DE25091C - Pantograph - Google Patents

Pantograph

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Publication number
DE25091C
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DE
Germany
Prior art keywords
pen
rail
slide
driving
rails
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Active
Application number
DENDAT25091D
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English (en)
Original Assignee
E. HOLLAZ in Parchim i. M
Publication of DE25091C publication Critical patent/DE25091C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/10Pantographic instruments for copying, enlarging, or diminishing

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
E. HOLLAZ in PARCHIM i. M. Pantograph.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1883 ab.
An einer starken, bis zur Hälfte geschlitzten Schiene A befinden sich zwei senkrecht stehende stählerne Achsen, auf welchen zwei metallene, mit Schnurlauf versehene Rollen D und E in horizontaler Richtung drehbar sind. In radialer Richtung und durch das Centrum sind wiederum zwei Schienen B und C auf den Rollen durch Schrauben derart befestigt, dafs die an den Rollen befindlichen Büchsen zur Geradführung durch die Schienen JB und C bezw. durch eine Bohrung in der Achse derselben durchgehen. Die Schiene B ist auch zum gröfsten Theil geschlitzt, und befindet sich in dem Schlitz ein . Schieber G, welcher in seinem Centrum bezw. in der Achse eine Hülse besitzt, welche an dem unteren Theile des Schiebers festsitzt. Die Hülse hat nach oben hin ein Gewinde und ist über dieses eine Platte (Obertheil des Schiebers) herübergeschoben, welche durch die auf der Hülse befindliche Klemmschraubenmutter auf den Untertheil geklemmt wird, so dafs der ganze Schieber auf jeder Stelle des Schlitzes festgestellt werden kann. Der Untertheil des Schiebers hat zwei Dorne, welche genau in zwei Bohrungen des Obertheiles (Platte) von unten hineingreifen und bewirken, dafs beide Theile stets parallel zu einander bleiben. In der Hauptschiene A ist ein dem vorigen ganz ähnlicher Schieber angeordnet, der ebenso construirt ist, nur eine engere Hülse F hat, in welcher der Pol des Instrumentes sitzt. In der Schiene C befindet sich auch eine herausnehmbare Hülse, welche gleich grofs der im Schieber G ist, jedoch nur durchgesteckt und festgeklemmt und nicht verschiebbar. Um die Rollen D und E läuft ein dünner Stahldraht im Schnurlauf, welcher durch die Vorrichtung b angespannt werden kann. Der Draht wird durch die Schrauben aa1, welche in einem rechtwinkligen Träger sitzen, genau in der Mitte des Schnurlaufes fest an die Rollen geklemmt, so dafs die eine Rolle stets die Bewegungen der anderen mitmachen mufs bezw. die Schiene B bei Drehung der Schiene C in horizontaler Richtung genau die Bewegung der letzteren nachahmen mufs. An der unteren Seite der Schiene A befindet sich an einem angeschraubten Träger das elfenbeinerne Laufrad K, welches ein leichtes Gleiten des Apparats auf dem Tisch bewirkt. Ebenso befindet sich ein solches Laufrad L an der Schiene C, welches den Zweck hat, den Fahrstift in der Hülse bei H mit seiner feinen Spitze nicht beim Nachfahren in das Papier des Originals eindringen zu lassen. In der Hülse des Schiebers F befindet sich eine starke Nadel, oben mit einem Kopf zum Hineindrücken und unten mit einer feinen Spitze versehen, welche einen Centrirfufs bildet. In der Hülse des Schiebers G ist ferner eine mit einem Gewicht versehene eingeschliffene zweite Hülse angebracht, in welcher ein Bleistift ohne Holz durch die sogenannte Künstlerstiftvorrichtung befestigt werden kann. Zum Gebrauche des Apparats wird auf dem Zeichentisch eine gerade Linie gezogen und die in F befindliche Nadel (Pol des Instruments) auf die Linie gestellt und eingedrückt, sodann wird der in H befindliche Fahrstift ebenfalls auf die Linie gesetzt und der in G befindliche Fahrstift nach Lüftung der Klemmschraube mit dem Schieber derart verschoben, dafs die Spitze ebenfalls auf die Linie trifft, worauf das Instrument gestellt sein mufs. Zur Controle der Rieh-
