DE2532829B2 - Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Behelfsbereifung für KraftfahrzeugeInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Eine solche Behelfsbereifung ist (FR-PS 6 50 791) bekannt. Bei ihr sind alle Segmente an ihren inneren
Umfangsfiächen auf einem Trägerbund befestigt, das zur Montage auf die Felge aufgelegt wird. Eines der
Segmente unterscheidet sich von den anderen Segmenten insofern, als es eine Ausnehmung zur Aufnahme des
Spannschlosses aufweist. Alle Segmente haben einen sich über die gesamte Segmentlänge erstreckenden
Kanal in Form einer von der äußeren Umfangsfläche ausgehenden Umfangsnut.
Die Notwendigkeit, die Segmente auf dem Trägerband zu befestigen, verteuert die Bereifung. Würde man so
das Trägerband aber weglassen, so wäre eine Vormontage der Bereifung nicht möglich, weil die einzelnen
Segmente nach innen fallen würden, da sie ja am Spannorgan nicht gehalten sind. Ein nicht vormontierter
Behelfsreifen ist aber in der Praxis nicht einsetzbar, weil das Auffädeln der einzelnen Segmente an der
Montagestelle viel zu arbeitsaufwendig wäre und von einem Arbeiter allein auch gar nicht geschafft werden
könnte, da immer wieder einzelne Elemente herunterfallen würden, solange das Spannband nicht geschlossen
ist
Schließlich hat sich in der Praxis gezeigt, daß derartige Behelfsbereifungen hohen Kantenpressungen
an den Laufflächen ausgesetzt sind, so daß die vier Ecken an der Umfangsnut gefährdet sind und die
Bereifung somit nur eine kurze Standzeit haben wird.
Für den erfindungsgemäßen Zweck, Fahrzeuge und
insbesondere schwere Lastfahrzeuge aus der Werkhalle in das Freigelände bzw. auf die Transportmittel zu
fahren oder zu schieben, ist (DE-GM 69 34250) ein einstückiger Behelfsreifen aus Strukturschaum ohne
Spannband bekannt Dieser ist ausschließlich auf geteilte Felgen aufziehbar, nicht jedoch auf einteilige
Felgen, die in viel größerer Zahl im Einsatz sind. Ein
einstöckiger Kunststoffreifen erfordert für jede Felgengröße
eine entsprechende Reifengröße, was wiederum verschiedene Formwerkzeuge notwendig macht Die
Formwerkzeuge sind wegen ihrer Größe teuer. Der einstückige Reifen ist leichter zu beschädigen und hat
eine begrenzte Haltbarkeit
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Behelfsbereifung der eingangs genannten Art zu schaffen, die mit
geringeren Kosten herstellbar und vielseitiger verwendbar ist und eine längere Lebensdauer gewährleistet
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst
Gemäß der Erfindung wird kein Trägerband benötigt, auf welchem die einzelnen Segmente befestigt werden.
Die einzelnen Segmente werden vielmehr auf dem Spannorgan aufgefädelt wobei die abwechselnd von
innen und außen ausgehenden Ausnehmungen ein Herausfallen der Segmente verhindern. Der Wegfall des
Trägerbandes verbilligt nicht nur ganz erheblich die Herstellung, sondern ermöglicht darüber hinaus die
Verwendung ein und desselben Segmentes für einen gewissen Bereich unterschiedlicher Felgengrößen. Es ist
somit auch nur ein einziges Formwerkzeug erforderlich, da alle Segmente die gleiche Gestalt haben können.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß eine größere Aufstandfläche jedes Segmentes geschaffen wird, weil sich die in
der äußeren Umfangsfläche befindliche Ausnehmung nur über einen Teil der Segmentlänge erstreckt. Der
übrige Teil steht als zusätzliche Aufstandfläche zur Verfügung. Günstig ist auch, daß die besonders
beanspruchten Eckbereiche an der Lauffläche des Reifens, und zwar die Eckbereiche zwischen Stirnflächen
und mittleren Außenkanal zur Aufnahme des Spannbandes dann wegfallen, wenn die mittlere
Ausnehmung im Abstand von den Stirnflächen des Segmentes endet, weil die Stirnflächen im Laufbereich
über die gesamte Breite nicht unterbrochen sind.
