DE2508971C2 - Druckmittelbetriebener Ratschenschlüssel - Google Patents
Druckmittelbetriebener RatschenschlüsselInfo
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Description
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel und im Abstand
voneinander angeordnete Zahnsegmente (6a, 6b) mit miteinander fluchtenden Zahnlücken (6c) auf der
Achse (5) gelagert sind und daß zwei durch den Arbeitszylinder (36) bewegbare, jeweils in eine der
fluchtenden Zahnlücken (6c) jedes Zahnsegments (6a, 6b) einrastende Antriebszapfen (14) vorgesehen
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Kolbenstange
(36a) des Arbeitszylinders (36) ein Endstück (17) mit einem Handgriff (27) vorgesehen ist und daß, um die
Antriebszapfen (14) unter Schwenkung des Arbeitszylinders (36) gegen die Zahnsegmente (6 und/oder
6i>) hin im Eingriff mit den Zahnlücken (6c) der Zahnsegmente (6a und/oder 6b) zu halten, entsprechende
Vorspannungsmittel (Feder 34) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Endstück (17) des
Arbeitszylinders (36) und dem Widerlager eine vorgespannte Feder (34) vorgesehen ist (F i g. 2).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (5) mit dem Schaltrad
(8) und die Zahnsegmente (6a und 6b) gegen axiale Verschiebung, insbesondere durch Sprengringe (26)
gesichert sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß am Querlager zwei parallel und im Abstand von den Zahnsegmenten
(6a, 66) angeordnete Schlüsselträger (1, 2) vorgesehen
sind und daß diese beiden Schlüsselträger (1,2) über einen weiteren Schlüsselträger (4) fest miteinander
verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (37) des Arbeitszylinders
(36) beidseitig über einen Hydraulikkreis wahlweise in entgegengesetzter Richtung beaufschlagbar
ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder über
Schnellsteckkupplungen (53) mit dem Arbeitszylinder (36) verbind- und wieder lösbar ist (F i g. 4).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsdruck des Hydraulikkreises
über mindestens einen Druckwahlschalter veränderbar ist
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Grenzdruckschalter
(50, 51) vorgesehen ist, durch den eine Umsteuerung der Kolbenbewegung des Arbeitszylinders
(36) nach Erreichung des Grenzdrucks erfolgt
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Umsteuerung ein Zweistellungs-Vierwege-Ventil
(47) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Schaltklinke (9) eine mit dem Schaltrad (8) zusammenarbeitende, der die
Schaltklinke (9) gegen das Schaltrad (8) drehende Feder (33) entgegenwirkende Feder (63) vorgesehen
ist (Fig.6).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Schaltklinke (9) vorgesehene Feder (63) in einer Bohrung (61) vorgesehen
ist und über eine Kugel (62) auf einen Zahn der Schaltklinke (9) wirkt
40 Die Erfindung betrifft einen druckmittelbetriebenen Ratschenschlüssel, insbesondere mit Druckflüssigkeit
betrieben, bestehend aus
1.1 einem Schlüsselträger
1.2 mindestens einer am Schlüsselträger angeordneten Abstützeinrichtung, die beim Schraubvorgang
an einem Widerlager (Werkstück, Anlagflächen am
so Arbeitsplatz od. dgl.) abstützbar ist,
1.3 einem Arbeitszylinder, der schwenkbar am Schlüsselträger gelagert und dessen Kolbenstange mit
einem Antriebszapfen für die Ratsche des Ratschenschlüssels versehen ist,
1.4 mindestens einem zur Ratsche gehörendem mit der Schlüsselkupplung (Aufnahme für einen Steckschlüsseleinsatz
od. dgl.) versehenen Zahnsegment, das schwenkbar um die Kupplungsachse des Ratschenschlüssels
gelagert ist, in dessen Zahnlücken der Antriebszapfen beim Arbeitshub des Arbeitszylinders von Arbeitshub zu Arbeitshub fortschreitend
eingreift.
