DE2508976B2 - Flaechenbauelement - Google Patents
FlaechenbauelementInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C1/00—Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
- B64C1/06—Frames; Stringers; Longerons ; Fuselage sections
- B64C1/10—Bulkheads
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Standing Axle, Rod, Or Tube Structures Coupled By Welding, Adhesion, Or Deposition (AREA)
Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flächenbauelement zur Herstellung von Zwangsöffnungen bei explosiven
Dekompressionen und Kompressionen zwischen abgeschlossenen Räumen, insbesondere zwischen abgetrennten
Flugzeuginnenräumen.
Es hat sich gezeigt, daß bei auftretenden explosiven Dekompressionen und Kompressionen zwischen zwei
Räumen es schwierig ist. einen umgehenden Druckausgleich herbeizuführen, um einer Zerstörung entgegenzuwirken.
Diese Probleme bestehen u. a. bei Flugzeugen mit getrennten Innenräumen, wobei in relativ großer
Flughöhe vom Innenraum durch das unbeabsichtigte öffnen einer Außentür oder einer Laderaumklappe eine
Außenverbindung hergestellt wird und es zu explosiven Dekompressionen kommen kann. Es ist zwar möglich,
im Bedarfsfall ausreichende Austrittsöffnungen zwischen den Räumen selbsttätig zu schaffen, die
normalerweise durch Klappen verschlossen sind. Bei der Anwendung von Klappenanordnungen in Flugzeugen
treten Schwierigkeiten auf, diese Probleme zu beherrschen, da es beispielsweise zwischen aufeinanderliegenden
Räumen nicht praktikabel ist, die Bodenklappen des oberen Raumes zu öffnen.
Es hat sich auch gezeigt, daß es nicht möglich ist, eine te Trennung von Räumen über luftdurchlässige Gitterwerke
herbeizuführen, da hierdurch keine Staubabdichtung, Wasserabdichtung bzw. Geruchsabdichtung sowie Wärmeisolierung
und Schallisolierung gegeben ist. Durch die größer werdenden Luftvolumina der Großflugzeuge,
die in Niedrigdruckregionen fliegen, treten die Probleme der explosiven Dekompressionen immer
stärker in den Vordergrund.
Es ist gemäß der US-PS 31 55 348 eine Anordnung mit einem Zwischenboden für ein Flugzeug bekannt,
wobei zwei Flugzeuginnenräume getrennt werden und Verstrebungen in der Art eines Gitterwerks zUr
Verstärkung der Kraftaufnahme vorgesehen sind. Diese bekannte Anordnung kanu die vorgenannte Probiemstefiung
nicht lösen, denn sie ermöglicht nur, die Rumpfform entsprechend gegen den Außendruck zu
stützea
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches Flächenbauelement, insbesondere für Flugzeuge, zu
schaffen, das beim Auftreten von explosiven Dekompressionen und Kompressionen Zwangsöffnungen ermöglicht
und dabei den festigkeitsmäßigen Verband weiterhin aufrechterhält
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Gitterwerk mit einer einseitig auf der dem
Überdruckraum abgewandten Seite aufgebrachten und mit dem Gitterwerk verbundenen Behäutung, wobei in
mindestens einem Teilbereich des Gitterwerkes die Verbindung zur Einleitung eines Abschälvorganges der
Behäutung unterbrochen ist.
Durch diesen Aufbau eines Flächenbauelemenies
besteht der Vorteil, für den Bedarfsfall eine große Durchtrittsöffnung zu erhalten, indem die geringe
Schälfestigkeit einer Behäutung ausgenutzt wird, um das Gitterwerk freizulegen. Hierbei ist zu berücksichtigen,
daß in der üblichen Betriebsphase eine geschlossene Trennwand gebildet ist, die gegenüber einer im
wesentlichen senkrechten Zugbelastung auf die Verbindung zwischen Behäutung und Gitterwerk relativ stark
beanspruchbar ist. Es wird damit ein Flächenbauelement geschaffen, das auch die Bedingungen einer ordnungsgemäßen
Abtrennung von Räumen gewährleistet.
Um relativ niedrige für die Schälfestigkeit und
gleichzeitig relativ hohe Werte für die senkrechte Zugbeanspruchung zu erzielen, wird vorgesehen, daß
die Verbindung zwischen der Behäutung und dem Gitterwerk als Klebeverbindung ausgebildet ist.
Eine Parallellösung für andere Materialien besteht darin, daß die Verbindung zwischen der Behäutung und
dem Gitterwerk als Lötverbindung ausgebildet ist. Durch diese Ausbildung bestehen weiterhin die Vorteile,
daß eine einfache und billige Herstellung ermöglicht wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verbindung zwischen Behäutung und
Gitterwerk durch mechanische Auslösemittel an- bzw. abschälbar ist. Es ist somit möglich, durch über
Druckmeßgeräte oder über Druckdosen ausgelöste Federanordnungen die Kräfte für den Schälvorgang
weiter herabzusetzen.
Um Flächenbauelemente mit einer im wesentlichen durchgehenden Oberfläche zu schaffen, die insbesondere
als begehbare Fußbodenplatten einsetzbar sind, wird vorgeschlagen, daß das Gitterwerk durch Füllkörper
ausfüllbar ist und die Füllkörper auf der Behäutung abstützbar und befestigbar sind.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in Form einer Fußbodenplatte für Flugzeuginnenräume
schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Teildraufsicht eines Flächenbauelementes,
Fig.,2 einen Schnitt eines Flächenbauelementes mit
teilweise zugeordneten Füllkörpern gemäß Linie II-1I der F i g. 1 und
F i g. 3 eine vergrößerte Ausschnittdarstellung gemäß F i g. 2 mit einer teppichbodenartigen Beflockung.