tigkeit braucht man nur die Schiene C auf der Linie zu verschieben (d. h. die in C befindliche Spitze des Fahrstiftes); es mufs dann der Zeichenstift stets wieder auf die Linie treffen. Ist letzteres nicht der Fall und schlägt der Zeichenstift beim Fahren des Fahrstiftes auf der Linie aus, so liegt die Schiene B nicht parallel zu C, welcher Fehler jedoch sofort dadurch beseitigt wird, dafs durch die Schraube α der Transmissionsdraht von der Rolle D losgeklemmt wird und dann durch gleichzeitiges Verdrehen der genannten einen Rolle und Verschieben des Schiebers G die parallele Lage der Schienen B und C der geraden Linie zwischen dem Pol, dem Zeichenstift und dem Fahrstift hergestellt wird. Zur Erzeugung starker Verkleinerungen wird sowohl der Pol in F als auch G mit dem Zeichenstift derart nach der Rolle hin verschoben, dafs wiederum, nachdem der etwaige Parallelitätsfehler beseitigt, zwischen den Punkten FGH eine gerade Linie gebildet wird. Die Punkte 6, 9, 10, 11 und 4 der Erläuterungsskizze lassen die Verschiebung ersehen. Die Punkte 1, 2, 3, 4, 8, 5 und 7 erläutern das vorher Beschriebene, und bedeuten 2 und 3 die Rollen, 5 und 4 die Schieber G und H. Die punktirten Linien mit den Endzahlen 7 und 8 ergeben die verschobene Lage der Schienen; 2, 5 = B und 3, 4 = CC. Der Beweis für dieses Princip beruht auf der Aehnlichkeit der Dreiecke. Beim Gebrauch wird die Nadel (Pol) auf den Zeichenstift festgesteckt und unter C in geeigneter Lage das Original mit Zwecken befestigt, ebenso parallel zu letzterem das zur Reproduction der Pantographie erforderliche Papier unter B. Beim Umfahren mit dem Fahrstift in H der Originalzeichnung zeichnet der Zeichenstift in G naturgetreu nach. Zur sofortigen Einstellung auf bestimmte Mafsstäbe sind die Schienen A und B, so weit der Schlitz reicht, entsprechend getheilt, und befindet sich auf der inneren Längsseite des Obertheiles der betreffenden Schieber F und G eine eingravirte Marke (Nonius), welche auf den geforderten Mafsstab eingestellt werden kann. Diese Construction besitzt vor anderen die Vorzüge, dafs man stets Original und Pantographie unter dem Instrumente hat. Ferner wird dieser Pantograph vermöge seiner neuen und eigenthümlichen Construction leichter und schneller eingestellt, da hier nur zwei Punkte zu verstellen bezw. zu verschieben sind. Die wesentlichste Eigenschaft jedoch ist, dafs der Pantograph, im Gegensatz zu anderen, und selbst wenn er aus Holz gefertigt wäre und letzteres mit der Zeit sich verziehen sollte, sofort auf einfache Weise justirt werden kann, und dafs ferner mit diesem Pantographen ebenso bequem als leicht durch Vertauschen des Zeichenstiftes mit dem Fahrstift Vergröfserungen gebildet werden können, und schliefslich der Apparat sofort auf jeden, auch Bruchtheil eines Mafsstabes eingestellt und auch auf weniger grofsen Tischen, als bei anderen erforderlich, gearbeitet werden kann.
Durch zwei am Fahrstift und Zeichenstift angebrachte Hebel mit Tastergriff und auf den stählernen Achsen angebrachten horizontal liegenden Laufrädern mit Schnurlauf und Verbindung der Hebel durch eine dünne Schnur kann, wie sonst üblich an Pantographen, der Zeichenstift bequem, ohne erst herausgenommen zu werden, vom Griff des Fahrstiftes aus durch Fingerdruck auf einen Hebel an jeder Stelle so arretirt werden, dafs er nicht mehr zeichnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Pantograph, bestehend aus drei Schienen A B und C, von denen A mit einem den Festhaltestift (Pol des Instruments) tragenden Schlitten F, Schiene B mit einem den Zeichenstift haltenden Schlitten G und Schiene C mit dem nicht verschiebbaren Umfahrungsstift H versehen ist, und wobei die Parallelität der beiden Schienen B und C durch Vermittelung eines über Rollen D und E geführten Drahtes hervorgebracht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT25091D Pantograph Active DE25091C (de)

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