DE2546589C2 - - Google Patents
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- DE2546589C2 DE2546589C2 DE2546589A DE2546589A DE2546589C2 DE 2546589 C2 DE2546589 C2 DE 2546589C2 DE 2546589 A DE2546589 A DE 2546589A DE 2546589 A DE2546589 A DE 2546589A DE 2546589 C2 DE2546589 C2 DE 2546589C2
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- C21D9/52—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
- C21D9/54—Furnaces for treating strips or wire
- C21D9/56—Continuous furnaces for strip or wire
- C21D9/573—Continuous furnaces for strip or wire with cooling
- C21D9/5732—Continuous furnaces for strip or wire with cooling of wires; of rods
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Steuerung
der Abkühlgeschwindigkeit von warmgewalztem Stahldraht
und Vorrichtungen zu dessen Durchführung, bei dem der das
letzte Walzgerüst einer Drahtwalzstraße verlassende Draht
in nicht konzentrischen, einander überlappenden Windungen
auf eine Fördereinrichtung abgelegt wird und die Ableitung
der von dem aufliegenden Walzdraht abgestrahlten Wärme Ver
zögerungen oder Beschleunigungen erfährt, bei dem von Ab
schnitten unterschiedlicher Massenanhäufung der Drahtwin
dungen die Wärmeableitung selektiv, umgekehrt proportional
zu der Größe dieser Massenanhäufung verzögert wird.
Verfahren zur Steuerung der Abkühlgeschwindigkeit von warm
gewalztem Strahldraht schlechthin sind u. a. aus der US-PS
32 31 432 bekannt; sie bestehen darin, den walzheißen auf
einen offenen Förderer abgelegten Draht in der Form der
aufeinanderliegenden und auseinandergezogenen ringförmigen
Windungen durch einen Luftstrom rasch abzukühlen und dabei
das zu diesem Zeitpunkt noch aus relativ kleinen Austenit
körnern einheitlicher Korngröße bestehende Gefüge des Drahtes
allotrop umzuwandeln.
Bestimmte Sorten von legierten Stählen und solchen nied
rigen Kohlenstoffgehaltes dürfen jedoch nicht in dieser Wei
se rasch abgekühlt werden; sie erfordern Kühlgeschwindig
keiten von bspw. nur 0,2°C/s. Bei solchen niedrigen Kühl
geschwindigkeiten entsteht ein Problem, das bei der oben
erwähnten raschen Abkühlung nur eine untergeordnete Bedeu
tung aufweist. Dieses Problem ergibt sich daraus, daß die
auf dem Förderer liegenden Drahtwindungen zwar regelmäßig
ausgebreitet sind, die Verteilung der Drahtmasse jedoch
im Bereich der Seitenränder des Förderers dichter ist als
im Bereich der Mittellinie der Bewegungsrichtung, mit der
Folge, daß bei langsamer Abkühlung, insb. solcher, bei der
nur die abgestrahlte Wärme ohne Zuführung zusätzlicher Luft
ströme abgeleitet wird, in den genannten Bereichen unter
schiedliche Abkühlungsgeschwindigkeiten des Drahtes zunächst
unvermeidlich sind. Erfahrungsgemäß kühlt ein auf einem ebe
nen Förderer in der Form von auseinandergezogenen Windungen
abgelegter Walzdraht bei weitgehender Unterdrückung der Wär
mekonvektion, je nach dem gegenseitigen Abstand der Draht
windungen im Bereich der Seitenränder der überlappten Win
dungen mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,6 bis 2,1°C/s
im Bereich der Mittellinie mit einer Geschwindigkeit von
etwa 2,3 bis 2,8°C/s ab. Man hat bereits vorgeschlagen, für
Stahlsorten, die noch geringere Abkühlungsgeschwindigkeiten
erfordern, eine isothermische Abkühlung dadurch zu errei
chen, daß der Förderer über einen Teil seiner Länge mit
einer ggfs. beheizten oder von Heißgasen durchströmten Kam
mer umschlossen wurde (DE-OS 20 09 839). Es ist jedoch auch
mit diesen Einrichtungen nicht gelungen, die unterschiedli
chen Abkühlungsgeschwindigkeiten im Bereich der Seitenrän
der und im Bereich der Mittellinie der auf dem Förderer
liegenden Windungen auszugleichen und damit die schädlichen
Folgen zu beseitigen.