Bei einem solchen aus der DE-OS 22 30 955 bekannten Ratschenschlüssel ist das Zahnsegment mit der
Schlüsselkupplung ein besonderes von der Abstützeinrichtung getrenntes Teil, das nach jedem Durchlauf des
Antriebzapfens von Hand für den nächsten Schraubtakt
umgesetzt werden muß. Die Handhabung dieses Ratschenschlüssels ist daher umständlich und zeitraubend.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Ratschenschlüssel der eingangs genannten Art so zu
verbessern, daß eine Schraube oder Mutter ohne Umsetzen des Schlüsselträgers von Hand vollständig angezogen
oder gelöst werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß
1.5 im Zahnsegment drehbar gelagert sind
1.5 im Zahnsegment drehbar gelagert sind
IAl eine mit der Schlüsselkupplung (Aufnahme)
und einem gleichachsig dazu angeordneten Schaltrad drehfest verbundene Achse,
1.5.2 eine Schaltklinke' die nach jedem Durchlauf des Antriebszapfens durch die
Zahnlücken des Zahnsegments mit dem Schaltrad zusammenwirkt
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kann insbesondere ein halbautomatischer Betrieb durch schrittweises
Drehen der Achse erfolgen, so daß ein rasches Lösen und auch Anziehen der Schrauben und Muttern
auch durch ungelernte Arbeitskräfte möglich ist
Die Kraftübertragung bei bester Werkstoffausnutzung der verwendeten Teile ist dadurch möglich, daß
zwei parallel und im Abstand voneinander angeordnete Zahnsegmente mit miteinander fluchtenden Zahnlücken
auf der Achse gelagert sind und daß zwei durch den Arbeitszylinder bewegbare in eine der fluchtenden Zahnlücke
jedes Zahnsegments einrastende Antriebszapfen vorgesehen sind.
Zur Erleichterung der Halbautomatisierung ist am Ende der Kolbenstange des Arbeitszylinders ein Endstück
n.it einem Handgriff vorgesehen, wobei zum die Antriebszapfen unter Schwenkung des Arbeitszylinders
gegen die Zahnsjgmente hin im Eingriff mit den Zahnlücken der Zahnsegmente zu halten, entsprechende
Vorspannungsmittel angeordnet sind, beispielsweise in Form einer vorgespannten Feder.
Zur Erzielung eines genau definierten maximalen Anziehmomentes kann besonders vorteilhaft mindestens
ein Grenzdruckschalter vorgesehen sein, durch den eine Umsteuerung der Kolbenbewegung des Arbeitszylinders
nach Erreichung des Grenzdrucks erfolgt. Zur Anpassung an unterschiedliche Anziehmomente
muß der Grenzdn.ickschalter selbstverständlich einstellbar
sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Explosionsdarstellung einer hydraulischen Vorrichtung,
F i g. 2 eine Seitenansicht davon unter Weglassung der Seitenteile,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß den Pfeilen 3-3 in F i g. 2,
Fig.4 einen hydraulischen Schaltkreis der Vorrichtung,
Fig.5 ein elektrisches Blockdiagramm mit der
Schaltungsanordnung zum halbautomatischen Betrieb der Vorrichtung und
F i g. 6 eine Teilseitenansicht, etwa der Darstellung der F i g. 2 entsprechend mit einer anderen Ausführungsform
der Rastklinke.
Bei allen Figuren sind für entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet Zwei einen Rahmen
bildende, im Abstand parallel zueinander angeordnete Schlüsselträger 1 und 2 sind über einen weiteren
Schlüsselträger 4 und Schrauben 4a miteinander verbunden. In den Seitenplatten 1 und 2 sind Langlöcher la, 2a
zur Aufnahme eines Stützlagers 21 und seitlich außenliegende Vorsprünge \b zum leicht abnehmbaren Ansetzen
von Stützarmen 20 zur Aufnahme des entstehenden Drehmomentes vorgesehen.
