DE199526C - - Google Patents
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- DE199526C DE199526C DENDAT199526D DE199526DA DE199526C DE 199526 C DE199526 C DE 199526C DE NDAT199526 D DENDAT199526 D DE NDAT199526D DE 199526D A DE199526D A DE 199526DA DE 199526 C DE199526 C DE 199526C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F5/00—Rotary letterpress machines
- B41F5/04—Rotary letterpress machines for printing on webs
- B41F5/08—Rotary letterpress machines for printing on webs with several printing units in both superimposed and sequential arrangement
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
ϊι 199526 KLASSE
15 if. GRUPPE
Rotationsmaschine für festes Format. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine achtseitige Rotationsmaschine, d. h. eine Presse,
die maximal achtseitige Zeitungen drucken kann, und zwar solche, bei denen zwischen
Höhe und Breite einer Seite das Verhältnis 3 : 2 besteht. Es ist dieses Format eines der
verbreitetsten im Zeitungsbetrieb und, wenn auch das genannte Verhältnis nicht immer
genau eingehalten wird, so sind die Abweichungen indessen so gering, daß sie ohne
Bedenken von jedem Zeitungsverleger beseitigt werden können. Beispielsweise mißt
eine Seite des sog. Berliner Formats, das fast alle in Berlin erscheinenden und der
größte Teil der im übrigen Deutschland gedruckten Blätter aufweisen, 470 χ 315 mm;
genau würde dem Verhältnis 3 : 2 eine Abmessung 470 χ 313,4 mm entsprechen. Die
fehlenden 1,6 mm können aber unbedenklich vernachlässigt werden.
Eine Rotationsmaschine, deren Zylinder maximal Platten für achtseitige Zeitungen
aufnehmen können, stellt bekanntlich acht Seiten her, wenn der Textinhalt des Plattensatzes
für jede Platte verschieden ist, vier Seiten, wenn die Platten der einen Zylinderhälfte
denselben Satz haben wie die der anderen, und endlich zwei Seiten, wenn sich der Satz auf den Platten viermal wiederholt.
Es war bisher ausgeschlossen, auf einer'solchen
Maschine auch sechsseitige Zeitungsnummern zu drucken. Einerseits hatte man nicht erkannt, daß bei dem genannten Format
der Zeitungen die Zylinder sowohl mit zwei Plattenreihen nebeneinander beschickt werden
können als auch mit drei Platten in einer ■ Reihe hintereinander auf dem Umfang, wenn
diese entgegengesetzt der ersten Lage aufgebracht werden, anderseits hat man mit den
Druckapparaten noch keine Falzvorrichtungen verbunden, welche die von der endlosen
Papierbahn abgetrennten Bogen nach Bedürfnis in zwei oder drei Lagen zusammenlegen
und falzen konnten. Und doch ist im Zeitüngsbetrieb eine sechsseitige Ausgäbe
ebenso häufig wie die anderen und ihre Herstellung in einem Arbeitsgang von derselben Bedeutung wie die der anderen
Seitenzahlen.
Bisher war es nur in umständlicher und kostspieliger Weise möglich, auf einer Rotationsmaschine
außer der Ausgabenform von acht, vier und zwei Seiten auch sechsseitige Zeitungsnummern fertigzustellen. Man mußte
die Bestandteile von sechsseitigen Nummern vier plus zwei Seiten nacheinander herstellen
und von Hand ineinanderlegen. Hierzu ist ein besonderes Personal erforderlich, und es
sind mit diesem Verfahren außer den dadurch auflaufenden Kosten auch Zeitverluste
verbunden. Oder man muße sich einer sog. achtseitigen Zwillings- oder Zweirollenmaschine
bedienen, ein Ausweg, der naturgemäß noch weniger wirtschaftlich ist, da· die Maschinen
in Anschaffung und Betrieb verhältnistnäßig sehr kostspielig sind. Endlich hat
man sogar in wenigen Fällen Rotationsmaschinen konstruiert, die lediglich zur Herstel-
lung von sechsseitigen Zeitungsnummern dienen.
