DE2513072C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Befüllen einer Preßform für Betonplatten, Keramikfliesen o.dgl - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Befüllen einer Preßform für Betonplatten, Keramikfliesen o.dglInfo
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Description
Die folgenden Möglichkeiten sind bei der Herstellung von Fliesen besonders anzustreben:
a) die Möglichkeit, die Dicke des gepreßten Produktes zu ändern, ohne daß man die Rahmen
wechseln muß; übrigens hängt das Erreichen der richtigen Dicke nicht nur von der Verwendung
der entsprechenden Rahmen ab. Tatsächlich ist die Dicke des geformten Produktes auch noch
von der Körnung des Materials und der Feuchte der feuchten Lage abhängig;
b) die Möglichkeit, immer Material mit derselben Dicke herzustellen, selbst wenn Unterschiede in
der Körnung und der Feuchte des Materials auftreten. In solchen Fällen ist meistens nicht so
schnell daran zu denken, die Rahmen auszuwechseln, während man doch in der Lage sein
sollte, schnell eingreifen zu können, um die Menge des Materials für die feuchte Lage abzuändern;
c) die Möglichkeit, »dünnes Materia1« vermittels Vielfach-Rahmen herzustellen. Bis jetzt ist es
nicht möglich gewesen, Vielfach-Rahmen und niedrige Rahmen für die Ausformung »dünnen
Materials« zu verwenden. Tatsächlich vermindert man durch die Verringerung der Dicke der
Rahmen die Kraft im Quadrat, die nötig ist, um die Rahmen zur Erlangung einer vollkommenen
Abdichtung während des Rütteins und Formpressens an den Gummiboden anzudrucken.
Es muß noch erwähnt werden, daß es, selbst wenn man die Formen völlig mit unveränderbarem Material
füllen würde, Schwierigkeiten beim Füllen der i-'ormen
geben kann. Gewöhnlich werden zum Füllen Füllschuhe benutzt, die oberhalb des Formrahmens
gleiten. Dabei kommt es erstens dazu, daß die erste Schicht, die, damit sie sich schneller ausbreitet, in nicht
zu dichter Beschaffenheit in die Form gegeben wird, tatsächlich in der Bewegungsrichtung des Füllschuhes
der zweiten Schicht mitgezogen und aufgehäuft wird. An den geformten Ziegeln ist sowohl eine unterschiedliche
Dicke der ersten Schicht als auch eine unterschiedliche spezifische Pressung und daher eine geringere
Gesamtdicke der Ziegel in dem Bereich der geringeren Dicke der ersten Schicht feststellbar.
Zweitens tritt entlang der zu der Füllschuhbewegung senkrecht gelegenen Rahmenwände infolge der
Zusammendrückung des Materials durch die Zusammenwirkung zwischen diesen Rahmenwänden und
dem Füllschuh einige Ungleichheit in der Dichte des »halb-trockenen« Materials auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der genannten Art
anzugeben, durch die ein schnelles Einbringen einer Schicht von gleichmäßiger Materialbeschaffenheit in
genau vorgebbarer Schichtdicke erreichbar ist.
Die Lösung besteht bei dem Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß die Materialschicht außerhalb
der Preßform in der gewünschten Dicke gebildet und dann mittels Unterdrucks aufgenommen, transportiert
und in die Preßform abgesenkt wird.
Auf diese Weise wird zunächst einmal verhindert, daß beim Bilden der Schicht mittels eines Füllschuhs
auch die darunterliegende Schicht in der Preßform deformiert wird, wodurch eine ungleichförmige Dichte
der Fliese nach dem Pressen verursacht würde. Die Schicht wird vielmehr völlig unabhängig von einer
möglicherweise schon in der Preßform befindlichen Schicht hergestellt. Das Verfahren ermöglicht auch
eine wesentlich schnellere Herstellung der Schicht mit gleichmäßigerer Dichte, als dies mit der vorbekannten
Vorrichtung (DE-OS 2304568) erreicht werden kann, da es auf die sehr kritisch von den Materialeigenschaften
abhängende Geschwindigkeit, mit der das Material durch das Rüttelsieb hindurchtritt, nicht
ankommt.
Es ist zwar eine Saugvorrichtung für Dachziegelrohlinge (DE-GM 6809200) bekannt, die jedoch den
ίο Transport von Rohlingen, die shcon eine wohldefinierte
Form haben, betrifft. Dieser Transport von bereits geformten materialstücken, die aus einer bereits
abgemessenen Materialmenge bestehen, kann nicht als Vorbild für die Abmessung und den Transport einer
losen, mehr oder weniger pulverförmigen Materialmenge
dienen.