Zwischen den Schlüsselträgern 1 und 2 ist eine als Ratsche 6 wirkende Antriebsvorrichtung montiert, die
ebenfalls zwei parallel und im Abstand voneinander angeordnete Zahnsegmente 6a und 6b aufweist, die etwa
kreissegmentförmig ausgebildet sind und an der Bogenseite in gleichem Abstand voneinander angeordnete
Zahnlücken 6c aufweisen. Die Zahnsegmente 6a, 6b
sind in Durchbrüchen 5a auf einer Achse 5 schwenkbar gelagärt und durch Sprengringe 26, die auf der Außenseite
der Zahnsegmente 6a, 6b auf die Achse 5 aufgesetzt sind, wird eine axiale Verschiebung verhindert.
Zwischen den Zahnsegmenten 6a und 6b ist auf der Achse 5 ein Schaltrad 8 mit sägenförmigen Zähnen unverdrehbar
auf der Achse 5 befestigt. Die Achse 5 und das Schaltrad 8 können auch einstückig ausgebildet
sein. Des weiteren ist zwischen den Zahnsegmenten 6a und 6b auf einem Distanzbolzen 11 in einem Durchbruch
11a eine Schaltklinke 9 schwenkbar gelagert, die mit den Zähnen des Schaltrades 8 zusammenarbeitet
Der Distanzbolzen 11, der die Zahnsegmente 6a, 6b in
Durchbrüchen 11a durchdringt, ist ebenfalls zur Sicherung der Zahnsegmente 6a, 6b gegen eine axiale 'Verschiebung
mit Sprengringen 116 gesichert Zur Stabilitätserhöhung ist noch ein weiterer Distanzbolzen 10
zwischen den Zahnsegmenten 6a und 6b in Durchbrüchen 10a angeordnet
Die Schaltklinke 9 ist mit einem Stift 32 versehen, an dem eine Feder 33 angelenkt ist, deren freies Ende an
einem Stift 31 des Zahnsegments 6a eingehängt ist Durch diese Feder 33 wird der dem Stift 32 gegenüberliegende
freie Schenkel der Schaltklinke 9 in die Verzahnung des Schaltrades 8 gedrückt, so daß die Achse 5
nur in einer Richtung gegenüber den Zahnsegmenten 6a, 6b drehbar ist
Zwischen den Schlüsselträgern 1 und 2 ist über in Aufnahmebohrungen 36c ragende Anlenkzapfen 36b
ein Arbeitszylinder 36 schwenkbar und im Abstand von der Achse 5 angelenkt. Die Anlenkzapfen 36i>
verlaufen achsparallel zur Achse 5. Der Arbeitszylinder 36 weist einen beidseitig beaufschlagbaren Kolben 37 (Fig.4)
auf, der über eine Kolbenstange 36a mit einem Endstück 17 verbunden ist. Über eine Griffstange 18 und einen
Handgriff 27 kann der Arbeitszylinder 36 durch eine Bedienungsperson in eine Ausgangslage, wie sie in
Fig.2 dargestellt ist, verschwenkt werden. Am Endstück
17 sind seitlich herausragende Antriebszapfen 14 angeordnet, die in die fluchtenden Zahnlücken 6c der
Zahnsegmente 6a und 6b einrasten können. Um einen Eingriff sicher zu erreichen, ist an der Griffstange 18 ein
Haken 38 angeordnet, in dem eine Feder 34 eingehängt ist. Das andere Ende der Feder 34 ist in einer Rille 16'
eines Distanzbolzens 16 eingehängt, der seinerseits in Langlöchern 16a der Schlüsselträger 1 und 2 verschiebbar
geführt und durch Schrauben 16£> gesichert ist Durch die Feder 34 wird der Arbeitszylinder 36 stets
entgegen dem Uhrzeigersinn gegen die Zahnsegmente 6a, 6b geschwenkt, um auch entgegen der bei ungünstiger
Montagelage wirkenden Schwerkraft einen sicheren Eingriff der Antriebszapfen 14 in den Zahnlücken
6c sicherzustellen.