Bei dem genannten, für niedrige Abkühlungsgeschwindigkeiten
des Walzdrahtes ausgelegten Einrichtungen und Verfahren er
gibt sich ein weiteres Problem durch die Tatsache, daß nied
rige Abkühlungsgeschwindigkeiten nur für bestimmte Draht
sorten notwendig sind, und die weitaus überwiegende Menge
des in einer Drahtstraße gewalzten und anschließend abge
kühlten Drahtes hohe Abkühlgeschwindigkeiten erfordert. Die
diesen Drahtwalzstraßen nachgeordnete Kühleinrichtung muß
deshalb so beschaffen sein, daß sie ein Kühlen sowohl mit
großen als auch mit den erläuterten kleinen Abkühlgeschwin
digkeiten erlaubt, wobei die Umstellung von der einen auf
die andere Kühlweise keinen zu großen Aufwand erfordern
darf, um kostspielige Stillstandszeiten zu vermeiden. Hier
bei ist zu beachten, daß die Abkühlverfahren mit hoher Ab
kühlgeschwindigkeit, wie in der bereits erwähnten US-PS
32 31 432 beschrieben, inzwischen einen sehr hohen Grad an
Perfektion erreicht haben, d. h., der mit dem Verfahren her
gestellte Stahldraht weist die durch die entsprechende Steue
rung des Abkühlprozesses gewünschte Gefügequalität homogen
über seine gesamte Länge auf. Das Bedienungspersonal solcher
Walzstraßen ist deshalb gewöhnt, daß an die Überwachung des
Verfahrensablaufs keine sehr große Sorgfalts- und Vorsichts
anforderungen mehr gestellt werden müssen. Hieraus ergibt
sich, daß auch nach Umstellung der Einrichtung auf langsa
mes Kühlen der Ablauf des Abkühlungsprozesses einfach und
sicher durchführbar sein muß, und daß die erzielten Ergeb
nisse reproduzierbar sein müssen.
Ausgehend von dem bereits in der ersten Darstellung (DE-OS
17 83 160) eines Verfahrens zur Steuerung der Abkühlge
schwindigkeit von warmgewalztem Stahldraht enthaltenen all
gemeinen Vorschlag, bei Abschnitten unterschiedlicher Massen
anhäufung der Drahtwindungen die Wärmeableitung selektiv,
umgekehrt proportional zu der Größe dieser Massenanhäufung
zu verzögern, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum langsamen Abkühlen von Walzdraht und Vorrich
tungen dazu zu schaffen, bei dem die Abkühlungsgeschwindig
keit über die gesamte Länge und über den gesamten Querschnitt
des Drahtes überwachbar ist, wobei die Vorrichtung so ausge
bildet sein muß, daß sie eine rasche Umstellung von großen
auf kleine Abkühlungsgeschwindigkeiten etwa zwischen 0 und
20°C/s stufenlos einstellbar zuläßt.
Die Lösung dieser Aufgabe, soweit es das durchzuführende
Verfahren betrifft, ist in den Merkmalen der Ansprüche
1 bis 5 enthalten; sie besteht darin, daß
die Verzögerung der Wärmeableitung durch der Abstrahlung der
Wärme entgegengerichtete Strahlungswärme bewirkt wird.
