DE2534040C2 - - Google Patents
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- DE2534040C2 DE2534040C2 DE19752534040 DE2534040A DE2534040C2 DE 2534040 C2 DE2534040 C2 DE 2534040C2 DE 19752534040 DE19752534040 DE 19752534040 DE 2534040 A DE2534040 A DE 2534040A DE 2534040 C2 DE2534040 C2 DE 2534040C2
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
- C10C3/00—Working-up pitch, asphalt, bitumen
- C10C3/005—Working-up pitch, asphalt, bitumen by mixing several fractions (also coaltar fractions with petroleum fractions)
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Im Laufe der Zeit wurden Schmiermittel und Asphalte
normaler und hoher Qualität für viele verschiedene
Anwendungen entwickelt. Unabhängig von der Verwendung
muß ein Schmiermittel oder ein Asphalt stabil sein, einen
hohen Flammpunkt aufweisen und die speziellen Eigen
schaften während seines Einsatzes beibehalten. Die Trennung
von Rohöl in Ausgangsmaterialien verschiedener Viskosität
wird im allgemeinen durch Vakuumdestillation erreicht,
worauf eine getrennte Behandlung der Fraktionen durch
Lösungsmittelextraktion und bei speziellen Anwendungen
manchmal durch Hydrofinishing erfolgt. Die zur Verarbei
tung des zur Verfügung stehenden Rohöls verwendeten Ein
richtungen hängen von der Qualität des Rohöls und den
Eigenschaften der gewünschten Produkte ab. Diesbezügliche
Überlegungen sind wichtiger geworden, da die Qualitäts
anforderung an die Produkte zugenommen hat. In bekannten Systemen
wurden große Mengen an verfügbarem Rohöl unter Bildung
der gewünschten Produkte verarbeitet. Durch den
heutigen Mangel an Rohöl ist es jedoch notwendig, ein Ver
fahren zu schaffen, bei dem die Menge an zu verarbeitendem
Rohöl klein sein kann, ohne die Qualität des erhaltenen
Produktes zu mindern. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein solches verbessertes Verfahren.
Aus der GB-PS 7 48 154 ist ein Verfahren zur Herstellung von
qualitativ hochwertigen Schmierölen aus Rohöl bekannt. Dabei
wird das Ausgangsmaterial in mehrere im Schmierölbereich siedende
Fraktionen getrennt, und diese Fraktionen werden mehreren
Lösungsmittelextraktionen sowie einer hydrierenden Behandlung
unterworfen.
In der US-PS 34 81 863 ist ein Verfahren zum Raffinieren von
Schmierölen beschrieben, mit dessen Hilfe aus stark schwefel
haltigen Rohschmierölen hochwertige Schmieröle mit vorgegebenen
Viskositäten und hohen Ausbeuten gewonnen werden können. Dabei
werden durch Vakuumdestillationen mehrere Schmierölfraktionen
erhalten. Dieser Stand der Technik enthält keine Angaben darüber,
ob eine solche Vakuumdestillation bei einem sehr niedrigen Druck
und einem sehr niedrigen Druckabfall durchführbar und sinnvoll
ist.
Die US-PS 29 17 448 betrifft ein Verfahren zum Herstellen von
Schmierölen, wobei ein entsprechendes Rohöl mit einem Gehalt
an Asphalt und Wachs einer Vakuumdestillation unterworfen wird.
Auch hieraus ergibt sich kein Hinweis auf die Anwendung eines
sehr geringen Druckes und einer niedrigen Druckdifferenz.
Der Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Abtrennen von Schmiermitteln und Asphalt durch Destillieren
von Rohöl über eine Vakuumkolonne unter Bildung von Schmier
mittelfraktionen und eines asphalthaltigen Destillationsrück
standes sowie Unterziehen der Schmiermittelfraktion einer
Lösungsmittelextraktion bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
In den Unteransprüchen 2 und 3 sind Ausbildungen des Verfahrens
nach Anspruch 1 angegeben.
Bei der kombinierten Arbeitsweise gemäß der Erfindung, die eine
Vakuumdestillation, Furfural-Extraktion, Methyläthylketon (MEK)-
Aromatenextraktion und ein Hydrofinishing umfaßt, wird bei
einem geringen Druckabfall in der Vakuumdestillationskolonne
gearbeitet, die so ausgelegt ist, daß der Bodendruck nicht mehr
als 6666 Pa, vorzugsweise etwa 5333 Pa oder weniger, beträgt.
Zur Verbesserung der Qualität der Asphaltbestandteile wird
erfindungsgemäß insbesondere eine Seitenfraktion vom unteren
Teil der Kolonne abgezogen, die höher als eine gewonnene 700s-
Neutralfraktion siedet und zu einer Propandeasphaltierungs
extraktionszone zusammen mit einem Teil des Kolonnenrückstands
geführt wird.
Bei der Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
wurde festgestellt, daß die Kapitalinvestitionen um 10%,
der Verbrauch um 30% und das benötigte Rohöl um 15% ver
ringert werden. Die Qualität des Schmiermittelproduktes
wird verbessert, und Paraffinwachse mit höherem Schmelz
punkt werden erhalten.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Vakuum
kolonne, die zur Trennung von beispielsweise Rohöl aus
dem Mittleren Osten in gewünschte Schmierölgrundmaterialien
verwendet wird, bei einem niedrigeren Bodendruck
als er bisher in einer Füllkörperkolonne angewandt wurde,
betrieben, wobei der Druckabfall in der Kolonne nicht
mehr als 1999 Pa beträgt. Die Vakuumkolonne wird
unter solchen Bedingungen betrieben, daß eine Flashzonen
temperatur im Bereich zwischen 366 und 390,5°C
aufrechterhalten wird, und die Kopftemperatur im
Bereich zwischen 48,9 und 57,2°C liegt.
