DE2516503C2 - Pfeifenorgel - Google Patents
PfeifenorgelInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/08—Pipes, e.g. open pipes, reed pipes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Pfeifenorgel, u. a.
versehen mit wenigstens einem Pfeifenstock(-balken) mit darin montierten Pfeifen, einem Kernspalt und
einem Labium pro Pfeife.
Bei sämtlichen bekannten Pfeifenorgeln wird die >> Tonhöhe u. a. durch das wohl oder nicht Abgedecktsein
der Pfeifen und durch die Pfeifenlänge bestimmt, während die Klangfarbe u. a. durch das Pfeifenmaterial,
den Pfeifenquerschnitt und den Verlauf des Pfeifenquerschnittes über die Länge bestimmt wird. Die Schwin- «>
gung kann u. a. vom angeblasenen Labium erzeugt jwerden. Dabei bilden die die Schwingungen erzeugenden
Teile und die eigentliche Pfeife eine integrale Einheit. Meistens werden diese Pfeifen mit einem
spitzen Teil, durch welchen die Luftführung hindurch f>5
erfolgt, auf dem Pfeifenstock angeordnet. In der Slrömungsrichtung des Windes betrachtet befinden sich
in oder Vor dem Pfeifenstock die Verteilungsvorrichtungen für den Wind um je nach Wunsch die verschiedenen
Pfeifen, individuell oder in beliebiger Kombination von Registern, nach Eindrücken einer Taste ansprechen zu
lassen. Das genau gegen das Labium Richten des Luftstromes um die erwünschte stabile Schwingung
hervorzurufen erfolgt in einem sogenannten Kernspalt Je Pfeife, insofern diese vom Labiumtyp ist, wird man
also einen Kernspalt und ein Labium genau herstellen und in bezug aufeinander richten müssen. Die
Herstellung dieser Teile und der Zusammenbau jeder individuellen Pfeife bilden daher wichtige Posten im
Gesamtkostenpreis einer Pteifenorgel.
Die Erfindung bezweckt nunmehr, ohne die künstlerischen Qualitäten der Pfeifenorgel zu schaden, den
Herstellungspreis dieser Teile herabzusetzen. Dazu wird die Pfeifenorgel nach vorliegender Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß von den die Luftschwingungen erzeugenden Teilen wenigstens ein Labium
und/oder ein Kernspaltträger je einen gemeinsamen, langgedehnten Körper für mehr als eine Pfeife bilden,
wobei dieses Labium und/oder Kernspaltträger an der einen Seite des Pfeifenstocks und die Pfeifen an der
entgegengesetzten Seite angeordnet sind und wobei die Pfeifen nur als abgestimmte Schwingungskammern
dienen.
Dank dieser Lösung können das Labium und der Kernspaltträger, beide Teile, die bei der Herstellung
große Genauigkeit erfordern, in einfacher Weise hergestellt werden. Obwohl es theoretisch möglich ist
ein durchlaufendes Labium und einen durchlaufenden Kernspaltträger für eine Anzahl Pfeifen derselben Taste
über verschiedene Register anzuwenden, empfiehlt es sich diese gemeinsamen Teile für eine Reihe Pfeifen
desselben Registern anzuwenden. Die Pfeifen sind dabei im Pfeifenstock angeordnet und zwar derart, daß die
Bohrung der Pfeife, unabhängig vom Verlauf und dem Querschnitt dieser Bohrung in der zum gegebenen
Register gehörenden Weise an der Unterseite des Pfeifenstocks ausmündet. Dagegen wird das durchgehende
Labium montiert, so dnß die cbarfe Anblaskante
sich ungefähr über die Mittellinie der Pfeifenreihe erstreckt. Es empfiehlt sich das Labium in einer
Richtung senkrecht zur Pfeifenmittellinie einstellbar zu machen, damit man auch diese Variable für die
Intonierung der Pfeifen zur Verfügung hat. Ferner wird die Herstellung und Konstruktion vereinfacht. Falls das
verwendete Labium für mehrere Pfeifen zweiseitig ausgebildet wird. d. h. für zwei Pfeifenreihen. Dabei
kann die eine Seite des Labiums für eine Pfeifenreihe des einen Registers dienen und die andere Seite des
Labiums für eine Pfeifenreihe eines anderen Registers. Damit die obenerwähnte Einstellbarkeit aufrechterhalten
wird, wird nach vorliegender Erfindung ferner die Teilung des doppelten Labiums in der Längsrichtung
vorgesehen, so daß beide Hälften individuell einstellbar sind.