Dies Verfahren kann mit Vorrichtungen
durchgeführt werden, deren Merkmale aus den Ansprüchen 6
bis 12 hervorgehen. Bei Durchführung des Verfahrens nach
der Erfindung entsteht in Förderrichtung des Walzdrahtes
gesehen ein Wärmeabstrahlungsprofil, dessen Form sich mit
Hilfe von, die Wärmestrahlung beeinflußender bzw. regeln
der Elemente, wie thermogeregelte elektrische Heizwider
stände, von Heißgas bzw. Kühlgas durchströmte Radiations
rohre usw. verändern läßt. In Richtung quer zu der Förder
richtung können dabei die Abstände zwischen den die Wärme
abstrahlung beeinflußenden Elementen und die Größe der
Durchtrittsöffnungen für den Eintritt bzw. den Austritt
der Wärmestrahlung bzw. der Heißgase verändert werden. Die
dadurch herstellbaren spezifischen Abkühlungsbedingungen
können über die gesamte Länge des Förderers aufrechterhal
ten oder auch schrittweise, abhängig von der Größe der fort
schreitenden Abkühlung geändert werden. Auf diese Weise las
sen sich Walzdrähte mit einheitlichen Eigenschaften reprodu
zierbar herstellen, wobei das Bedienungspersonal lediglich
festgelegte Einstellungen vornehmen muß.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
von der Seite gesehen in schematischer Darstellung,
Fig. 1a einen Abschnitt der überlappenden Drahtwindungen in
der Draufsicht,
Fig. 2 eine Einzelheit der Vorrichtung nach Fig. 1 in
der Draufsicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Einzelheit nach Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 von Fig. 2,
Fig. 5 die Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 2,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 5-5 von Fig. 2,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 von Fig. 2,
Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 von Fig. 2,
Fig. 9 eine Einzelheit aus Fig. 4 in vergrößertem Maß
stab,
Fig. 10 eine Einzelheit aus Fig. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 11 eine Einzelheit aus Fig. 6 im Schnitt in vergrößertem
Maßstab und
Fig. 12 bis 14 weitere Ausbildungsformen der Darstellung
nach Fig. 6 in schematischer Darstellung.
Die Vorrichtung 10 nach Fig. 1 ist hinter einer, nicht dar
gestellten Drahtwalzstraße angeordnet, um den, diese verlas
senden Walzdraht der Abkühlungsbehandlung zu unterwerfen.
Beim Verlassen der Drahtwalzstraße wird der Walzdraht, der
eine Walztemperatur von etwa 1000°C aufweist, zunächst durch
ein Kühlrohr 12 einem Legehaspel 14 zugeführt. Um den Walz
draht auf eine Anfangstemperatur abzukühlen, der die weitere
Abkühlung in der Vorrichtung 10 folgt, wird dem Kühlrohr 12
Wasser zugeführt. Die Höhe dieser Anfangstemperatur hängt
von den an das Endprodukt gestellten Anforderungen ab und
ist durchweg höher als 676°C. Der Legehaspel 14 legt den
Walzdraht in der Form einander überlappender Windungen 18
(vgl. 1a) auf einer Fördereinrichtung 16 ab.
Von der Fördereinrichtung 16 werden die Drahtwindungen 18
in eine Reihe von hintereinander angeordneten Umgrenzungs
kammern 20, 22, 24, 26, 28 und 30 eingebracht, in denen die
se mit gesteuert geregelter Geschwindigkeit abgekühlt werden.
Jeder Umgrenzungskammer 20, 22, 24, 26, 28 und 30 ist ein Ge
bläse 32 zugeordnet, das kühlende Luft auf die Windungen 18
bläst. Ferner sind der Umgrenzungskammer 20, 22, 24, 26, 28
und 30 mehrere Brenner 34 a, 34 b, 34 c, 34 d zugeordnet.
In der Umgrenzungskammer 26 endet die Transporteinrichtung
16 und übergibt die Windungen 18 einem Rollgang 36, der die
se durch die folgenden Umgrenzungskammern 28, 30 zu der Bund
formvorrichtung 37 transportiert.
Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß die Umgrenzungskammer 20 aus
auf einem Sockel 39 der Vorrichtung 10 aufgesetzten Seiten
wänden 38 und einer beweglichen Abdeckung 40 besteht. Aus
den Seitenwänden 38 ragen, durch nicht dargestellte Motoren
angetriebene Rollen 42 der Fördereinrichtung 17, die die
Drahtwindungen 18 durch die Umgrenzungskammer 20 transpor
tieren. An die Seitenwände 38 sind mehrere Verschlußklappen
43 angelenkt, mit denen Durchtrittsöffnungen in den Seiten
wänden 38 freigegeben oder verschlossen werden können. Fer
ner ist in einer der Seitenwände 38 ein Brenner 44 angeord
net, dem über eine Leitung 46 Brenngas und über eine Leitung
48 Luft zuführbar sind. Von dem Brenner 44 aus strömen die
erzeugten Heißgase in ein in unterbrochenen Linien darge
stelltes Radiationsrohr 50, um dann über eine Auslaßöffnung
52 in den Auslaß 54 zu gelangen, der fest auf die Auslaß
öffnung 52 aufgesetzt ist.