Das Flächenbauelement besteht im wesentlichen aus einem Gitterwerk 1, das zur Herstellung von Krafteinleitungspunkten
in der Randzone nut Füllmaterial 2 nach der Art eines Rahmens ausgefüllt ist Dieses
Gitterwerk 1 ist an einer Seite mit einer Behäutung 3 versehen, die durch eine KJebung oder Lötung <4 mit
dem Gitterwerk 1 verbunden ist Hierbei wird die Verbindung zwischen Gitterwerk 1 und Behäutung 3 in
einem Teilbereich nicht vorgenommen, so daß die Behäutung 3 in diesem Bereich angeschält ist und ein
Anriß für den Abschälvorgang vorliegt Zweckmäßigerweise kann eine Eckzone des Flächenbauelementes
hierzu herangezogen werden. Das Gitterwerk 1 ist zur Herstellung einer im wesentlichen durchgehenden
Oberfläche durch hutförmige Füllkörper 5 ausgefüllt, die sich auf der Behäutung 3 abstützen urH zweckmäBigerweise
an ihr angeheftet sind, um sie nicht in der
normalen Betriebslage herauszulösen. Eine Befestigung mit der Behäutung 3 erfolgt z. B. durch eine Klebung 6.
Eine günstige Ausbildung der Oberfläche des Flächenbauelementes
kann noch zusätzlich dadurch vorgenommen werden, daß die Oberseite der Füllkörper 5 eine
elektrostatische Beflockung 7 aufweist, die zu einer teppichartigen Oberfläche führt
Der Einbau eines FlächenbaiHementes erfolgt
derart, daß die Behäutung 3 auf der dem Überdruckraum
abgekehrten Seite angeordnet ist. Bei einer auftretenden explosiven Dekompression komrm es
dann an dem unbefestigten Teilbereich der Behäutung 3 zuerst zu einem Druckausgleich und die auftretenden
Kräfte greifen an der angeschälten Behäutung weiter an* so daß es zu einer relativ schlagartigen Freigabe der
Gesamtdurchtrittsfläche des Gitterwerkes 1 kommt.
Selbstverständlich ist der Einbau derart aufgebauter Flächenbauelemente auch zur Bildung von Zwangsöffnungen
bei auftretenden explosiven Kompressionen vorgesehen. Hierbei muß dann der Einbau entsprechend
den umgekehrten Verhältnissen vorgenommen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Flächenbauelement zur Herstellung von Zwangsöffnungen bei explosiven Dekompressionen
und Kompressionen zwischen abgeschlossenen Räumen, insbesondere zwischen abgetrennten Flugzeuginnenräumen,
gekennzeichnet durch ein Gitterwerk (1) mit einer einseitig auf der dem
Oberdruckraum abgewandten Seite aufgebrachten und mit dem Gitterwerk (1) verbundenen Behäutung
(3), wobei in mindestens einem Teilbereich des Gitterwerkes (1) die Verbindung (4) zur Einleitung
eines Abschälvorganges der Behäutung (3) unterbrochen ist.
2. Flächenbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (4) zwischen
der Behäutung (3) und dem Gitterwerk (1) als Klebeverbindung ausgebildet ist.
3. Flächenbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (4) zwischen
der Behäutung (3) und dem Gitterwerk (1) als Lötverbindung ausgebildet ist
4. Flächenbauelement nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (4)
zwischen Behäutung (3) und Gitterwerk (1) durch mechanische Auslösemittel an- bzw. abschälbar ist.
5. Flächenbauelement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterwerk (1)
durch Füllkörper (5) ausfüllbar ist und die Füllkörper (5) auf der Behäutung (3) abstützbar und befestigbar
sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508976 DE2508976C3 (de) | 1975-03-01 | Flächenbauelement | |
| FR7604637A FR2303149A1 (fr) | 1975-03-01 | 1976-02-19 | Element de construction de surface pour l'etablissement d'ouvertures obligatoires |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508976 DE2508976C3 (de) | 1975-03-01 | Flächenbauelement |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2508976A1 DE2508976A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2508976B2 true DE2508976B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2508976C3 DE2508976C3 (de) | 1977-11-03 |
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2756726A1 (de) * | 1977-12-20 | 1979-06-21 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Einrichtung fuer explosive dekompressionen in luft- und raumfahrzeugen |
| EP0406611A1 (de) * | 1989-07-05 | 1991-01-09 | Deutsche Aerospace Airbus Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Vorrichtung für tragende Strukturen von Luft- und Raumfahrzeugen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2756726A1 (de) * | 1977-12-20 | 1979-06-21 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Einrichtung fuer explosive dekompressionen in luft- und raumfahrzeugen |
| EP0406611A1 (de) * | 1989-07-05 | 1991-01-09 | Deutsche Aerospace Airbus Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Vorrichtung für tragende Strukturen von Luft- und Raumfahrzeugen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2303149A1 (fr) | 1976-10-01 |
| FR2303149B3 (de) | 1978-11-10 |
| DE2508976A1 (de) | 1976-09-09 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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