Die Kolonne mit niedrigem Druckabfall, wie sie gemäß
der Erfindung verwendet wird, gestattet die spezifischere
Gewinnung von 100s-, 300s-, und 700s-Neutralfraktionen
oder einer anderen Auftrennung, wie in zwei Fraktionen
von 250s- und 450s-Neutralfraktionen, in Verbindung
mit einer Seitenfraktion. Diesbezüglich wird auf die
nachstehende Tabelle I verwiesen.
Ein niedriger Betriebsdruck in Verbindung mit einem
geringen Druckabfall von nicht mehr als 1999 Pa wird durch
Verwendung von Füllkörperkolonnen erreicht, die sehr wenige
oder keine Destillationsböden aufweisen. Die Ausgestaltung
der Vakuumkolonne und die Betriebsweise ist insofern ein
zigartig, als sie die Gewinnung von spezifischen Fraktionen
mit schmalem Siedebereich gestattet, die mittels Solvent-
Extraktion und Hydrofinishing zu den gewünschten Misch
materialien weiter verarbeitet werden.
Die Schmierölfraktionen gemäß Tabelle I, die mit
der hier beschriebenen Vakuumkolonne gewonnen werden,
werden anschließend einer Furfural-Extraktion und einer
MEK-Extraktion unterworfen. Poly
cyclische Materialien sind in Schmierölen aufgrund ihrer
niedrigen Viskositätsindexe und ihrer geringen Stabilität
unerwünscht. Die polycyclischen Aromaten werden bei
dem Verfahren gemäß der Erfindung durch Furfural-Ex
traktion entfernt. Die Furfural-Extraktion, die in der
Zeichnung als Blockfließdiagramm wiedergegeben ist,
besteht aus Einrichtungen oder Kolonnenanordnungen, die
es gestatten, die Ölbeschickung mit dem selektiven Lö
sungsmittel in Kontakt zu bringen, sowie aus den Einrich
tungen zur Trennung des Lösungsmittels von den Extrakt-
und Raffinatströmen. Bei dieser Arbeitsweise wird das
Lösungsmittel verdampft, und die für diesen Zweck erfor
derlichen Wärmemengen sind im allgemeinen beträchtlich.
Folglich sind jegliche Einsparungen, die in diesem Be
reich hoher Kosten erzielt werden können, bezüglich der
Wirtschaftlichkeit des Verfahrens von großem Interesse. Bei
der spezifischen Arbeitsweise gemäß der Erfindung werden
Fraktionen mit spezifischerem Siedebereich, nämlich
100s-, 300s- und 700s-Neutralfraktionen, erhalten, und
die Arbeitsbedingungen können so gewählt werden, daß
beträchtliche Einsparungen nicht nur in der Menge des
verarbeiteten Materials, sondern auch bezüglich des erfor
derlichen Lösungsmittels und der erforderlichen Wärme
menge erzielt werden. Bei der Verarbeitung
von Materialien mit engerem Siedebereich wird eine über
mäßige Behandlung der niedrigsiedenden Bestandteile der
speziellen Fraktion sowie eine unzureichende
Lösungsmittelbehandlung der hochsiedenden Bestandteile
ausgeschlossen. Diese Einsparungen wirken sich auch be
züglich der erforderlichen Einrichtungen wesentlich aus.
Die Furfural-Extraktion der 100s-Neutral
fraktion kann insbesondere mit 175 Vol.-% Furfural, be
zogen auf die Beschickung, bei einer Temperatur von
etwa 90,55°C durchgeführt werden, wenn ein Gradient
in der Furfural-Extraktionskolonne zwischen Kopf und
Boden von etwa 104,4 bis 82,2°C aufrechterhalten
wird.
Die 300s-Neutralfraktion kann mit 200 Vol.-% Furfural,
bezogen auf die Beschickung, bei einer Tem
peratur von etwa 96,1°C und einem Kolonnentempera
turgradienten vom Kopf zum Boden von etwa 110 bis
87,8°C extrahiert werden.
Andererseits kann die 700s-Neutralfraktion
mit 225 Vol.-% Lösungsmittel, bezogen auf die Beschickung,
bei einer Arbeitstemperatur von etwa 121,1°C und
einem Kolonnentemperaturgradienten zwischen Kopf und Boden
von etwa 129,35 bis 112,8°C mit Furfural extra
hiert werden.
Die Schmierölfraktionen mit verhältnismäßig engem
Siedebereich werden nach der Entfernung der unerwünschten
polycyclischen Aromaten einer weiteren Extraktion zur
Lösungsmittelentwachsung mit einem Lösungsmittelgemisch aus
MEK und Aromaten unterworfen. Das Ketonlösungs
mittel führt zu einer Verfestigung des Wachses in eine
filtrierbare kristalline Form. Die aromatische Komponente
des Lösungsmittels erhöht die Kapazität des Lösungsmittels
bezüglich des Lösens von Öl. Bei der MEK-
Extraktion wird die wachshaltige Ölbeschickung mit dem
Lösungsmittel gemischt und die Mischung zwecks Kristalli
sation des Wachses abgekühlt. Die abgekühlte Mischung wird
kontinuierlich unter Bildung eines Wachskuchens filtriert.