Eine am Schlüsselträger 1 vorgesehene Abstützeinrichtung 21 ist mit einer Aussparung zur Aufnahme
einer Abstützung versehen, es kann in einfacher Weise austauschbar auch am Schlüsselträger 2 befestigt werden. Vor Aufnahme des entstehenden Drehmomentes
beim Anziehen oder Lösen einer Schraubverbindung kann zusätzlich zur Abstützeinrichtung 21 noch eine
weitere Abstützeinrichtung 20 dienen. In der Aussparung der Abstützeinrichtung 21 kann auch ein üblicherweise verwendeter Steckschlüssel eingesetzt werden,
um so auf eine nebenliegende Verschraubung aufgesetzt das Arbeitsmoment der Vorrichtung aufzunehmen. Es
kann aber auch zum Halten der Vorrichtung eine magnetische Halterung eingesetzt werden.
Beidseitig sind in der Achse 5 Aufnahmen 15a für einen Werkzeughalter 15 vorgesehen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel haben die Aufnahmen 15a Rechteckquerschnitt sie können aber auch in einem anderen
zweckmäßigen Querschnitt als Sechskant, K-Profil, Polygon od. dgl. ausgebildet sein. Auf den Werkzeughalter
15 ist ein Steckschlüssel 12 aufsteckbar, der durch die Vorrichtung zum Anziehen oder Lösen einer Schraubverbindung gedreht wird. Je nach der Seite, in der der
Werkzeughalter 15 in die Aufnahme 15a der Achse 5 eingesteckt ist, erfolgt eine Rechts- oder Linksdrehung
des Steckschlüssels 12 zum Anziehen oder Lösen der Schraubverbindung.
In Fig.4 ist das hydraulische Schaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt Aus einem Behälter 40 für hydraulische Flüssigkeit wird über eine
durch einen Motor 42 angetriebene Pumpe 41 Hydraulikflüssigkeit gepumpt Durch ein Überströmventil 43
wird der Druck begrenzt Der Druck im System kann über ein Zweistellungs-Einwege-Ventil 44 durch einen
Magneten 45 mit nur geringer Verzögerung auf Null abgebaut werden, beispielsweise dann, wenn das angestrebte Drehmoment erreicht ist oder die Zahnsegmente 6a, 6i>
wieder in ihre Ausgangsstellung gebracht werden müssen. Die wechselseitige Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders 36 erfolgt über ein Zweistellungs-Vierwege-Ventil 47, das über einen Magneten 48
gesteuert wird. Der Rückfluß der Hydraulikflüssigkeit erfolgt über ein Filter 46 in den Behälter 40. Dem Zweistellungs-Vierwege-Ventil 47 ist ein Druckanzeiger 49
und zwei einstellbare Grenzdruckschalter 50 und 51 nachgeschaltet Wie in Fig.4 schematisch dargestellt
ist, ist der eigentliche Arbeitszylinder 36 über flexible Schläuche 52 und Schnellsteckkupplungen 53 mit der in
einem gestrichelten Kasten angedeuteten Druckölversorgung verbunden.
In F i g. 5 ist der elektrische Schaltkreis der Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch dargestellt Die entsprechenden Magnete sind in beiden
Schaltplänen 4 und 5 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet Der Antriebsmotor 42 ist über einen Netzschalter 56 und einen Motorsteuerschalter 57 mit einer
Spannungsquelle verbunden. Ein Steuerschalter 54 und der Grenzdruckschalter 50 wirken auf das Stromstoßrelais 55 ein, durch das der Magnet 48 gesteuert ist, während durch den Grenzwertschalter 51 der Magnet 45
des Zweistellungs-Einwege-Ventils 44 gesteuert ist
Die Funktionsweise der Vorrichtung ist folgende: Nachdem auf den Werkzeughalter 15 ein Steckschlüssel
12 aufgesteckt und dieser Steckschlüssel 12 auf die anzuziehende oder zu lösende Schraubverbindung aufgesetzt ist, werden über die aus dem Arbeitszylinder 36
ausfahrende Kolbenstange 36a über die Antriebszapfen 14 die Zahnsegmente 6a und 6b entgegen der Uhrzeigerrichtung verschwenkt Durch die Verriegelung