Es besteht die Gefahr, daß die Schicht deformiert wird und ihre gleichförmige Dichte verliert, wenn sie
aus einer gewissen Höhe frei in die Preßform fällt.
Vorteilhafterweise wird daher die aufgenommene Materialschicht bis kurz vor Erreichen des Formbodens
oder einer vorher eingebrachten Materialschicht in die Preßform abgesenkt und dann freigegeben.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung mit einer Einrichtung zum Befüllen esner außerhalb der Preßiorm befindlichen Kammer mit einer Materialschicht sowie einer Absenkeinrichtung zum Einbringen des Materials in die Preßform ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Kammer als vollständig mit Idem Material zu befüllende Dosierkammer mit einer der gewünschten Dicke der Materialschicht entsprechenden Höhe und mit einem luftdurchlässigen Boden ausgebildet ist und daß die Absenkeinrichtung eine Saugglocke mit einer an der Materialschicht zur Anlage bringbaren luftdurchlässigen Wand aufweist und zwischen dem Ort der Dosierkammer und einer Lage oberhalb der Preßform hin- und herbewegbar ist.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung mit einer Einrichtung zum Befüllen esner außerhalb der Preßiorm befindlichen Kammer mit einer Materialschicht sowie einer Absenkeinrichtung zum Einbringen des Materials in die Preßform ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Kammer als vollständig mit Idem Material zu befüllende Dosierkammer mit einer der gewünschten Dicke der Materialschicht entsprechenden Höhe und mit einem luftdurchlässigen Boden ausgebildet ist und daß die Absenkeinrichtung eine Saugglocke mit einer an der Materialschicht zur Anlage bringbaren luftdurchlässigen Wand aufweist und zwischen dem Ort der Dosierkammer und einer Lage oberhalb der Preßform hin- und herbewegbar ist.
Um die Schichtdicke auf einfache Weise einstellen zu können, kann die Dosierkammer einen Rahmen
aufweisen, gegenüber dem die Höhe des Budens verstellbar ist. Diese Höhe kann mit Hilfe von auswechselbaren
Zwischenstücken, kontinuierlich durch Schraubenmittel oder auf andere Weise verstellt werden.
Ein bekanntes, mit der Formung von zementgebundenen Kunststeinen zusammenhängendes Problem
besteht darin, die Unversehrtheit der Ziegelkanten zu sichern. Es kann daher erfindungsgemäß
vorgesehen sein, daß der Boden der Dosierkammer eine zum Rahmen hin vertiefte, insbesondere schräg
abfallende Randzone aufweist. Auf diese Weise erhält man, verglichen mit der übrigen Oberfläche des Stükkes,
in den Randzonen der Preßform einen Material-Überschuß. Wenn die Randzone des Dosierkammerbodens
in Richtung des Randes schräg abfällt, kann ein stufenförmiger Übergang zwischen Randzone und
übrigem Teil der Schicht vermieden werden.
Die Abmeßvorrichtung gemäß der Erfindung kann einen Füllschuh umfassen, der zur Füllung oberhalb
der Dosierkammer gleitet, wie as bei der direkten Füllung
von Preßformen bekannt ist. Zur Vermeidung des nachteiligen »Füllschatteneffekts«, der von den
Dichteunterschieden herrührt, die durch die bekannter; Füllschuhvorrichtungen in den Bereichen hervorgerufen
werden, die den senkrecht zur Bewegungsrichtung des Füllschuhes liegenden Formrändern
benachbart sind, kann bei einer vorteilhaften Ausfüh-
rungsform vorgesehen sein, daß die Fläche der Dosierkammer größer als die Fläche der Preßform und
der dieser in etwa entsprechenden Aufnahmefläche der Absenkeinrichtung ist und daß an der Absenkeinrichtung
ein die luftdurchlässige Wand umgebender und gegenüber dieser vorspringender Schneidrahmen
zum Durchtrennen der Materialschicht angeordnet ist.
In gewissen Fällen kann es vorteilhaft sein, wenn die gesamte Schicht, die in der Dosierkammer gebildet
wurde, aufgenommen wird. In diesem Falle kann die Weite der Öffnung der Dosierkammer gleich groß wie
die Weite der Öffnung der Preßform sein und die Umsetzeinrichtung zum freien Aufnehmen der Schicht
aus der Dosierkammer und zum Verbringen zu der Preßform ohne einen Schneidkantenrahmen ausgebildet
sein. Das Herausheben der Schicht aus der Dosierkammer wird in diesem Falle erleichtert, wenn die
den Rahmen der Dosierkammer bildenden Wände nach oben geringfügig divergieren.
