DE254652C - - Google Patents

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DE254652C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C9/00Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines
    • D05C9/02Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines in machines with vertical needles
    • D05C9/04Work holders, e.g. frames
    • D05C9/06Feeding arrangements therefor, e.g. influenced by patterns, operated by pantographs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 526. GRUPPE
Kartenschlagmaschine für automatische Stickmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1911 ab.
Es sind bereits Maschinen zum Schlagen von Jacquardkarten für automatische Stickmaschinen bekannt, welche nach einem bestimmten Lochschema arbeiten, dessen einzelne Lochreihen (Stichgrößen) nach der arithmetischen Reihe i, 2, 3, 4, 5 usw. zunehmen. Das Lochschema wird in den meisten Fällen zweckmäßig als Trommel oder Trommelsektor ausgebildet und wird entsprechend dem zu schlagenden Muster vom Kartenschläger bewegt und für jeden zu schlagenden Stich eingestellt,, worauf es bestimmte, seiner jeweiligen Stellung entsprechende Lochstempel beeinflussen kann. Die Beeinflussung der Lochstempel kann z. B. dadurch geschehen, daß die Trommel gegen die Stempel bewegt wird, so daß die gewünschten Stempel bestimmte Lochungen des Kartenpapiers zur Folge haben.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, solche Maschinen die richtigen Stichgrößen auch dann noch fehlerlos und genau auf der zu schlagenden Karte zum Ausdruck bringen zu lassen, wenn sich das Schema von seinem Ausgangspunkt aus einmal abgewickelt hat, also -die Stichbestimmungsgrößen sich wiederholen würden. Die Erfindung ist also überaus wichtig für alle Arten von Kartenschlagmaschinen, welche zur Herstellung von Jacquardkarten für diejenigen Stickmaschinen dienen, bei denen die Stichbestimmung stets von einem bestimmten Ausgangspunkt aus erfolgt.
Man hatte bis jetzt noch nicht die Möglichkeit, die Weiterbewegung des Lochschemas Über den Ausgangspunkt bzw. überhaupt über einen bestimmten Punkt hinaus festzulegen. Wenn also z. B. das ganze Schema 150 Einheiten zählt und es wäre von der Stichgröße 50 aus einmal ein besonders großer Stich, von beispielsweise 170 Einheiten, zu schlagen, so würde auf der Karte nur der Stich 70 zum Ausdruck kommen, denn trotzdem das Schema von 50 bis zum Endpunkt 150 und von da wieder bis 70 bewegt worden ist, wäre auf der Karte nicht verzeichnet worden, daß sich dabei das ganze Schema einmal abgewickelt hat und der Ausgangspunkt überschritten worden ist. Man hatte bei Kartenschlagmaschinen zwar schon so verfahren, daß bei Überschreitung einer gewissen Abwicklung des Lochschemas selbsttätig noch ein anderes Lochschema in Tätigkeit gesetzt wurde, das dann , seinerseits bestimmte Lochungen hervorbrachte.
Die vorliegende Erfindung besteht aber darin, daß die Stempel des Lochschemas zum Schlagen der Karte in zwei Gruppen geschieden sind, deren eine durch die gerade vor ihr befindliche Stelle des Lochschemas zum Schlagen bestimmt wird, während die andere Gruppe durch die bloße Bewegung des Schemas über seinen Anfangspunkt hinaus zum Schlagen eingestellt und bis zum richtigen Augenblick in der Schlagstellung erhalten wird, so daß hierdurch auch nach völliger Abwicklung des Lochschemas die Lochungen desselben die richtige Bedeutung haben.
In der Zeichnung sind die beiden Stempelgruppen in schematischer Weise zur Darstellung gebracht, und zwar sind die zur Gruppe A
vereinigten Stempel diejenigen, welche durch die jeweilige Stellung des Lochschemas zum Schlagen bestimmt werden.