des Schaltrades 8 durch die Schaltklinke 9 erfolgt
gleichzeitig damit auch eine Drehung der Achse 5 mit
dem Werkzeughalter 15 und dem Steckschlüssel 12 in gleicher Richtung. Durch wiederholtes Aus- und Einfahren der Kolbenstange 36a erfolgt eine Weiterdrehung
der Zahnsegmente 6a, 6b in gleicher Weise. Nach Erreichen der untersten Zahnlücke 6c werden durch Abheben mittels des Handgriffs 27 die Zahnsegmente 6a, 6b
wieder in ihre Ausgangslage zurückgebracht, wobei die Schaltklinke 9 um einen Zahn des Schaltrades 8 weiter
rastet Durch die kreisausschnittsförmige Ausbildung
der Zahnsegmente 6a, 6b kann die Achse 5 mit dem
Steckschlüssel 7 weit außen liegend angeordnet werden, so daß die Vorrichtung auch in schwer zugänglichen Ecken und engen Raumverhältnissen einsetzbar
ist Durch die Anordnung der Zahnlücken 6c ist nur ein relativ kurzer Kolbenhub des Arbeitszylinders 36 erforderlich, so daß ganz allgemein kleine Abmessungen der
Vorrichtung trotz eines großen erreichbaren Drehmoments möglich sind. Die Größe des erreichbaren Dreh-
moments ist durch den Radius der Zahnsegmente 6a, 6b in weiten Grenzen beeinflußbar, ebenso durch den aufgewendeten Hydraulikdruck im Arbeitszylinder 36.
Durch die Schwenkung der Zahnsegmente 6a, 6b sind am Schaltrad 8 nur relativ wenige Zähne erforderlich,
die entsprechend stabil ausgebildet sind, so daß auch hier die Verwendung kleiner Konstruktionsdurchmesser bei hoher Belastbarkeit erzielt wird.
Eine Änderung der Drehrichtung kann durch Umsetzen des Werkzeughalters 15 mit dem Steckschlüssel 12
auf die andere Seite der Achse 5 erfolgen. Das Antriebsmoment ist daher völlig unabhängig von der
Drehrichtung des Steckschlüssels 12 Die Größe des maximalen Drehmoments kann über den Druckschalter
50 vorgewählt werdea Erreicht im Betrieb die Kolben
stange 36a ihre ausgefahrene Endstellung, so steigt der
Druck an, bis der Grenzdruckschalter 50 anspricht Dieser gibt einen Impuls an das Stromstoßrelais 55, das
über den Magnet 48 die Ventilstellung des Zweistellungs-Vierwege-Ventils 47 ändert In der neuen Ventil-
stellung wird durch die Hydraulikflüssigkeit die Kolbenstange 36a zurückgezogen, so daß die Antriebszapfen
14 des Endstücks 17 in die benachbarten Zahnlücken 6c der Zahnsegmente 6a, 6b rasten. Nachdem die Kolbenstange 36a ganz eingefahren ist, steigt der Druck im Hy-
drauliksystem wieder an, bis der Grenzdruckschalter 51 das Ventil 44 öffnet, wodurch die Pumpe 41 direkt in
den Behälter 40 drucklos fördert Zur Weiterführung des Anziehens oder Lösens wird durch den Bedienungsmann der Steuerschalter 54 gedrückt wodurch das
so Stromstoßrelais 55 anspricht das den Magnet 48 des Ventils 47 fallen läßt so daß das Ventil 47 in die Ausgangsstellung zurückkehrt Damit öffnet der Grenzdruckschalter 51 und das Ventil 44 schließt, womit der
Arbeitszyklus von neuem beginnt Dieser Arbeitszyklus
wird so oft als nötig wiederholt Wird dabei die letzte
Zahnlücke 6c in den Zahnsegmenten 6a, 6b durch den Antriebszapfen 14 erreicht, so ergreift der Bedienungsmann den Handgriff 27, bringt die Antriebszapfen 14
außer Eingriff und dreht die Zahnsegmente 6a, 66 in die
Ausgangslage zurück, wie dies in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist Dabei rastet die Schaltklinke 9 in den nächsten Zahn des Schaltrades 8 ein. Dieser Vorgang wird
so lange wiederholt, bis das gewünschte Drehmoment entsprechend der Voreinstellung am Grenzdruckschal
ter 50 erreicht ist In diesem Fall wird die Kolbenstange
36a in den Arbeitszylinder 36 eingezogen und die Vorrichtung kann dann von der Schraubverbindung abgenommen werden.