An der Abdeckung 40 sind zwei Brenner 34 a und 34 b angeord
net. Der Brenner 34 a wird von einem gesteuert geregelten
Gasanschluß über eine Leitung 56, einen Schlauch 57 Brenn
gas zugeführt. Seine Verbrennungsluft erhält dieser Brenner
34 a von einem Luftverteilungsrohr 60 über eine Leitung 58.
Entsprechend wird dem Brenner 34 b das Brenngas über eine
Leitung 62 und die Verbrennungsluft von einem Luftvertei
lungsrohr 61 über eine Leitung 64 zugeführt. Beide Luftver
teilungsrohr 60 und 61 stehen über eine Querleitung 63 mit
einander in Verbindung. Von jedem der Brenner 34 a und 34 b
aus strömen die Heißgase durch die Abdeckung 40 in die Ra
diationsrohre 50 und über eine Austrittsöffnung 66 in den
Auslaß 54. Wenn die vom Brenner 34 erhitzten Heißgase die
ihnen zugeordneten Radiationsrohre 50 durchströmt haben,
strömen sie über die Austrittsöffnung 68 und gelangen in
den Auslaß 70.
Die Abdeckung 40 läßt sich mittels einer Hubeinrichtung 72
anheben und absenken, deren Ausbildung aus Fig. 5 hervorgeht.
Hier ist ein weiterer Brenner 74 an einer Seitenwand 38 an
gebracht, ihm wird das Brenngas über eine Leitung 76 und
die Verbrennungsluft von einer Luftverteilungsleitung 79
zugeführt, diese ist über eine Leitung 78 an eine Luftzu
führung angeschlossen. Das vom Brenner 74 erzeugte Heißgas
strömt durch die Seitenwand 38 in Radiationsrohre 80 und
gelangt durch ein Umlenkrohr 82 in den Zuführteil der Aus
trittsöffnung 66, die auch dem Brenner 34 zugeordnet ist.
Die Seitenwand 38 weist die im Zusammenhang mit Fig. 3 er
läuterten Verschlußklappen 43 auf.
In der Abdeckung 40 ist noch ein weiterer (dritter) Bren
ner 34 c angeordnet, dem das Brenngas über eine Leitung 86
zugeführt wird, die ihrerseits wieder über einen Schlauch
87 mit einem gesteuert geregelten Brenngasanschluß in Ver
bindung steht. Diesem Brenner 34 wird die Verbrennungs
luft von dem Luftverteilungsrohr 60 über eine Leitung 88
zugeführt. Das Luftverteilungsrohr 60 ist über einen
Schlauch 90 an eine Luftzuführung und an das Luftvertei
lungsrohr 61 angeschlossen, um der Bewegung der Abdeckung
40 folgen zu können, wenn diese von der Hubeinrichtung 72
angehoben bzw. abgesenkt wird. Alle Brenner 34 b, 34 c und
74 werden über den Gashauptanschluß 91 mit Brenngas ver
sorgt.
Die Wege der Heißgase von den einzelnen Brennern 34 a, 34 b,
34 c und 74 sind aus Fig. 2 zu ersehen. Die vom in der Sei
tenwand 38 angeordneten Brenner 44 erzeugten Heißgase strö
men in das Radiationsrohr 50 und dann über die Austritts
öffnung 52 in den Auslaß 54. Entsprechend strömen die vom
Brenner 74 erzeugten Heißgase durch das Radiationsrohr 80
über das Umlenkrohr 82 in die Austrittsöffnung 66 und dann
in den Auslaß 54. Das vom Brenner 34 a erzeugte Heißgas
strömt durch das Radiationsrohr 92, von dort aus zurück
durch das über dem Radiationsrohr 50 angeordnete Radiations
rohr 94 über die Austrittsöffnung 68 in den Auslaß 70. Das
vom Brenner 34 b erzeugte Heißgas strömt durch das Radiations
rohr 96, dann durch das Radiationsrohr 98 zurück über eine
Austrittsöffnung 100 in die Austrittsöffnung 66 und von
dort aus in den Auslaß 54. Das vom Brenner 34 c erzeugte
Heißgas strömt durch das Radiationsrohr 102 zurück durch
das Radiationsrohr 104, das über dem Radiationsrohr 80
liegt und gelangt dann über die Austrittsöffnung 68 in den
Auslaß 70.