Anhand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer aus Einzelsegmenten zusammengesetzten Bereifung,
Fig. 2 einen Schnitt durch die mittlere, parallel zur Reifenebene liegende Ebene durch einen Teil der
Behelfsbereifung vor dem Verspannen der Segmente,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die äußere Umfangsfläche benachbarter Segmente, die durch den Spanndraht
miteinander verbunden, jedoch noch nicht miteinander verspannt sind,
Fig.4 einen Axialschnitt durch das Segment längs der Linie 4-4 der F i g. 2 und 3 und
Fig. 5 einen Axialschnitt durch das Segment längs der Linie 5-5 der F ie. 2 und 3.
Die Behelfsbereifung gemäß Fig. 1 besteht aus einer
Anzahl von Reifensegmenten 1, von denen im Ausführungsbeispiel acht Stück veranschaulicht sind
Die Segmente können aber ggf. auch länge:; gemacht werden, so daß sechs Segmente einen geschlossenen
Ring bilden, wie es daneben auch möglich ist,
beispielsweise zwölf Segmente zu verwenden. Alle Segmente 1 werden durch ein Spannorgan 2 zusammengehalten, das aus einem ringförmig gebogenen Eisendraht besteht, der an seinen beiden Enden gegenläufige to
Gewindeabschnitte aufweist, die mittels einer Spannhülse 3 miteinander verbunden sind. Durch Drehen der
Spannhülse wird der Spanndraht 2 gespannt und spannt damit die Segmente l auf die nichtdargestellte Felge.
Jedes Segment 1 hat einen rechteckigen Querschnitt (F i g. 4 und 5), wobei die beiden Stirnseiten 4 und S in
Axialebenen liegen, die jeweils einen Winkel miteinander bilden, der beispielsweise bei einem aus acht
Segmenten bestehenden Ring 45° beträgt
In der mittleren Reifenebene werden drei Ausnehmungen in Form von Schlitzen gebildet, die miteinander
in Verbindung stehen. Eine mittlere Ausnehmung 6 erstreckt sich von der äußeren Umfangsfläche des
Segmentes 1 radial nach innen und endet an einer konvex gewölbten Bodenfläche 7. An den Enden des
Segmentes sind jeweils zwei Ausnehmungen 8 vorgesehen, die von der inneren Umfangsfläche des Segmentes
ausgehen und radial nach außen ragen und jeweils an einer konkav gewölbten Bodenfläche 9 enden. Die
konkav gewölbte Bodenfläche 9 liegt dabei auf einem größeren Durchmesser als die konvex gewölbte
Bodenfläche 7 des mittleren Schlitzes 6, wobei die Differenz der Radien dieser beiden Bodenflächen 9 und
7 mindestens gleich dem Durchmesser des Spanndrahtes 2 ist. In Umfangsrichtung überlappen die Endausneh-
mungen 8 die Mittelausnehmung 6, so daß in jedem Fall auch bei Toleranzungenauigkeiten eine Verbindung der
beiden benachbarten Schlitze sichergestellt ist. Die Endausnehmungen 8 verlaufen jeweils bis an die
Stirnseiten 4 bzw. 5 des Segmentes.
An der einen Stirnseite 4 ist ein Vorsprung 10 vorgesehen, welcher eine Breite gleich der Ausnehmungen 6,8 hat. An der gegenüberliegenden Seite ist an der
entsprechenden Stelle eine Aussparung 11 vorgesehen,
die in die Ausnehmung 8 übergeht. Der Vorsprung 10 paßt in die Aussparung 11 des jeweils benachbarten
Segmentes, womit während der Montage eine selbsttätige Fixierung der Segmente aneinander erfolgt
Selbstverständlich kann die Ausbildung der Ausnehmungen auch umgekehrt werden, etwa derart, daß der
mittlere Schutz von der inneren Umfangsfläche aus nach außen ragt während die Endschlitze entsprechend
von der äußeren Umfangsfläche radial nach innen ragen. Auch ist es möglich, mehr als drei Ausnehmungen
vorzusehen. Die dargestellte Ausführung hat jedoch den Vorteil, daß während der Verspannung des Spanndrahtes 2 die Spannkraft auf den Mittelteil des Segmentes
ausgeübt wird, der insgesamt langer als die Summe der
beiden Endschlitze ist In diesem Mittelabschnitt ist das Bereifungssegment 1 nicht geschwächt Die Spannkraft
kann also gleichmäßig über die gesamte Segmentfläche verteilt werden.