Die MEK-Entwachsung wird bei einer Temperatur,
die um einige Grade tiefer liegt, und zwar im Bereich von
2,8 bis 11,1°C unterhalb des Pourpoints
des gewünschten Ölproduktes, durchgeführt. Auf diese Weise
wird ein Filtrat, das Öl und Lösungsmittel umfaßt, ge
wonnen, das anschließend getrennt wird, um eine entwachste
Ölfraktion und das Lösungsmittel zu gewinnen.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird im all
gemeinen ein Lösungsmittel aus 50 : 50 MEK : Toluol
zur Entwachsung der spezifischen Schmierölfraktionen ange
wandt. Das Verhältnis der Bestandteile kann in jeder Rich
tung um etwa 25 Vol.-% variiert werden. Die Filtrations
temperatur für die 100s-Neutralfraktion beträgt
etwa -28,9°C, für die 300s-Neutralfraktion
etwa -26,1°C und etwa -15°C für die 700s-
Neutralfraktion. Die Menge an Lösungsmittel, die
bei den verschiedenen Stufen der
MEK-Entwachsung angewandt wird, ändert sich bei jeder
Fraktion, wird jedoch unter Einhalten der gewünschten Er
gebnisse auf einem Minimum gehalten.
Die vom unteren Teil der Vakuumkolonne abgezogene
Seitenfraktion wird mit einem Teil des Vakuumrück
standes kombiniert und zu einer Propandeasphaltierung (PDA) ge
führt. Bei einer spezifischen Ausführungsform werden, be
zogen auf die Rohölbeschickung, etwa 4 Vol.-% der
Seitenfraktion mit einem Anteil des Vakuumrückstandes, der
zwischen etwa 10 und 60 Vol.-% variiert, als Beschickung
für die PDA-Einheit verwendet. Die
Brightstockviskositäten können durch Änderung der Menge
des der PDA-Einheit zugeführten Rückstands
variiert werden. In der PDA-Ein
heit wird die vorerwähnte Mischung nahe der kritischen
Temperatur mit Propanlösungsmittel behandelt, das die
Kohlenwasserstoffphase löst und die asphaltischen Materialien
zurückläßt. Bei dem kombinierten Verfahren gemäß
der Erfindung wird diese Trennung durch die Gewinnung einer
Seitenfraktion gesteigert, die in gewünschten Anteilen
mit dem vom Boden der Vakuumkolonne abgezogenen Rück
stand gemischt wird. Im Bereich der in der PDA-Einheit an
gewandten Bedingungen, nämlich einer Temperatur zwischen
37,8 und 65,6°C im Boden und 65,6 bis
82,2°C im Kopf der Kolonne, wird durch
Erhöhung der Temperatur des Propans dessen Lösungsfähig
keit verringert, jedoch die Selektivität erhöht. Anderer
seits wird bei Erhöhung des Propan : Öl-Verhältnisses die
Trennschärfe weiter verbessert. Der angewandte Betriebs
druck wird so gewählt, daß das Propan in flüssiger Phase
vorliegt. Das schwere Ölprodukt der PDA-Behandlung wird
anschließend der Furfural- und MEK-Behandlung unter sol
chen Bedingungen unterworfen, daß das Ölprodukt in maxi
maler Ausbeute erhalten wird.
In Fig. 1 ist eine schematische Anordnung in Form
eines Blockfließdiagrammes gezeigt, das das kombinierte
Verfahren gemäß der Erfindung wiedergibt. Eine Rohöl
beschickung wird einer Vakuumkolonne 4, die
bei einem Bodendruck von etwa 5333 Pa gehalten wird, zu
geführt. Die Kolonne 4 ist eine Füllkörper
kolonne, die einen Druckabfall von 1999 Pa aufweist.
Die Kolonne wird unter solchen Bedingungen betrieben,
daß die in Tabelle I angegebenen Fraktionen sowie eine
Gasölfraktion, die vom oberen Teil der Kolonne über Leitung
6 abgezogen wird und Rückstandsmaterial, das vom Boden
der Kolonne über Leitung 8 abgezogen wird, erhalten werden.
Bei einer speziellen Betriebsweise wird die Gasölfraktion
in einer Menge von etwa 10 Vol.-%, bezogen auf die Be
schickung, und der Rückstand in einer Menge von etwa 11,5 Vol.-%,
bezogen auf die Beschickung, erhalten. Die 100s-
Neutralfraktion wird über Leitung 10 abgezogen
und macht etwa 8,6 Vol.-% der Beschickung aus. Jeglicher
Überschuß an diesem Material über die Menge, die ver
arbeitet werden soll, kann über Leitung 12 abgezogen werden.
Eine 300s-Neutralölfraktion in einer Menge von
etwa 7,5 Vol.-%, bezogen auf die Beschickung, wird über
Leitung 14 abgezogen und in einen Strom 16, der zur
Herstellung von normalen Ölmischmaterialien dient, und
einen Strom 18, der zur Herstellung von Ölmischmateria
lien hoher Qualität dient, getrennt. Ein Material im
Siedebereich der Seitenfraktion, wie es in Tabelle I ange
geben und in einer Menge von etwa 4,0 Vol.-%, bezogen
auf die Beschickung, erhalten wird, wird vom
unteren Teil der Kolonne oberhalb des Beschickungs
einlasses über Leitung 26 abgezogen. Ein Teil des Vakuum
kolonnenrückstandes, der über Leitung 8 abgezogen wird,
wird durch Leitung 28 geführt und mit der Seiten
fraktion in Leitung 26 vereinigt, bevor er über Leitung
30 zu einer PDA-Einheit 32 geführt wird. In der PDA-
Einheit sind die Mischung der Seitenfraktion mit dem Rück
stand und die Arbeitsbedingungen derart, daß ein Öl
produkt, das etwa 48,8 Vol.-% der Beschickung ausmacht,
erhalten wird. Dieses Ölprodukt wird über Leitung 34
abgezogen. Ein Asphaltprodukt wird über Leitung 36 abge
zogen. Das schwere Ölprodukt in Leitung 34 wird an
schließend der Furfuralextraktion unterworfen, um die
polycyclischen Materialien zu entfernen und ein Produkt
zu erhalten, das etwa 68 Vol.-% des zugeführten Öl
stromes beträgt. Das Raffinat-Ölprodukt der Extraktion
wird dann über Leitung 38 zur Lösungsmittelentwachsung
geführt, die mit einem gemischten Lösungsmittel aus
MEK und Toluol durchgeführt wird. Bei diesem
Schritt werden die Bedingungen so gewählt, daß etwa
77 Vol.-% der Beschickung als entwachstes Ölprodukt er
halten werden. Das entwachste Öl wird dann über Leitung 40
zum Hydrofinishing geführt, wo es mit einem Hydrofinishing-
Katalysator bei einer Temperatur im Bereich von 204 bis
371°C und vorzugsweise 232 bis etwa
288°C und einem Druck zwischen 13,8
und 41,4 bar in Kontakt gebracht wird. Bei einer
speziellen Ausführungsform wird ein 95 VI schweres Schmier
öl-Brightmaterial in Leitung 40 zu einem Produkt durch
Hydrofinishing verarbeitet, das heller ist als
5 ASTM. Dieses Produkt siedet normalerweise oberhalb
etwa 482°C und wird über Leitung 42 abgezogen.