In den Zeichnungen ist in Fig. 3 eine der Erfindung gemäß gebaute Maschine schematisch
dargestellt. D ist das Druckwerk, dessen Plattenzylinder in Fig. 1 und 2 abgewickelt
dargestellt sind. U ist der Umfang, L die Länge dieser Zylinder. In Fig. 1 liegen
auf dem Umfang zwei Gruppen von Platten, und es ist U = 2 h, wenn h die
Höhe der Seiten bezeichnet. Die Breite der Seiten sei b. Nach der Voraussetzung soll
h : b = 3:2 oder 2 h — 3 b sein. Mithin ist auch U = 3 b, d. h. der Umfang kann
auch in Querlage, wie in Fig. 2, drei Seiten derselben Größe, wie in Fig. 1 mit seinen
zweien, in Kopflage aufnehmen. Die Befestigungsvorrichtungen für die Platten müssen
selbstverständlich so angeordnet sein, daß sie dieselben in den beiden genannten Lagen
halten können, also etwa wie in den Fig. 1 und 2 angedeutet. Beide Plattenzylinder sind
natürlich in der gleichen Plattenlage beschickt. Die Papierbreiten, die in beiden
Fällen in Betracht kommen, weichen natürlich voneinander ab; es sind zwei Breiten erforderlich.
■ Mit solcher Einrichtung können nun die Zylinder bei. jeder Umdrehung die betreffende
endlose Bahn beiderseitig mit vier oder mit drei Seiten bedrucken, und es ist also tatsächlich
möglich, auf diese Weise mit einem Druckwerk nach Belieben acht-, sechs-, vier-
oder zweiseitige Zeitungen zu drucken. Um nun die endlose Bahn weiter zu verarbeiten,
müssen Falzvorrichtungen vorgesehen werden, welche die so gedruckte Bahn in Bogen
zerlegen und in zwei oder drei Lagen übereinander bringen und dann falzen. In diesem
Beispiel sind hierzu zwei Falzvorrichtungen F1
und F2 vorgesehen. F2 legt den Bogen in
drei Lagen übereinander mit Hilfe der Schneid- und Falzzylinder M2 und N2 und
der Sammelwalze S2. Dieses Produkt wird dann den weiteren Organen der Falzvorrichtung
zugeführt, erhält durch den Längsfalzer T% einen zweiten Falz und wird ausgelegt.
Sind bei Benutzung dieser Falzvorrichtung die Zylinder mit der Plattenanordnung
nach Fig. 2 beschickt, so wird auf diese Weise eine sechsseitige Zeitungsnummer hergestellt.
Bei einer Plattenanordnung nach Fig. 1 arbeitet das Druckwerk D mit der Falzvorrichtung
F1 zusammen, die die bei jeder Zylinderumdrehung
gedruckte Länge durch die Sehneidzylinder M1 und ' JV1 in zwei Teile
trennt, diese Hälften durch eine Sammelwalze S1 übereinander legt und ihnen dann
durch den Längsfalzer T1 einen gemeinsamen Falz gibt. Auf diese Weise entsteht dann
eine achtseitige Zeitungsnummer. Haben in diesem Falle die beiden hintereinanderliegenden
Plattengruppen denselben Texinhalt, so muß die Sammelwalze außer Tätigkeit gesetzt
werden, und es liefert die Maschine dann Zeitungsnummern von vier Seiten.
Es ist selbstverständlich, daß statt der beiden Palzvorrichtungen ein einziger vorhanden
sein kann, wenn dieser so eingerichtet ist, daß er die von der endlosen Bahn getrennten
Bogen in zwei oder drei Lagen zusammenlegen kann.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:"Rotationsmaschine für festes Format zur Herstellung von Zeitungen o. dgl., deren Seiten in Höhe und Breite sich wie 3:2 verhalten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rotationspresse für Schön- und Widerdruck , auf deren beiden Formzylindern die Druckplatten in zwei Reihen (Gruppen) nebeneinander oder in einer Reihe hintereinander befestigt werden können, mit Schneid- und Falzvorrichtungen vereinigt wird, die die bei jeder Umdrehung bedruckten Längen der Papierbahn so trennen, daß nicht nur zwei-, vier- und achtseitige, sondern auch sechsseitige Zeitungen in einem Arbeitsgange, fertig gefalzt, hergestellt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199526C true DE199526C (de) |
Family
ID=462235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT199526D Active DE199526C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199526C (de) |
-
0
- DE DENDAT199526D patent/DE199526C/de active Active
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