DE253229C - - Google Patents

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DE253229C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/54Auxiliary folding, cutting, collecting or depositing of sheets or webs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
U 253229 KLASSE 15 «f. GRUPPE
ALBERT BROSCHEK in HAMBURG.
Die Erfindung betrifft eine Tiefdruckmaschine, welche insbesondere dazu dienen soll, ,;, illustrierte Zeitschriften und Zeitungen belie-"; bigen Formats von größerer Auflage und in größerer Seitenzahl in ein und derselben Maschine nach dem reinen Tiefdruckverfahren in einem Arbeitsgang vollständig aufgeschnitten, gefalzt und geheftet herzustellen.
Die bisher gebauten Tiefdruckmaschinen für
ίο Schön- und Widerdruck waren stets mit typographischen Hochdruckmaschinen vereinigt, wenn die durch sie bedruckten Bahnen einem Falzapparat zugeführt wurden. Tiefdruckmaschinen, die endlose Bahnen beiderseitig bedrucken und dann durch den Falzapparat in einzelne Bogen zerlegen und diese falzen, sind bisher nicht gebaut worden, weil sie der Ausführung große Schwierigkeiten entgegensetzten, die in dem Verfahren selbst begründet sind. Bekanntlich erfolgt der Druck von Kupfermänteln, welche auf mechanischem oder elektrolytischem Wege auf Zylinder besonderer Konstruktion aufgebracht sind. Um die hiermit verbundene Mühe, Zeitverlust und Kosten zu verringern, verwendet man die einmal aufgebrachten Mäntel so häufig wie es nur möglich ist. Sobald eine Auflage fertiggestellt ist, wird das Bild, das durch Ätzung in den Mantel eingegraben ist, durch Abschleifen desselben beseitigt. Dadurch wird der Durchmesser des Mantels immer kleiner. Bis zu einem gewissen Grad kann die Verkleinerung vernachlässigt werden. Wird sie aber größer, so ist der Geschwindigkeitsunterschied der Papier bahn der normalen gegenüber, für welche der Falzapparat eingerichtet ist, zu groß, und es ist dann unmöglich, die Bahn im Falzapparat weiter zu verarbeiten. Über diese Schwierigkeit hilft erst ein Schneid- und Falzapparat hinweg, der so eingerichtet ist, daß er mit beliebiger Geschwindigkeit zugeführte endlose Bahnen aufnehmen und verarbeiten kann. Alle bisher bekannt gewordenen Falzapparate, denen endlose Bahnen zugeführt werden, sind für festes Format bestimmt, d. h. sie schneiden und falzen nur Bogen von bestimmter Länge,, die ganze Teile der größten in dem betreffenden Apparat zu schneidenden Länge sind. Es wird ihnen allgemein das Papier mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit, die der Umfangsgeschwindigkeit aller ihrer Glieder entspricht, zugeführt. Anders ist es bei der Tiefdruckmaschine. Die von dem Druckwerk kommende Bahn ändert bei jeder zu druckenden Auflage ihre fortschreitende Geschwindigkeit nicht nur für verschiedenes Format, sondern auch dann, wenn gleiches Format geliefert werden soll, weil eben, wie oben auseinandergesetzt, die Zylinder für jede neue Form abgeschliffen und infolgedessen dünner werden. Es muß also die von den Druckwerken mit veränderlicher Geschwindigkeit zulaufende endlose Papierbahn auf den stets mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit arbeitenden Schneid- und Falzapparat gebracht werden. Vorteilhaft bedient man sich der gleichen Mittel, die für die Abtrennung einzelner Bogen von der unbedruckten endlosen Bahn bei sogenannten variablen Maschinen bekannt sind. Die in der Tiefdruckmaschine beiderseitig bedruckte Bahn wird gemäß der vorliegenden Erfindung, bevor sie in die Schneidzylinder eintritt, zwischen Walzen hindurchgeführt, deren Umfangsgeschwindigkeit in bekannter Weise durch
Wechselräder stets in genaue Übereinstimmung mit derjenigen der Formzylinder gebracht wird. Der Unterschied in der Anwendung dieser Zuführungswalzen für die variablen Schneidzylinder gegenüber der bekannten bei den erwähnten variablen Maschinen ist aber der, daß sie in vorliegendem Falle zwischen den Druckwerken und den Schneidzylinder bzw. den auf diese folgenden Falzapparat angeordnet sind und nicht. zwischen Papierrolle und Schneidzylinder bzw. den auf diese folgenden Druckwerken. Ein ebenfalls bekanntes Mittel, um bei variablen Maschinen für Akzidenzdruck mit auswechselbarem Formzylinder entsprechend dessen Durchmesser nach dem Druck verschieden lange Bogen abzutrennen, dadurch, daß die Geschwindigkeit eines rotierenden Schneidmessers entsprechend dem gewechselten Formzylinder verändert wird, ist für die vorliegende Maschine unbrauchbar, weil in diesem Falle weder ein genaues Schneiden noch Falzen der abgeschnittenen Bogen möglich ist. Die mit der Geschwindigkeit der Formzylinder laufenden Zuführungswalzen führen die Papierbahn zwischen den Schneidzylindern hindurch in das zu den Falzzylindern führende Bandsystem. Die Schneidzylinder haben also die Bauart sogenannter variabler Schneidzylinder, d. h. sie gehen nicht fest aufeinander, sondern haben einen Zwischenraum, durch den die Papierbahn frei hindurchgehen kann. Bei jeder Umdrehung trennen sie von der endlosen Bahn einen Bogen, dessen Länge der Geschwindigkeit der zulaufenden Bogen entspricht. Erst jetzt wird dieser von dem Falzapparat übernommen, um an dem Bogen die verlangten Falzungen vorzunehmen.