Das Lochschema ist als Zylindertrommel T ausgebildet und erhält seine Einstellung dadurch, daß die Trommelachse S in geeigneter Weise gedreht wird, so daß die dem zu schlagenden Stich entsprechende Lochreihe vor die Schlagstempel zu liegen kommt. Erfolgt hierauf eine Bewegung der Trommel in der Achsrichtung der Schlagstempel, so werden die einen Stempel der Gruppe A in die Trommellochungen eintreten, die anderen dagegen auf volle Stellen des Trommelmantels treffen und daher von der vorwärts gehenden Trommel mitgenommen werden, so daß sie auf dem Kartenpapier Lochungen hervorrufen.
Diejenige Gruppe von Stempeln, welche dann zum Schlag eingestellt und bis zum richtigen Augenblick in der Schlagstellung erhalten wird, wenn das Lochschema sich über seinen Anfangspunkt hinausbewegt hat, ist' auf der Zeichnung mit B bezeichnet. An denjenigen Stellen des Trommelmantels, vor welchen diese Stempel B liegen, sind auf dem ganzen Umfang Lochungen vorgesehen, damit die Stempel B bei keiner Trommelstellung ungewollt in Tätigkeit treten, also eine Lochung der Karte hervorrufen können. Erst wenn die Trommel sich über den Anfangspunkt des Lochschemas hinausbewegt, wird ein Schlüssel C vor die einem der Stempel B zugehörige Loehung der Trommel gebracht, womit dieser Stempel B zum Schlagen eingestellt und in der Schlagstellung erhalten wird. Bei der nun folgenden, der Kartenlochung dienenden Vorwärtsbewegung der Trommel wird dieser Stempel der Gruppe B betätigt und bewirkt eine Lochung der Karte an der betreffenden Stelle. Durch geeignete Einrichtungen kann nach erfolgtem Schlag der Schlüssel C sofort wieder in Bereitschaftsstellung gebracht werden.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht das Inbereitschaftsetzen von Stempeln der Gruppe B dadurch, daß an der Stirnseite der Trommel T Rillengänge D eingearbeitet sind, in welche ein Fühler E eingreift, der seinerseits durch ein Hebelgestänge mit dem vorerwähnten Schlüssel C in Verbindung steht. An der kritischen Stelle hat nun dieser Rillengang eine. Weiche W, so daß der Fühler E zu einer Bewegung gezwungen wird, die sich dem Schlüssel C mittelt.
In dem in der Einleitung angeführten Beispiel würde nun nach Einstellung des Loch-Schemas die eine Gruppe A der Stempel betätigt und diejenigen derselben in Wirkung gesetzt, welche der Größe 70 entsprechen. Andererseits wird aber bei der Bewegung des Schemas über seinen Endpunkt 150 hinaus die beschriebene Einrichtung in Tätigkeit treten und einer oder mehrere Stempel der zweiten Gruppe B stanzbereit eingestellt. Dieser Stempel B kommt dann beim nun folgenden Vorwärtsgang der Trommel (oder überhaupt beim Lochungsvorgang) zusammen mit den betreffenden Stempeln der ersten Gruppe A zur Wirkung auf das Kartenpapier. Dadurch ist im Lochgebilde der Karte sofort unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß das Lochschema sich nicht nur von 50 auf 70, sondern von 50 auf 150 und von 150 = 0 wieder auf 70 bewegt hat.
Diejenige Gruppe von Stempeln, welche die Bewegung des Schemas über den Anfangspunkt hinaus angibt, wird also zwar früher in Schlagbereitschaft gestellt als die . andere Stempelgruppe, kommt aber erst mit dieser zusammen zur Wirkung und geht nach dem Schlag ebenso wieder in die frühere Stellung zurück wie die andere Gruppe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Kartenschlagmaschine für automatische Stickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß neben der gewöhnlichen Gruppe (A) von Schlagstempeln eine besondere Gruppe (B) angeordnet-ist, die dann selbsttätig in Wirksamkeit tritt, wenn sich das Lochschema (T) von seinem Anfangspunkt aus ganz abgewickelt hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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