DE256472C - - Google Patents

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DE256472C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/16Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/20Gaseous substances, e.g. vapours

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Disinfection, Sterilisation Or Deodorisation Of Air (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ju 256472-KLASSE 30«. GRUPPE
THOMAS H. HOOD in GREENVILLE, V. St. A.
Bücher zur Einwirkung gelangt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1912 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom ■
20. März 1883 die Priorität
14. Dezember 1900
auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 4. Februar 1911 anerkannt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Büchern, das eine gründliche Desinfektion der Bücher in allen Teilen ermöglicht.
Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι die Einrichtung in schaubildlicher Darstellung, während
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch den oberen Teil der Einrichtung darstellt.
Bekanntlich werden durch Bücher, insbesondere solchen aus Leihbibliotheken, leicht Krankheitskeime, die durch Handhabung der Bücher seitens kranker Personen auf sie übergegangen sind, auf andere Personen übertragen und weiter verbreitet.
Nun ist es außerordentlich schwierig, Bücher zu desinfizieren, da es praktisch kaum möglieh ist, das Desinfektionsmittel im Innern des Buches, d. h. mit den Oberflächen der einzelnen Blätter in die erforderliche innige Berührung zu bringen. Verschiedene Verfahren, die sonst wohl geeignet wären, sind wegen der Eigenart der zu behandelnden Gegenstände ausgeschlossen. Hierher gehört die Anwendung von Hitze, Dampf u. dgl. Die Benutzung trockener Desinfektionsmittel hat sich ebenfalls als unausführbar herausgestellt, da ein gewisser Grad von Feuchtigkeit erforderlich ist, wenn eine hinreichende Einwirkung auf die Krankheitskeime stattfinden soll.
Gemäß vorliegender Erfindung wird das Desinfektionsmittel in feuchtem Zustande zur Einwirkung auf jedes einzelne Blatt gebracht.. Die Ausführung des Verfahrens ist folgende:
Die Bücher werden mit in einem Winkel von etwa 90 ° geöffneten Deckeln aufrechtstehend angeordnet, zweckmäßig so, daß sie eine fortlaufende Reihe bilden, wobei der Deckel des einen Buches mit dem des benachbarten verbunden ist. In dieser Weise werden die Bücher zweckmäßig auf einen umlaufenden Träger gesetzt. Das Desinfektionsmittel ist in einem Behälter untergebracht und wird durch eine Vorrichtung, die die Erzeugung eines Luftstromes ermöglicht und in der Nähe des Behälters aufgestellt ist, in der Weise beeinflußt, daß der Luftstrom mit dem Desinfektionsmittel tangential zu dem umlaufenden Träger gerichtet ist und gegen die Ränder der Buchblätter trifft. Der Einlaß des Erzeugers für den Luftstrom ist mit einer auf dem Behälter für die Desinfektionsflüssigkeit angebrachten Haube verbunden, so daß das verflüchtigte Desinfektionsmittel mit der Luft gemischt jede
einzelne Seite in ihrem ganzen Umfange trifft, da die Blätter der Bücher durch den Luftstrom selbsttätig getrennt und weitergeblasen werden. Gleichzeitig wird der Träger in Umdrehung versetzt, so daß die Bücher nacheinander der Einwirkung des Luftstromes ausgesetzt werden. Das Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis sämtliche Bücher gründlich behandelt sind, worauf sie entfernt und durch
ίο neue ersetzt werden. Es versteht sich, daß der drehbare Träger für die Bücher sowie die geschilderte Anordnung nur als Ausführungsbeispiele aufzufassen sind.
Das Verfahren besteht also darin, die Blätter des Buches durch einen Luftstrom zu trennen und gleichzeitig den auseinandergespreizten Blättern ein Desinfektionsmittel mit dem Luftstrom zuzuführen.
Der auf der Zeichnung veranschaulichte Apparat besteht aus einem Ständer 1, der in einem auf dem Fuße 3 angebrachten Spurlager ruht. Mittels einer Kappe 9 sind am Ständer 1 mehrere Fächer aufgehängt, die mit der Kappe durch schräge Arme 10 verbunden sind. Die Arme 10 sind gegen die Kappe des Ständers durch Winkelstücke 11 abgesteift.
In der Nähe des Gestelles sind auf zwei einander gegenüberliegenden Punkten Schemel 28, 28a aufgestellt, auf deren Platte 33 zwei zweckmäßig elektrisch angetriebene Gebläse 29 stehen. Jedes Gebläse ist mit einem Einlaßrohr 30 versehen, das unmittelbar oberhalb des Gefäßes 32 eine Kappe von geeigneter Form aufweist, während der Auslaß der Geblase gegen die auf dem Gestell in der oben beschriebenen Weise angeordneten Bücher gerichtet ist. Die Richtung des von den Rohren 31 ausgehenden Luftstromes ist tangential in bezug auf die Buchränder, die in den Fächern aufrecht stehen und mit in einem Winkel von 45 bis 90 ° geöffneten Deckeln. Die einander benachbarten Deckel der Bücher sind mittels Klammern 27 miteinander verbunden, wodurch die Bücher in der dargestellten Lage gehalten werden.
Es isf ersichtlich, daß, wenn die Gebläse im Betriebe sind, ein Gemisch von Luft und verdampfter Desinfektionsflüssigkeit, beispielsweise Formaldehyd, durch das Einlaßrohr 30 eingesaugt und durch das Auslaßrohr 31 gegen die Bücher geblasen wird, wobei die einzelnen Seiten fortgeblättert werden und das Desinfektionsmittel zwischen die geöffneten Blätter gelangt. Der Luftstrom veranlaßt zugleich eine Drehung des Gestelles auf dem Ständer 1, wodurch die Bücher nacheinander mit Unterbrechungen der Einwirkung des Luftstromes ausgesetzt werden.
Natürlich kann auch ein Träger von anderer geeigneter Bauart Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Desinfizieren von Büchern, bei dem das flüchtige Desinfektionsmittel auf die gespreizten Blätter der während der Behandlung im Kreislauf fortbewegten Bücher zur Einwirkung gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß das Desinfektionsmittel von einem Luftstrom zugeführt wird, der die Bücher umblättert und gleichzeitig ein die Bücher tragendes Gestell in Umdrehung versetzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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