Außer dem Labium ist der Kernspalt wichtig bei der Erzeugung von Luftschwingungen, die von der Pfeife
eine gewisse Frequenz und Tonfqrbe erhalten. Die Luft wird dem Kernspalt in einiger Distanz von der
Austrittsstelle der Luft aus dem Kernspalt zugeführt, woraufhin diese als freier Strahl die scharfe Kante des
Labiums am einen Pfeifenende trifft. Der Kerrispält hat
eine sehr bestimmte Höhe und meistens eine, in der Strömungsrichtung der Luft gesehen, Erweiterung und
endet mit einer derartigen Breite, daß der erzeugte Luftstrahl etwas später das Labium! trifft. In zweierlei
Weise kann der Kernspalt serienmäßig nach Vorliegen-
der Erfindung hergestellt werden. In einem Fall bildet
der Kernspalt eine Aussparung in einem Materialstreifen
von einer Dicke wie der Kernspalt, so daß die Herstellung einfach erfolgen kann, z. B. durch Ausstanzen,
Ausfräsen oder sogar Eingießen, falls das verwendete Material z. B. ein Kunststoff ist. Wenn
dieser Streifen als Kernspaltträger zwischen dem Pfeifenstock und einem Andrückbalken, worin die
Luftzuführungsmittel vorgesehen sind, eingeklemmt wird, erhält mar eine einfache, reproduzierbare und
billige Methode für die Herstellung von Kernspalten. Die andere erfindungsgemäße Möglichkeit ist das
Anordnen der Kernspalte in einem Kernspaltträger, der die Form eines Balkens hat, der gegen den Pfeifenstock
befestigt wird. In diesem Kernspaltträger/-balken können die Kernspalte wiederum ausgefräst oder auch
eingegossen werden, falls für das verwendete Material z. B. ein Kunststoff gebraucht wird. In demselben Balken
befinden sich außerdem die Luftzuführungsorgane, z. B.
in Form von kleinen Luftzuführungsrohren. Beide obenerwähnten Ausführungsformen von zwei oder
den Kemspaltträgern vorgesehen sind, trL^en zur
Vereinfachung und Kostenersparnis bei der Herstellung und Montage bei. Selbstverständlich ist es möglich
gemäß der obenbeschriebenen Ausführungsformen das Labium und die Kernspaltträger falls erwünscht in
einzelne Stücke je Pfeife zu verteilen. Auch dann ist eine erhebliche Kostenersparnis möglich, da man weiterhin
Normalelemente und Normalbefestigungsmethoden verwenden kann.
Anhand der Zeichnungen von Ausführungsformen wird die Erfindung nachstehend erläutert.
Fig. 1 zeigt eine teilweise durchgeschnittene Unteransicht
einer Anzahl Orgelpfeifen nach vorliegender Erfindung.
F i g. 2 zeigt denselben Schnitt wie von F i g. 1, jedoch orthogonal in bezug auf den Schnitt gesehen.
In Fig. 1 stellt 1 eine Anzahl Pfeifen eines ersten Registers dar und 2 andere Pfeifen desselben oder eines
zweiten Registers. Sämtliche Pfeifen sind im Pfeifenstock 3 montiert. Durch den Kernspalt 4 wird ein
Luftstrom gegen die scharfe Kante 5 des Labiums 6 geblasen. Das Labium 6 ist einstellbar am Pfeifenstock 3
befestigt Beim dargestellten Beispiel ist der Kemspalt in einem Kernspaltträger 7 angebracht, der aus einem
Streifen besteht, worin die Kernspalte 4 ausgespart sind. Den Kernspalten 4 wird Luft über die Zuführungsrohre
8 und Schlangen 9 zugeführt Mittels eines Balkens 10 wird der Kernspaltträger 7 leckfrei gegen den
Pfeifenstock 3 gedruckt Für die Intonierung jeder einzelnen Pfeife kann die zugeführte Luftmenge mit
einer Einstellschraube 11 eingestellt werden.