Die Ausbildung der Umgrenzungskammern 20, 22, 24, 26, 28
und 30 ist aus den Fig. 4, 6, 7, 8 und 9 ersichtlich. Mit
Ausnahme der beiden am Eingang und am Ausgang der jeweiligen
Umgrenzungskammer angeordneten Rollen 42, sind alle anderen
zwischen den Plattformen 106 gelagert. Diese Plattformen
106 bestehen jeweils aus einem einen Isolierwerkstoff 108
umschließenden Metallmantel, um diese auf der Temperatur
der über sie hinweg transportierten Drahtwindungen 18 zu
halten, damit sie nicht zu große Wärmemengen von diesen
abziehen. Damit den Windungen 18 in der bereits erläuter
ten Weise Kühlluft von einem Gebläse 32 aus über eine Luft
verteilungsleitung 112 zugeführt werden kann, weisen einige
der Plattformen 106 Kühlluftdurchlässe 110 auf. Die Platt
formen 106 weisen Seitenführungen 112 auf, mit denen über
mäßige Seitenbewegungen der Windungen 18 verhindert werden.
Die Lager der Rollen 42 (vgl. Fig. 6 und 7) sind mit 114
bezeichnet und die Antriebskettenräder mit 116.
Die Innenwände der Umgrenzungskammern 20, 22, ,24, 26, 28
und 30 und die Abdeckungen 40 sind mit wärmeisolierendem
Werkstoff belegt, um einen wesentlichen Teil der Wärme, die
von den Windungen 18 abgestrahlt wird, wieder auf deren
Masse, wie durch das Rechteck 18 a angedeutet, zurückzustrah
len bzw. zu reflektieren.
Jede Seitenwand 38 weist eine Mehrzahl von Öffnungen 113
auf; diese lassen sich durch Verschlußzapfen 115 verschlie
ßen, die ebenfalls aus wärmeisolierendem Werkstoff bestehen.
Die Verschlußstopfen 15 sind auf der Rückseite der Verschluß
klappen 43 angeordnet, die mittels eines Handgriffs 117 aus
der in vollen Linien dargestellten Schließposition in eine
in unterbrochenen Linien angedeutete Öffungsposition beweg
bar sind. Eine nicht dargestellte und nicht zur Erfindung
gehörige Verriegelung hält die Verschlußklappe 43 in der
Schließposition fest, und ebenfalls nicht dargestellte
Hilfselemente erlauben es, die Verschlußklappen zwischen
der Schließposition und der Öffnungsposition in Zwischen
positionen festzuhalten.
Die Hubmechanik zum Abheben bzw. zum Absenken der Abdec
kung 20 von bzw. auf die Seitenwände 38 besteht aus zwei
L-förmigen Hebelarmen, die mit Querstangen 119, 120 und
121 und Verstrebungen 122 untereinander verbunden sind.
Die unteren Enden der Hebelarme 118 sind schwenkbar in
Halterungen 124 gelagert, die mit dem Sockel 39 verbunden
sind. Die oberen Enden der Hebelarme 118 sind schwenkbar
mit an der Abdeckung 40 befestigten Halterungen 126 verbun
den. Die Hubbewegung der Abdeckung 40 bewirkt ein hydrau
liches Kolben-Zylinder-Aggregat 128, 130 dessen Kolben
stange 130 an die Querstange 121 angelenkt ist. Das Kolben-
Zylinder-Aggregat 128, 130 bewirkt eine Bewegung der Abdec
kung 40 aus der in Fig. 2 in vollen Linien wiedergegebenen
Schließposition in die in unterbrochenen Linien angedeutete
Öffnungsposition, bei der die Wärme der Masse 18 a der Draht
länge 18 im wesentlichen ungehindert aus der offenen Umgren
zungskammer 20 abgestrahlt austreten kann.
Wie aus Fig. 7 und 8 hervorgeht, sind für den Ausgleich
unterschiedlicher Wärmeausdehnung zwischen den Seitenwänden
38 und der Abdeckung 40 und zwischen dem Auslaß 70 und der
Austrittsöffnung 68 sowie zwischen dem Auslaß 54 und der Aus
trittsöffnung 66 Zwischenräume vorgesehen, ebenso zwischen
der Austrittsöffnung 52 und dem Auslaß 54.