Die Montage der neuen Behelfsbereifung ist sehr einfach. Acht Segmente werden auf den vorgebogenen
Spanndraht 2 aufgefädelt Der Spanndraht tritt dabei zuerst durch die eine Endausnehmung 8, dann durch die
Mittelausnehmung 6 und schließlich durch die gegenüberliegende Endausnehmung 8 hindurch, wobei der
Vorsprung 10 in die Aussparung 11 des jeweils vorher
aufgeschobenen Segmentes 1 eingreift Schon bei der Montage tritt daher eine selbsttätige Fixierung der
Segmente aneinander ein, so daß ein nachträgliches Verklammern der Segmente entfällt Nachdem alle
Segmente aufgeschoben sind, wird die Spannhülse 3 auf die beiden Schraubenden des Spanndrahtes 2 aufgeschraubt Die Behelfsbereifung ist damit betriebsbereit
Um sie an einer Felge anzubringen, ist es nur nötig, den Segmentring über die Felge zu schieben und dann die
Spannhülse 3 mittels eines geeigneten Werkzeuges zu verdrehen, wobei aufgrund der gegenläufigen Schraubgewinde an den Spanndrahtenden der Spanndraht
zusammengezogen und die Segmente fest an die Felgenwand gespannt werden.
Grundsätzlich könnte man die Segmente 1 aus Holz fertigen. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
jedoch das Segment 1 als einstückiges Kunststoff-Spritzgußteil geformt, wobei jegliche Nachbearbeitungsgänge entfallen. Da Abfallgranulat für die Spritzgußteile verwendet werden kann und sämtliche
Segmente in einer einzigen Form hergestellt werden können, sind die Herstellungskosten insbesondere bei
großen Serien gering.
Claims (5)
1. Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge, insbesondere Lastkraftwagen, bestehend aus einer Anzahl
starrer, ringförmig aneinandergesetzter Bereifungssegmente, die je mit einem in ihrer mittleren
Radialebene angeordneten, in Umfangsrichtung fiber die ganze Segmentlänge verlaufenden Kanal
versehen sind und die mit einem im Kanal angeordneten ringförmigen Spannorgan zusammengehalten
und auf einer Radfelge festspannbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal
sich aus mindestens zwei Ausnehmungen (8, 6, 8) zusammensetzt, die abwechselnd von entgegengesetzten
Umfangsfiächen ausgehen, einander in radialer Richtung um mindestens die radiale Dicke
des Spannoi;gans (2) überlappen und in Umfangsrichtung
miteinander in Verbindung stehen.
2. Bereifung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Kanal sich aus einer von der äußeren Umfangsfläche nach innen weisenden
mittleren Ausnehmung (6) und zwei beidseitig angrenzenden, bis zu den Stirnseiten (4, 5) des
Segmentes ,reichenden und von der inneren Umfangsfläche radial nach außen weisenden Ausnehmungen
(8,8) zusammensetzt
3. Bereifung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (8, 6, 8)
abwechselnd konvex und konkav gewölbte Bodenflächen (9,7,9) aufweisen.
4. Bereifung nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß alle Ausnehmungen (8,
6, 8) mindestens angenähert die gleiche Breite aufweisen.
5. Bereifung nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Segment (1) an
seiner einen Stirnseite (4) mindestens einen Vorsprung (10) und an der gegenübei liegenden Stirnseite
eine Aussparung (11) zur Aufnahme des Vorsprunges (10) des benachbarten Segmentes
aufweist.
Priority Applications (1)
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| DE19752532829 DE2532829C3 (de) | 1975-07-23 | 1975-07-23 | Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752532829 DE2532829C3 (de) | 1975-07-23 | 1975-07-23 | Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge |
Publications (3)
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| DE2532829A1 DE2532829A1 (de) | 1977-01-27 |
| DE2532829B2 true DE2532829B2 (de) | 1979-04-05 |
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Family
ID=5952187
Family Applications (1)
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| DE19752532829 Expired DE2532829C3 (de) | 1975-07-23 | 1975-07-23 | Behelfsbereifung für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2532829C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11148468B1 (en) * | 2021-05-03 | 2021-10-19 | Abraham Ballena | Non-pneumatic tire with individual tire modules |
-
1975
- 1975-07-23 DE DE19752532829 patent/DE2532829C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2532829A1 (de) | 1977-01-27 |
| DE2532829C3 (de) | 1979-11-22 |
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Legal Events
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