. mit dem Reglerzylinder k in Ver-
bindung gebracht, und es tritt nun durch diese Leitung h Druckluft unter den Kolben β des Zylinders a, welcher zum Ausschalten des Stators g, i dient. Der Kolben e nimmt infolge der unter ihn tretenden Druckluft seine höchste Lage ein (Fig. 2). Die Kolbenstange m des Kolbens e ist in ihrem mittleren Teile als Zahnstange η ausgebildet, welche mit dem Zahnrad t auf der Achse des Kontaktgebers g im Eingriff steht. Der obere Teil der Zahnstange η steht durch die Kolbenstange Z in starrer Verbindung mit dem Kolben y eines Zylinders χ von kleinerem Durchmesser als Zylinder a. Der obere Teil des Zylinders χ
ίο steht durch eine Leitung A mit der Leitung φ in Verbindung; der untere offene Teil desselben durch eine Leitung ζ mit dem oberen Teil des Zylinders b für den Rotorschalter. Nachdem die Ausrückung des Netzschalters, wie oben beschrieben, erfolgt ist, der Kolben e also seine höchste Lage erreicht hat, tritt die Leitung Y mit dem Zylinder a in Verbindung. Die Druckluft der Verbrauchsleitung tritt erst jetzt unter den Kolben u des Zylinders b, während die Luft über dem Kolben b durch die Leitung ζ in die Atmosphäre entweicht. Die Kolbenstange c des Kolbens u ist in der Mitte als Zahnstange r ausgebildet, welche mit dem Trieb s auf der Achse des Anlassers für den Rotor kämmt. Der untere Teil der Zahnstange r ist mit dem Kolben B des Ölbremszylinders E verbunden, welcher in derselben Weise, wie im Hauptpatent beschrieben ist, wirkt.
Durch die Drehung der Anlasserachse für den Rotor wird ferner vermittels eines Schnuroder Kettentriebes C der Dreiwegehahn f (an Stelle des Hüfsventils des Patents 234633) verstellt, wodurch die Leitung v, die wie im Hauptpatent zum Saugventilsperrkolben w führt, außer Verbindung mit der Leitung h und in Verbindung mit der Leitung p tritt, so daß der Druckraum des Kompressors zufolge Hebens des Ventils m durch den Druck in der angeschlossenen Leitung f mit der Außenluft verbunden ist.
Statt der beiden Zylinder α und χ kann auch ein Differentialzylinder d (Fig. 3) treten, dessen Kolbenstange D direkt das Schaltmesser G des Stators trägt.
Bei Erreichung des Mindestdruckes (Fig. 1) ist der Gang aller Kolben der umgekehrte. Es wird dann, wie leicht verfolgt werden kann, beim Anlassen erst der Statorschalter g, i geschlossen, dann Rotoranlasser ausgeschaltet und schließlich das Ventil m auf seinen Sitz zurückgebracht, so daß nunmehr der Kompressor nach Leeranlauf auf das Druckrohrnetz arbeitet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Anlaß vorrichtung für unter Druck stehende Kompressoren und Pumpen nach Patent 234633, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Druckregler (k) und der von ihm gesteuerten Motoranlaßvorrichtung (b, u, c, r, s) eine den Hauptnetz- oder Statorschalter des Motors steuernde, mittels Zylinder (a, x) und Kolben (e, y) arbeitende Vorrichtung geschaltet ist, die beim Hochstand des Druckreglers (k) (Maximaldruck in der Verbrauchsleitung) über diesen Druckluft erhält und zunächst den Hauptnetz- oder Statorschalter ausschaltet und gegen Ende des Arbeitshubes den Druckluftzutritt zur Anlaßvorrichtung freigibt, so daß der Motor stillgesetzt wird und durch den (bei Minimaldruck) in tiefste Stellung übergehenden Druckregler so gesteuert wird, daß zunächst der Hauptnetzoder Statorschalter geschlossen und dann der Anlaßwiderstand zwecks Anlassens des Motors ausgeschaltet wird.
2. Anlaß vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hauptnetz- oder Statorschalter steuernde Vorrichtung aus einem Differentialzylinder (d) (Fig. 3) besteht, dessen dem Differentialkolben gemeinsame Kolbenstange unmittelbar das Schaltorgan des Hauptnetz- oder Statorschalters trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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