Die 700s-Neutralölfraktionen in den Leitungen
22 und 24 werden zur Furfural-Extraktion zwecks Entfer
nung des polycyclischen Materials unter solchen Bedingungen
geführt, daß etwa 45 Vol.-% der Ölbeschickung in
Leitung 22 über Leitung 44 und etwa 45 Vol.-% der Ölbe
schickung in Leitung 24 über Leitung 46 erhalten werden.
Die Raffinatphase der Furfural-Extraktion, die über die Leitungen
44 und 46 erhalten wird, wird dann zur Lösungsmittel
entwachsung mit MEK, wie sie vorstehend beschrieben wurde,
geführt. Bei der Lösungsmittelentwachsung werden die Be
dingungen so gewählt, daß ein Ölprodukt in einer Menge
von etwa 77 Vol.-%, bezogen auf die Beschickung in Lei
tung 44, über Leitung 48 abgezogen wird und etwa 66 Vol.-%,
bezogen auf die Beschickung in Leitung 46, über Leitung
50 abgezogen wird. Das Ölprodukt in Leitung 48, das aus
700s-Neutralfraktion erhalten wurde, stellt in
etwa ein normales 97 VI entwachstes Material dar. Dieses
Material, das als normales Mischmaterial verwendet wird,
kann gewünschtenfalls dem Hydrofinishing unterworfen werden.
Das über Leitung 50 abgezogene Ölmischmaterial hoher
Qualität wird dem Hydrofinishing unterworfen, wobei die
Temperaturbedingungen und der Katalysatorkontakt so ge
wählt werden, daß die Qualität dieses Materials verbessert
wird und dieses als Mischmaterial höchster Qualität ge
eignet ist. Bei dieser spezifischen Anordnung wird ein 100 VI
entwachstes Material erhalten und nach dem Hydro
finishing über Leitung 52 abgezogen. Die 300s-Neutral
fraktion der Vakuumdestillation wird über Leitung 16
und 18 zur Furfural-Extraktion geführt, die so ausgelegt
ist, daß über Leitung 54 ein normales Ölprodukt und
über Leitung 56 ein Ölprodukt hoher Qualität abgezogen
werden. Das normale Öl-Furfural-Raffinat beträgt etwa
55 Vol.-% der Ölbeschickung und das Ölraffinat hoher
Qualität etwa 45 Vol.-%, bezogen auf das zugeführte Öl.
Die Raffinatströme der Leitungen 54 und 56 werden dann
der Lösungsmittelentwachsung durch MEK unterworfen, um
ein über Leitung 58 abgezogenes, entwachstes Ölprodukt
und ein über Leitung 60 abgezogenes Öl höchster Qualität
zu gewinnen. Das normale Öl in Leitung 58 kann gewünschten
falls einer Hydrofinishing-Behandlung unterworfen werden.
Dieses Material ist ein etwa 104 VI entwachstes Material.
Das Ölraffinat hoher Qualität in Leitung 60 wird einer
Hydrofinishing-Behandlung unterworfen, um die Aromaten
zu entfernen und ein stabiles Turbinenölprodukt zu er
halten. Das der Hydrofinishing-Behandlung unterworfene
Öl hoher Qualität wird über Leitung 62 als ein 108 VI
entwachstes Material (300s-Neutralfraktion) zum
Vermischen mit anderen Materialien abgezogen. Die
100s-Neutralölfraktion, die über Leitung 10 aus der
Kolonne abgezogen wird, wird einer Furfural-Extraktion
unterworfen. Eine Raffinatfraktion, die etwa 54 Vol.-%
der 100s-Neutralbeschickung ausmacht, wird über Leitung
64 abgezogen und in zwei Ströme 66 und 68 getrennt. Je
der der Ölströme in den Leitungen 66 und 68 wird einer Lösungs
mittelentwachsung durch MEK unterworfen. Bei dieser Arbeits
weise werden etwa 78 Vol.-% der Ölbeschickung über Lei
tung 66 als entwachstes Öl in Leitung 70 abgezogen und
etwa 83 Vol.-% der Beschickung in Leitung 68 als ent
wachster Ölmischbestandteil hoher Qualität über Leitung 72
abgezogen. Die über Leitung 70 abgezogene entwachste
100s-Neutralfraktion ist ein etwa 106 VI Material. Das Öl
hoher Qualität in Leitung 72 wird einer Hydrofinishing-
Behandlung unterworfen, um das Öl zu stabilisieren, bevor
es über Leitung 74 als ein 110 VI entwachstes Material ab
gezogen wird.