Das Herausheben wird ebenfalls erleichtert, wenn der gasdurchlässige Boden der Dosierkammer anhebbar
ist. Auf diese Weise kann, wenn nach dem Ansaugen die Schicht aus der Dosierkammer herausgehoben
werden soll, der Boden der Dosierkammer zunächst mit der Umsetzeinrichtung zusammen angehoben
werden, so daß die Schicht so lange oben und unten durch die Umsetzeinrichtung bzw. den Boden festgehalten
wird, bis sie nicht mehr die Wände der Dosierkammer berührt.
Der schneidenförmige Rahmen kann bis auf den luftdurchlässigen Boden der Dosierkammer durchstoßen
oder aber auch um einen Zwischenraum von diesem entfernt bleiben. Insbesondere im letzteren
Fall ist es zur Erzielung einer gleichmäßigen unteren Oberfläche der Schicht vorteilhaft, wenn an der Umsetzeini
ichtung eine Abstreif- oder Glättungsvorrichtung vorgesehen ist, die zum Abstreifen eines durch
Ansaugen zurückgehaltenen, aber überschüssigen Teils der Schicht ausgebildet ist.
Aus Platzgründen, Kostengründen oder aus anderen Gründen kann es vorteilhaft sein, wenn die Schicht
in der Dosierkammer zur Preßform transportiert wird. Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Dosierkammer
als um 180° kippbare und zur Preßform bewegbare Absenkeinrichtung ausgebildet ist und ihr
Boden die luftdurchlässige Wand der Saugglocke bildet.
In der nachfolgenden Beschreibung ist die Vorrichtung und die Durchführung des Verfahrens an Hand
eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen teilweisen Vertikalschnitt einer Presse, die mit einer Dosier- und Transportvorrichtung gemäß
der Erfindung verbunden ist, in einer Phase des Verfahrens, in der die Preßform gerade mit der ersten
Materialschicht gefüllt worden ist,
Fig. 2 bis 9 der Fig. 1 ähnliche Ansichten, jedoch vergrößerte Teile daraus in der Reihenfolge der verschiedenen
Phasen des Verfahrens, und
Fig. 10 eine gegenüber der in Fig. 1 gezeigten veränderte
Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
In den Figuren ist mit 1 ganz allgemein die Konstruktion eines eine Vielzahl von Preßformen 3 tragenden
Drehtisches bezeichnet. Jede der Preßformen 3 besteht aus einem Rahmen 3/4 und einem
Formboden 3 B mit einer abdichtenden Schicht, auf der der Rahmen 3/1 Siegt. Die Preßformen 3 sind die
üblichen, für die Herstellung von zementgebundenen Kunststeinen oder ähnlichen in Gebrauch befindlichen
Formen, von denen mehrere derart auf einem Drehtisch angeordnet sind, daß sie in bekannter Weise
jede nacheinander in die verschiedenen Verfahrens-Stationen gebracht werden können.
Insbesondere ist die in Fig. 1 dargestellte Form 3 gerade angekommen, nachdem sie das »halb-flüssige«
ίο Material, das aus Zementmörtel und Kies oder Sand
bestehen kann, in einer Schicht L aufgenommen hat.
. In der in Fig. 1 daigestellten Phase des Verfahrens
soil nun eine kleinere, abgemessene Menge »halbtrockenen« Materials, als dem restlichen Fassungs-
vermögen entspricht, in die betrachtete Form 3 eingebracht werden.
Deni dargestellten Verfahrensschritt entsprechend
ist am Maschinengestell 5 eine Konsole 7 mit der im folgenden zu beschreibenden erfindungsgemäßen
Dosier- und Transport-Vorrichtung angebrarht. Auf der Konsole 7 ist insbesondere eine Fläche 9 in der
Höhe der oberen Oberfläche des Rahmens 3/4 ausgebildet. In der Oberfläche 9 besteht eine durch einen
Rahmen 10 festgelegte Vertiefung, an der vermittels Zwischenstücken 12 ein auswechselbares Bodenelement
14 angebracht ist. Das Bodenelement 14 wird durch ein Gitternetz 16 gebildet, das zwar luftdurchlässig,
aber nicht durchlässig für das abzumessende »halb-trockene« Material ist. Der Netzboden 16 weist
eine zur F lache des Rahmens 10 abschüssig nach unten geneigte Randzone 16/1 auf.
Die Dosierkammer weist also einerseits an der Rahmenfläche am Rande eine größere Tiefe auf als
im mittleren Bereich und andererseits bildet sie dadurch einen Behälter mit veränderbarem Fassungsvermögen,
daß man ihre Tiefe entweder durch Auswechselung der Zwischenstücke 12 oder des Bodenstücks
verändern kann.