Wenn sich die Abdeckung 40 in der Schließposition befindet,
soll der aus dem von den Seitenwänden 38 umschlossenen Teil
der Umgrenzungskammer 20 nach oben führende Luft- oder Gas
strom möglichst gering gehalten werden, um die Konvektion
möglichst klein zu halten. Aus diesem Grunde wirken die an
den unteren Kanten der Abdeckung 40 angeordneten Luftleit
bleche 134 mit den an der oberen Kante der Seitenwände ange
ordneten Luftleitblechen 136 zusammen und verhindern einen
Luft- bzw. Gasaustritt durch den zwischen der Abdeckung 40
und den Seitenwänden 38 vorhandenen Zwischenraum.
Über die Schläuche 57, 65, 87 und 90 werden die in der
Abdeckung 40 befindlichen Brenner 34 a, 34 b und 34 c un
abhängig von deren Bewegung mit Verbrennungsluft und
Brenngas versorgt. Die Anordnung dieser Schläuche sowie
der den Brennern 34 a, 34 b und 34 c zugeordneten Steuer-
und Regelvorrichtungen ist in Fig. 10 dargestellt. Die
Leitung 86 ist über den Schlauch 87 mit einem Regelven
til 138 verbunden, das auf das Ende eines ortsfesten Roh
res 140 aufgesetzt ist, dessen anderes Ende mit dem Gas
hauptanschluß 91 in Verbindung steht. Zur weiteren Rege
lung des Brenngasstromes ist im Rohr 140 eine Düse 144 an
geordnet. Zum Zünden des Brenngases ist in der Umhüllung
des Brenners 34 c eine Zündkerze 146 eingesetzt. Ein eben
falls dort angeordneter Flammfühler 148 überwacht den Bren
ner 34 c. Die Leitung 88 ist auf dem Schlauch 90 geführt,
der seinerseits über Leitungen 150 und 152 mit der Leitung
78 in Verbindung steht. In der Leitung 152 befindet sich
ein Drosselklappen-Regelventil 154.
Die Radiationsrohre können statt mit Heißgas auch mit Kalt
luft gewünschter Temperatur beschickt werden.
Aus Fig. 1a ist zu ersehen, daß bei den übereinanderliegen
den Drahtwindungen 18 in Bewegungsrichtung durch die Vor
richtung 10 die Massierung des Metalls an beiden Seiten,
dort wo die aufeinanderfolgenden Drahtwindungen übereinan
derliegen, am größten ist und dort, wo die Mitten der Draht
ringe liegen am kleinsten ist. Die Drahtwindungen kühlen
deshalb bei normalem Radiationsverlust an den Seiten lang
samer ab als im Mittenbereich.
Aus Fig. 11 geht die Funktion der Umgrenzungskammer 20
hervor. Der Ausgleich in der Abkühlung der Windungen wird
mit den Öffnungen 113 und mit den Verschlußklappen 115 be
wirkt, wenn sich der Verschlußstopfen 115 in der in vollen
Linien angedeuteten Öffnungsposition befindet, ist die
Öffnung 113 frei und die von den Windungen 18 abgestrahlte
Wärme kann nach außen treten. Befindet sich aber die Ab
deckung 40 in Schließposition und sind die Öffnungen 113
durch die Verschlußstopfen 115 verschlossen, wie dies in
unterbrochenen Linien angedeutet ist, dann wird die von
den Windungen 18 abgestrahlte Wärme von den Innenwänden
38 a der Seitenwände 38 der Umgrenzungskammer 20 aufgenom
men, wie dies die Linien R andeuten, und von den Innenwän
den 38 a der Seitenwände 38 und denen der Abdeckung 40 re
flektiert und dadurch eine Abkühlung der Windungen 18
durch Radiation verhindert. Wird demgegenüber aber der
Verschlußstopfen 115 wieder in Öffnungsposition gebracht
und dadurch die Öffnung 113 freigelegt, dann entsteht eine
Durchtrittsmöglichkeit für die abgestrahlte Wärme (vgl. die
mit S bezeichneten Linien). Das hat zur Folge, daß die nor
malerweise langsam abkühlenden Seitenbereiche der Drahtwin
dungen 18 schneller abkühlen können und bei entsprechender
Einstellung der jeweiligen Größe der Durchgangsöffnungen
mit Hilfe der Position der Verschlußstopfen 115 sich die Ab
kühlungsgeschwindigkeiten im Seiten- und Mittenbereich der
Drahtwindungen aneinander angleichen lassen. Die Vorrichtung
10 ist so ausgebildet, daß andere Öffnungen, die in die Um
grenzungskammer 20 hinein- oder aus dieser herausführen,
blockierbar sind, um Luftströmungen zu verhindern, die un
erwünschte Konvektionen verursachen. Der besseren Übersicht
wegen sind die nahe der Seitenwand 38 angeordneten Radiations
rohr 50 und 80 in Fig. 11 nicht dargestellt.