Bei der hier beschriebenen kombinierten Arbeits
weise wird beispielsweise über Leitung 76 eine kombinierte
Extraktphase und beispielsweise über Leitung 78 eine
kombinierte Wachsphase erhalten. Um das Verständnis der
komplexen Verarbeitungsanordnung gemäß der Erfindung zu
erleichtern, die auf bekannten Technologien beruht, wurden
die verschiedenen Furfural-Extraktionsstufen, die MEK-
Lösungsmittelentwachsungsstufen und die Hydrofinishing
stufen nur durch rechteckige Blöcke wiedergegeben. Es ist
ersichtlich, daß aufgrund der besonders verbesserten
Vakuumfraktionen und der nachfolgenden Behandlung die
gesamte Verarbeitung zu wesentlichen Vorteilen führt.
Insbesondere wurde gefunden, daß bei dem Verfahren ge
mäß der Erfindung 4,763·10⁵l Rohöl gegenüber bekannten
Verarbeitungstechniken unter Bildung gleicher Mengen an
gewünschten Produktmischmaterialien eingespart werden
können. Werden beispielsweise 2,456·10⁶l je Kalender
tag Rohöl in geringerer Menge der Vakuumkolonne
zugeführt und gemäß der Erfindung verarbeitet, kann
die in der nachstehenden Tabelle II angegebene Produkt
verteilung erreicht werden.
Ein zusätzlicher wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt in der Bildung von spezifischeren Be
standteilen bei der Asphaltproduktion. Insbesondere kann
der gesamte Bereich der Belags- und Industrieasphalte
aus den Schmiermittelnebenprodukten formuliert werden
und zwar entweder durch direktes Mischen oder durch
Mischen und nachfolgende Oxidation. Insbesondere wurden
Asphaltpenetrationswerte von 65, 90 und 200 bei Mischungen
aus einigen oder allen der nachstehenden Schmiermittel
ströme (siehe Blockfließdiagramm) erhalten: Kolonnenrück
stand (Strom 8), Seitenfraktion (Strom 26),
PD-Asphalt (Strom 36) und Furfuralextrakt (Strom 76)
erhalten.
Die Möglichkeit, Asphalte aus Schmiermittelnebenprodukten
zu bilden, ist aus folgenden Gründen als wertvoller Vor
teil zu betrachten: (1) die Kosten für Transport, Lage
rung und Verarbeitung von speziellen asphaltischen Roh
ölen in einer getrennten Raffination werden vermieden,
(2) die Schmiermittelnebenprodukte werden von Brennöl-
zu Asphaltwerten verbessert, (3) die Verminderung von
149 bis 260°C Kerosin, das mit verschiedenen
dieser Schmiermittelnebenproduktströmen hoher Vis
kosität gemischt werden muß, um die Spezifikationen
der Brennöle zu erfüllen, wird ausgeschaltet.
Durch selektives Mischen ohne weitere Arbeitsgänge
oder durch selektives Mischen und nachfolgende Oxidation
dieser Nebenproduktströme können Asphalte höchster Qualität
hergestellt werden. Beispielsweise kann ein Asphalt
höchster Qualität mit einer Penetration von 90 durch
selektives Mischen und nachfolgende Oxidation des Kolonnen
rückstandes, der Seitenfraktion und des
PD-Asphaltes erhalten werden, wobei die in Tabelle III
angegebenen Eigenschaften erreicht werden.
Es ist ferner darauf hinzuweisen, daß durch ein
faches Mischen oder selektive Oxidation eine große
Anzahl von Asphalten hergestellt werden kann, beispiels
weise Asphalte, die den sehr strengen Anforderungen der
Spezifikationen des Australian Road Research Board ent
sprechen.
Viskosität mm²/s bei 70°C 485
Penetration (77/100/5) 86
Viskosität-Penetration41 700
Erweichungspunkt °C 45,0
Rotations-Dünnfilm-Ofentest
Duktilität bei 15°C 85
0,16 cm Dünnfilm-Ofentest
Duktilität bei 25°C < 140
Die Erfindung wird nachstehend durch
spezielle Ausführungsformen erläutert. Die vorer
wähnten Asphaltprodukte, die Belagsqualitäten von R65,
R90 und R200 aufweisen, variieren bezüglich des wirt
schaftlichen Interesses, wobei die Qualität R90 einen
größeren Marktanteil hat. Übliche Straßenasphalte
wurden in großer Menge aus Kuwait-Rohöl hergestellt,
aus dem Asphalte erhalten werden, die die sehr strikten
Bestimmungen erfüllen. Aufgrund der Tatsache, daß dieses
Material nunmehr schwerer zugänglich ist, ist es von
beträchtlichem wirtschaftlichem Interesse, andere Asphalt
quellen zu erschließen. In den nachstehenden Tabellen
IV und V sind die verhältnismäßig strikten australischen
Spezifikationen für die Asphalte der angegebenen
Qualitäten zusammengefaßt. Unter diesen Bestimmungen sind
folgende am schwersten zu erfüllen:
- (1) Viskositäts-Penetration:
Dieser Wert wird durch Multiplikation der Viskosität (in Stokes) bei 70°C mit der Penetration bei 25°C erhalten. - (2) Der Film-Ofentest:
Die drei Dünnfilm-Ofentests (TFOT) sind folgende:- (a) 0,32 cm TFOT:
Ein Asphaltfilm einer Dicke von 0,32 cm (50 cm³ Probe) wird in einem zylindrischen Ge fäß mit flachem Boden 5 h bei 162,7°C erhitzt. Die Gewichtsveränderung, die Penetra tion und oftmals die Duktilität der oxidierten Probe werden anschließend bestimmt. - (b) 0,16 cm TFOT:
Bei diesem Versuch werden die gleichen Ver suchsbedingungen wie beim Test 0,32 cm TFOT angewandt, jedoch ist die Asphaltprobe dünner (25 cm³), wodurch eine stärkere Oxidation bewirkt wird. - (c) Rotationsdünnfilm-Ofentest (RTFOT):
Dieser Versuch wird gleichfalls bei 162,7°C, je doch kürzere Zeit (1,25 h) durchgeführt. Wie der Name sagt, wird der Probenbehälter während der Oxidation gleichmäßig gedreht, was zu einer gleichförmigen Oxidation der gesamten Asphaltprobe führt.