Auf der Fläche 9, von der sich die Dosierkammer nach unten erstreckt, gleitet ein Füllschuh 18, der vermittels
eines aus Zylinder 20 und Kolben 20/1 bestehenden Hydrauliksystems, dessen Kolben 20/1 durch
eine Kolbenstange mit dem Füllschuh 18 verbunden ist, in horizontaler Richtung auf der Fläche 9 bewegbar
ist. In der Phase, in der der Füllschuh 18 gefüllt wird (dargestellt in den Fig. 1 bis 4 und Fig. 9), befindet
sich dieser auf der Fläche 9 unter einem das abzumessende, »halb-trockene« Material enthaltenden
Füllbunker 22, aus dem das zu füllende Material unter
so seinem Eigengewicht in den Füllschuh 18 fällt. Senkrecht zur Zeichenebene ist der Füllschuh 18 in seinem
Maß etwas größer als das entsprechende Maß der Dosierkammer. Die Abmessungen sind dabei derart gewählt,
daß, wenn der Füllschuh 18 vom System 20, 20/4 aus der in der Fig. 1 dargestellten Lage in die
in Fig. 5 dargestellte Lage gebracht wird, das im Füllschuh 18 befindliche Material in den Hohlraum der
Dosierkammer fällt. Ein am Füllschuh 18 angebrachter Flachschieber 18/4 schließt die untere Entladungs-Öffnung
des Füllbunkers 22, sobald der Füllschuh 18 zum Füllen der Dosierkammer von dem Füllbunker
entfernt wird.
Der Füllschuh 18 ist, beispielsweise durch Arme 24, starr mit einem Wagen 26 verbunden, der auf einer
Führungsbahn 28 gleiten kann, die von einem mit der Konsole 7 fest verbundenen Gestell getragen wird und
die sich in einer zur Bewegung des Systems 20, 20/4 parallelen Richtung erstreckt. Das Gestell der Füh-
rungsbahn 28 trägt außerdem noch den Füllbunker 22 sowie zwei Portale 30 und 32, an denen sich Hydrauliksysteme
34 bzw. 36 mit einstellbaren Kolbenstangenenden 38 bzw. 40 befinden.
Andern Gestell des Wagens 26 sind vertikal gerichtete
Säulenführungen 42 angebracht, an denen ein Gestell 4 vertikal beweglich gleiten kann. Das Gestell
44 trägt eine nach unten offene Glocke 46, die in ihrem unteren Teil mit einer luftdurchlässigen, netzförmigen
Wand 48 versehen ist. Die Ausdehnung dieses luftdurchlässigen Ansauggitters entspricht im wesentlichen
der Ausdehnung der durch die Rahmen 3/4 der Preßformen festgelegten Öffnungen und ist nur geringfügig
kleiner als sie. Die Glocke 46 ist in ihrem oberer. Teil mit einem durch eigenen Motor 50-1 an
getriebenen Sauggebläse 50 verbunden. Das Gebläse 50 verursacht einen Unterdruck in der Glocke 46 und
damit eine Saugwirkung an der luftdurchlässigen Wand 48. Zwischen der Glocke 46 und dem Sauggebläse
50 ist ein Schieberverschluß 52 vorgesehen, der von einem ebenfalls am Gestell 44 befestigten Hydrauliksystem
54 betätigt wird. Von dem Gestell 44 erhebt sich ein Rahmen 56 nach oben, so daß je nach
Stellung des Wagens 26 auf der Führungsbahn 28 entweder durch das System 34, 38 oder durch das System
36,40 ein Druck auf die auf dem Wagen befindlichen Vorrichtungen ausgeübt werden kann. Die Systeme
34, 38 oder 36, 40 sorgen dadurch für eine Abwärtsbewegung des Gesteiis 44 gegen die Wirkung von
Druckfedern 58, die das Gestell 44 anheben wollen. Bei der Absenkung des Gestells 44 gelangt die luftdurchlässige
Wand 48 im wesentlichen auf das Niveau der Fläche 9 und damit des oberen Randes des Rahmens
3/4.
Wie aus den Fig. 1 bis 9 ersichtlich, ist ein verhältnismäßig dünner Schneidrahmen 62 mit prismatischer
Schneidkante, der sich senkrecht zur Fläche 9 erstrekkend in das Material eindringen kann, mit dem die
Dosierkammer 10,16 gefüllt ist, über Zwischenstücke 60 an der Saugglocke 46 angebracht. Durch entsprechende
Wahl der Dicke der Zwischenstücke 60 und Wahl eines Schneidrahmens 62 der entsprechenden
Höhe ist eine derartige Einstellmöglichkeit gegeben, daß man beim Absenken des Gestells 44 mit der unteren
Kante des Schneidrahmens 62 immer ein Anstreifen oder beinahe Anstreifen an den Boden 16, 16/4
der Dosierkammer erreichen kann.