Aus Fig. 12 geht eine andere Funktion der Richtung 10 her
vor; hier ist die Abdeckung 40 vollständig geschlossen. Das
von dem mit der Abdeckung 40 verbundenen Brennern 34 a, 34 b
und 34 c erzeugte Heizgas wird nur den Radiationsrohren 94,
96, 98, 102 und 104 zugeführt. Die in den Seitenwänden 38
angeordneten Brenner 44 und 74 arbeiten nicht, so daß die
Radiationsrohre 80 und 50 nicht erwärmt werden. Die Rohre
94, 96, 98, 102 und 104, denen das Heißgas zugeführt wird,
erwärmen sich auf eine Temperatur, die weit unter der Tem
peratur der in die Umgrenzungskammer 20 eingebrachten Win
dungen 18 liegt, so daß diesen Wärme durch Abstrahlung ent
zogen wird. Auch dann, wenn das diesen Radiationsrohren 94,
96, 98, 102 und 104 zugeführte Heißgas überall die gleiche
Temperatur aufweist, wird eine Wärmeverteilung erreicht,
bei der die höchsten Temperaturen über dem Mittenbereich
der Windungen 18 liegen und die niedrigsten Temperaturen
über den Seitenbereichen. Die mittleren Radiationsrohre
96 und 98 und auch die Rohre 92 und 102 sind zu diesem Zweck
von den jeweils benachbarten Rohren mit Hilfe von Leitele
menten 117 abgeschirmt. Diese Abschirmung nimmt nach den
Seiten hin ab, d. h. so, daß die Radiationsrohre 92 und 102
sowie die Radiationsrohre 92 und 104 weniger abgeschirmt
sind. Dies hat zur Folge, daß die mittleren Radiationsrohre
96, 98 auf eine höhere Temperatur gebracht und auf dieser
Temperatur gehalten werden, als dies bei den Radiationsroh
ren 94 und 104 der Fall ist. Wie ersichtlich durchströmt
das vom Brenner 34 a erzeugte Heißgas zuerst das Radiations
rohr 92 und wird über das Radiationsrohr 94 herausgeführt.
Weil dabei das Heißgas abkühlt, weist dieses Radiationsrohr
94 gegenüber dem Radiationsrohr 92 eine niedrigere Tempera
tur auf. Entsprechendes gilt für die Radiationsrohre 102
und 104. Die resultierende gesamte Temperaturverteilung
bei den Radiationsrohren 92, 94, 96, 98, 102 und 104 bewirkt
die gewünschte gleichförmige Abkühlung der Windungen 18.
Da jeder der Brenner 34 a, 34 b, 34 c, 44 und 74 unabhängig
von den anderen steuer- und regelbar ist, läßt sich die
richtige Temperaturverteilung dadurch erreichen, daß den
mittleren Radiationsrohren Heißgas mit einer höheren Tempe
ratur als den Radiationsend- und Seitenrohren zugeführt
wird. Bei der Anordnung nach Fig. 13 sind die Radiations
rohre 96, 98 in der Mitte der Umgrenzungskammer 20 enger
nebeneinander angeordnet als an deren Seiten.
Die langsamste Abkühlung läßt sich mit der Ausbildung
nach Fig. 14 erreichen, bei der allen Radiationsrohren
50, 80, 94, 92, 96, 98, 102, 104 gemeinsam Heißgas zuge
führt wird und die Temperaturverteilung durch individuelle
Steuerung und Regelung jedes einzelnen Brenners 34 a, 34 b,
34 c, 44, 74 erzielt wird. Es kann dabei ein automatisch ar
beitendes Regelsystem vorgesehen werden, das die Radiations
temperatur der Radiationsrohre in Abhängigkeit von der Tem
peratur der Windungen 18 steuert und regelt. Beispielsweise können
thermostatische Regler 156 verwendet und auf bestimmte Be
reiche der Windungen 18 gerichtet werden. In der Mitte der
Windungsmasse 18 a kann ein nicht dargestellter Thermostat
vorgesehen werden, während weitere solcher Thermostate die
Temperatur an den Seiten der Windungsmasse 18 a messen. Die
Meßsignale dieser Thermostate bewirken dann das Ein- und
Ausschalten der Brenner 34 a, 34 b, 34 c, 44, 74 und damit die
gewünschte gleichförmige Abkühlung aller Bereiche der Win
dungsmasse 18 a.