- (a) 0,32 cm TFOT:
Die in Tabelle IV angegebenen Spezifikationen sind in
allen Staaten gleich. Die folgenden Anforderungen sind
in den angegebenen besonderen Gebieten vorgeschrieben.
Südaustralien (Highways Department):
Bitumen R90 Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 (Ein Bereich von 10 000 ist innerhalb dieser Grenzen, nämlich 43 000 bis 53 000 für Produkte aus Aramco angegeben, und ein Hinweis an die Verbraucher ist vor einer Änderung erforderlich).
Bitumen R90 Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 (Ein Bereich von 10 000 ist innerhalb dieser Grenzen, nämlich 43 000 bis 53 000 für Produkte aus Aramco angegeben, und ein Hinweis an die Verbraucher ist vor einer Änderung erforderlich).
Rotationsfilm-Ofentest (RFOT) gemäß dem kalifornischen
Testversuch 346-C, März 1966, gefolgt von der Duktilität
bei 15°C (5 cm/min). Minimale Duktilitätsanforderung 20 cm.
Bitumen R200 Viskosität-Penetration 30 000 bis 60 000.
Neusüdwales (Department of Main Roads):
Bitumen R90 Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 TFOT (0,16 cm) gefolgt von Duktilität bei 25°C (ASTM D1754/D113). Minimale Duktilitätsanforderung 60 cm.
Bitumen R200 Viskosität-Penetration 32 000 bis 60 000.
Bitumen R90 Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 TFOT (0,16 cm) gefolgt von Duktilität bei 25°C (ASTM D1754/D113). Minimale Duktilitätsanforderung 60 cm.
Bitumen R200 Viskosität-Penetration 32 000 bis 60 000.
Andere Staaten:
Die Erfordernisse gemäß Tabelle IV sowie Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 für R90. Viskosität-Penetration 32 000 bis 60 000 für R200.
Die Erfordernisse gemäß Tabelle IV sowie Viskosität-Penetration 40 000 bis 60 000 für R90. Viskosität-Penetration 32 000 bis 60 000 für R200.
Um die vorteilhafte Arbeitsweise des Verfahrens
gemäß der Erfindung zu zeigen, wurde ein Programm
durchgeführt, bei dem die nachstehend angegebenen fünf
Schmierölraffinationsnebenproduktströme untersucht
wurden. Die physikalischen Eigenschaften der Vakuum
kolonnenrückstände, des mit Propan oder Lösungsmittel
deasphaltierten Teers, der Vakuumkolonnenseitenfraktion
und von zwei Furfural-Extraktphasen sind in Tabelle V
angegeben.
Die Herstellung von R 90 Asphalt wurde durch
Mischen von 10 Gew.-% P.D. (propandeasphaltiertem)
Teer mit dem Vakuumkolonnenrückstandsmaterial gemäß
Tabelle VI versucht. Diese Mischung (A57) fällt
in die Penetrationsspezifikation für R 90 Asphalt,
liegt jedoch unterhalb der minimalen Viskositäts-Pene
tration (vis-pen) von 40 000 gemäß
Tabellen IV und V. Eine Erhöhung der P.D.-Teerkonzen
tration auf 15 Gew.-% (Mischung A58) führte zu einem
Asphalt mit zufriedenstellender Penetrationsspezifi
kation und einem verbesserten vis-pen-Wert von etwa
40 406. Versuche, Produkte mit verbesserten vis-pen-
Werten durch Erhöhung der P.D.-Teerkonzentration zu
formulieren, waren nicht erfolgreich, da diese Mischungen
Werte unterhalb der minimalen Penetrationsspezifi
kation aufwiesen. Es wurde ein weiterer Versuch unter
nommen (Mischung A71), die 60 Gew.-% Vakuumkolonnenrück
stände (V.K.-Rückstände), 30 Gew.-% P.D.-Teer und 10 Gew.-%
flüssige Seitenfraktion enthielt. Diese Mischung
(A71) erfüllt weder die Penetrations- noch die vis-
pen-Anforderungen. Eine Verringerung der
Seitenfraktionskonzentration auf 5 Gew.-% (Mischung A72)
brachte die Penetration auf 100, was ein Maximum für
R 90 Material darstellt. Auch der vis-pen-Wert war
unterhalb des 40 000-Minimums. Eine Verringerung der
Seitenfraktion auf 2 Gew.-% (Mischung A96) führte
zu einem Produkt, das die minimale Penetrationsspezi
fizierung für R 90 nicht erfüllte. Ein Ersatz eines
Teiles des P.D.-Teers der Mischung A96 mit weicheren
Kolonnenrückständen (Mischung A74) führte zu einem
Asphalt, der die Anforderungen bezüglich Penetration
und vis-pen erfüllte. Die gleichen Ergebnisse wurden
bei der Mischung A73, die 35 Gew.-% P.D.-Teer und 5 Gew.-%
Seitenfraktion enthielt, erreicht. Aus vorstehendem
ist ersichtlich, daß Formulierungen annehmbarer
Asphalte durch einfaches Mischen der verschiedenen
Ströme erreicht werden, die die gewünschten Spezifika
tionen erfüllen. Um asphaltische Materialien mit noch
besseren physikalischen Eigenschaften zu erhalten, wurde
die Oxidation von verschiedenen Mischungen der Ströme
untersucht.