Aus den Fig. 1 bis 9 ist weiter ersichtlich, daß die für den Schneidrahmen 62 gewählten Abmessungen
seine Absenkung in die von dem Rahmen 3/4 gebildete Vertiefung der Form 3 gestatten, die in die
Stellung zum Füllen mit dem »halb-trockenen« Material gebracht worden ist. Die Abmessungen der durch
den Rahmen 10 begrenzten Dosierkammer sind derart gewählt, daß an der Außenseite des in die Dosier
kammer abgesenkten Schneidrahmens 62 ein Bereich der Dosierkammer verbleibt, der durch den Abmeßvorgang
nicht erfaßt wird. Auf jeden Fall verbleibt jedoch ein Teil des Materials, das auf der geneigten
Bodenfläche 16/4 liegt, noch innerhalb des Schneidrahmens 62, wenn dieser an den Boden 16, 16 A anstreift.
Bei der in der Fig. 1 gezeigten Anordnung erfüllt das aus dem Füllbunker 22 kommende »halb-trokkene«
Material bereits die Dosierkammer; das Material ist so weit, daß es aufgenommen und zu der Preßform
3 gebracht werden kann, die sich schon in der Stellung unter der Bahn 28 und dem Portal 32 befindet
oder gerade dort ankommt.
Inder Anordnung derFig. 2 drückt das Hydrauliksystem
34,38 das Gestell 4 und damit die Saugglocke 46 gegen die Wirkung der Federn 58 herunter und
veranlaßt das Eindringen des Schneidrahmens 62 in das in der Dosierkammer befindliche Material bis zum
Anstreifen oder beinahe Anstreifen an die schräg abfallende Randzone 16/4 des Bodens 16, wobei die
luftdurchlässige Wand 43 bis zur Berührung mit der Oberfläche der in der Dosierkammer befindlichen
Materialschicht abgesenkt wird. Das Sauggebläse 50 ist von der Saugglocke 46 noch durch den Verschluß
des Schiebers 52 getrennt.
Bei der Anordnung der Fig. 3 ist der Schieber 52 beiseite gezogen und der Verschluß geöffnet, wodurch
in der Saugglocke 46 und damit an der luftdurchlässigen Wand 48 ein Unterdruck und eine Ansaugwirkung
auftritt. Damit wird das vom Schneidrahmen 62 umgebene Material an der Wand 48 angesaugt und
zurückgehalten und dabei der Boden 16 sichtlich von diesem Material freigemacht. Das »halb-trockene«,
an der Wand 48 festgehaltene Material ist damit in einer Menge M abgemessen, die durch die Lage des
Bodens 16, die Anbringung der luftdurchlässigen Wand 48 und die Höhe des Schneidrahmens 62 festgelegt
ist.
Bei der Anordnung der Fig. 4 ist das Gestell 44 durch die Federn 58 wieder angehoben worden, nachdem
das System 34, 38 zu wirken aufgehört hat, während der Unterdruck in der Saugglocke 16 aufrechter
halten bleibt. Die abgemessene Menge M des Materials bleibt an der luftdurchlässigen Wand 48
haften, wobei sie die durch die Form des Bodens 16, 16/4 bestimmte Form behält. Es ist besonders zu beachten,
daß das Material M infolge der schräg abfallenden Randzone 16/4 des Bodens 16 eine Randzone
mit einer Überdicke aufweist.
Bei der Anordnung der Fig. 5 hat sich der Wagen 26 derart entlang der Führungsbahn 28 bewegt, daß
die Saugglocke 46 mit ihrem Rahmen 62 genau über der vom Rahmen 3/4 umgebenen Vertiefung der
Preßform 3 steht. Gleichzeitig hat sich der Füllschuh 18, der unter der unteren öffnung des Füllbunkers
22 mit Material gefüllt worden ist, über die Vertiefung
der Dosierkammer herüberbewegt und damit den Füllvorgang für diese eingeleitet. Vervollständigt jedoch
wird die Füllung erst mit dem Rückgang des Füllschuhes 18.
Bei der Anordnung der Fig. 6 ist das Gestell 44 durch das System 36, 40 wieder so weit heruntergedrückt
worden, daß der Rahmen 62 bis zum beinahe Anstreifen an die Schicht L des schon in die Form
eingebrachten Materials abgesenkt wird. Auch bei dieser Stellung der Vorrichtung bleibt der Unterdruck
-■> in der Olocke 46 noch bestehen, und das Material M
wird noch an der luftdurchlässigen Wand 48 zurückgehalten. Das an der Wand 48 befindliche Material M
ist praktisch so geformt, daß es die ganze durch den Rahmen 3/4 bestimmte Ausdehnung der Preßform 3
ausfüllt.