Die schnellste Abkühlung wird erreicht, wenn die Abdeckung
40 vollständig von den Seitenwänden 38 der Umgrenzung 20
entfernt wird, wie dies aus Fig. 6 hervorgeht. Bei dieser
Funktion wird Kühlluft in der gewünschten Menge durch die
Kühlluftdurchlässe 110 (vgl. Fig. 9) geblasen und dadurch
eine sehr schnelle Abkühlung erzielt.
Claims (12)
1. Verfahren zur Steuerung der Abkühlgeschwindigkeit von
warmgewalztem Stahldraht, bei dem der das letzte Walz
gerüst einer Drahtwalzstraße verlassende Draht in nicht
konzentrischen, einander überlappenden Windungen auf
eine Fördereinrichtung abgelegt wird, und die Ableitung
der von dem aufliegenden Walzdraht abgestrahlten Wärme
Verzögerungen oder Beschleunigungen erfährt, und bei
dem von Abschnitten unterschiedlicher Massenanhäufung
der Drahtwindungen die Wärmeableitung selektiv, umge
kehrt proportional zu der Größe dieser Massenanhäufung
verzögert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzögerung der Wärmeableitung durch der Ab
strahlung der Wärme entgegengerichtete Strahlungswärme
bewirkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Abstrahlung entgegengerichtete Strahlungs
wärme durch Reflektion der Abstrahlwärme erzeugt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und/oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzögerung der Wärmeableitung auf den in För
derrichtung gesehenen Längsmittenbereich der Drahtwin
dungsreihe beschränkt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3
mit Zufluß von Luft oder anderen Gasen,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Zufluß zu den auf der Fördereinrichtung lie
genden Drahtwindungen (18) mit dem Ziel der Verringerung
der Wärmeableitung durch Konvektion gedrosselt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abkühlgeschwindigkeit auf einen Wert im Bereich
von 0,1 bis 2°C/s eingestellt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
mit einer Einrichtung zum Ablegen des aus dem letzten
Walzgerüst der Walzstraße austretenden Walzdrahtes in
übereinanderliegenden Windungen auf eine Fördereinrich
tung und um diese angeordneten Einrichtungen zur kammer
artigen Umgrenzung einer Drahtwindungsreihe mit Durch
trittsöffnungen zur Zu- und Abfuhr der Luft bzw. der Gase,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenflächen (38 a, 40 a) der Seitenwände (38)
und der Abdeckung (40) der Umgrenzungskammern (20,
22, 24, 26, 28, 30) wärmereflektierend ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
mit in Durchtrittsöffnungen angeordneten, winkelan
stellbaren Verschlüssen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlüsse als Verschlußklappen (43) in den
Seitenwänden (38) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und/oder 10
mit an den Wänden angeordneten, heizmitteldurch
strömten Rohren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Rohre als Radiationsrohre (50, 80,
94, 92, 96, 98, 102, 104) mit separaten, regelbaren
Erzeugern von Heißgasströmen verbunden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Radiationsrohre (50, 80, 94, 92, 96, 98, 102, 104)
parallel zur Transportrichtung der Fördereinrichtung (36)
verlaufend in unterschiedlichen Abständen voneinander an
geordnet sind.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und/oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände der Radiationsrohre (50, 80, 94, 92, 96,
98, 102, 104) von der Mitte über der Transporteinrichtung
(36) nach beiden Seiten hin größer werdend bemessen sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und/oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Radiationsrohren (50, 80, 94, 92, 96, 98,
102, 104) Leitelemente (117) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzliche Radiationsrohre (50, 80) mit Abstand
beiderseits der Drahtwindungen (18) über der Transport
einrichtung (36) parallel zueinander verlaufend ange
ordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| US05/516,767 US3930900A (en) | 1974-10-21 | 1974-10-21 | Process for cooling hot rolled steel rod |
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| DE2546589A1 DE2546589A1 (de) | 1976-04-29 |
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