Bei einem Versuch zur Herstellung eines R 90 Asphaltes
wurde eine Mischung aus 90 Gew.-% V.K.-Rückständen und
10 Gew.-% Seitenfraktion hergestellt und der
Oxidation unterworfen. Die erhaltenen Ergebnisse sind
in der nachstehenden Tabelle VI zusammengefaßt.
Die Oxidation der vorerwähnten Mischung auf einen
Penetrationsbereich der R 90 Materialien führte zu
einem Asphalt, der die kritischen Spezifikationen er
füllte, außer der Duktilität bei 15°C nach dem RTFOT-
Test. Wie aus Tabelle VI ersichtlich ist, erfüllte
die Mischung F-8-8 die kritischen Spezifikationen ein
schließlich des 0,16 cm TFOT und der vis-pen-Anfor
derungen. Ein Wiedermischen und eine Untersuchung einer
zweiten Probe von F-8-8 erfüllte die Minimum-RTFOT-
Duktilitätsspezifikation nicht.
Die Oxidation der vorerwähnten Mischung auf einen
Penetrationsbereich für R 90 Material führte zu einem
Asphalt, der alle kritischen Spezifikationen, mit Aus
nahme der RTFOT-Duktilität bei 15°C erfüllte. Es ist
darauf hinzuweisen, daß die RTFOT-Duktilität nur in
Australien und einigen wenigen anderen Ländern erforder
lich ist. Aufgrund der 0,16 cm TFOT-Ergebnisse ist er
sichtlich, daß dieser Asphalt die Anforderungen in
anderen Ländern erfüllt.
Jeder der Asphalte in Tabelle VII enthält eine
wesentliche Menge (30 Gew.-%) an P.D.-Teer. Die Mischung
F-8-20 enthält 15 Gew.-% V.K.-Seitenfraktion, 55 Gew.-% V.K.-
Rückstände und 30 Gew.-% P.D.-Teer und erfüllt die
Erfordernisse bezüglich der RTFOT-Duktilität und die
vis-pen-Anforderungen nicht. Aber auch hier erfüllt
der Asphalt die Bestimmungen in anderen Ländern außer
Australien. Diese Feststellung trifft auch auf die
anderen Asphalte in Tabelle VII zu, die die vis-pen-
Anforderung aufgrund der einzigartigen vis-pen-Vorschriften,
die nur in den australischen Spezifikationen ge
funden werden, nicht erfüllen. Eine Verringerung der
Seitenfraktionskonzentration auf 10 Gew.-% (Mischung F-8-9)
führt zu einer verbesserten RTFOT-Duktilität, jedoch
wird die vis-pen-Anforderung nicht erfüllt. Der Seitenfraktions-
Anteil wurde auf 8 Gew.-% verringert (Mischung F-8-31),
und diese Mischung wurde oxidiert, um ein Produkt hoher
Qualität zu erreichen. Die Mischung F-8-31 erfüllte
alle kritischen Spezifikationen, wie sie hier angegeben
sind, für R 90. Die Mischung (F-10-10), die 7 Gew.-%
Seitenfraktion enthält, erfüllt gleichfalls die vis-pen-
Spezifikation mit einem vis-pen-Wert von 40 296. Die
Mischung F-10-11, die 5 Gew.-% Seitenfraktion enthält, weist
einen vis-pen-Wert unterhalb der Minimumspezifikation
von 40 000 auf. Aus Tabelle VII ist folglich ersichtlich,
daß ein Asphalt, der 8 Gew.-% V.K.-Seitenfraktion, 30 Gew.-%
P.D.-Teer und als Rest V.K.-Rückstände (Mischung F-8-31) aufweist,
und das Produkt des Versuchs F-10-10, das 7 Gew.-% Seitenfraktion ent
hält, zufriedenstellend sind. Bei Verringerung der vis-pen-
Spezifikation unterhalb 40 000 ergeben jedoch auch andere
Mischungen zufriedenstellende R 90 Asphalte, wie dies
aus Tabelle VII hervorgeht.
Die Wirkung der Änderung der P.D.-Teerkonzentration
von 30 Gew.-% wurde gleichfalls untersucht und ist in
Tabelle VIII wiedergegeben.
Eine Verringerung der P.D.-Teerkonzentration (Mischungen
F-9-24 und F-9-25) ergab Asphalte, die gleichfalls
die A.R.R.B.-Duktilitätsanforderungen erfüllen. Eine Ver
ringerung der P.D.-Teerkonzentration auf 10 Gew.-%
führt zu einem Asphalt, der die vis-pen-Anforderung er
füllt, jedoch unterhalb des erforderlichen Duktilitäts
minimums liegt. Eine Erhöhung der P.D.-Teerkonzentration
(Mischung F-9-27), die 40 Gew.-% P.D.-Teer, 40 Gew.-%
V.K.-Rückstände und 20 Gew.-% V.K.-Seitenfraktion enthielt,
führte zu einem Asphalt mit ausgezeichneter RTOFT-Dukti
lität, der jedoch die vis-pen-Spezifikationen nicht er
füllte.
Eine Untersuchung zeigte, daß durch Kombination der
Furfural-Extrakte mit P.D.-Teer und V.K.-Rückständen und
anschließender Oxidation dieser Mischungen zur Qualitäts
verbesserung ein anderer Weg zur Verwendung der V.K.-
Seitenfraktion zur Verfügung steht. Beispielsweise er
füllte eine Mischung, die 10 Gew.-% Brightstock-Furfural-
Extrakt, 30 Gew.-% P.D.-Teer und 60 Gew.-% V.K.-Rückstände
enthielt, nach der Oxidation alle Spezifikationserforder
nisse für R 90 Asphalt, wie sie vorstehend angegeben sind.
Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten, wenn eine schwere
neutrale Furfural-Extraktionsfraktion, die im Bereich
zwischen 449 und 560°C siedet, anstelle
des Brightstocks verwendet wird.