Bei der Anordnung der Fig. 7 ist die Schließung der Schieberöffnung 52 zu bemerken. Damit fällt das
abgemessene Material M von der Wand 48, die es nicht mehr festhalten kann, auf die Schicht L. Das
Gebläse 50 wird üblicherweise nicht abgestellt.
In der Fig. 8 ist die Wiederanhebung des Gestells 44 durch die Wirkung der Federn 58 und infolge der
Druckwegnahme im System 36, 40 festzustellen. Das
abgemessene Material M ist nun in der Form 3 angeordnet. Es ist vollkommen abgemessen und hat bis
zu seiner Ablagerung auf der Schicht L die Form, die ihm vermittels der Oberfläche der luftdurchlässigen
Wand 48 und vor allem der Oberfläche des Bodens 16, 16/1 gegeben worden ist. Hierbei ist beachtlich,
daß die Dicke der Materialmenge M entlang des Materialrandes in der Form größer ist als in dem mehr
in der Mitte gelegenen Bereich, wodurch beim Pressen eine sichere Ausformung der Randzone der Betonplatten,
Keramikfliesen od. dgl. ermöglicht wird und diese weniger Beschädigungen und Brüchen ausgesetzt
sind.
Die Anordnung der Fig. 8 erlaubt es schließlich, die der Fig. 9 zu erreichen, indem sich der Wagen
26 entlang der Bahn 28 wieder zurückbewegt, womit die Saugglocke 46 mit der luftdurchlässigen Wand 48
wieder an ihren Platz über der Dosierkammer zurückkommt. Durch diese Rückbewegung wird auch die
Füllung der Dosierkammer durch den Füllschuh 18 vervollständigt.
Es ist zu beachten, daß ein Teil Ml (siehe dazu F ig. 4) des Materials der Dosierkammer in dieser verbleibt
und nicht aufgenommen wird. Dieser Teil Ml des Materials, der sich mindestens an den Seiten der
Dosierkammer befindet, die senkrecht zur Bewegungsrichtung des Füllschuhes 18 liegen, beteiligt sich
an den ai>f"'i>anderfolgenden Füllvorgängen zusammen
mit dem Material, das von dem Füllschuh 18 hei angebracht wird. Der Grund dafür, diesen Material teil
Ml der Dosierkammer vom Transport zur Form 3 auszuschließen, liegt darin, daß dieser Materialteil
nicht dieselbe gleichförmige Dichte aufweist wie das übrige in der Dosierkammer befindliche Material, was
mit der Wirkung der Wände bei der relativen Aneinanderannäherung des Füllschuhes 18 und der Wand
10 bei der Hin- und Herbewegung des Füllschuhes 18 zusammenhängt. Das Material Ml ist mehr einem
Stoß ausgesetzt und damit einer Packung in der Diagonalen als das Material, dals sich mehr in den mittleren
Bereichen der Dosierkammer befindet. Bei dem Verfahren, mit der luftdurchlässigen Wand 48 und
dem Rahmen 62 nur einen Teil des Materials aufzunehmen, wird das in seiner Zusammensetzung gestörte
Randmaterial ausgeschlossen, wobei die Abmessung der Menge und eine bestimmte Form
gesichert bleiben.
Bei gewissen Anwendungsfällen, bei denen man auf die durch den Rahmen 62 gebotene Halte- und
Schutzwirkung verzichten kann, ist es möglich, von einer vereinfachten Ausführungsform der Vorrichtung,
wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, Gebrauch zu machen. Bei dieser abgewandelten, vereinfachten
Ausführungsform ist der Schneidrahmen 62 fortgelassen, und die durch den Rahmen 10 bestimmte Ausdehnung
der Dosierkammer entspricht der durch den Rahmen 3 A bestimmten Ausdehnung der Form 3 und
damit derjenigen der luftdurchlässigen Wand 48 und der Saugglocke 46. In diesem Fall werden die den
Rahmen 10 der Dosierkammer bildenden Wände vorzugsweise schwach nach oben geringfügig divergierend
ausgeführt, um den Austritt der vollen Dicke des abgemessenen Materials M aus der Dosierkammer
zu erleichtern. Bei dieser Anordnung wird vorzugsweise ein im ganzen flacher Boden 16 ohne die
schräg abfallende Randzone 16A der zuvor beschriebenen Ausführungsform vorgesehen.