Fig. 2a gibt eine Orthogonalansicht des oben beschriebenen Schnittes von Fig. 1.
F i g. 2b stellt eine Ausführung dar, wobei der Kernspalt 4 nicht in einem separaten Kernspaltträger 7
vorgesehen ist, sondern im Balken 12. Dieser ist unmittelbar und leckfrei am Pfeifenstock befestigt. Der
Balken ist wiederum mit Luftzuführungsrohren S versehen, während die Kernspalte 4 eingefräst sein
können, aber auch eingegossen, wenn der verwendete Werkstoff z. B. Kunststoff isL
Im dargestellten Beispiel ist das gemeiname Labium 6
zweiseitig ausgebildet, so daß es zwei scharfe Kanten 6
aufweist. Außerdem ist es bei 13 in der Längsrichtung geteilt um eine individuelle Einstellung der beider.
Hälften zu ermöglichen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Pfeifenorgel, u.a. versehen mit wenigstens
einem Pfeifenstock(-balken) mit darin montierten Pfeifen, einem Kernspalt und einem Labium pro ϊ
Pfeife, dadurch gekennzeichnet, daß von den die Luftschwingungen erzeugenden Teilen (4,5,
6) wenigstens ein Labium (6) und/oder ein Kernspaltträger (7) je einen gemeinsamen, langgedehnten
Körper für mehr als eine Pfeife (1,2) bilden, wobei dieses Labium (6) und/oder Kernspaltträger
(7) an der einen Seite des Pfeifenstockes (3) und die Pfeifen (1, 2) an der entgegengesetzten Seite
angeordnet sind und wobei die Pfeifen nur als abgestimmte Schwingungskammern dienen.
Z Pfeifenorgel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Labium (6) zu einigen
oder sämtlichen Pfeifen (1 oder 2) desselben Registers gehört
3. Pfeifenorgel nach einem der vorhergehenden ju
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Labium (6) einen ausbaubaren und
einstellbaren Teil bildet.
4. Pfeifenorgel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das ge- 2>
meinsame Labium (6) für zwei Pfeifenreihen zweiseitig ausgebildet ist.
5. Pfeifenorgel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweiseitige gemeinsame Labium
(6) in der Längsrichtung (13) geteilt ist und daß ein jo
oder beide Teile individuell einstellbar sind.
6. Pfeifenc-gel nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Kernspaltträger aus einem dünnen Streifen (7) mit der Dicke dei Kernspalte (4) besteht
und abdichtend an die gleiche Seite des Pfeifen- r> Stocks (3) als das Labium (6) vo;. einem Andrückbalken
(10) mit Luftzuführungsmitteln (8,9) angedrückt wird.
7. Pfeifenorgel nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Kernspaltträger aus einem Balken ■»<> (12) mit Luftzuführungsmitteln (8, 9) besteht, worin
die Kernspalte (4) an einer Seite eingelassen sind.
8. Pfeifenorgel nach den Ansprüchen 6 und 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Kernspalte (4) im
Material des Kernspalurägers (7, 12), wie z. B. ein ■»-,
Kunststoff, eingegossen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL7405355A NL174406C (nl) | 1974-04-19 | 1974-04-19 | Pijporgel. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2516503A1 DE2516503A1 (de) | 1975-10-30 |
| DE2516503C2 true DE2516503C2 (de) | 1983-08-18 |
Family
ID=19821192
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752516503 Expired DE2516503C2 (de) | 1974-04-19 | 1975-04-15 | Pfeifenorgel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2516503C2 (de) |
| NL (1) | NL174406C (de) |
-
1974
- 1974-04-19 NL NL7405355A patent/NL174406C/xx not_active IP Right Cessation
-
1975
- 1975-04-15 DE DE19752516503 patent/DE2516503C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL174406C (nl) | 1984-06-01 |
| NL7405355A (nl) | 1975-10-21 |
| DE2516503A1 (de) | 1975-10-30 |
| NL174406B (nl) | 1984-01-02 |
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