Bei ungünstiger Montagelage der Vorrichtung können die Zahnsegmente 6a, 6b infolge der Schwerkraft
durch ihr eigenes Gewicht im Uhrzeigersinn verdreht werden. Dadurch könnte die Schaltklinke 9 außer Eingriff
mit dem Schaltrad 8 kommen. Um dies zu verhindern, ist gemäß F i g. 6 in der Schaltklinke 9 eine Bohrung
61 vorgesehen, in der in einem Gehäuse 60 eine Kugel 62 durch eine Feder 63 gegen einen Zahn des
Schaltrades 8 gedrückt ist. Durch diese Anordnung wird mittels der Kraft der Feder 63 das schwerkraftbedingte
Drehmoment der Zahnsegmente 6a, 6i> aufgehoben, so
daß, so lange die Bewegung der Zahnsegmente 6a, 6b kleiner ist als die Bewegung der Feder 63 der Schaltklinke
9, ein Kontakt zwischen der Schaltklinke 9 und dem Schaltrad 8 in aiien Operationsstellungen der Vorrichtung
verhindert ist
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach im
Aufbau und arbeitet halbautomatisch. Mit ihr kann ein großes exakt vorwählbares Drehmoment, unabhängig
ob beim Anziehen oder Lösen, erreicht werden. Das gewünschte Drehmoment wird automatisch durch den
vorgewählten einstellbaren Druck erzielt und es ist keine besondere Drucküberwachung erforderlich, um
sicher zu sein, daß das gewünschte Drehmoment auch erreicht wird. Durch die halbautomatische Funktion der
Vorrichtung wird die Arbeitsgeschwindigkeit wesentlich erhöht. Die allseitig kleinen Abmessungen der Vorrichtung
erlauben einen Einsatz auch bei stark beengten Raumverhältnissen und es können insbesondere die
handelsüblichen Steckschlüssel 12 verwendet werden. Insbesondere ist bei der Arbeit auch kein Umsetzen des
Steckschlüssels 12 erforderlich, da ein solches Nachsetzen sich durch das Schaltrad 8 und die Schaltklinke 9 erübrigt
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Druckmittelbetriebener Ratschenschlüssel, insbesondere mit Druckflüssigkeit betrieben, bestehend
aus
1.1 einem Schlüsselträger (1,2,4),
1.2 mindestens einer am Schlüsse'träger angeordneten
Abstützeinrichtung (21,20,4 a), die beim
Schraubvorgang an einem Widerlager (Werkstück, Anlageflächen am Arbeitsplatz od. dgl.)
abstützbar ist,
1.3 einem Arbeitszylinder (36), der schwenkbar am Schlüsselträger (1,2,4) gelagert und dessen
Kolbenstange (36a) mit einem Antriebszapfen (14) iür die Ratsche (6,66) des Ratschenschlüssels
versehen ist,
1.4 mindestens einem zur Ratsche (6,6b) gehörendem mit der Schlüsseikupplung (Aufnahme 15a
für einen Steckschlüsseleinsatz od. dgl.) versehenen Zahnsegment (6a, 6b), das schwenkbar
um die Kupplungsachse des Ratschenschlüssels gelagert ist, in dessen Zahnlücken (6c) der Antriebszapfen
(14) beim Arbeitshub des Arbeits-Zylinders (36) von Arbeitshub zu Arbeitshub fortschreitend eingreift,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.5 im Zahnsegment (6,6b) drehbar gelagert sind
1.5.1 eine mit der Schlüsselkupplung (Aufnähme 15a) und einem gleichachsig
dazu angeordneten Schaltrad (8) drehfest verbundene Achse (5),
1.5.2 eine Schaltklinke (9), die nach jedem Durchlauf des Antriebszapfens (14)
durch die Zahnlücken (6c) des Zahnsegmentes (6a, 6b) mit dem Schaltrad (8) zusammenwirkt.
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