Sowohl bei der Anordnung nach Fig. 10 als auch bei der Anordnung nach den Fig. 1 bis 9 kann man,
um das Herausziehen der abgemessenen Menge durch die luftdurchlässige Wand zu erleichtern, während des
ίο Anhebens des Gestells 44 und damit der Saugglocke
46 ein gleichzeitiges Anheben des Bodens 16 vorsehen. Diese Anordnung ist besonders dann vorteilhaft,
wenn, wie in Fig. 10 gezeigt, ohne Schneidrahmen 62
gearbeitet wird.
Bei · iner weiteren Abwandlung der Vorrichtung gemäß Jer Erfindung kann man an Stelle von auswechselbaren
Zwischenstücken 60 und 12 unterschiedlicher Dicke mit stetig veränderbaren Einstellungsmitteln,
z. B. mit Schrauben-Mitteln, arbeiten. Bei noch einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
kann eine Abschabeeinrichtung vorgesehen sein, die das Material, das über eine gewisse Entfernung
von der luftdurchlässigen Wand übersteht, abstreift; insbesondere können Mittel zum Abstreifen
am unteren Rand des Schneidrahmens 62 voreesehen
sein.
Je nach Anwendungsfa" und -bedingungen lassen sich im Bereich der Erfindung liegende Abänderungen
an den Konstrukii<_,nsformen und Anordnungen
so machen. So läßt sich beispielsweise eine Anordnung vorsehen, bei der sowohl die Dosierkammer als auch
die aufnehmende, netzförmige luftdurchlässige Wand 48 mit mehrfach gegliederten Oberflächen ausgeführt
sind, um sie den Formen für unterteiltes Pressen anzupassen. Auch in diesem Fall ist es möglich und vorteilhaft,
gleichfalls eine Saugglocke zu verwenden, die auf alle Bereiche der Wand 48 wirkt, die den Vertiefungen
der Preßform entsprechen. Entsprechend der Gestalt und der Unterteiltheit der Preßform hat man nur für
einen Austausch des Rahmens 62 und gegebenenfalls des Bodens 16 zu sorgen, die den verschieden gestalteten
Formen anzupassen sind. Auch für unterteilte Preßformen benötigt man jedoch nur einen einzigen
Rahmen 10 für die Dosierkammer. In diesem Fall besorgt ein den unterteilten Preßformen angepaßter
Rahmen 62 die Trennung des für die Preßform abzumessenden Materials M von dem in der Dosierkammer
verbleibenden restlichen Material Ml.
Nach einer weiteren Abwandlung der Vorrichtung
so bildet die Dosierkammer selbst auch die Transport-Vorrichtung, durch die das Material zur Preßform
übergeführt wird und in der es während der Überführung durch Saugwirkung festgehalten wird. In diesem
Fall wird für eine am durchlässigen Boden 16, 16/4 auftretende Saugwirkung und für eine Umdrehung der
Dosierkammer beispielsweise um eine von der Symmetrie-Achse ihres Hohlraumes entfernt gelegene
Achse oder entsprechend der oder nahe der Symmetrie-Achse gelegene Achse gesorgt. Durch das Um-
bo kippen der Dosierkammer und einen entsprechenden
Überführungsweg gelangt das Material über die Preßform und wird hierin abgelegt.
Hierzu 10 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Befüllen einer Preßform für Betonplatten, Keramikfliesen od. dgl. mit einer
Schicht bestimmter Dicke eines in schüttbarem Zustand befindlichen Materials, bei dem außerhalb
der Preßform eine Materialschicht gebildet und anschließend Material in die Preßform abgesenktwird.dadurch
gekennzeichnet,daß die Materialschicht (M) außerhalb der Preßform (3)
in der gewünschten Dicke gebildet und dann mittels Unterdrucks aufgenommen, transportiert und
in die Preßform (3) abgesenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- '5
kennzeichnet, daß die aufgenommene Materialschicht (M) bis kurz vor Erreichen des Formbodens
(3ß) oder einer vorher eingebrachten .Materialschicht (L) in die Preßform (3) abgesenkt
und dann freigegeben wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einer Einrichtung
zum Befüflen einer außerhalb der Preßform befindlichen Kammer mit einer Materialschicht sowie
einer Absenkeinrichtung zum Einbringen des Materials in die Preßform, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer als vollständig mit dem Material zu befüllende Dosierkammer mit einer der
gewünschten Dicke der Materialschicht (M) entsprechenden Höhe und mit einem luftdurchlässi- J0
gen Boden (16) ausgebildet ist und daß die Absenkeinrichtung eine Saugglocke (46) mit einer an
der Materialschicht (M) zur Anlage bringbaren luftdurchlässigen Wand (48) aufweist und zwischen
dem Ort der Dosierkammer und einer Lage oberhalb der Preßform (3) hin- und herbewegbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierkammer einen Rahmen
(10) aufweist, gegenüber dem die Höhe des Bodens (16) verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (16) der
Dosierkammer eine zum Rahmen (10) hin vertiefte, insbesondere schräg abfallende Randzone
(16/1) aufweist.