Die Herstellung von R 200 Asphalt wurde durch Mischen
von V.K.-Seitenfraktion mit V.K.-Rückständen bis zu den Pene
trationsgrenzen für R 200 Material ausgeführt. Aus diesen
Untersuchungen ergab sich, daß die Penetrationsspezifi
kationen für R 200 Material erfüllt werden, wenn eine Mi
schung unter Verwendung von 5 bis 10 Gew.-% V.K.-Seitenfraktion
verwendet wird. Um diese Grenze deutlicher zu identifizieren,
wurden die Mischungen A-54, A-82 und A-83, die 7,5 Gew.-%,
8 Gew.-% und 8,5 Gew.-% Seitenfraktion enthielten,
hergestellt und untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse
sind in der nachstehenden Tabelle IX zusammengefaßt.
Aus den Ergebnissen der Tabelle IX ist ersichtlich,
daß die Mischungen A-54 und A-84 anfänglich Penetra
tionswerte ergeben, die sehr nahe an den Grenzen der R 200
Penetrationsspezifikationen liegen. Es wurde jedoch
gefunden, daß die Mischung A-82 eine zufriedenstellende
Mischung darstellt.
Während des Verlaufes der Untersuchungen wurde
ferner eine andere Methode zur Herstellung von R 200
Asphalt gefunden. Diese umfaßt den Zusatz von 10 Gew.-%
V.K.-Seitenfraktion zu V.K.-Rückständen (ur
sprüngliche Penetration 235) und anschließende Oxi
dation der Mischung bis zu den Penetrationsspezifikationen.
Die Herstellung von Asphalt mit einer R 65 Pene
trationsqualität wurde gleichfalls untersucht. Der erste
Versuch bei dieser Untersuchung umfaßte die Mischung
von V.K.-Rückständen mit P.D.-Teer bis zu den Penetrations
spezifikationen (60 bis 70 pen) dieser Qualität. Die Werte
in Tabelle X zeigen, daß beide Mischungen, nämlich
Mischung A-97, die 30 Gew.-% P.D.-Teer enthält, und
Mischung A-98, die 35 Gew.-% P.D.-Teer enthält, die
Spezifikationen des R 65 Materials erfüllen. Daraus ist
ersichtlich, daß R 65 Asphalt hergestellt werden kann,
indem zuerst P.D.-Teer und V.K.-Rückstände, die wie vor
stehend beschrieben erhalten werden, bis zu den Pene
trationsspezifikationen dieser Qualität gemischt werden.
Die Mischungsgrenzen zur Herstellung von R 65 Asphalt
können aus der Auftragung der Penetration gegen
über der Zusammensetzung, wie sie in Fig. 2 gezeigt
ist, bestimmt werden. Diese Auftragung zeigt, daß die
P.D.-Teerkonzentration von einem Minimum von 29 Gew.-%
bis zu einem Maximum von 37,5 Gew.-% reichen kann, wo
bei es bevorzugt wird, einen Wert im Bereich zwischen
31 und 35 Gew.-% zu wählen. Es wurde ferner gefunden,
daß eine Mischung F-8-7, die 90 Gew.-% V.K.-Rückstände
und 10 Gew.-% V.K.-Seitenfraktion enthält, die kritische
R 65 Penetrationsspezifikation erfüllt, wenn bis zur
R 65 Penetrationsqualität Luft eingeblasen wird. Dies
stellt dann eine alternative Methode zur Herstellung
von R 65 Asphalt dar.
Die Oxidation der vorerwähnten Asphaltmaterialien
wird durch Einblasen von Luft erreicht. Aus früheren
Versuchen ist bekannt, daß das Einblasen von Luft die
Eigenschaften dieser Asphalte ändert. Das Einblasen von
Luft wird im allgemeinen bei Temperaturen im Bereich
zwischen 204 und etwa 260°C durchgeführt.
Die ablaufende Reaktion ist eine Dehydrierung, gefolgt
von einer Polymerisation oder Kondensation. Die Luft
behandlung kann beispielsweise durchgeführt werden, indem
eine vorerhitzte Beschickung durch eine Säule im Gegen
strom zum Luftstrom gepumpt wird.
Claims (3)
1. Verfahren zum Abtrennen von Schmiermitteln und Asphalt
durch Destillieren von Rohöl über eine Vakuumkolonne unter
Bildung von Schmiermittelfraktionen und eines asphalthaltigen
Destillationsrückstandes sowie Unterziehen der Schmiermittel
fraktionen einer Lösungsmittelextraktion.
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) als Vakuumkolonne eine Füllkörperkolonne eingesetzt wird, am Boden der Vakuumkolonne ein Druck unter 6666 Pa eingestellt wird, ein Druckabfall in der Vakuumkolonne von nicht mehr als 1999 Pa aufrechterhalten wird und die Temperatur am Kolonnen kopf auf 48,9 bis 57,2°C eingestellt wird,
- b) Schmiermittelfraktionen mit engem Siedebereich, eine Seiten fraktion mit einem Siedebeginn über 538°C und eine Vakuum rückstandsfraktion voneinander getrennt werden,
- c) die Seitenfraktion mit 10 bis 60 Volumenprozent Vakuumrück standsfraktion einer Propandeasphaltierung unter Bildung einer Raffinatphase und einer Asphaltphase unterzogen wird und
- d) die Raffinatphase einer Solventextraktion unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vakuumkolonne so betrieben wird, daß eine 100s-Neutralfraktion
und wenigstens eine andere Fraktion, die zwischen der 100s-
Neutralfraktion und der Seitenfraktion siedet, gebildet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vakuumkolonne so betrieben wird, daß eine 100s-Neutral
fraktion, eine 250s-Neutralfraktion und eine weitere Fraktion,
die unterhalb der Seitenfraktion siedet, gebildet werden.
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