. Die Zeichnung zeigt schematisch beispielsweise eine Ausführungsform der Maschine.
Das Papier läuft von der Rolle 1 durch den Feuchtapparat O, von dort in das Schöndruckwerk der Rakelmaschine mit Schöndruckzylinder 2, Gegendruckz3?linder 6 und Gummiwalze 4, von hier über Führungsrollen in das Widerdruckwerk der Rakelmaschine mit Widerdruckzylinder 3, Gegendruckzylinder 7 und Gummiwalze 5. Dann geht die Bahn durch Kreismesser für den Längsschnitt 21 und von dort entweder unmittelbar in die mit dem Formzylinderdurchmesser entsprechender Geschwindigkeit angetriebenen Zuführungswalzen 10, 11 der variablen, d. h. die Papierbahn frei hindurchlassenden Querschneidezylinder 8, 9 oder durch die Zuführungswalzen 22 über die Wendestangen 23, durch welche die getrennten Bahnen vor dem variablen Schneidapparat übereinandergelegt werden. Aus dem letzteren gehen die geschnittenen Bogen durch ein über die Rollen 24 laufendes Bandsystem, wenn sie piano ausgelegt werden sollen, auf den Pianoausgang 20. Soll statt dessen eine beispielsweise achtseitige illustrierte Zeitung großen Formats hergestellt werden, bei welcher durch den Längsschneider 21 die Bahn in zwei Stränge geschnitten und durch die Wendestangen 23 in zwei Lagen übereinandergelegt ist, so gelangen diese aus dem variablen Schneidapparat 8 und 9, welcher Bogen von Zweiseitenlängen abgeschnitten hat, zwischen die variablen Querfalzzylinder 13 und 14, um dort ihren ersten Querfalz zu erhalten. Soll die Zeitung geheftet geliefert werden, so gehen die quergefalzten Bogen vom Falzzylinder 14 über den Heftzylinder 12, um dann zwischen 14 und 13, also dem dritten variablen Falzzylinder, nochmals quergefalzt zu werden. Von hier gelangt die zweimal quergefalzte und geheftete Zeitung in den Längsfalzer 17 und 18, und von da in den Fächerausgang 19. Soll nicht geheftet werden, so gelangt die Zeitung von 13, 14 unmittelbar nach 14, 15.
Für illustrierte Zeitschriften eines kleineren veränderlichen Formats ist der Arbeitsgang folgender: Für eine achtseitige Zeitschrift wird die Bahn, nachdem sie die beiden Druckwerke der Rakelmaschine passiert hat, in den Längsschneider 21 in drei Stränge längsgeteilt, worauf diese drei nebeneinanderliegenden Stränge durch das variable Schneidwerk 8 und 9 in Bogenlängen von vier Seiten abgeteilt werden, go Diese Bogen werden dann zwischen 13 und 14 zum ersten Mal quergefalzt und gleichzeitig im Falz geschnitten, indem der Falzzylinder 13 in bekannter Weise als Schneidzylinder eingerichtet ist. Hierauf wird zwischen 12 und 14 geheftet und dann zwischen 14 und 15 an der Heftkante zum zweiten Male quergefalzt und durch den Fächeräusgang 16 ausgegeben. Soll die gleiche Zeitschrift in sechzehn' Seiten geliefert werden, so wird durch den Längsschneider 21 die bedruckte endlose Bahn in zwei Stränge längsgeteilt, von denen der eine geradeaus weitergeht, während der zweite durch die Wendestangen 23 auf den ersten aufgelegt wird. Dann ist der weitere Gang der gleiche wie bei. acht Seiten. Soll dieselbe Zeitschrift in vierundzwanzig Seiten geliefert werden, so wird sie durch den Längsschneider 21 in drei Stränge geteilt und zwei derselben durch die Wendestangen 23 auf den dritten Strang aufgelegt, worauf der Vorgang der gleiche ist wie bei acht Seiten. Für einen Wechsel des Formats werden die Kupferzylinder der beiden Druckwerke der Rakelmaschine ausgewechselt und die Geschwindigkeitsübersetzung für die Zuführungswalzen der variablen Schneidzylinder entsprechend eingestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Tiefdruckmaschine für Schrift- und Bilddruck in veränderlichem Format, gekenn-
    zeichnet durch die Vereinigung einer Tiefdruckmaschine, welche endloses Papier auf beiden Seiten mit Schrift und Bild in einem Arbeitsgang bedruckt, mit einer an die Tiefdruckmaschine angebauten variablen Schneid-, Heft- und Falzmaschine, welche mit der Tiefdruckmaschine einheitlich angetrieben wird und die mit Tiefdruck versehene Papierbahn in beliebigen Formaten geschnitten, gefalzt und geheftet verarbeitet sowie auch in einzelnen Bogen auslegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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