f>. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche der Dosierkammer größer als die Fläche der Preßform
(3) und der dieser in etwa entsprechenden Aufnahmefläche der Absenkeinrichtung ist und daß
an der Absenkeinrichtung ein die luftdurchlässige Wand (48) umgebender und gegenüber dieser
vorspringender Schneidrahmen (62) zum Durchtrennen der Materialschicht [M) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Rahmen
(10) der Dosierkammer bildenden Wände nach oben geringfügig divergieren.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5 oder 7,dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierkammer
als um 180° kippbare und zur Preßform (3) bewegbare Absenkeinrichtung ausgebildet ist
und ihr Boden (16) die luftdurchlässige Wand der Saugglocke bildet.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befülien einer Preßform für Betonplatten, Keramikfliesen
od. dgl. mit einer Schicht bestimmter Dicke eines in schüttbarem Zustand befindlichen Materials, bei dem
außerhalb der Preßform eine Materialschicht gebildet
und anschließend Material in die Preßform abgesenkt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Es sind einlagige und mehrlagige, meistens zweilagigea
zementgebundene Platten, Fliesen oder Ziegel bekannt. Beizweilagigen Platten, Fliesen oder Ziegeln
besteht die eine Lage aus sogenanntem »halbflüssigem« Material und die andere Lage aus feuchtem oder
sogenanntem »halbtrockenem« Material. Die beiden Lagen können also beide feucht sein, wobei der Unterschied
zwischen den Lagen in der Körnung ihrer Bestandteile und in dem unterschiedlichen Gehalt an
zementartigen Bindemitteln besteht. Es ist auch möglich, Platten, Ziegel oder Fliesen aus einer einzigen
Lage feuchten Materials herzustellen; so können aus einer einzigen Lage feuchten Rohmaterials ohne Zement
Steingutziegel oder zu glasierende Kacheln gefertigt werden.
Falls zweilagige, zementgebundene Ziegel hergestellt
werden sollen, wird die erste »halbflüssige« Lage mittels einer selbsttätigen Dosiervorrichtung in die
Form eingebracht, wobei die Menge des eingebrachten Materials leicht durch Änderung des Fassungsvermögens
dieser Dosiervorrichtung verändert werden kann. Eine zweite, »halbtrockene« Lage, deren
Feuchte im wesentlichen 10% erreichen kann, wird mittels einer weiteren Füllvorrichtung in die Form
eingebracht, wobei der nach der Füllung mit der ersten Lage übrigbleibende Raum entsprechend der Höhe
eines die Seitenwände der Form bildenden Rahmens ausgefüllt wird. Die Materialmenge dieser zweiten
Lagen kann nicht geändert werden, wenn nicht die Höhe des Rahmens geändert wird. Tatsächlich beruht
die Materialversorgung, mit trockenem oder feuchtem Material, bei der bekannten Vorrichtung auf der vollständigen
Auffüllung des je nach Höhe des Rahmens noch übrigbleibenden Raumes. Wenn man die Dicke
des geformten Erzeugnisses zu ändern wünscht, muß man die Rahmen gegen solche mit der entsprechenden
Höhe auswechseln. Ähnliche Probleme einer gleichförmigen Füllung ergeben sich auch bei einlagigen
Produkten, z. B. Fliesen oder Kacheln.
Es ist bekannt (DE-OS 2 304 568), höhere Rahmen zu verwenden und die Formen je nach den Erfordernissen
nur teilweise zu füllen, um dadurch das zu verpressende Material abzumessen. Dabei wird ein Sieb
in einstellbarer Lage in die Form eingeführt. Mit Hilfe des entsprechend gerüttelten Siebes füllt man schließlich
die Form mit dem Material, das durch das Rütteln durch das Sieb hindurchgeht. Sobald das Rütteln aufhört
und das Sieb und der mit ihm verbundene Füllbunker angehoben wird, ist die Form mit einer Menge
des »halb-trockenen« Materials gefüllt, die von der Lage abhängt, die das Sieb in der Form eingenommen
hatte. Mit einer solchen Vorrichtung ist jedoch das Dosierproblem nicht voll zufriedenstellend gelöst
worden.
Das feuchte,d. h.das »halb-trockene« Material hat nur eine geringe Rieselfähigkeit. Deswegen muß das
Material nicht nur in der richtigen Menge in die Form eingebracht werden, sondern es muß auch noch zu
einer vollkommenen Lage ausgebreitet werden, was mit den bekanntgewordenen Mitteln nicht möglich ist.
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